Ein echter Terrorist und Mitglied der Al-Aksa-Brigaden, zu
dem die CIA den Kontakt herstellte, sei Aiman Matia Dschabra
Abu Eita, so prahlt Cohen, ausnahmsweise nicht kostümiert in
David Lettermans Talkshow bevor sein Film in die Kinos kam. So
was hätte das Publikum noch nie gesehen. Tatsächlich ist
Aiman Abu Eita aber kein Terrorist, sondern ein
palästinensischer Lebensmittelhändler, griechisch-orthodoxer
Christ und nebenbei Schatzmeister der Organisation "Holy
Land Trust" die sich um eine friedliche Lösung des
Israel Palästina Konflikts bemüht.
Mit Cohen traf er sich in einem Hotel nahe eines Armee
Stützpunkts auf israelisch kontrolliertem Gebiet zu einem
Interview. Nun verklagt er Cohen, vor einem amerikanischen
Gericht auf eine Summe in Höhe von 110 Million Dollar.
Cohen habe sich vor dem Interview als Schauspieler ausgegeben
der Dokumentationen drehe. Das Gespräch sei bis zum
Ende hin auch normal verlaufen, bis Cohen seltsame Fragen
stellte und wirre Kommentare abgab:„Euer König Osama sieht
aus wie ein schmutziger Magier". Als Abu Eita irritiert
um eine Wiederholung der Frage bittet, wird bewusst
völlig falsch übersetzt. Die Worte „Raus! Verschwinde
sofort!“ werden dem Geschäftsmann in den Mund gelegt.
Genau dieser letzte Teil des Interviews wird im Film Brüno
gezeigt. In der Folge erhielt Abu Eita Morddrohungen. Seit dem
leidet er unter Depressionen und Angstzuständen, fürchtet um
das Leben seiner Familie und auch sein Ansehen als
Geschäftsmann litt extrem unter dem Bild das Cohen von Eita
zeichnete. Nun droht Cohen nicht nur eine Gewaltige Geldsumme,
sondern auch die echten Al-Aksa-Brigaden, bei einem weiteren
Besuch im Westjordanland.
Die Diesjährige Viennale besuchten sage und Schreibe
94.800 Zuschauer von den 345 Vorstellungen waren 124
ausverkauft. Als Ehrengast besuchte Tilda Swinton dieses Jahr
die Veranstaltung. Drei verschiedene Preise wurden sowohl für
Spiel- , als auch für Dokumentarfilme vergeben. Den Wiener
Filmpreis gewann Jessica Hausner für ihren Spielfilm Lourdes
und Peter Kerekes Dokumentation "Coocking History".
Der Publikumspreis der Wiener Tageszeitung der Standard gin an
den Iranischen Filmemacher Asghar Farhadi mit seinem Film
"Darbareye Elly". Hier ein Auszug aus der Jurybegründung:
"Darbareye Elly ist ein handwerklich überzeugend inszeniertes,
vielschichtiges Schauspiel über Moral, Selbst- und
Fremdverantwortung." Zuletzt sei noch der Der
FIPRESCI-PREIS erwähnt, der an Xiao Li Zi ging. Seinen
Protestfilm "Survival Song", gegen die chinesische
Regierung, lobte die Jury als frisch, unschuldig und vor allem
innovativ.
Das Dokumentar- und Animationsfilm Festival ging am
01.11.2009 zu Ende
Über 300 Filme flimmerten auf den Leinwänden von 12
Kinosälen vor 34.200 Zuschauern. Dabei stachen folgende Filme
besonders hervor. "Die Goldene Taube" für den
besten langen Dokumetarfilm ging dieses Jahr an die
französischen Regisseure Claudine Bories und Patrice Chagnard
für ihren Film "Les Arrivants" der den hektischen
und wirren Alltag in der Pariser Asyl Behörde
schildert. Im deutschen Wettbewerb gewann die
Filmemacherin Insa Onken mit ihrem Werk "Rich
Brother", in dem sie einen Afrikanischen Boxer begleitet,
der In Deutschland versucht Fuß zu fassen. Der beste,
gezeigte Animationsfilm, kam dieses Jahr, trotz gekürzter
Fördermittel, aus Lettland. Vladimir Lesciov überzeugte die
Animationsfilm Jury dieses Jahr mit seinem Film "Die
Flügel und die Ruder".
Passend zum Motto, des Festivals das sich als ein
"Fenster zur Welt" versteht, wurden dieses Jahr
Filme aus 69 Ländern gezeigt.
Über 100 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme wurden dieses
Jahr auf den Filmtagen in Hof gezeigt. Dabei präsentierten
sowohl der talentierte Nachwuchs, als auch berühmte
Regisseure wie Alexander Kluge oder Rosa von Praunheim ihre
neuesten Werke. Auch dieses Jahr wurden auf den Filmtagen in
Hof wieder verschiedenste wichtige Preise vergeben. Den
Filmpreis der Stadt Hof erhielt dieses Mal der Regisseur
Christian Petzold. Förderpreise gingen an den Regisseur Marc
Rensing für seinen Film 'Parkour' - er erheilt den
Eastman-Förderpreis für junge Nachwuchstalente - und an das
Produktionsteam des Films 'Waffenstillstand', das den
Förderpreis Deutscher Film in Höhe von 10.000 Euro erhielt.
Manchmal ist Gewinnen bei Machtspielen schlimmer, als
verloren zu haben. Der hessische Ministerpräsident Roland
Koch hat sich im ZDF Verwaltungsrat durchgesetzt, der Vertrag
des bisherigen ZDF Chefredakteurs, Nikolaus Brender, ein
kritischer Journalist, wird nicht verlängert. Gegen den
ausdrücklichen Wunsch des ZDF Intendanten Schächter haben
damit Politiker einen ihnen unliebsamen Entscheider aus der
Verantwortung entfernt. An Koch wird dieser Vorgang anhaften
bleiben, als Eingriff der Politiker, die sich die Journalisten
selbst aussuchen wollen, die über sie berichten werden.
