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Es ist eine Frage der Qualität, zugleich aber auch ein Kostenfaktor. Wenn ein Film ins Kino soll und das Bildformat voll genutzt wird, sollte das Negativ im A/B Verfahren geschnitten und im Kopierwerk entsprechend A/B kopiert werden. Was verstehen wir unter A/B-Verfahren, auch „zweistreifig“ genannt? Wenn ein Film fertig geschnitten ist, ganz gleich ob als Arbeitskopie am Schneidetisch oder an einem Offline-Schnittplatz, muss das Negativ entsprechend dieses Feinschnitts nachgeschnitten werden. Das Prinzip
Höhere KostenDer Vorzug des A/B-Verfahrens ist gleichzeitig in finanzieller Hinsicht ein Nachteil. Der doppelte Kopiervorgang verursacht Mehrkosten: Erstens verteuert sich der Negativschnitt, zweitens verursacht es den so genannten A/B-Zuschlag. Dieser fällt bei jeder Kopie, die gezogen wird, erneut an. Wenn von einem Film viele Kopien benötigt werden, wäre das Risiko für all diese Kopien das Original-Negativ zu verwenden, extrem hoch. Deshalb erstellt man Internegative. Wird von einem A/B geschnittenen negativ ein Intermed. Positiv und davon ein Internegativ erstellt, so entsteht bei diesem Vorgang ein einstreifiges Internegativ. Und von diesem können dann Kopien in einem Durchgang gezogen werden, der A/B Zuschlag entfällt. Alternative symmetrischer SpaltschnittDie meisten Kopierwerke verdrängen, dass es eine weitere Alternative gibt, sein Negativ so zu kleben, dass keine Klebereste (die zu Blitzern in der Kopie führen) zu sehen sind.- Das Verfahren nennt sich symmetrischer Spaltschnitt und wurde von der Firma Hamann entwickelt. Damit sind Klebestellen möglich, die so sauber sind, dass man das Negativ einstreifig schneiden kann. Die Kostenersparnis ist gewaltig,- sowohl beim Negativschnitt als auch bei Kopierung oder Abtastung kann man viel Geld sparen. Dieses Verfahren bietet in Deutschland Helmut Rings mit seiner Firma Film16 an. Da die meisten Kopierwerke aber mit sogenannten Geyer-Filmhobeln arbeiten und den asymmetrischen Negativschnitt favorisieren, wird weiterhin zumeist zweistreifig im AB Verfahren gearbeitet. Ob man dies tut, weil es mehr Geld einbringt, oder weil man der alternativen symmetrischen Schnitttechnik misstraut, sei dahingestellt. Nicht verwenden kann man das Verfahren, wenn Überblendungen (die im Kopierprozess entstehen) ins Spiel kommen, es sei denn, diese sind optisch vorproduziert oder digital erstellt und ausbelichtet. ÜberblendungenDoch nicht nur das Problem der Klebestellen macht A/B Verfahren notwendig. Auch Überblendungen (Dissolves) im Kopierwerk (ohne Umweg über Optische Bank oder Compositing-Rechner) sind nur auf diese Weise möglich. Zu diesem Zweck müssen die beiden Einstellungen, die überblendet werden sollen, sich Überlappen. Die Einstellung, an deren Ende die Überblendung liegen soll (A), muss nach hinten überlappen, jene, in die die Überblendung hineinführen soll (B), nach Vorne.
Umgekehrt wird beim Kopieren des B-Bandes an der gleichen Stelle das Kopierlicht über die gleiche Anzahl von Bildern von Dunkel bis zu normaler Belichtung immer heller. Je nach Kopiermaschine sind bestimmte Längen möglich. Zum Beispiel 16, 24, 32 oder 48 Bilder. Eine Überblendung von 48 Bildern bedeutet: Auf dem A-Band wird 24 Bilder lang das Licht immer dunkler (Abblende) und zugleich auf dem B-Band 24 Bilder lang immer heller (Aufblende).
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