Schauspieler Michael J. Fox scheint ein Comeback zu
erwägen.
Wie der Onlinedienst Moviehole.net meldet, führt der
US-Star lose Gespräche über einen vierten Teil der Filmserie
"Zurück in die Zukunft". Falls es zu einem
Abschluss käme, würde Fox aber in einer anderen Rolle als
bisher zurückkehren: Seinem Alter entsprechend möchte er nun
den exzentrischen Wissenschaftler Doc (einst Christopehr
Lloyd) verkörpern wollen, und nicht mehr den jugendlichen
Marty McFly. "Ich bin jetzt 44 Jahre alt und habe keine
Lust mehr, auf dem Skatenboard herumzufahren", so der
Schauspieler, der an einer schweren Form von Parkinson leidet
und sich aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hat.
Der dritte und bislang letzte Teil der Action-Komödie war
1990 in den Kinos.
Helge Schneider und Klaus Maria Brandauer hat Regisseur
Dani Levy offenbar für seine angekündigte Hitler-Komödie
"Mein Führer - Die wirkliche Wahrheit über Adolf
Hitler" verpflichtet. Das gab jetzt das Medienboard
Berlin-Brandenburg bekannt.
Das Medienboard wird Levys Film mit 450.000 Euro fördern.
"Hitler lebt und erzählt, wie er wirklich war - ein
Schwächling, der nur mit Hilfe des Juden Grünbaum nach oben
kam", heißt es in der Pressemitteilung. Levy selbst, der
mit "Alles auf Zucker" für einen der
erfolgreichsten Filme des laufenden Jahres verantwortlich ist,
hatte sein Projekt schon vor einigen Wochen vorgestellt.
Allerdings ohne Besetzungsliste: Er wolle mit dem Film ein
"Anti-Signal" gegen die historischen
Hitler-Dokumentationen der letzten Zeit setzen, so Levy.
"Die Figuren werden in diesen Filmen zu sehr auf einen
Sockel gehoben."
Der mit 7 Golden Globes nominierte und mit dem goldenen
Löwen ausgezeichnete Film "Brokeback Mountain", die
Liebesgeschichte zweier schwuler Cowboys, ist von der
katholischen Bischofskonferez in den USA als "moralisch
anstössig" eingestuft worden.
Gleich zwei deutsche Regisseure sind im Wettkampf um den
Goldenen Bären bei der Berlinale 2006. Oskar Roehlers Film
über Michel Houellebecqs "Elementarteilchen" feiert
auf dem Filmfest (9. bis 19. Februar) Premiere, ebenso wie der
neue Film von Hans-Christian Schmid, "Requiem", der
die Geschichte einer Teufelsaustreibung nachzeichnet. Außer
Konkurrenz laufen der US-Politthriller "Syriana" von
Stephen Gaghan mit George Clooney und ""The New
World" von Terrence Malick mit Colin Farrell. Sechs
Beiträge der bislang neun ausgewählten Wettbewerbsfilme
haben Weltpremiere in Berlin.
Für viele Deutsche gehört der TV-Märchenfilm "Drei
Haselnüsse für Aschenbrödel" zu Weihnachten wie der
Christbaum und die Geschenke: Allein im Dezember 2005 läuft
die tschechoslowakische Produktion insgesamt zehn Mal in
deutschen Fernsehkanälen.
Vor 30 Jahren, am 26. Dezember 1975, wurde die Prager
Variante der Aschenputtel- Geschichte erstmals von der ARD
ausgestrahlt. Und auch in Tschechien und der Slowakei steht
das Werk von Regisseur Vaclav Vorlicek in diesem Monat
mehrfach auf dem Sendeplan.
2005 wurden 110 Filme mit 28,7 Mio. Euro gefördert. Das
gesamte Produktionsvolumen der Filme betrug mehr als 232 Mio.
Euro. Über die Hälfte der Filme waren internationale
Kinoprojekte wie Michael Hanekes preisgekrönten
"Cache". Durch Kinoerfolge wie "7 Zwerge -
Männer im Wald" und "Alles auf Zucker",
"Barfuss" oder "Höllentour" brachten
insgesamt 2,8 Mio. Euro an Fördergeldrückzahlungen.
Der niederländische Beitrag " Bluebird"
zur Oscar-Auswahl des besten fremdsprachigen Films ist aus dem
Rennen. Grund ist ein Verstoß gegen die Academy-Regeln.
Eine der Grundregeln für Filme, die bei der Academy of
Motion Pictures Arts and Sciences für die Oscars eingereicht
werden, lautet, dass sie noch nicht im Fernsehen gelaufen sein
dürfen.
Das sorgte nun für die Disqualifikation eines
niederländischen Beitrags. Wie der "Hollywood
Reporter" berichtet, ist Mijke de Jongs
"Bluebird" damit aus dem Rennen. Die Geschichte
über eine Zwölfjährige, die sich gegen Schikane auf dem
Schulhof wehren muss, war jüngst im holländischen Fernsehen
zu sehen gewesen.
"Die Tatsache, dass der Film für das Kino eine
neue Schnittfassung erhielt, wurde nicht akzeptiert.
Im "100-Tage-Programm" von Kulturstaatsminister
Bernd Neumann (CDU) hat die Förderung der deutschen
Filmproduktion mit die oberste Priorität. Außerdem will er
sich für die Fusion der Bundeskulturstiftung mit der
Kulturstiftung der Länder sowie die Ratifizierung der
Unesco-Konvention gegen illegalen Kunsthandel einsetzen. Die
Konvention von 1970 sei inzwischen von 109 Staaten ratifiziert
worden, sagte Neumann am Mittwoch in seiner Antrittsrede im
Kulturausschuss des Bundestages.
Fraktionsübergreifend erhielt er viel Zuspruch und
Ermutigung. Gebilligt wurde vom Ausschuss ein Antrag zur
Änderung der steuerlichen Behandlung von Medienfonds, über
die zurzeit auch deutsche Gelder in ausländische
Filmproduktionen fließen.
Man kannte ihn aus den Serien "Miami Vice" und
"West Wing", den US-Schauspieler mit der heiseren
Stimme. In zahlreichen Spielfilmen wie "Green-Card"
oder "Black Rain" spielte er in Nebenrollen vor
allem Autoritätspersonen wie Chefs, Anwälte oder Miltärs.
Am 16. Dezember verstarb er an einem Herzinfarkt in einem
Krankenhaus in Los Angeles.
Der Informatiker Ramesh Sharda von der Oklahoma State
University hat eine Software entwickelt, die mit einer 75%iger
Trefferquote den Gewinn eines Filmes errechnet. Die Formel
basiert auf sieben Parametern, gewonnen aus den Daten von 834
Filmen zwischen 1998 und 2002, welche die Hochkarätigkeit der
Darsteller, Altersfreigabe, Erscheinungszeitpunkt u.s.w.
umfassen, jedoch nicht die Handlung mit einbeziehen können.
Nun hofft Sharda auf die Zusammenarbeit mit einem
Hollywood-Studio.
Die Filmakademie Baden-Württemberg und die Porsche AG
vergeben zum dritten mal den begehrten Porsche-Nachwuchspreis
"David". Die Preisverleihung findet am 8. Juni 2006
in Ludwigsburg statt. Bewerben können sich Werbefilmstudenten
aus aller Welt noch bis zum 3. März 2006. Es winken
Preisgelder von insgesamt knapp 9000 Euro.