Rundfunkfreiheit?
Elf Preise gab es für Junge Filmemacher aus aller
Welt
Letzte Woche wurden im Münchner Filmmuseum, 61 Filme von
Nachwuchsregisseuren aus aller Welt gezeigt. Insgesamt kann
man von einem durchaus hohen Niveau sprechen, doch kann man
durchaus sehen, in welchen Ländern mehr Fördermittel zur
Verfügung stehen. Besonders beeindruckend, waren die Filme
aus Spanien, Korea, Australien und auch die deutschen Filme
machten keine schlechte Figur. ein
Stimmungsbericht zu
den Kritiken
Der Fund einer Handgranate versetzte am Donnerstag die
Mitarbeiter eines Kinocenters in Düsseldorf und die
örtliche Polizei in Alarmbereitschaft.
Nach einer Vorstellung am Donnerstagabend, fand ein
Angestellter des Kinos, den Sprengkörper auf einem Sitz. Er
brachte die Granate in einen sicheren Raum und rief die
Polizei, die daraufhin den Kinosaal durchsuchte. Weitere
Gefährliche Utensilien wurden nicht gefunden. Zum
jetzigen Zeitpunkt stehen die Ermittler noch vor den Fragen
wer, und warum der jenige den Gegenstand in dem Kino liegen
gelassen haben könnte.
Der israelische Regisseur und investigative Journalist
Miki Rosenthal wurde auf Grund seiner letzten Doku "Das
Shakshuka-System", welche den israelischen Filmpreis
gewann, vom Privatsender Kanal 2 gefeuert und zusätzlich vom
reichsten Mann Israels auf rund 600.000,- € verklagt.
In "Das Shakshuka-System" deckt der
"israelische Michael Moore", wie die taz Rosenthal
in ihrem Online-Artikel vom 20.10.2009 betitelt, die
Verbindung zwischen israelischen Staat und dem
Großindustriellen Sammy Ofer auf. Kritisch betrachtet er
diese Vetternwirtschaft. Bereits am zweiten Drehtag wurde der
Regisseur schriftlich von Ofer aufgefordert seine Dreharbeiten
zu stoppen, doch Rosenthal machte weiter, was ihm
schlussendlich seinen Job kostete. Von offizieller Seite passe
seine damalige Sendung "Bulldozer" nicht mehr ins
Sendeformat. Einen merkwürdigen Zufall findet Rosenthal, dass
Ofer und der Senderchef Geschäftspartner sind. Nachdem sein
Film nicht ausgestrahlt wurde, zog Rosenthal quer durch Israel
und bekam Unterstützung von den kleinen Kinos. Erst diesen
Sommer, rund 1 Jahr nach der Fertigstellung, wurde "Das
Shakshuka-System" auf dem öffentlich rechtlichen Kanal 1
ausgestrahlt. Anfang September gewann Rosenthal damit den
israelischen Filmpreis für die beste Dokumentation, der mit
einem Preisgeld von 60.000 Euro dotiert war. Ein kleiner Trost
bedankt man, dass Sammy Ofer den Regisseur wegen Verleumdung
auf rund 600.000 Euro verklagte. Da sich Rosenthal diese Summe
nicht leisten kann wurde die Initiative "Ich Miki
Rosenthal" gegründet, welche Geld von Leuten sammelt die
den kritischen Journalismus unterstützen möchten. Bei der
derzeitigen Mitgliederanzahl würde sich der Betrag auf 200
Euro pro Person beschränken. Trotz all dieser Ereignisse
lässt sich Miki Rosenthal nicht einschüchtern und arbeitet
mittlerweile auf eigene Kosten an seinem nächsten Projekt. Um
was es gehen wird verrät er noch nicht.
mehr
Regisseur verlässt wegen Gesundheitlicher Probleme
vorübergehend das Gefängnis
Nach Informationen der Onlineredaktion der Süddeutschen
Zeitung, ist Roman Polanski auf Grund gesundheitlicher Probleme
in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Sein Anwalt zeigte
sich besorgt um den Zustand des Regisseurs. Angeblich handle
es sich um ein schwerwiegenderes medizinisches Problem, das
nicht örtlich behandelt werden könne. In den nächsten Tagen
soll die schweizer Justiz außerdem über eine Haftentlassung
Polanskis entscheiden. Die Boulevardzeitung Le Parisiene
berichtet, dass Polanski während seiner Haft an der
Fertigstellung seines nächsten Films "The Ghost"
arbeitet, der auf den Berliner Filmfestspielen im nächsten
Jahr uraufgeführt werden soll.
