Film Abtastungen sämtlicher Formate (Super 8, 16 mm, 35
mm)
Immer wieder erreichen uns Anfragen bezüglich Abtastungen
von diversen Filmformaten. Eine zuverlässige Firma aus München ist AVP
Video Transfer, die unter anderem auch Super 8 Abtastungen anbieten.
zur Homepeage hier...Movie-College-Team
Super 8 auf 16 mm oder 35 mm kopieren
Man kann dieses Umkopieren mit technischem Geschick selbst
vollbringen: Super 8 Filmprojektor (bei dem man per Motorachse die Bilder
auch einzeln weiterdrehen kann) und 16 mm Filmkamera
(Einzelbildfähig und mit Macroobjektiv) in einer Achse anbringen. Das
Objektiv des Projektors entfernen, und Kamera so ausrichten, dass sie das
Super 8 Bild Formatfüllend aufnehmen kann. (Das präzise Einrichten ist
etwas schwieriger, erleichtert wird es, wenn man die Kamera auf einem
Einstellschlitten oder justierbarem Frästisch (Baumarkt) befestigt und
per Kurbel die Kamera horizontal und Vertikal justieren kann. Dann muss
noch statt der Halogenlampe des Projektors eine kleine Milchglasscheibe
und dahinter etwa ein kleines Blitzlicht oder andere konstante
Lichtquelle, und fertig ist die Kopiermaschine. Im dunklen Raum Bild für
Bild umkopieren. Mit der Belichtung Tests machen. Die Ergebnisse können
sich sehen lassen!
Jan Troske
Selbstverständlich ist dieses Verfahren über eine optische Bank (Oxberry
etc.) möglich. Die größeren Kopierwerke bieten diesen Service an, es
ist allerdings ziemlich teuer! Auf 16 mm kostet ein Direkt-Blow-up
ca. 14,- DM pro Meter (bezogen auf 16 mm). Um auf 35 mm zu
gehen, empfiehlt sich ein Internegativ-Prozess, der kostet pro Meter
(bezogen auf 35 mm) ca. 25,- DM. Sie sollten diese teuren Wege also
nur wählen, wenn es aus ästhetischen Gründen sinnvoll (S.8 Look) ist
oder sich um einmalige Zeitdokumente auf S.8 handelt. Manchmal wird der
Weg auch in Spielfilmen beschritten, um bewusst den Eindruck zu erwecken,
einige Aufnahmen seien original Amateurmaterial.
Also eines mal vorweg: Video ist Video und Film ist Film.
Natürlich gibt’s Möglichkeiten Video mehr wie Film aussehen zu lassen,
aber Film bleibt dennoch Film. Ich weiß nicht, was für eine Budget Du
für Deinen Kurzfilm hast, weil auf Film (16 mm oder 35 mm)
kostet immer GELD. Mit DV lässt sich schon im No-Budget Bereich eine
ganze Menge machen. Wenn Du mit anständigen Cams arbeitest (3 Chip)
besteht auch die Möglichkeit Dein DV später nach der Postproduktion auf
Film umzukopieren (FAZen). Wenn Du auf DV drehst und einen Filmlook haben
willst, kannst Du dass mit einfachen Mittel erreichen (wie Kontrast rein,
Helligkeit raus oder Filtern wie FilmFX oder Cinelook). Sieht aber meist
etwas komisch aus, wenn man nicht viel Ahnung von Video und Film hat.
Alternativ kann man dies auch von einem Postproduktionshaus übernehmen
lassen. Die amerikanische Firma The Orphanage hat mit ihrem Magic Bullet
System ein Verfahren entwickelt, dass DV wie Film aussehen lässt –
wirklich mit verblüffenden Resultaten. Kostet natürlich auch was, ist im
Gegensatz zum Dreh auf Film aber noch sehr kostengünstig. Wenn Du doch
auf Film drehen willst, und die ganze Geschichte auf dem PC (!?!?!?)
schneiden willst, ist das nicht so einfach. Erst einmal muss das
Filmfootage abgetastet/digitalisiert werden, was im Telecine Verfahren
geschieht. Wird von vielen Postproduktionshäusern angeboten. Dann hast du
die ganze Geschichte als digital Daten. Die Daten werden in minderer
Qualität in Deinen Rechner gespielt und dort kannst du dann schneiden (so
genannter Offline-Schnitt). Später wird dann auf größeren Maschinen
nach Deinen Schnittvorgaben (EDL List) die großen Daten geschnitten
(Online Schnitt). Aber all dies kostet wirklich GELD! Film kostet meist so
viel Geld (Material, Crew, Entwicklung, Postproduktion), dass gerade junge
Filmer nicht haben. DV bietet hier eine nette und sehr kostengünstige
Alternative ...