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Afroamerikaner,
der seit fast 20 Jahren an Multipler Sklerose litt, arbeitet
anfangs als Komiker in Unterhaltungsclubs. Er wirkte in mehr
als 50 Filmen mit, zuletzt in Davis Lynchs "Lost
Highway), hatte eine eigene TV-Show und war Vorbild für
Komiker wie Eddie Murphy und Robin Williams.
Der Dokumentarfilmregisseur Klaus Volkenborn ist im Alter
von sechzig Jahren in Berlin gestorben.
1979 wurde er mit dem Film "Unversöhnliche
Erinnerungen bekannt, der sich mit der Geschichte zweier
Deutscher auseinandersetzt, die im spanischen Bürgerkrieg auf
entgegengesetzten Seiten gekämpft hatten. Der Film hatte
damals zur Folge, dass einem der beiden eine bis dahin
verwehrte Pension schließlich ausbezahlt wurde.
Volkenborn war seit den Zwanziger Jahren außerdem
einer der wichtigsten Dokumentarfilmproduzenten, u.a. für
Andres Veiel, Helga Reidemeister und die Junges.
Er
glänzte vor allem in Nebenrollen und wurde bekannt durch
seinen Auftritt in dem Film "Einer flog übers
Kuckucksnest". Neben zahlreichen Spielfilmen, war er auch
in diversen Fernsehserien zu sehen, darunter "Miami Vice"
und "Starsky und Hutch".
Die
geplante Übernahme von Pro7/Sat1 durch den Axel Springer
Konzern droht zu scheitern. Die KEK fordert vom Verlag, auf
wirtschaftlichen Einfluss bei den Sendern zu verzichten und
einen Beirat zu schaffen, in dem wie bei ARD und ZDF
gesellschaftlich relevante Gruppen Vertreter entsenden. Auf
diese Weise soll eine überdimensionale Meinungsmacht eines
einzelnen Verlagshauses in den Medien verhindert werden. Der
Verlag aber weigert sich, diesen Forderungen zu entsprechen.
Die
Paramount-Pictures, die Filmsparte des US-Mamutkonzerns Viacom
übernimmt das Hollywoodstudio DreamWorks, das seinerzeit von
Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen
gegründet wurde, für 1,6 Milliarden Dollar. Damit gehen
nicht nur die Filmbibliothek der DreamWorks sondern auch
sämtliche Vertriebsrechte in die Hände der Paramount über.
Allerdings sind auch die 400 Millionen Dollar Schulden des
übernommenen Studios beim Kauf inbegriffen. Die DreamWorks
wurde hauptsächlich durch Zeichentrick-Produktionen wie
"Shrek" bekannt. Für 2006 wird durch die Übernahme
die Paramount-Filmpalette um 9 fertige Filme erweitert.
Laut der britischen Daily Mirror bangen Millionen
Fans um Harry Potter. Seine Erfinderin Joanne K. Rowling will
ihn im siebten Band möglicherweise sterben lassen, da sie
schon zu lange mit ihm gelebt hat.
Im Mai 2006 wird zum vierten Mal der europäische ARD
Medienpreis Civis für Integration und kulturelle Vielfalt
verliehen. Es ist eine Honorierung und Unterstützung von
Hörfunk- und Fernsehproduktionen, die das friedliche
Zusammenleben in Europa fördern. Die Civis Medien Stiftung
verleiht neben den Preisen in zuletzt 8 Kategorien und dem „Europäische
ROMA Fernsehpreis“ auch den „Young CIVIS media prize“
für Abschlussarbeiten von jungen Journalisten und
Medienstudenten. Mit dem Termin im Mai wird die
Preisverleihung, die wie jedes Jahr auch direkt in der ARD
übertragen wird, vorverlegt. Einreichungen zum Wettbewerb
2006 sind bis zum 20. Januar 2006 möglich. Der genaue
Sendetermin der Preisverleihung wie auch die
Teilnahmebedingungen für den Civis 2006 werden in Kürze auf
civis.ard.de veröffentlicht. Das Movie-College wird weiter
berichten
05.12.2005
Herbert L.
Strock tot
Regisseur und
Produzent Strock wurde 87 Jahre
TV-Produzent und Regisseur Herbert L. Strock verstarb
vergangenen Mittwoch im Alter von 87 Jahren an Herzschwäche.
Nach seinem Journalismus und Film - Studium arbeitete er in
den 1940ern an Serien wie "Maverick" und
"77 Sunste Strip" und drehte Filme wie " How to
make a Monster" und "Blood of Dracula"
Keine Überraschungen, dafür aber vorhersehbare
Preisträger brachte die Verleihung in Berlin hervor. Neben
"Caché" von Michael Haneke wurden Julia Jentsch
für ihre Darstellung der Sophie Scholl sowie Daniel Auteuil
für seine Hauptrolle als Georges Laurent in "Caché"
ausgezeichnet. George Clooneys Film "Good night,
and good luck" wurde als bester nicht-europäischer
Film prämiert.
Rainer Rother soll heute zum neuen Vorstand der
Stiftung Deutsche Kinemathek und Direktor des Filmmuseums
Berlin ernannt werden und tritt somit am 1. März die
Nachfolge von Hans Helmut Prinzler an. Der 67-jährige lehrte
Filmwissenschaft und ist Autor zahlreicher Biographien, u.a.
von Stanley Kubrick. Seit 1991 ist er Programmleiter des
Zeughauskinos im Deutschen Historischen Museum in Berlin und
ist als Ausstellungsmacher bekannt.
Die EU-Kommission und die US-Regierung wollen
zusammen intensiver gegen die Piraterie vorgehen und dazu eine
gemeinsame Arbeitsgruppe gründen. Da durch Raubkopien und
Fälschungen ein jährlicher wirtschaftlicher Schaden von 360
Mrd. Euro entsteht, sei umfassende Kooperation erforderlich,
um Zoll- und Grenzschutzkontrollen zu verbessern und
gemeinsame Aktionen zu planen. Auch auf andere Länder,
insbesondere China soll diesbezüglich mehr Duck gemacht
werden. Im Sommer 2006 sollen US-Präsident Bush und EU-Kommissionspräsident
José Manuel Barroso eine Antipirateriestrategie
vorstellen.
Wim Wenders' Film "Don't Come Knocking" ist
dabei, aber auch der Dokumentarfilm "Die große
Stille" von Philip Gröning. Auch die
deutsch-schweizerische Koproduktion "Das kurze Leben des
Jose Antonio Gutierrez" von Heidi Specogna wird im Januar
beim renommierten US-Filmfestival Sundance zu sehen sein.
Darin geht es um den ersten im Irakkrieg gefallenen
US-Soldaten, ein ehemaliges Straßenkind aus Guatemala.
Insgesamt sind diesmal sieben Produktionen mit deutscher
Beteiligung vertreten, meldet die deutsche Filmbranche. Das
Sundance-Festival, das einst von Robert Redford gegründet
wurde, ist in den USA das wichtigste Forum für unabhängige
Filme. Es findet diesmal vom 19. bis zum 29. Januar
statt.
(N24.de, Netzeitung) 08.12.2005
Klage gegen
Deutsche Bank
Kirch Vorwürfe
Im Verfahren um Schadensersatzforderungen Leo Kirchs gegen
die Deutsche Bank hat der Bundesgerichtshof (BGH)
Unterstützung für die Position des Medienunternehmers
angedeutet.