mehr
Petitionen, Gnadengesuche und fließende Grenzen zwischen
Kunst und Privatem
Etwas fragwürdig waren die Umstände seiner Verhaftung
tatsächlich, als Roman Polanski am 26. September in der
Schweiz, wo er seit vielen Jahren ein Feriendomizil hat, das
er regelmäßig frequentiert, verhaftet wurde. Bei seinem
letzten Besuch, sollte er auf dem Filmfest in Zürich einen
Preis für sein Lebenswerk erhalten, stattdessen, wartet er
jetzt auf die Auslieferung an die USA. Den Umstand, dass ein
Filmfestival als Köder genutzt wird, um Polanski jetzt nach
fast 5 Jahren, die der Haftbefehl bereits besteht zu
verhaften, nahmen 700 Filmschaffende zum Anlass eine Petition
für die Freilassung des Regisseurs zu unterzeichnen. Darunter
Martin Scorsese, Woody Allen, Pedro Almodovar, Wim Wenders,
Tom Tykwer und Fatih Akin. Auch Die Chefs der französischen
und polnischen Regierungen, Nicolas Sarkozy und Radoslaw
Sikorski haben mittlerweile Begnadigungsgesuche bei der
amerikanischen Außenministerin eingereicht. Der enorme
Zuspruchs den Polanski nicht nur von Kollegen sondern auch von
Offizieller Seite her erfährt, hat bislang allerdings nicht
zu seiner Entlassung aus der Haft geführt. Roman Polanski
schreibt in seiner Autobiographie folgenden Satz: "So
weit ich zurückdenken kann, ist in meinem Leben die Grenze
zwischen Phantasie und Wirklichkeit hoffnungslos verwischt
gewesen." Die momentane, öffentliche Diskussion zeigt
wie schwer es fällt eine Trennlinie zwischen dem Künstler
und der Privatperson Roman Polanski zu ziehen. mehr
ZAK (Kommission für Zulassung und Aufsicht der
Landesmedienanstalten) verhängt Strafen
Der etwas intensiver denkende Mensch wusste es schon immer,
Hunderttausende Andere aber glauben an ehrliche Chancen und
satte Gewinnchancen bei etlichen sogenannten "Call-in"
Programmen wie 9 live etc. Nun werden unsaubere Taktiken in
Sendungen wie "Quiznight" (Sat1), "Spielmitmir"
(Das Vierte) oder "Quizzo" (9Live) mit
Strafzahlungen zur Ordnung gerufen. Ob das hilft, ist
fraglich, diverse Sendungen sind bereits in der Vergangenheit
immer wieder gerügt worden. mehr
Öffentlich rechtliche Sender dürfen die Fernsehgebühren
nicht unbegrenzt in Web-Auftritte investieren. Nach einem
Gutachten des Grimme Instituts greifen die Sender deshalb zu
kosmetischen Maßnahmen und kalkulieren die Aufwändungen
gerne auch mal niedriger als die tatsächlichen Kosten. Dies
wurde nun beim MDR für die Planung eines Webauftritts des
Kinderkanals bemängelt..
Ex-MDR-Sportchef Wilfried Mohren der wegen Bestechlichkeit
(in 19 Fällen) sowie Vorteilsannahme, Betrugs und
Steuerhinterziehung angeklagt wurde, könnte durch einen
möglichen Deal mit einer Geldstrafe davon kommen. Dem Spiegel
zufolge soll Mohren unbedeutende Sportveranstaltungen und
Sponsoren-Logos im Fernsehprogramm untergebracht und die
Zahlungen über die Werbe- und Veranstaltungsfirma seiner Frau
durchgeführt haben. Zurzeit steht das Ehepaar Mohren in
Leipzig vor dem Gericht. Dort möchte man das Verfahren jedoch
rapide abkürzen: ein eindeutiges Geständnis und eine
Geldbuße von rund 380.000 Euro statt Gefängnis.
Wie der Spiegel Online berichtet wurden neun junge Frauen
zwei Monate in einer Villa in Istanbul festgehalten, in dem
Glauben Teil einer Reality-Show á la "Big Brother"
zu sein. In Wirklichkeit jedoch wurden Bilder und Videos der
Frauen live im Internet übertragen. Dort konnte man sich die
Damen in Bikinis, engen Shorts und Miniröcken anschauen und
über seine Favoritin abstimmen. Die Frauen bemerkten den
Betrug waren aber vertraglich gebunden und konnten nicht raus
aus der Villa. Nachdem eine der Frauen ihre Mutter angerufen
hatte, kam die Polizei und befreite die Opfer.
in der Kategorie Kurzfilme: AM ANDEREN ENDE Regie:
Philipp Döring, Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg
in der Kategorie Spielfilme bis 60 Minuten: WAGs Regie:
Joachim Dollhopf & Evi Goldbrunner, Hochschule für Film
und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg
in der Kategorie Dokumentarfilme DIE MASSNAHME Regie: Maik
Bialk, Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg
Der FIRST STEPS Commercial Award 2009 ging an: VERDISSIMA
LINGERIE "CELEBRATE SENSUALITY" Regie: Alex Eslam
& Hanna Maria Heidrich, Filmakademie Baden-Württemberg
Ludwigsburg
Der FIRST STEPS Sonderpreis 2009 in der Kategorie Drehbuch
geht an die Autorin KATHARINA KRESS für ihr Buch zu dem Film
AM ANDEREN ENDE (Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg)
in der Kategorie Abendfüllende Spielfilme: SCHWERKRAFT
Regie: Maximilian Erlenwein, Deutsche Film- und
Fernsehakademie Berlin
Erscheinungsdatum für neue OLED - Fernseher Verschoben
Als Wegbereiter in Sachen Organic Light Emmiting Diodes ,
kurz OLED -Technik, galt der japanische Elektronikkonzern
Sony. Aus Kostengründen allerdings soll jetzt der
Erscheinungstermin für die neuen Geräte auf nächstes Jahr
verschoben worden sein, wie das "Wall Street
Journal" berichtet. Damit gibt das Unternehmen seinen
Konkurrenten Samsung und LG die Chance aufzuholen. Reizvoll an
der neuen OLED - Technik sind der geringere Stromverbrauch,
der hohe Kontrastreichtum und die Möglichkeit extrem flache
Geräte herzustellen. Das zögerliche Verhalten von Sony, wird
verständlich, wenn man sich die jüngsten Geschäftszahlen
vor Augen führt. Zuletzt hatte Sony im
Fernsehgeschäft, einen Verlust von fast einer Milliarde €
eingefahren, was in etwa der Hälfte des gesamten
Verlusts entspricht. mehr
Das 62. Film Festival Locarno 2009 ging am Samstag, den 15.
August mit der großen Preisverleihung zu Ende. Dabei wurde
"She, a Chinese" von Xiolu Guo mit dem Goldenen
Leoparden für den besten Film ausgezeichnet. Weitere Preise
gingen unter Anderem für die beste Regie an Alexei Mizgirev
für "Buben.Baraban", der ebenfalls den Spezialpreis
der Jury gewann. Den Leopard für die beste Schauspielerin
erhielt dieses Jahr Lotte Verbeek für ihre Rolle in dem Film
"Nothing Personal" von Urszula Antoniak, die für
das beste Erstlingswerk auch mit einer der begehrten
Raubkatzen belohnt wurde. Antonis Kafetzopoulos, der in "Akadimia
Platonos" von Filmemacher Filippos Tsitos die Rolle des
Tabak-Ladenbesitzers Stavros spielte, durfte sich über die
Auszeichnung als bester Schauspieler freuen.