Sushi
Super 8-Verwertung
Filme in S/W und Farbe gibt es noch, die Preise sind
allerdings relativ hoch, da die Entwicklung noch dazukommt.
Digitalisieren: Eine Low-Budget (und -Quality) -Möglichkeit der
Digitalisierung ist natürlich, den fertigen Film geeignet zu projizieren
und ihn mit einer DV-Kamera aus möglichst dem gleichen Winkel wieder
abzufilmen...
Thomas Kleinbauer
Format 1:1,85 auf 16 mm filmen
Da das 16 mm-Bildformat ohnehin nicht sehr viel
Fläche anbietet, wäre es schade, diese auch noch durch ein verkleinertes
Bildfenster zu reduzieren. Besser wären also Anamorphote.
Da die Erfahrungen mit diesen kleinen Formaten aber mehr und mehr
verloren gehen, sollte man sich bei den Kopierwerken (Atlantik, Bavaria,
Geyer, Arri) mal erkundigen, wer das überhaupt kopieren kann. Es gab vor
Jahren einige 16 mm-Anamorphot-Filme aus London, dortige Kopierwerke
können das offensichtlich. Und billiger als die hierzulande, sind sie
häufig auch.
Filmmaterial kann man über Kodak (Berlin, Hamburg, Köln, München,
Stuttgart) sowie Fuji (Hamburg) beziehen. Auch hier kann der
Materialeinkauf im Ausland billiger sein!
Falls die Kamera es erlaubt, wäre vielleicht ein Umbau auf Super 16
die zukunftssichere Lösung.
Also wenn man wirklich professionell arbeiten möchte, ist
16 mm auf jeden Fall zu empfehlen. Auch in Hinblick auf Vertonung,
Schnitt und Verwertung. Zukunftssicherer wäre eine für Super 16
umgebaute oder umrüstbare Kamera. Wichtig ist auch, dass sie leise
ist. Die Fernsehanstalten verkaufen teilweise günstig professionelle
16 mm-Kameras.
Natürlich ist das Filmmaterial und die Entwicklung teurer. Aber die
Variante, wie bei Super 8 auf Umkehr (=Dia) Material zu drehen, gibt es
für 16 mm auch und dies spart einiges ein. Das Risiko wie bei Super
8 dass Kratzer und Schrammen vom Vorführen das kostbare Original treffen
bleibt aber.
Super 8 ist da keine Alternative. Die Farben und die Brillanz
sind zwar bei dem für S8 verwendeten Umkehr-Material, insbesondere
Kodachrome 40 sehr „knackig“, doch das Material gibt es zur Not auch
in 16 mm und für Fernsehzwecke ist das Material ohnehin nicht so
optimal. Außerdem stellen die Betriebe langsam aber sicher Produktion und
Entwicklung des 8 mm-Materials ein! Doppel 8 ist absolut
historisch. Abgesehen davon ist das Filmbild noch kleiner als bei Super 8.
Dringend die Hände davon lassen!
Arri-Kamera (Arri 16 mm St) neu oder gebraucht (20
Jahre)?
Wenn die Arri gut gepflegt ist, läuft sie absolut
zuverlässig. Ist ja Film und nicht Video, wo man dauernd neue Geräte
(Formate) oder neue Videoköpfe braucht. Allerdings musst Du Dir
überlegen, was Du mit der 16 St willst. Für Tierfilm und so ist sie OK,
für Tonfilm aber ungeeignet. Und dann musst Du übers Format nachdenken.
Super 16 ist zukunftssicherer als 16 mm.
Bastian
Die Arri St ist für Tonaufnahmen absolut ungeeignet. Sie ist richtig
laut hörbar. Für 16 mm-Ton hat Arri deshalb parallel zur
St-Fertigung eine 16 mm-Kamera geblimpt, das heißt durch dicke,
schallisolierende Teile leise gemacht, die 16 BL. Diese ist schwer,
unhandlich und auch vom Zubehör sehr begrenzt. Man sollte daher wenn es
Arri sein soll, eine bereits in der Konstruktion leise Kamera wählen, die
Arri SR. Hier ist die Baureihe SR 1 je nach Motortyp nicht wirklich leise.