Für die Klage Kirchs gegen den früheren Vorstandssprecher
der Bank, Rolf Breuer, sehe es zwar "nicht allzu gut
aus", sagte der Vorsitzende Richter Gerd Nobbe. Es
spreche aber einiges dafür, dass die Ansprüche gegen
Deutschlands größtes Geldhaus selbst grundsätzlich
begründet seien. Die Bank habe gegenüber ihrem Kreditnehmer
eine Loyalitätspflicht.
Kirch wirft dem Bankhaus und dessen ehemaligem
Vorstandssprecher Breuer vor, seine Kreditwürdigkeit
absichtlich angezweifelt und so sein Medienimperium in die
Pleite getrieben zu haben.
n-tv.de 07.12.2005
Kommission
hat Bedenken
Vorherrschende Meinungsmacht?
Nach dem Bundeskartellamt hat auch die
Medien-Kontrollkommission KEK Bedenken gegen eine Übernahme
des TV- Konzerns ProSiebenSat.1 durch die Axel Springer AG
angemeldet. Kritisch sehen die Prüfer vor allem die mögliche
Verbindung des TV-Konzerns mit den Tageszeitungen und
Programmzeitschriften des Springer-Verlags.
Auch die Springer- Aktivitäten im Internet und im Hörfunk
sollen unter die Lupe genommen werden. Damit solle
festgestellt werden, ob durch den Kauf eine vorherrschende
Meinungsmacht entsteht, teilte die Kommission zur Ermittlung
der Konzentration im Medienbereich (KEK) mit. Eine endgültige
Entscheidung will die KEK bis zum 13. Dezember treffen.
n-tv.de 07.12.2005
Geschäftsführer
Dejan Jocic geht
Führungswechsel
Kaum mehr als ein halbes Jahr war Dejan Jocic als Chef bei
ProSieben im Amt.
Glück hatte der Jungmanager allerdings wenig: Anders als
bei seinen Kollegen der ProSiebenSat.1-Gruppe gingen bei ihm
die Quoten zurück.
Heute gab man in München die Ablösung Jocics bekannt.
Fünf deutsche Filme, darunter "Sophie Scholl - Die
letzten Tage" und Fatih Akins "Gegen die Wand",
haben sich auf der Liste für die Golden-Globe- Nominierungen
platzieren können.
Wie das Filmblatt "Variety" berichtet, gehen in
der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film"
insgesamt 60 Filme ins Rennen. Weitere Kandidaten aus
Deutschland sind "Schultze Gets the Blues",
"Schneeland" und "Schatten der Zeit".
Die Hollywood Foreign Press Association will die
Nominierungen für die Golden-Globe-Trophäen am kommenden
Dienstag bekannt geben. Die Preise werden dann am 16. Januar
zum 63. Mal in Hollywood verliehen.
Noch bezeichnen sich die Privatsenderketten RTL und
ProSiebenSat.1 gerne als "Free TV", um sich von den
gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten
abzugrenzen. Zumindest im digitalen Satellitenfernsehen
könnte der Empfang der Sender aber bald gebührenpflichtig
sein: Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"
schreibt, verhandeln die Privatfernsehsender RTL und
ProSiebenSat.1 schon seit Monaten mit dem Satellitenbetreiber
SES Astra über eine Verschlüsselung ihrer Programme. Würden
die Pläne umgesetzt, benötigten Millionen deutscher
Fernsehzuschauer ein Zusatzgerät zur Entschlüsselung der
Programme, so die Zeitung, die bereits von einer "zweiten
Fernsehgebühr" schreibt. Im Gespräch sei zunächst eine
Abgabe von drei Euro im Monat. Offiziell wollten Vertreter der
Sender und SES Astra hierzu keine Stellung nehmen.
Schauspieler Bruce Willis, der vor einigen Tagen eine
Mio. Dollar für die Ergreifung der Al-Quaida Führer
auslobte, will offenbar einen Film über den Irak-Krieg
drehen. Er selbst will darin einen US-Soldaten mimen, der sich
für Freiheit und Demokratie einsetzt. Der Blog des
Journalisten Michael Yon soll dabei als Grundlage dienen.
Mit ihrer in siebenjähriger Heimarbeit entstandenen
Star Trek-Satire "Star Wreck: In the Pirkinning"
haben Laien den meistgesehenen finnischen Film aller Zeiten
produziert. Der als kostenloser Download im Internet
erhältliche Fan-Film wurde bereits von über 3,5 Millionen
Menschen gesehen.
Der schwer an Krebs erkrankte Schauspieler Keith
Anders hat sich mit 85 Jahren das Leben genommen. Nach seinem
Wechsel vom Broadway nach Hollywood spielte er in rund 20
Streifen mit. Einen Höhepunkt seiner Karriere war seine Rolle
im Melodrama "Vor dem Tag" an der Seite von Merilyn
Monroe, mit der er auch privat befreundet war.
Unzählige Male hat er den weisen Karatelehrer
gespielt, hat in zahlreichen Serien und Spielfilmen wie
"Honeymoon in Vegas," "Spy Hard" oder
"Even Cowgirls Get the Blues" in Nebenrollen
brilliert. Morita starb im Alter von 73 Jahren in seinem Haus
in Las Vegas eines natürlichen Todes.
Wenn die Kritiker einen schlechten Film partout nicht
lieben wollen, denken sich die PR-Agenturen schon mal etwas
mehr aus, als statthaft ist, um das Werk dennoch populär zu
machen. Wie die WamS berichtet, hat eine Mitarbeiterin der
Agentur die für Sony den Film "Der Exorzismus von Emily
Rose" in Deutschland promotet, eine angeblich private
Website als "neutrales Informationsforum" zum Thema
Exorzismus erstellt, auf der wen wundert es, eben dieser Film
wärmstens empfohlen und verlinkt wurde.
In der ersten Kabinettssitzung der neuen Regierung
wurden letzte Gesetzesänderungen verabschiedet, mit denen der
Weg deutscher Investorengelder in vornehmlich amerikanische
Kinoproduktionen verhindert wird. Ursprünglich zur Stärkung
der heimischen Filmindustrie gedacht, wanderten
Milliardenbeträge nach Hollywood, wo das Wegbrechen dieser
angenehmen Finanzierungsart mit großer Sorge betrachtet wird.
Rückwirkender Stichtag für die neuen Regelungen ist der
11.11.2005
Zu seinem 120. Geburtstag widmet das
Rheinische Landes Museum Bonn mit der Bonner Kinemathek und
der "Academy Of Motion Picture Arts And Sciences",
Los Angeles, der Stummfilmlegende Erich von Strohheim eine
Ausstellung mit z. T. bislang unveröffentlichten privaten
Fotografien und Dokumenten. Der exzentrische Wiener, welcher
sich selbst als "Autor, Schauspieler, Akrobat und
Militärexperte" anpries, erwarb sich in Hollywood, wo er
in einigen Filmen bevorzugt den Bösewicht mimte, den Titel
"The man you love to hate" und führte mit von
Verschwendungssucht und Detailversessenheit geprägtem Stil
Regie in acht Filmen, welche die Filmgeschichte nachhaltig
prägten.
Der Pay-TV-Sender Premiere will einen frei
empfangbaren Kanal gründen und darauf die kommenden drei
Spielzeiten der UEFA-Champions-League übertragen. Premiere
hat sich gegenüber der Uefa verpflichtet, bei der
Übertragung der Spiele mindestens 80 Prozent aller Haushalte
in Deutschland zu erreichen und verhandelt deshalb mit
möglichen Kooperationspartnern wie DSF, Eurosport oder Tele5.
Ausserdem plant Premiere mit dem neuen Sender die gesamten
Champions-League-Rechte zu erwerben. Der neue Kanal soll auf
jeden Fall vor Beginn der Spiele an den Start gehen.