Die Leitungen der Filmfestivals DOK Leipzig und DOK.Fest
München machen auf den anstehenden Schauprozess in Teheran
aufmerksam, der gegen den Dokumentarfilmer und Journalisten
Maziar Bahari geführt werden soll. Seit seiner Festnahme am
21 Juni durfte Bahari weder einen Anwalt noch seine Familie
sehen. " Maziar Bahari ist eine wichtige Stimme des
iranischen Dokumentarfilms. DOK Leipzig steht für Filme, die
sich für den Frieden und die Würde des Menschen
einsetzen", sagte der Festivaldirektor von DOK Leipzig,
Claas Danielsen. Die Leitungen der beiden deutschen Festivals
unterstützen daher eine Petition des Internationalen
Dokumentarfilmfestivals Amsterdam (IDFA), die sich an den
Justizminister des Iran, Mahmoud Hashemi Shahroudi, richtet und die sofortige,
bedingungslose Freilassung Baharis fordert. Diese Petition
kann hier
eingesehen und unterzeichnet werden.
Der Roman- und Drehbuchautor Budd Schulberg, der sowohl
künstlerisch als auch politisch zeitlebens mehrfach für
Kontroversen sorgte, verstarb am Mittwoch im Alter von 95
Jahren in seinem Haus auf Long Isalnd. Berühmt wurde er unter
anderem für seinen Roman "Was treibt Sammy an?" und
das oskarprämierte Drehbuch zum Klassiker "Die Faust im
Nacken" mit Marlon Brando in der Hauptrolle. Außerdem
war Schulberg eine der Treibenden Kräfte bei der Gründung
der "Screen Writers Guild", einer gewerkschaftlichen
Organisation von Hollywood-Autoren. Abseits des Filmgeschäfts
engargierte er sich im Boxsport, was ihm die Aufnahme in die
"International Boxing Hall of Fame" bescherte.
Recherchen der Süddeutschen Zeitung haben ein Netz von
Ungereimtheiten in der Abrechnung und Auftragsvergabe beim NDR
Fernsehspiel aufgedeckt. So hat die Leiterin des Fachbereichs
Fernsehfilm, Doris Heinze der Süddeutschen Zeitung nach,
ihren eigenen Mann oder auch ihre Agentin unter Pseudonym als
Autoren beschäftigt und diverse Buchüberarbeitungen, die
nicht erfolgten, abgerechnet. Einmal mehr scheinen die
Abhängigkeiten der Produktionsfirmen, Regisseure und Autoren
von Fernsehredakteuren zu einem unkontrollierbaren System der
Gefälligkeiten geführt zu haben. In der Vergangenheit hatte
die Süddeutsche Zeitung über ähnliche Vorkommnisse auch bei
anderen Sendern berichtet.
Völlig überraschend und viel zu jung ist Christian Bauer,
Münchner Dokumentarfilm-Produzent und Regisseur an einem
Herzinfarkt gestorben. Große repräsentative Dokumentationen
für arte, das ZDF oder den BR waren das Markenzeichen seiner
Produktionsfirma Tangram Film. Erst vor Kurzem hatte Christian
Bauer noch in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift
"Lizenz
zum Verarmen" über das Verhältnis Fernsehen und
freie Produzenten geklagt. Alle, die ihn kannten, werden ihn
vermissen.
Die ursprünglich versprochenen 200 Millionen Euro für
Filmproduktionen hat Regierungschef Berlusconi aus
Einsparungsgründen wieder gestrichen. Aus Protest wollen
italienische Filmemacher den wichtigsten italienischen
Festivals fernbleiben und natürlich auch keine Filme dort
aufführen.
Ein unerwarteter, plötzlicher Tod, den vermutlich auch sie
selbst nicht erahnt hat, riss die Neuerfinderin des
Tanztheaters nur fünf Tage nachdem bei ihr Krebs
diagnostiziert wurde, aus dem Leben. Ihr neuestes Stück hatte
gerade erst vor zwei Wochen Premiere, einen Titel hatte es
noch nicht.
Das Neue Studio des ZDF welches seit Kurzem in Betrieb
ist, stößt auf wenig Gegenliebe bei den Zuschauern. Die
Moderatoren verlieren sich relativ orientierungslos im
futuristischen Design während hinter ihnen übergroße
Animationen mit der Deutlichkeit von Senioren-Telefontasten
tanzen. 30 Millionen Euro an Gebührengeldern soll das ZDF in
diese Neugestaltung versenkt haben, gar nicht auszumalen, wie
viele ambitionierte Independent-Filme damit hätten
verwirklicht werden können...
Die Jury des Förderpreises hat Preise in zwei wichtigen
Kategorien nicht vergeben. Für Regie und Drehbuch wurde der
Preis ausgesetzt, weil die Jury die Qualität der zur Auswahl
stehenden Filme als nicht repräsentativ für den deutschen
Film empfanden. Dies führte zu heftigen Diskussionen unter
denen, die sich Hoffnungen auf einen Preis gemacht haben.
Zugleich ist es aber auch ein Zeichen, die Qualität bei
derartigen Preisvergaben mehr in den Vordergrund zu stellen.
Da frohlockt die US-Medienindustrie,- ein Gericht im
Bundesstaat Minnesota hat eine Mutter von vier Kindern wegen
nachgewiesener illegaler Weitergabe von Musik zum Download,
(24 Musiktitel) zu 1,9 Millionen Dollar Strafe verurteilt. Pro
Titel, der 99 Cent gekostet hätte wurden 80.000 Dollar
veranschlagt. Das werbeträchtige Urteil wird angefochten, die
Frau will in Berufung gehen.