Bei der Baureihe SR II sieht es viel besser aus. Doch auch hier ist ein
Hörtest hilfreich. Je nachdem, wie die Kamera gewartet wurde, kann sie in
Ausnahmefällen trotzdem Lärm verbreiten. Eine sehr gute Alternative im
Gebrauchtbereich kommt übrigens aus Frankreich: Die Aaton. Man benötigt
Kamerabody mit fest dazugehörender Sucherlupe, Akkus, Ladegerät,
mindestens 2 Kassetten, Objektive und Kompendium. (Zoom oder mehrere
Festbrennweiten)
Die Aaton ist sicher die bessere Schulterkamera. Sie liegt
einfach besser. Da der Motor der SR1 relativ laut ist, bietet die Aaton
(je nach Baureihe) hier Vorteile was die Lautstärke angeht. Zudem bietet
die Aaton verstellbare Geschwindigkeiten: 6, 12, 16, 18, 20, 24, 25, 28,
32 Bilder/sek. Aufpassen: Nicht alle haben 25 fps!
Auch in Hinblick auf Super 16 ist die Arri SR1 eher eine
Einbahnstraße.
Bildqualität 16 mm vs. Digital ((JVC GY-DV 500, oder
Canon XL1, etc.)
Blow-up Digital auf 35 mm
Bisher ist 16 mm DV absolut überlegen. Die optische
Qualität, die Farbtiefe und auch die Art des Bildaufbaus sind völlig
anders. Die Geschichte mit dem Fazen (Auf 35 oder 16 mm übertragen),
sollte man zudem sehr genau kalkulieren. Sonst sind am Ende die Kosten
für die fertige Kopie höher, als wenn man gleich auf Film gearbeitet
hätte. Für Dokus, wo evtl. ein extrem hohes Drehverhältnis erforderlich
ist, kann das aber eine Alternative sein. Ansonsten ist DV hervorragend
für reine TV oder Videoproduktionen. Details zu den Unterschieden
gegenüber Film findest Du auch unter 24p im Movie-College.
Movie-College-Team
16 mm hat ca. 1,8 Millionen Bildpunkte, PAL hat nur ca. 400.000
und der Kontrast eines CCD-Chip ist wesentlich geringer (4-6 Blenden) als
der von Film (10-12 Blenden). Am entscheidensten ist aber die Optik. Das
Videobild kann noch so gut sein – wenn du keine gescheite Optik hast,
die es aufnimmt sieht man es ihm an. Du kannst mit Film, egal ob
16 mm oder 35 mm viel besser Akzente setzen, da du z. B.
mit der Tiefenschärfe spielen kannst, oder den Kontrastumfang nutzen
kannst. die TiefenUNschärfe hast du wegen der geringen Größe der
CCD-Chips nicht, das Bild ist fast von vorne bis hinten scharf, egal wie
lang der Bereich ist.
Super 16
Einstieg, Kameras und Umrüstung von 16 mm-Kameras auf Super 16
Ein Buch nur über 16 mm ist uns nicht bekannt, aber
es gibt diverse Fachbücher in denen auch 16 mm-Geräte (z. B.
v. Werner v. Appeldorn) erläutert werden.
Nicht jede 16 mm-Kamera ist für Super 16 umrüstbar. Technisch
gesehen gibt es mehrere Kameras (u. a. Arri SR 3), die sowohl für
16 mm als auch Super 16 mm geeignet sind. Allerdings kann der
Umbau, je nach Konzeption des Gerätes zwischen 5 Minuten und einem Tag
dauern. Umgestellt bzw. umgebaut werden: Bildfenster, Mattscheibe (Sucher)
und Objektiv-Bajonett. Letzteres damit die Optik möglichst genau mittig
zum Filmformat ausgerichtet ist. Man kann auch nicht einfach
16 mm-Objektive für Super 16 verwenden. Häufig finden Optiken für
35 mm Verwendung für Super 16. Es gibt aber auch eigens für Super
16 mm produzierte Objektive. Besonders einfach geht die Umstellung
bei den französischen Aaton Kameras. Die sind ideal, wenn man auf beiden
Formaten drehen möchte. In Hinblick auf zukünftige Film-, und
Fernsehformate ist die Wandelbarkeit aber nicht so wichtig, Super 16 ist
eindeutig das zukunftssichere Format. Deshalb kann man auch fest umgebaute
Kameras (etwa ältere SR2) verwenden. Die sind dann nur für Super 16
geeignet. Streng genommen könnte man auch mit einer reinen Super 16
Kamera 16 mm belichten, aber wenn die Objektivfassung nicht
umgestellt ist, spürt man die falsche Zentrierung der Optik eines
16 mm-Films.
Es gibt wohl kaum noch gut brauchbare Super 8-Projektoren
auf dem Markt und gewerbliche Reparaturen sind kaum bezahlbar... Bei den Bezugsquellen
macht Gerd Schwarzenbeck aber ein interessantes Angebot!
Gerd Schwarzenbeck