Der dänische Filmemacher ist am 19. November im Alter von
80 Jahren in Kopenhagen verstorben. Bis er 1968 die
Erfolgsreihe "Olsen-Bande" begründete hatte er
bereits 18 Filme realisiert. Drei Jahrzehnte lang hat er dann
insgesamt 13 Gaunergeschichten geschrieben und
umgesetzt. Seine letzte Regiearbeit hatte er mit "Tivoli-Revyen"
1988 umgesetzt.
US-Amerikaner bekommen anderes Ende. Die Neuverfilmung des
Jane-Austen-Romans "Stolz und Vorurteil" hält sich
im Bezug auf das Ende in der US-amerikanischen Version nicht
an die Roman-Vorlage, wie die europäische Variante. Nach der
Hochzeit von Lizzie und Mr. Darcy folgt im US-Kino nämlich
ein leidenschaftlicher Kuss. Diese Version ist acht Minuten
länger. Das Ende wurde von der Jane-Austen-Gesellschaft von
Nordamerika kritisiert.
Mit einem Modell, welches die Bundesregierung zum Juli 2006
präsentieren will, soll es der Filmbranche ermöglicht
werden, privates Kapital für heimische Filmproduktionen zu
verwenden; so sieht es der vorgelegte Koalitionsvertrag von
CDU/CSU und SPD vor. Dies soll international
wettbewerbsfähige vor allem mit anderen EU-Staaten
vergleichbare Bedingungen für Filmproduktionen mit sich
bringen.
Laut einer aktuellen Studie von "Dodona Research"
steht dem indischen Kinomarkt eine aussichtsreiche Zukunft
bevor. Man spricht von einer Wachstumsrate von an die 30% in
den nächsten 5 Jahren. Dank voranschreitender Digitalisierung
und zunehmenden Wohlstandes in Indien wird Kino immer
beliebter und es wird in neue Multiplexe investiert.
Der bei den Terroranschlägen im jordanischen Amman schwer
verletzte syrische Regisseur und Produzent, ist seinen
Verletzungen erlegen. Er war einer der bekanntesten arabischen
Filmemacher und wurde durch die Regie von Filmen wie
"Lion of the Desert", "The Message" und
durch die Produktion der «Halloween»-Reihe bekannt. Der 1935
in Aleppo geborene Akkad befand sich mit seiner Tochter
Rima auf der Reise zu einer Hochzeitsfeier. Seine Tochter
wurde bei dem Anschlag ebenfalls getroffen und war sofort tot.
Hans-Peter Reinecken war einer der beliebtesten
Theater- und Filmschauspieler der DDR und gab 1960 sein
Filmdebüt im tschechoslowakischen Film "Holubice"
(Die weisse Taube). Anschliessend studierte er an der
Staatlichen Schauspielschule Berlin, gefolgt von einem sechs
jährigen Engagement in Senftenberg, wo er zum
Publikumsliebling avancierte. Er hatte zahlreichen Film- und
Fernsehrollen, u. a. in "Spur der Steine", "Jule
- Julia - Juliane" und "Polizeiruf 110". Seit
1969 war er bis zuletzt Mitglied am Berliner Ensemble.
Volker Schlöndorffs neuer Film über die
Solidarnosc-Heldin Anna Walentynowicz, zieht allen Anschein
nach eine gerichtliche Klage der mittlerweile 76-Jährigen
nach sich. Der derzeit in Danzig gedrehte Film gehe mit ihrer
Biographie „rüpelhaft“ um, weshalb sie in Zukunft nur
noch über Anwälte mit den Filmleuten zu reden gedenkt. Sie
hatte Schlöndorff bereits nach Lesen der ersten
Drehbuchfassung aufgefordert, das Projekt einzustellen. Das
Drehbuch sei „unannehmbar“, da die Arbeiter darin als
Alkoholiker verunglimpft und sie selbst als Analphabetin
dargestellt werde.Walentynowiczs
Entlassung war seiner Zeit der Auslöser für den bekannten
Streik der Arbeiter auf der Lenin-Werft gewesen, der in Folge
auch zur Gewerkschaftsgründung der Solidarnosc geführt
hatte.
Das Filmmuseum Berlin hat den Nachlass
eines der bekanntesten Regisseure der Weimarer Zeit, G.W.
Pabst, für 250 000 Euro gekauft und nach Berlin geholt. Pabst
war einer der wenigen Filmemacher, die in den Fünfzigern die
Nazizeit in ihren Werken thematisierten. In Filmen wie
"Der letzte Akt" und "Es geschah am 20.
Juli" brachte er dieses Thema aufs Tapée. In der
Weimarer Republik inszenierte er "Geheimnisse der
Seele" und "Die Büchse der Pandora", wofür er
sehr bekannt wurde. Auch die Verfilmung der
"Dreigroschen-Oper" von 1931 geht auf sein Konto.
Neben seinem Nachlass befinden sich auch noch die Sammlungen
Fritz Langs und Friedrich Wilhelm Murnaus im Berliner
Filmmuseum.
Die Writers Guild of America (WGA) ist
das Pendant zum Deutschen Verband der Drehbuchautoren. Sie
wird am Montag in einer Pressekonferenz ein Strategiekonzept
bekanntgeben, welches mögliche verbindliche Maßregeln für
product placement in TV- Sendungen beinhaltet. Es handelt sich
um ein Konzept, das die Standpunkte beider Verbände, der WGA
West und der WGA East, darlegt. Im Angesicht der stetig
steigendenden Zahl an Verstößen gegen die Regelungen der FCC
(Federal Communications Commission) fordert das Konzept u.a.
völlige Offenlegung von jeglicher Marken-Werbung am Anfang
jeder Sendung.
Mit dem Fantasy- Spektakel „Die
Chroniken von Narnia“ verfolgt Disney die gut kalkulierte
Strategie, eine in den USA sehr einfluss- und zahlreiche
Bevölkerungsgruppe anzusprechen: Konservative Christen. Der
120 Millionen Dollar- Film ist eine im Stil von „Der Herr
der Ringe“ aufgemachte Erlöser-Parabel, die, durch eine
Mischung von Action und offensichtlichen Bibel-Motiven sowohl
Genre-Kinofans als auch religiöse Christen anlocken soll. C.S.
Lewis, der Autor von „Narnia“ hatte sich bis zu seinem Tod
gegen die Auslegung seiner Geschichte als religiöse Allegorie
gewehrt, die Verwendung von Motiven und Zitaten aus der Bibel
gab er jedoch offen zu. Alles in allem gilt die Geschichte, im
Bezug auf eventuelle reaktionäre Tendenzen oder Anklänge im
Stoff, als umstritten.
Einer
der größten weiblichen Stars der UFA-Zeit, Carola Höhn, ist
jetzt im Alter von 95 Jahren in München gestorben. Sowohl in
den Dreißigern und den frühen Vierzigern als auch nach dem
Krieg, war sie als Film- und Bühnenschauspielerin sehr aktiv:
Sie spielte an der Seite von Johannes Heesters, Heinz Rühmann
und Hans Moser. So wie ihre Paraderollen auf der Bühne die
großen Damen waren, so war sie auch im richtigen Leben die
UFA-Diva und Grande Dame des deutschen Films. Jedoch war sie
nicht nur im Bereich der Schauspielerei erfolgreich: Auch im
Filmjournalismus und der Modebranche konnte sie beachtliche
Erfolge feiern. Wissenswert: Carola Höhn war u.a.