Neuer Film zeigt das große Potential von Bollywood
Das indische Musical "Rab Ne Bana Di Jodi" (2008)
von Aditya Chopra erscheint nun unter dem deutschen Titel
"Ein göttliches Paar" als DVD. Der neue indische
Schmachtfetzen ist noch eher unbekannt, da der Filmstart in
der vergangenen Weihnachtszeit war. Der Superstar Shah Rukh
Khan spielt eine Doppelrolle. Dieser Film ist für den
Regisseur nicht von unwesentlicher Bedeutung, durch diesen
kann er aus dem Schatten des berühmten Vaters Yash Chopra und
Bruders heraus treten. Wie so oft geht es um Liebe, Schmerz,
viel Musik und Tanz, ein farbenfrohes Spektakel.
Gehälter der Spitzenverdiener werden um 40% gekürzt
Die BBC zahlt Nachrichten-Stars durchaus 500.000 Britische
Pfund im Jahr und einem Showmaster auch 5-6 Millionen. Damit
ist jetzt angesichts der Finanzkrise des Senders Schluss, die
BBC muss 2 Milliarden Pfund einsparen, hat in den letzten vier
Jahren bereits 4200 Mitarbeiter entlassen, 1200 weitere sollen
folgen. Spitzenverdiener werden künftig 40 % weniger Gage
erhalten.
Donald der Pechvogel aller Pechvögel feiert Geburtstag
Donald Duck der Pechvogel aller Pechvögel feiert seinen
75. Geburtstag. Vor 75 Jahren erblickte die bekannteste Ente,
dich sich durch ihre Faulheit auszeichnet, die Welt. Erstmals
tauchte Donald Duck in einem Disney Buch auf, allerdings noch
nicht in seiner heutigen Gestalt. Die verdankte er dem
Zeichner Carl Barks. In den USA, das eigentliche Geburtsland
Donalds ist er heute allerdings nicht mehr erwünscht. Der US
- Verlag Gemstone kündigte den Vertrag mit den Disneys
Studios. Das angekündigte Buch und die Gesamtausgabe werden
auch nicht mehr erscheinen. Über die Hintergründe ist bisher
nichts bekannt. Das Donald Duck in den USA nicht mehr
erscheinen soll, ist zwar traurig doch in Europa findet der
Erpel sein Exil.
David Slama ist zum Ehrenkameramann bei der diesjährigen
Verleihung des Deutschen Kamerapreises in Köln gekürt
worden. Unter anderem führte er die Kamera bei mehreren
Filmen Adolf Winkelmanns und jüngst bei dem noch nicht
gesendeten und kontrovers diskutierten Film "Contergan -
Eine einzige Tablette". Zu den weiteren Gewinnern unter
den dreizehn Kameramänner
und Cutter, die beim 17. Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet
wurden, gehören Tomas Erhart für den Fernsehzweiteiler
"Die Mauer - Berlin 61" und Theo Birkens für den
Spielfilm "Der Liebeswunsch" als beste Kamera des
Kinofilms.
Als eines von mehreren Kurzfilmfestivals in München hat
sich MUNICH
INTERNATIONAL just die letzten Tage vor dem großen
Münchner Filmfest ausgewählt um eine Woche lang im Münchner
Gloria-Palast internationale Kurzfilmprogramme zu
zeigen. Angereichert wird das Programm auch durch
einzelne Workshops, etwa mit dem Filmkomponisten Matthias
Hornschuh. Das Festival endet am Mittwoch, den 24. Juni.
Werbetreibende Unternehmen schauen sehr genau auf das
Umfeld, in welchem ihre Produkte im Fernsehen beworben werden.
In dem Format werden Jugendliche mit Babys und Kleinkindern
zusammengebracht, ein Vorgehen, welches von
Familienorganisationen mit großen Vorbehalten betrachtet
wird. So hat der Verein Verantwortung für die Familie e.V.
Strafanzeige gegen die Sendung gestellt. Inzwischen haben elf
Firmen ihre Werbespots aus dem Umfeld der Sendung
zurückgezogen.
Die Comic - Figuren "Fix & Foxi" werden
eingestellt
Die bekanntesten deutschen Füchse wurden über 50 Jahre
alt. Jetzt ist das Ende für das einstige Erfolgsheft gekommen,
es wird wieder einmal eingestellt. Der Herausgeber, der
Hamburger Kleinverlag Tigerpress ist pleite und musste
Insolvenz anmelden. Dieser hatte erst 2005 nach einer 10
jährigen Pause das Magazin wiederbelebt. Doch die Auflage hat
sich innerhalb eines Jahres stark verringert. Ob die
Rechteinhaberin Alexandra Kauka, Witwe des verstorbenen
Erfinders Rolf Kauka, die Rechte erneut vergibt und einen
neuen Verlag findet, ist derzeit noch offen.
WDR muss zum
1. Juni Internet - Angebot einschränken
Neues Gesetz wurde erlassen
Der Westdeutsche Rundfunk muss aufgrund neuer gesetzlicher
Regelungen, die zum 1. Juni erlassen wurden, sein
Internetangebot erheblich einschränken. Unter anderem ist das
aktuelle Video - Angebot des WDR nur noch sieben Tage im Netz
abrufbar, andere Sendungen sogar nur 24 Stunden lang, dies
beinhalten die neue Vorschriften des Rundfunkvertrages. Zudem
gibt es eine Negativliste, die eine Reihe von Verboten
ausspricht. Auch das ZDF teilte bereits mit, das
Internetangebot bis zum Jahresende um 80% zu reduzieren.
Von nun an besteht die Möglichkeit, eine Vorauswahl unter
den vielen Filmen zu treffen, die dieses Jahr auf dem Filmfest
München zu sehen sind. Infos unter:
Der Gewinner des Abends war Michael Haneke, der mit seinem
schwarz-weiß Film "Das weiße Band" die Goldene
Palme gewann. Bester Hauptdarsteller ist in diesem Jahr
Christoph Waltz, der den Preis für seine Rolle in "Inglourious
Basterds" erhielt. Charlotte Gainsbourg wurde für ihre
Rolle in Lars von Triers Film "Antichrist"
ausgezeichnet.
