Es gibt diverse Hersteller von Kurbelstativen, hier Daten
über die am meisten verbreiteten: Die Höhe der Kurbelstative (Wind-Up
Stands) schwankt je nach Typ. Die kleinste Ausführung etwa von
Hersteller Manfrotto (geht bis Höhe 345 cm) liegt eingefahren bei 153 cm.
Ein mittleres Stativ (geht bis Höhe 352 cm) liegt eingefahren bei
152 cm und ein großes Kurbelstativ (geht bis 380 cm) liegt
eingefahren bei 167 cm. Für Details: Manfrotto hat auch eigene Seiten im
Internet. (www.manfrotto.it
oder .com)
Movie-College-Team
„Mini-Steadicams“ (z. B. HandyMan 1000, oder
Steadycam Jr.)
Verfolgungsjagd im Wald
Zur Klärung der Frage haben wir mit einem der weltweit
besten Steadicam-Kameramänner, Jörg Widmer, gesprochen. Er meinte, diese
Teile „Handiman“ oder „Steadicam Junior“ seien sehr
einfach gebaut und würden zwar Wackler in der Horizontalen etwas
ausgleichen, hätten aber bei Erschütterungen (Waldboden, Treppen laufen
etc.) keine Wirkung. Gegenüber der Handkamera ist es eine leichte
Verbesserung. Ihnen fehlt, im Gegensatz zu einer professionellen Steadicam
der Federarm. Außerdem ist die Tragkraft dieser Teile recht bescheiden.
Man kann sich mit Hilfe eines Einbein-Stativs und eines Gegengewichtes
(Akku etc.) so ein Teil auch selbst bauen und den hohen Kaufpreis
sparen. Für eine Verfolgungsjagd im Wald bringen diese Teile aber nicht
viel. (Eine Bauanleitung gibt es übrigens unter http://homebuiltstabilizers.com/,
http://www.bealecorner.com/trv900/steady/steady.html
oder http://www-2.cs.cmu.edu/~johnny/steadycam/.)
Wie wäre es mit einer sauber asphaltierten Waldstraße und paralleler
Fahrt von einem Wagen aus? (Durchs Schiebedach rausfilmen etc.) Wenn der
Ausschnitt eng ist und man neben den Darstellern herfährt, kann das
ziemlich dramatisch aussehen.
Es gibt Firmen, die darauf spezialisiert sind. Neben
Flugzeug und Hubschrauber gibt es (preiswerter) auch ferngesteuerte
Modellhubschrauber. Die können im Notfall sogar kleine 35 mm-Kameras
transportieren und sind ziemlich fein.
Der Vorteil von Hubschrauberflug ist vor allem die bessere
Positionierung, und man kann leichter durch Schrägflug direkt auf den
Boden filmen und ist bei Wiederholungen auch schneller wieder in Position.
Ganz wichtig bei der Vorbereitung: Sonnenstand mit einplanen! Die
schönste Flugaufnahme ist daneben, wenn man dauernd mitten in die Sonne
drehen muss.
Es gibt diverse Aufhängungen. Für hochwertige Werbung ist eine
professionelle Aufhängung zu empfehlen. Steadicam geht auch, aber man
sollte Ahnung haben von dem Teil. Früher hat man auch schon mal aus
kräftigen Gummibändern so eine Aufhängung improvisiert, das ging
ebenfalls ziemlich gut. Wenn es sich um sehr totale Situationen handelt
und der Pilot sein Handwerk versteht, kann man sogar von der Schulter noch
gute Resultate erzielen.
Was die Genehmigung angeht, so war in Zeiten des kalten Krieges
tatsächlich die Freigabe für die Veröffentlichung von Luftbildaufnahmen
erforderlich. Ob und wo das heute noch nötig ist, kann man bei den
örtlichen Anbietern für Luftbildaufnahmen erfragen.