Synchronsprecherin von Katherine Hepburn.
Die internationalen Filmfestspiele Berlin haben eine
Änderung bezüglich der Bekanntgabe der Preisträger
bekanntgegeben: Künftig soll die Verkündung der Gewinner wie
bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig live und zwar
auf der Bühne im Berlinale-Palast stattfinden und nicht wie
bis her auf der Pressekonferenz. Die nächste Berlinale
(nr.56) findet vom 9. bis zum 19. Februar 2006 statt.
"Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Don't
Come Knocking"
Neben den Filmen von Marc Rothemund und
Wim Wenders können sich die Filme "Brydre (Brothers -
zwischen Brüdern), Regie: Susanne Bier "Caché",
Regie: Michael Haneke, "L'Enfant", Regie:
Jean-Pierre & Luc Dardenne sowie "My Summer of
Love", Regie: Pawel Pawlikowski Hoffnung darauf machen,
zum besten europäischen Film des Jahres gekürt zu werden.
Weitere Filme sind im Rennen, wenn es um die Auszeichnung der
besten Regisseur-e-innen und Schauspieler-innen geht.
Die Kultstätte aller Cinéasten, die
Cinémathèque Francaise ist in Paris in der Rue de Bercy
im Osten der Stadt neu eröffnet worden. Durch
zusätzliche Kinosääle kann die Anzahl der wöchentlichen
Filmaufführungen verdoppelt werden.
Zum ersten November erweiterte die Yad-Vasehem-Gedenkstätte
in Jerusalem das im März eröffnete Holocaust-Museum um ein
Filmarchiv von über 50.000 Augenzeugenberichte, das von
Steven Spielbergs Righteous Person Foundation zur Verfügung
gestellt wurde.
Hauptsächlich entstanden diese bei
Spielbergs Recherchen zu seinem Film „Schindlers Liste“,
doch auch der Film selbst und andere Videodokumente sind nun
für die Besucher bereitgestellt.
Der Hauptautor der Star-Trek Staffel "The Next
Generation" erlag am 1. November in Los Angeles einem
langen Krebsleiden. Er schrieb und coproduzierte auch die
Reihen "Deep Space Nine" und "Voyager".
Die unlängst entdeckten und in die Kritik geratenen
heimlichen Software-Installationen von einigen Sony- Audio CDs
mit der XCP-Technologie sollen ein Ende haben. Die zur
Verhinderung von Kopien eingeführte Technologie installiert
ohne das Wissen der Anwender Software auf einem Computer, die
von Kritikern als Spyware bezeichnet wird. Hacker hatten Wege
gefunden, diese Software zu nutzen, generell den Schutz von
Computern zu umgehen. Sony hat nun angekündigt das Verfahren
einzustellen.
Anfang 2006 startet AOL in den USA einen kostenlosen
Fernsehkanal. Der Video-on-Demand-Dienst mit den Namen
"In2TV" stellt US-Serienklassiker der
Produktionsfirma Warner Bros. zum kostenlosen Herunterladen zu
Verfügung und wird sich durch Werbeeinnahmen finanzieren.
Nichts tut der Legendenbildung besser als ungewöhnliche
Ereignisse oder unkalkulierbare Fans. Jetzt ist Harry Potters
Ford Anglia aus den South West Filmstudios gestohlen worden.
Die Fan-Diebe brauchten vermutlich ein Abschlepp-Fahrzeug um
den nicht mehr fahrfähigen Wagen zu transportieren.
Der für November angekündigte Start des HDTV-Programms
von Premiere wird um zwei Wochen auf den 3. Dezember
verschoben, weil die erforderlichen Chips der Empfangsdekoder
nicht lieferbar sind. Derweil senden Pro7/Sat1 bereits ihr
HDTV-Satellitenprogramm, allerdings ebenfalls ohne
existierende Empfänger- sprich Zuschauer.
Der bereits erfolgreich im Kino gelaufene Film rund um die
Widerstandsbewegung "Weiße Rose" wird in diesem
Jahr mitstreiten um eine Oscar-Nominierung für den
besten nicht englischsprachigen Film.
Noch heute laufen die Abenteuer der "Kleinen
Strolche" ("Little Rascals") im Fernsehen, jene
liebenswert-schräge Comedy-Serie, die zwischen 1935 und 1939
gedreht wurde. Einer der damaligen Kinderdarsteller, Gordon
Lee, der den Porky spielte, starb nun im Alter von 71 Jahren
an einem Gehirntumor.
Nach zahlreichen Protesten aus der Filmbranche und auch von
unserer Seite gegen die Schließung dieser wichtigen
Fördereinrichtung haben die Ministerpräsidenten der Länder
diesen Beschluss wieder zurückgezogen und das Kuratorium
vorerst vor der Schließung bewahrt. Damit wird ein
filmpolitischer Fehler korrigiert und diese unverzichtbare
Erstlingsfilmförderung bleibt dem Nachwuchs erhalten.
Bei "Big Brother" in den Niederlanden ist im
Sommer unter teils heftiger Kritik eine 27-Jährige Schwangere
bewusst ausgewählt worden, um in das Haus einzuziehen. Damals
hatte das niederländische Arbeitsministerium schon
angeordnet, "dass das Neugeborene ein Recht auf seine
Privatsphäre" habe. Die Geburt selbst lag nun, zum
"Bedauern der Serienmacher", außerhalb der
Sendezeit. Ansonsten darf das Baby "nur maximal zwei
Stunden am Tag und insgesamt nur acht Tage lang gefilmt
werden". Außerdem bekommt es einen abgeschirmten Raum
und eine Pflegerin. Da die Geburt an sich nicht gefilmt wurde,
hat der Sender umgehend Fotos der Neugeborenen ins Netz
gestellt.
Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln
zeichneten die Jurymitglieder die ARD- Tragikkomödie
"Marias letzte Reise" gleich in vier Kategorien aus:
Der Film wurde nicht nur zum "Besten Fernsehfilm"
gekürt, auch die Darsteller Monica Bleibtreu und Michael
Fritz erhielten Auszeichnungen: Bleibtreu als "Beste
Hauptdarstellerin", Fritz als "Bester männlicher
Nebendarsteller". Annette Focks bekam einen Preis für
die Filmmusik. In der Kategorie "Beste Krimi-Reihe"
wurde "Polizeiruf 110: Der scharlachrote Engel"
(ARD/BR) mit Edgar Selge und Michaela May Sieger. Ein Preis
ging an Hermine Huntgeburth für die beste Regie in "Der
Boxer und die Friseuse" (ARD/NDR). Weiterhin geehrt wurde
Sebastian Koch als "Bester Hauptdarsteller" in
"Speer und er" (ARD). "Bester
Seriendarsteller" wurde Ulrich Mühe für "Der
letzte Zeuge" (ZDF). Auch für die beste Moderation einer
Infosendung gabs einen Preis. Der ging an "heute-journal"-Anchorman
Claus Kleber. Die Auszeichnung für die beste Infosendung
selbst ging an SPIEGEL TV und das ZDF für die Dokumentation
"Der Fall Deutschland".
Die Filmunternehmer und US-Produzenten von 2929
Entertainment, Mark Cuban und Todd Wagner machen
US-Kinobesitzern ein verlockendes Angebot. Wenn diese einer
"Veröffentlichung auf DVD und imPay-TV zeitgleich mit
dem Kinostart zustimmen", würden sie zu ein Prozent an
den DVD-Einnahmen beteiligt werden. Cuban und Wagner sollen
kurz vor dem Kauf eines DVD-Labels stehen, sind außerdem
Eigentümer der Arthouse-Kinokette Landmark, des HDNet Movies
Channel und der Firma Rysher Entertainment und wollen
"sechs Filme von Steven Soderberg zeitgleich auf
verschiedenen Plattformen starten".