Danach können kurzfristig beschäftigte Schauspieler und
andere Arbeitnehmer der Film- und Fernsehbranche in Zukunft
leichter Arbeitslosengeld I beziehen. Dazu reicht nun eine
Beschäftigung von sechs Monaten aus. Das Gesetz ist auf drei
Jahre befristet.
Projekte wie " Inglourious Basterds" mit
6,8 Millionen Euro zu fördern sei inakzeptabel. Schließlich
sei dies ein Projekt mit Stars wie Quentin Tarantino und Brad
Pitt und müsse daher nicht mit Steuerzahlermillionen
unterstützt werden.
Den Preis für den besten Langfilm gewann "No More
Smoke Signals" von Fanny Bräuning. Als bester Kurzfilm
wurde "In You Room" von Sonja Feldmeier prämiert.
Bei den Dreharbeiten zu der BR - Bergsteigersendung
"Bergauf - Bergab" wurden am Samstagnachmittag der
Kameramann Sepp Wörmann und 2 weitere Teammitglieder durch
eine Lawine 100 Meter weit mit in die Tiefe gerissen und
verschüttet. Dank schneller Ortung konnten die 3
Verschütteten durch ihre Begleiter freigeschaufelt und somit
gerettet werden. Verletzt wurde keiner dabei, trotzdem wurden
sie vorsichtshalber ins Krankenhhaus geflogen und trugen einen
großen Schrecken davon.
Sie spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen
stets die Unterkühlte Schöne, strahlte Unberührbarkeit aus,
selbst als man ihr die Spuren ihrer Krankheit und der
Chemotherapie ansah. Am Morgen des 23. Mai starb sie an ihrer
Krankheit.
Nach langer Krankheit starb die 65-Jährige in der Nacht
zum Donnerstag. Sie litt schon länger an Krebs.
Monica Bleibtreu entstammt einer Schauspielfamilie und hat
große Rollen sowie am Theater als auch beim Film gespielt.
Für die Rolle der 80-Jährigen Klavierlehrerin in "Vier
Minuten" war Monica Bleibtreu 2007 mit dem Deutschen
Filmpreis als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden
Auf dem Filmfestival wird kein einziger deutscher Film
gezeigt. Trotzdem gibt es deutsche Visionen aber nur wegen dem
Geld. Zudem gibt es genug Werbung für den neuen Film
"Inglorious Bastards" von Quentin Tarantino, in dem
Till Schwieger nur einer der deutschen Darsteller ist. In dem
Film geht es um jüdisch - amerikanischer Soldaten, die
gezielte Vergeltungsschläge gegen die Deutschen ausführen
sollen. Aber auch die Filme von Michael Haneke und Lars von
Trier haben ebenfalls viel mit Deutschland zu tun. Das Ganze
wirkt fast wie eine Art Schwerpunkt in diesem Jahr. Zum einen
drehte Haneke in einem winzigen Dorf in Brandenburg und zum
anderen nutzte Lars von den Trier den Mythos des deutschen
Waldes. Jetzt ist die Frage berechtigt, woher diese
internationale Faszination fürs Deutsche kommt. Die Antwort
ist etwas unangenehm. Der Filmförderfonds des Bundes zahlt
seit Anfang 2007 16% Prozent des Budgets, wenn der Film in
Deutschland gedreht wird. Aber auch Stoffe aus dem
"deutschen Kulturkreis" behandelt werden oder
"Motive, die Deutschland zugeordnet werden können"
im Film vorkommen.
Die Schauspielerin und Aktionistin Mia Farrow befindet sich
seit zehn Tagen im Hungerstreik, um auf das Krisengebiet des
sudanesischen Darfur und das Elend in den Flüchtlingslagern
aufmerksam zu machen. Wie es ihr dabei ergeht, können alle
auf dem Videoportal YouTube sehen, dort erzählt sie es in
ihrem eigenen Videoblog. Ihre Aktion hat es sogar schon in die
CNN - Show von Larry King geschafft. Das Ganze ist sehr
rational durchdacht. Sie hat nicht die Absicht sich zu Tode zu
hungern, sie möchte schauen wie lange sie durchhält. Es gibt
ein klar definiertes Ziel: Die Durchsetzung der Forderung an
den Sudan, die aus dem Land verbannten Hilfsorganisationen
wiederzuzulassen, ohne die mehr als eine Million Menschen
nicht überleben können.
Discovery Campus e.V. heißt nun Documentary Campus
Ziel
von Documentary
Campus ist es, Autoren,
Regisseure, Produzenten und Redakteure im
Dokumentarfilmbereich
an den internationalen Markt für Non-Fiction Programme
heranzuführen
und
konkurrenzfähig zu machen.
Neu ist z.B. die Dokumentarfilm-
Community
"reelisor", die 2008 mit Hilfe des EU MEDIA
Programms ins Leben gerufen wurde.
Der Kameramann von "The Assasination of Jesse
James" und "No Country For Old Men" über seine
Arbeit an diesen Filmen
Zwar nicht mehr ganz aktuell, aber trotzdem nach wie vor
interessant ist ein Interview, das die amerikanische Zeitung
ASC mit dem bekannten Kameramann Roger Deakins führte. In
jenem geht es um die beiden Filme "The Assasination of
Jesse James" und "No Country For Old
Men".
Ein französischer Film gewinnt die Goldene Palme. 21 Jahre
lang sind die Franzosen leer ausgegangen. Gestern Abend bekam
Laurent Cantet die begehrte Trophäe für seinen Film
"Entre les murs". Die Doku-Fiktion schildert die
Probleme einer Pariser Schule vorwiegend mit
Laiendarstellern.
