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The Blessing

Regie: Heidi Maria Faisst

Mord und Margeritas

Daten

75 Min. Dänemark 2009

Regie: Heidi Maria Faisst, Drehbuch: Heidi Maria Faisst, Musik: Flemming Nordkrog, Kamera: Manuel Alberto Claro, Schnitt: Cathrine Ambus, Cast: Laerke Winther Andersen, Solbjorg Hojfeldt, Mads Riisom                                

Nach der Geburt ihrer Tochter leidet Kathrine unter postnatalen Depressionen. Als ihr Mann für ein paar Tage beruflich nach Holland fahren muss, bleibt Kathrine allein im Haus zurück. Es fällt ihr schwer eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen. Trotz ihrer Bemühungen bleibt ihr das Baby fremd. Überfordert mit der neuen Situation ruft sie ihre Mutter zur Hilfe, obwohl sie ein angespanntes Verhältnis zu ihr hat. Doch die Mutter verschlimmert die Situation durch ihren Kontrollzwang nur noch.
Die als natürlichste Sache der Welt begriffene Aufgabe, eine liebende Mutter zu sein, kann Kathrine nicht erfüllen. Die Ratlosigkeit von Kathrines Mann und ihrer Mutter verschlimmert Kathrines Gefühl alles falsch zu machen. Nach und nach bricht Kathrines Welt zusammen.

Dieser Film mag nicht für Jedermann sein. "The Blessing" ist ein verschlossener Film, für den man sich öffnen muss. Die Regisseurin Heidi Maria Faisst hat ihr Hauptaugenmerk auf das Thema gerichtet und den Plot hinten angestellt. Dabei ist ein detailliertes Psychogramm entstanden. Schnell fühlt man mit der Protagonistin, die einzigartig durch Laerke Winther Andersen dargestellt wird. Es geht in dem Film ja auch um ein Thema, das jeder kennt: Die Angst davor falsch zu sein, anders zu sein als alle anderen, die Erwartungen seiner Eltern nicht erfüllen zu können. Ein so todgeschwiegenes Thema wie postnatale Depression anzusprechen ist beeindruckend mutig. Der an Dogmafilme erinnernde Film ist ganz nah an den Charakteren und je stärker die Welt von Kathrine fordert, die Situation in den Griff zu bekommen, desto mehr bangt man mit ihr. So entsteht, trotz wenig Handlung eine Spannung die aus der Empathie der Protagonistin gegenüber entsteht.

In der Regisseurin Heidi Maria Faisst hat Zentropa Entertainments wieder einmal ein Regietalent entdeckt. Sie hat den Mut ihren eigenen Weg zu gehen und es lohnt sich bestimmt ihre Karriere weiter mit zu verfolgen.

Gesehen von Mareike Dobewall

 

Filmfest 2009

 

 
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