30 Jahre der "Aardman-Geschichte in Requisiten und
Modellen" sind in Flammen aufgegangen. Die
Aardman-Studios zeichnen sich für das berühmte britische
Knetfigurenpaar "Wallace & Gromit"
verantwortlich. Am Montag wollte man eigentlich den
Riesenerfolg des "ersten abendfüllenden" Spielfilms
mit den Figuren feiern. Doch dann kam die Nachricht, dass ein
Feuer im Lagerhaus ausgebrochen sei und das "gesamte
Archiv der Oscar-prämierten Wallace & Gromit Macher"
zerstört habe, fast alle Requisiten und Bühnenbilder der
Trickfilme seien verbrannt. Bei dem Feuer wurde niemand
verletzt und im Vergleich zur Erdbebenkatastrophe in Asien sei
der Brand laut Schöpfer Nick Park "fürchterlich (..),
aber vergleichsweise keine große Sache".
Beliebt war er wohl nie so wirklich bei den
Disney-Mitarbeitern und das Misstrauensvotum der Aktionäre
vor einem Jahr machte dies mehr als deutlich. Nun hat Eisner
sich aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen und das Unternehmen
verlassen. Nachfolger wird Robert Iger.
Anfang Oktober 1955 erfand der amerikanische Student Jim
Henson die skurrile Figur, die inzwischen zur
"bekannteste Amphibie der Welt" geworden ist. Der
Frosch Kermit ist "rasender Reporter, hyperaktiver
Theaterchef und heißer Liebhaber" und hatte seinen
"ersten überregionalen Fernsehauftritt" in der
"The Tonight Show" mit Steve Allen im Herbst 1956.
Kermit konnte durch einfache Handbewegungen des Puppenspielers
die "verrücktesten Grimassen schneiden". 2002 hatte
der Frosch sogar einen Stern auf dem Walk of Fame erhalten.
Nun, das genaue Datum "vergaß selbst der Erfinder",
feiert Jim Hensons Kreatur den 50. Geburtstag.
Nach der Enttarnung des Downloadservers ftp-welt im
September 2004 entwickeln sich die Ermittlungen "immer
mehr zu einem Massenverfahren". 15.000 Internetbenutzer
sind davon betroffen. Da die meisten mit Kreditkarte bei den
damaligen illegalen kommerziellen Downloads bezahlt haben,
wurden nun bundesweit 1009 Banken angeschrieben, von denen
mittlerweile 1003 geantwortet hätten. Inzwischen wurde
"bereits 6485 Verfahren zur weiteren Prüfung an die
zuständigen Landeskriminalämter weitergeleitet". Auf
der Seite wurden von Juni 03 bis September 04 Tausende
illegaler Raubkopien von Filmen, Spielen und Audiotiteln
vertrieben.
Beinahe ein halbes Jahrhundert ist es
schon alt und hat , wie es so schön heißt, als
gesamtdeutsches Festivalbegonnen um dann jahrzehntelang das DDR Filmfestival
für den dokumentarischen und animierten Film zu sein. Seit
1990 nun ist es eines der wichtigsten internationalen
Filmfestivals insbesondere für den Dokumentarfilm. Ab 3.
Oktober werden nicht nur zahlreiche Filme präsentiert,
sondern auch in Workshops und Koproduktionstreffen neue
Dokumentarfilme angeschoben.
Einer
der größten weiblichen Stars der UFA-Zeit, Carola Höhn, ist
jetzt im Alter von 95 Jahren in München gestorben. Sowohl in
den Dreißigern und den frühen Vierzigern als auch nach dem
Krieg, war sie als Film- und Bühnenschauspielerin sehr aktiv:
Sie spielte an der Seite von Johannes Heesters, Heinz Rühmann
und Hans Moser. So wie ihre Paraderollen auf der Bühne die
großen Damen waren, so war sie auch im richtigen Leben die
UFA-Diva und Grande Dame des deutschen Films. Jedoch war sie
nicht nur im Bereich der Schauspielerei erfolgreich: Auch im
Filmjournalismus und der Modebranche konnte sie beachtliche
Erfolge feiern. Wissenswert: Carola Höhn war u.a.
Synchronsprecherin von Katherine Hepburn.
Die internationalen Filmfestspiele Berlin haben eine
Änderung bezüglich der Bekanntgabe der Preisträger
bekanntgegeben: Künftig soll die Verkündung der Gewinner wie
bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig live und zwar
auf der Bühne im Berlinale-Palast stattfinden und nicht wie
bis her auf der Pressekonferenz. Die nächste Berlinale
(nr.56) findet vom 9. bis zum 19. Februar 2006 statt.
"Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Don't
Come Knocking"
Neben den Filmen von Marc Rothemund und
Wim Wenders können sich die Filme "Brydre (Brothers -
zwischen Brüdern), Regie: Susanne Bier "Caché",
Regie: Michael Haneke, "L'Enfant", Regie:
Jean-Pierre & Luc Dardenne sowie "My Summer of
Love", Regie: Pawel Pawlikowski Hoffnung darauf machen,
zum besten europäischen Film des Jahres gekürt zu werden.
Weitere Filme sind im Rennen, wenn es um die Auszeichnung der
besten Regisseur-e-innen und Schauspieler-innen geht.
Die Kultstätte aller Cinéasten, die
Cinémathèque Francaise ist in Paris in der Rue de Bercy
im Osten der Stadt neu eröffnet worden. Durch
zusätzliche Kinosääle kann die Anzahl der wöchentlichen
Filmaufführungen verdoppelt werden.
Zum ersten November erweiterte die Yad-Vasehem-Gedenkstätte
in Jerusalem das im März eröffnete Holocaust-Museum um ein
Filmarchiv von über 50.000 Augenzeugenberichte, das von
Steven Spielbergs Righteous Person Foundation zur Verfügung
gestellt wurde.
Hauptsächlich entstanden diese bei
Spielbergs Recherchen zu seinem Film „Schindlers Liste“,
doch auch der Film selbst und andere Videodokumente sind nun
für die Besucher bereitgestellt.
Der Hauptautor der Star-Trek Staffel "The Next
Generation" erlag am 1. November in Los Angeles einem
langen Krebsleiden. Er schrieb und coproduzierte auch die
Reihen "Deep Space Nine" und "Voyager".
Um es in der Filmförderung auch mit
anderen Bundesländern aufnehmen zu können, hat Kunstminister
von Hessen, Udo Corts (CDU), im Rahmen der Verleihung des
Hessischen Film- und Fernsehpreises am 21. Oktober
angekündigt, dass "das Bundesland vom kommenden Jahr an
einen Filmfinanzierungsfonds in Höhe von 20 Mio. Euro
auflegen wird".
Während in den siebzigern Jahren der
Samstagabend im amerikanischen Fernsehen eine "fest
Bastion" war, so sitzt heute an dem Tag niemand mehr vor
dem TV. Das ist natürlich schlecht für die großen
Network-Sender, macht nun aber den ein oder anderen Weg für
ein Experiment frei. Der US-Sender ABC will seinen "Prime-Time-Platz
an einen Produzenten mit einer guten Idee versteigern".