Der Großen Preis der Jury wurde dem Italiener Matteo
Garrone für seinen Anti-Maffia Film "Gomorra"
verliehen. Den Preis der Jury bekam ebenfalls ein
italienischer Film, "Il Divo" von Paolo Sorentino.
Nuri Bilge Ceylan aus der Türkei nahm den Regiepreis für
seinen Film "Üc Maymun" zu deutsch "Die drei
Affen" entgegen.
Als beste Schauspielerin brillierte Sandra Corveloni in
"Linha de passe". Die beste männliche
schauspielerische Leistung erbrachte in den Augen der Jury
Benicios Del Toro in seiner Rolle in "Che" von
Steven Soderbergh.
Der Spezialpreis für ein Lebenswerk wurde gleich zweimal
verliehen: Sowohl die französische Schauspielerin Catherine
Deneuve als auch der amerikanische Schauspieler/Regisseur
Clint Eastwood können sich über die Auszeichnung freuen.
Als bestes Drehbuch wurde "Le silence de Lorna"
von den Belgiern Jean-Pierre und Luc Dardenne gekürt.
Ganz leer ging der deutsche Film allerdings nicht aus. Mit
"Wolke 9" konnte Andreas Dresen den Sympathiepreis
der Jury mit seiner ungewöhnlichen Liebesgeschichte
erlangen.
Die Jury hat sich also an ihre Ankündigung gehalten die
Preise vorwiegend an jene Filmemacher zu vergeben, die
sich "ihrer Zeit besonders bewusst seien".
Das 38. Studentenfilmfestival ist in Potsdam zu Ende
gegangen
Der Hauptpreis ging an den mexikanischen Film "La
canción de los niños muertos" von David Pueblos.
Von Andreas Dresen wurde ein kurzer Stummfilm,
"Hofpause" einer seiner Studentenfilme gezeigt. Die
höchst dotierte Auszeichnung, der Produzentenpreis wurde an
Regisseurin Stephanie Blum mit "Sores & Sîrîn"
verliehen. Steffen Düvel erhielt für seinen Dokumentarfilm
»Unter Nachbarn« den Preis gegen Ausgrenzung. In dem
Film geht es um die Erinnerungen der Opfer des Genozid in
Ruanda. Der Hauptpreis in der Kategorie "Dokfilm"
ging an "Goleshovo" von Ilian Metev.
Der Vertrag zwischen VW und der Berlinale ist dieses Jahr
ausgelaufen und wird auch nicht verlängert. Damit verliert
das renommierteste deutsche Filmfestival einen der drei
wichtigsten Hauptsponsoren neben dem TV - Sender ZDF und dem
Kosmetikkonzern L'Oreal. Die kommenden Berliner Filmfestspiele
2010 werden demnach ohne den Autokonzern stattfinden.
Volkswagen war unter anderem Partner des Talent - Campus und
übernahm insgesamt sieben mal den Transport der Stars und
Sternchen quer durch Berlin und an den Roten Teppich.
Die Coen-Brüder planen, den Film "True Grit"
(1969), neu zu verfilmen. In dem Film geht es um ein
14-jähriges Mädchen, welches mit einem alten Marshall und
einem Texas Ranger aufbricht, um den Mörder ihres Vaters zu
finden. Im Original spielte John Wayne die Rolle des vom Leben
niedergerungenen Gesetzeshüters. Für seine Darbietung
erhielt er damals den Oscar als bester Hauptdarsteller. In
ihrer Neuauflage wollen die Coen-Brüder die Geschichte
nunmehr aus der Sicht des Mädchens erzählen, womit sie sich
der Vorlage der Geschichte, dem Roman "True Grit"
(1968) von Charles Portis, annähern. mehr
Infinitum Nihil, die Produktionsfirma von Johnny Depp, hat
die Filmrechte des bekannten Comics "Rex Mundi"
gekauft. Die Geschichte des Autoren- und Zeichner-Duos Arvid
Nelson und Eric Johnson beschreibt ein fiktives Europa in den
dreißiger Jahren, welches eine Mischung aus tatsächlicher
Zeit und Mittelalter darstellt. Mit der Umarbeitung des Comics
zum Drehbuch wurde Jim Uhls, Autor von "Fight Club"
beauftragt. mehr
Zuschauer äußerten sich über ein Test-Screening des
neuen Harry Potter-Films im letzten Jahr in Chicago
überwiegend sehr wütend. Der Film beginne sehr spannend und
schnell, verwandele sich jedoch dann in eine Romanze, die die
verschiedenen beginnenden, laufenden und endenden Liebschaften
der einzelnen Charaktere in den Mittelpunkt stelle. Einige
Charaktere wie Rufus Scrimgeour, Fleur Delaceure und die
Weasley-Zwillinge Fred und George tauchten überhaupt nicht
auf. Der Tod von Dumbledore am Ende berühre nicht und der
Kampf zwischen den Todessern und den Schülern Hogwarts
beziehungsweise dem Orden des Phoenix am Ende käme nicht vor.
Auch erwarte man vergebens ein Begräbnis Dumbledores. Am Ende
aller Vorwürfe sprachen die enttäuschten Zuschauer die
Hoffnung aus, dass der Film bis zu seinem Erscheinen im Sommer
2009 noch einige Änderungen erfahre. mehr
"Home" von Ursula Meier erhielt gleich drei
Preise: für den besten Spielfilm, das beste Drehbuch und
bestes schauspielerisches Nachwuchstalent. Den Kurzfilmpreis
gewann "Un dia y nada" von Lorenz Merz. Die
Veranstaltung selbst war wohl eher ernüchternd. mehr
"Séraphine", ein Film über die bekannte Malerin
Seraphine de Senlis, gewann gleich sieben Trophäen. Beste
Hauptdarstellerin wurde Yolande Moreau. Den Preis für den
besten Schauspieler gewann Vincent Cassel für seine
Darstellung in "Mesrine". Dieser Film war zwar
Favorit, holte jedoch nur drei Preise. "Willkommen bei
den Sch´tis" ging leider leer aus.