Die Bedingung: Den Produzenten muss es gelingen, "eine
Show für weniger als 500.000 US-Dollar auf die Beine zu
stellen" - im Vergleich zu Serienhits wie "Desperate
Housewives", die das Vierfache davon kosten, sind das
Peanuts.
Für die Freigabe von Schleichwerbung in
Fernseh-Spielfilmen und Serien sprach sich VPRT- Präsident
(Verband der privaten Fernsehsender) Doetz am Montag bei einer
Veranstaltung des Deutschen Presserats und der
"Initiative Qualität im Journalismus" aus. In
sogen. "fiktionalen Formaten" müsse Product
Placement in bestimmten Serviceprogrammen erlaubt sein, jedoch
sei sie in dem Zuschauer kenntlich zu machen. Stimmen gegen
die Legalisierung kamen u.a. von IQ-Sprecher Hummel und
Presserats- Sprecher Protze: Schleichwerbung sei "als
getarnte Werbung demütigend und unlauter". Durch sie
drohe eine "Unterwanderung journalistischer
Inhalte".
Eigentlich sollte es ja erst heute Mittag
bekannt gegeben werden. Nun ist aber die alles entscheidende
Frage, wer denn der nächste Bond sein wird, schon jetzt
beantwortet worden. Der 37 jährige Brite Daniel Craig ist der
Glückliche. Seine Mutter hat der Presse schon vor der
offiziellen Ankündigung gestanden, dass ihr Sohn die Rolle
des berühmten britischen Geheimagenten übernehmen wird.
"Wir sind alle ungemein begeistert", sagte sie nach
Angaben der Zeitung "The Times".
Warner Bros. Entertainment will
demnächst mit Tests zur ersten 4K Projektion und Verbreitung
in Zusammenarbeit mit zwei japanischen Unternehmen in
kommerziellen Theatern starten. Derzeit gibt es Tests mit
"nur" 2K oder auch HD Auflösung. Ab 22 Oktober
sollen drei Kinos in Japan den Film "Tim Burton's Corpse
Bride" in dieser noch höheren Auflösungen starten.
Beteiligt an dem Projekt sind die Firmen Warner Bros.
Entertainment, Warner Entertainment Japan, Nippon Telegraph
and Telephone, NTT West und Toho Co.
Einen Monat vor ihrem 67. Geburtstag ist
Heidi Genée gestorben. Neben Fassbinder als Regisseur war sie
die "bevorzugte" Cutterin des Neuen Deutschen Films.
Sie schnitt u.a. Peters Naziarchitektur-Film "Brutalität
in Stein" und seine "Schonzeit für Füchse",
sowie für Bruder Ulrich "Alle Jahre wieder",
"Quartett im Bett" und "Eins". Merkmal
waren Ihre ruhigen Rhythmen. 1976 gelang ihr mit der
Fontane-Verfilmung "Grete Minde" sogar der
"Sprung zur Regie". Bis in die Neunziger filmte
Genée, "aber letztlich zu leise, zu elegisch".
Am Sonntag hat Paramount Home
Entertainment überraschend angegeben, von Thoshibas HD DVD
Format auf Sonys Blu-ray Technick umzusteigen. Damit
unterstützen nun vier der insgesamt sechs großen
Hollywoodstudios Blu-ray. Analysten gehen davon aus, dass auch
Warner Bros. auf Sonys Seite wechseln wird. Damit bliebe nur
Universal auf der HD DVD Seite übrig.
Der „Süddeutsche Zeitung“ liegen
nach eigenen Angaben Dokumente vor, die beweisen, dass sich
verschiedene Konzerne in das Programm des Senders einkauften.
Die schweizerische Agentur „Connect-TV“ stellt angeblich
das Bindeglied zwischen dem Sender Sat.1 und verschieden
Firmen dar. Die illegale Product Placement Werbung soll schon
seit dem Jahr 2000 einen Gesamtumsatz von weit mehr als einer
Million erreicht haben. Unter anderem platzierten Firmen wie
das Finanz-Institut „AWD“ sowie der Autoservice „Pit
Stop“ ihre Produkte trotz des gesetzlichen Verbots von
Schleichwerbung bei dem Sender Sat.1. Die angeblich
beteiligten Firmen beteuern bislang ihre Unschuld. Als
Reaktion auf die Vorwürfe beauftragte die ProSiebenSat.1
Media AG interne und externe Sachverständige mit der Prüfung
dieser Vorwürfe.
Der britische Filmproduzent John
Brabourne hat, obwohl er als geborener Adeliger über beste
Familienbeziehungen verfügte, „alleine und von unten“ (The
Times) die Filmindustrie erobert. Er produzierte unter
anderem die Filme „Mord im Orient-Express“ (1974), „Tod
auf dem Nil“ (1977) sowie auch „Romeo und Julia“ (1967).
Später leitete er den britischen Fernsehkanal „Thames
Television“. Er verstarb im Alter von 80 Jahren in seinem
Haus in der südenglischen Grafschaft.
Das
neue Konkurrenzfilmfest in Montreal hat unter der Leitung von
Moritz de Hadeln weder große internationale Filme noch
Publikum anlocken können. Zudem wird das Festival durch die
lokalen Filmkritiker sowie Freunde der bestehenden
Filmfestivals „World Film Festival“ und dem „Festival de
Nouveau Cinema“ angegriffen. De Hadeln argumentiert mit
einem ungünstigen Termin, nahe am Toronto Filmfestival. Die
Kinosäle jedenfalls blieben weitgehend leer. Ob es am Termin
lag oder ob Montreal wirklich drei Festivals benötigt ist
fraglich. Rivalitäten in der dortigen Festival-Szene sind
nicht neu, so wurde etwa der Begründer des „Festival de
Nouveau Cinema“ vor Jahren grundlos aus seiner Position
gedrängt.
Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete
gestern, dass 200 Jobs fest angestellter Mitarbeiter und rund
300 feste freie Mitarbeiter bei dem Privatsender RTL
gefährdet seien. Der Grund liegt hierfür, laut einem
Unternehmenssprecher, in einer Neustrukturierung des Senders.
2008 sollen die in Köln angesiedelten Sender RTL, Vox und
Super RTL zusammen in einem Gebäude eingerichtet werden. Laut
RTL werde dieser Umstand dazu benutzt, alle bestehenden
Konzernstrukturen zu überprüfen. Von einem Stellenabbau
spricht RTL jedoch nicht.
Die großen
Hollywood-Studios wie zum Beispiel 20th Century Fox werden
jährlich mehr als 30 Mio. Dollar in ein neu gegründetes
Labor investieren, welches sich zum Ziel gesetzt hat, nach
neuen, effektiven Technologien gegen die Filmpiraterie zu
forschen. Es sollen neue Wege gefunden werden wie man Inhalte
sinnvoll schützen kann, so dass es Raubkopierer möglichst
schwer haben an diese heranzukommen.
Warren Lieberfarb kritisiert die führenden Blue-ray Disc
Unterstützer Sony, Philips und Panasonic, dass diese weit
verbreitete Industrieinteressen einfach ignorieren.
Der Ex-Präsident von Warner Home Video ist überzeugt davon,
dass „HD-DVD unbestritten die Lösung mit den niedrigsten
Kosten“ ist. Jedoch weichen die führenden Unternehmen der
Blue-ray Association nicht von ihrem Kurs ab, nachdem Sie
bereits 2002 im DVD-Forum die Entscheidung für HD-DVD als das
Zukunftsformat blockierten. In die Herstellung, Authoring und
Mastering muss laut Lieberfarb bei der Blue-ray Disc noch „zu
100 Prozent neu investiert werden.“ Der Kampf um die Zukunft
der DVD wird also weiter fortgesetzt, eine Einigung scheint
weiter nicht in Sicht.