Preis für schlechtestes Lebenswerk geht an deutschen
Regisseur
Am Sonnabend werden die Goldenen Himbeeren vergeben. Uwe
Boll, wird dabei die Auszeichnung für das schlechteste
Lebenswerk erhalten, welches zu einem großen Teil aus den
Verfilmungen verschiedener Videospiele besteht. Boll trägt
die "Ehrung" mit Fassung. Bisher war er zwar oft
nominiert gewesen, hatte jedoch nie eine der Goldenen
Himbeeren mit nach Hause nehmen können.
Kate Winslet und Sean Penn werden als beste Darsteller
geehrt
"Slumdog Millionär" des britischen Regisseurs
Danny Boyle hat bei den diesjährigen Oscarverleihungen 8 von
24 Auszeichnungen erhalten, darunter jene für den besten
Film, die beste Kamera, die beste Regie und die beste Musik.
Als beste Hauptdarstellerin wurde Kate Winslet für ihre Rolle
in "Der Vorleser" geehrt. Sean Penn wurde für seine
Schauspielleistung im Film "Milk" als bester
Darsteller ausgezeichnet. Den Oscar für den besten
nichtenglischsprachigen Film erhielt "Departures"
des japanischen Regisseurs Yojiro Takita. mehr
Wie Ridley Scott in einem Interview mit MTV
verlauten ließ, wird sein neuer Film nicht
"Nottingham" heißen, sondern wahrscheinlich
schlicht und einfach "Robin Hood". Anlaß
dieser Änderung ist, dass der Sheriff von Nottingham nun doch
keine so große Rolle spielt, wie bisher angenommen wurde.
Russel Crowe wird somit einzig Robin Hood verkörpern und
nicht in einer Doppelrolle auftreten. mehr
"Milch des Leids" ist der Gewinner des Goldenen
Bären. der peruanische Film über den Guerillakrieg zwischen
Maoisten und der Regierung, der in dem Land 12 Jahre lang
tobte. Außer dem Goldenen Bären wurden drei weitere Preise
an Filme aus Südamerika verliehen: Der "Große Preis der
Jury", der "Alfred-Bauer-Preis " sowie der
Preis für den besten Erstlingsfilm gingen alle an
"Gigante" des uruguayischen Regisseurs Adrián
Biniez. Allerdings mußte er sich den Preis in den beiden
ersteren Kategorien mit jeweils einem anderen Film teilen. Der
"Große Preis der Jury" wurde außerdem an
"Alle anderen" von Maren Ade und der
"Alfred-Bauer-Preis" an "Tatarek" von
Andrzej Wajda vergeben. Den Silberneren Bären für die beste
Darstellerin erhielt Birgit Minichmayr für ihre Rolle im
Film „Alle anderen“. Den Silberneren Bären für den
besten Darsteller nahm Sotigui Kouyaté ( „London
River") entgegen. Über den Silberneren Bären für die
beste Regie durfte sich Asghar Farhadi für „Darbareye
Elly“ freuen. Der Silberne Bär für eine herausragende künstlerische
Leistung ging an Gábor Erdélyi und Tamás Székely für das
Sounddesign in „Katalin Varga“. Und der Silberne Bär für
das beste Drehbuch ging an Oren Moverman und Alessandro Camon
für „The Messenger“.
Nach dem vor einigen Jahren gescheiterten Versuch, den
"Don Quijote" zu verfilmen, spielt der britische
Regisseur Terry Gilliam offenbar wieder beziehungsweise noch
immer mit dem Gedanken, den Film zu drehen. Wie er Empire
Online verriet, arbeite er zusammen mit Autor Tony Crisoni
am Drehbuch der Geschichte. Sein erster Versuch, "Don
Quijote" auf die Leinwand zu übertragen, mißlang auf
spektakuläre Weise. Nach finanziellen Problemen und vielen
Widrigkeiten wurden die Kulissen in Spanien von einer
Überschwemmung hinweggespült, Hauptdarsteller Jean Rochefort
mußte ins Krankenhaus und Johnny Depp hatte keine Zeit, auf
dessen Genesung zu warten.
Nein, einen Bader-Meinhof- Komplex wird Produzent Bernd
Eichinger sicher nicht haben, auch nicht nach dem verlorenen
Golden-Globe Rennen. Einen mindestens ebenso wichtigen Sieg
errang die Produktion vor Gericht. Die Witwe des von RAF
Terroristen ermordeten Jürgen Ponto hatte gegen in dem
Constantin-Spektakel falsch dargestellte Szenen geklagt. Das
Gericht befand die künstlerische Freiheit für höherrangig,
was etwas verwundert, bei einem Film der ausdrücklich für
sich reklamiert, besonders authentisch zu sein.
Erschwerte
Bedingungen für Filmaufnahmen mit Kindern in Berlin
Keine Befreiung mehr vom Unterricht
Wer künftig einen Film mit Kindern aus Berlin drehen
möchte, steht nach Plänen der Berliner Senatsverwaltung für
Bildung, Wissenschaft und Forschung vor einem großen Problem.
Bisher konnten Kinder bei entsprechender Leistung jener in der
Schule vom Unterricht befreit werden, doch dies soll sich nun
ändern. In den neuen "Ausführungsvorschriften über
Beurlaubung und Befreiung vom Unterricht" wird das
ausdrücklich untersagt, was sowohl für Filmproduktionen als
auch für jüngere Schauspielinteressierte eine große
Einschränkung darstellt. mehr
Am Freitagabend wurden die bayerischen Filmpreise im neu
renovierten Cuvilliés-Theater verliehen. Geehrt wurde unter
anderem Caroline Link für die beste Regie ("Im Winter
ein Jahr"), Bernd Eichinger für die Produktion von
"Der Baader Meinhof Komplex" und Michael
Hammon für die beste Kamera ("Wolke 9"). Eine
vollständige Liste der Preisträger finden Sie hier.