Robert Wise ist im Alter von 91 Jahren an Herzversagen
gestorben. Er gehörte "bis in die siebziger Jahre hinein
(..) zu den vielseitigsten Regisseuren Hollywoods" und
schuf u.a. Werke wie "West Side Story" (1960) und
"The Sound of Music" (1965). Insgesamt war er
Regisseur von über 40 Filmen, denen er "seinen eigenen
Stempel und Charakter aufdrückte". Nachdem er Sonntags
noch seinen 91. Geburtstag "ausgelassen" feierte,
starb er am Mittwoch in einem Krankenhaus in Los Angeles.
Der DDR-Dramatiker Helmut Baierl ist im Alter von 78 Jahren
in Berlin gestorben. Vor der Wende wurde er vor allem durch
seine dialektische Komödie "Frau Flinz" bekannt,
welches als "Mutter Courage" der DDR bezeichnet
wurde. Baierl war der langjährige Dramaturg am Berliner
Ensemble. Gelegentlich ist er mit seinen kritischen Stücken
am Regime angeeckt, jedoch war er nie wirklich kulturpolitisch
umstritten und wurde letztendlich zum Nationalpreisträger
auserkoren. Nach der Wende spielte er am Theater keine Rolle
mehr.
Thilo Kleine, der entlassene Geschäftsführer der Bavaria
Film, erhebt gegen die ARD den Vorwurf, in die
Schleichwerbungsvorgänge eingeweiht gewesen zu sein.
ARD-Programmdirektor Günter Stuve hätte sein Nicht-Wissen
nur gespielt und ganz bewusst die Agentur ausgesucht über
welche Schleichwerbung bei "Marienhof" betrieben
wurde. Außerdem greift Kleine auch den SWR an, welcher
ebenfalls durch Schleichwerbung ins Kreuzfeuer geraten ist.
ARD als auch SWR streiten diese Vorwürfe ab und schließen
gerichtliche Schritte nicht aus.
Die zwei großen Hollywood Studios Paramount und Universal
werteten bisher ihre Filme gemeinsam über United
International Pictures (UIP) aus. Dieses seit nun bereits 24
Jahren bestehende Abkommen soll nun aufgelöst werden. Ab
Januar 2007 werden die beiden Studios ihre Auswertungen in
zuvor vereinbarten Territorien eigenständig durchführen.
Diese Umstellung betrifft 15 Länder, darunter auch
Deutschland. In weiteren 20 Ländern wird UIP jedoch vorerst
weiter existieren. Die Gründe liegen laut Marc Shmuger,
Universal-Vize-Chairman, in der „langfristigen strategischen
Bedeutung internationale Distribution und
Marketing-Anstrengungen direkt zu kontrollieren.“
Am 19. November ist es soweit. Premiere HD startet seine
Übertragung mit einem Fußballbundesligaspiel. Bis dahin
werden schon fleißig Kabelnetzbetreiber ins HDTV-Boot geholt.
So wurden nun mit Kable Baden-Württemberg ein Vertrag
ausgehandelt, der das Premiere HDTV Angebot ins sein Kabelnetz
einspeisen wird. Laut Markus Schmid, Marketing- und
Vertriebsvorstand bei Premiere, sollen so „über eine Million
modernisierte Kabelhaushalte in Baden-Württemberg Fernsehen
in einer ganz neuen Dimension erleben.“ Mit weiteren
Kabelnetzbetreibern befindet man sich bereits in
Verhandlungen.
Knapp 60 Prozent Marktanteil konnte das gestrige TV-Duell
zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seiner
Herausforderin Angela Merkel für sich verbuchen. Insgesamt
20,97 Millionen Menschen verfolgten somit den verbalen
Schlagaustausch am gestrigen Abend. Aufgrund des großen zu
erwartenden Interesses am TV-Duell wurde diesen von der ARD
und dem ZDF, sowie auch von den privaten Sendern RTL und Sat.1
übertragen. Ganz eindeutig an der Spitze lag die ARD, die mit
knapp 10 Millionen Zuschauern beinahe die Hälfte aller
Zuschauer für sich gewinnen konnte.
Nach Andreas Türck sitzt nun ein weiterer Promi
wegen Vergewaltigung auf der Anklagebank. Willi Thomczyk,
bekannt aus der RTL-Serie "Die Camper" und dem Film
"Was nicht passt, wird passend gemacht", soll zwei
Schauspielerinnen und vier Schauspiel-Schülerinnen zu
sexuellen Handlungen genötigt und verbal belästigt haben. Er
selbst beteuert seine Unschuld, da er zwar eine schlimme
Kindheit hatte, aber niemals einem Menschen Leid antun könne.
Die mutmaßlichen Opfer waren zum Tatzeitpunkt erst 13 und 14
Jahre alt. RTL steht weiterhin hinter dem Star und beteuert
ebenfalls seine Unschuld.
Die Finanzierung der Stiftung Kuratorium
junger deutscher Film soll ab dem nächsten Jahr eingestellt
werden. Mit Erschrecken haben Regisseure in ganz Deutschland
auf den Beschluss der Finanz- ministerkonferenz reagiert. Für
alle Nachwuchsfilmer wird laut Bundesverband für Regie (BVR)
eine der wertvollsten Einrichtungen zur Förderung des jungen
deutschen Films verloren gehen. Viele bekannte Regisseure,
darunter Tom Tykwer, Andreas Dresen oder auch Detlef Buck,
wurde es mit Hilfe des Kuratoriums ermöglicht ihre Ideen und
Projekte zu realisieren. Der Bundesverband appelliert an die
heute tagende Finanzministerkonferenz, den Beschluss wieder
rückgängig zu machen.
Die für Medien zuständige
EU-Kommissarin Viviane Reding hat ihr Ziel konkretisiert, die
Beschränkungen für Product Placement im Fernsehen zu
lockern. Es wäre vorstellbar, die gezielte Platzierung von
Markenprodukten bei Unterhaltungsserien, Spielfilmen und in
anderen fiktionalen TV-Programmen zuzulassen, so Rending.
Ausgeschlossen werden sollen von der Neuregelung Nachrichten-
und Informationssendungen. Der Bundesverband Deutscher
Zeitungsverleger kritisierte die Pläne dagegen, dies bedeute
in der Konsequenz eine Aufhebung der sauberen Trennung von
Werbung und Programminhalten, sagte der Präsident des
Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut
Heinen.
Nachdem "Lost" in den USA mit
höchsten Einschaltquoten brilliert, haben es die parallel
ausgestrahlten Serien besonders schwer, zu überleben. Nun
traf es die neue Serie "Head Cases" über zwei
Anwälte, auf Fox nach nur zwei Folgen. Im immer härter
werdenden Serien-Konkurrenzgeschäft zählen ausschließlich
die Quoten, schließlich sind diese Grundlage der
Werbeminuten-Preise.
Der höchstdotierte deutsche Kulturpreis
im Bereich Film wird um gut zwei Monate vorgezogen. Die
begehrte Trophäe „Lola“ wird künftig bereits Ende April
vergeben. Als Grund gibt die Deutsche Filmakademie an, dass
Verleiher und Produzenten in „einer relevanteren Kinosaison
an die Öffentlichkeit“ treten können. Die Veranstaltung
ist nun eingebettet zwischen den Filmfestspielen in Cannes und
der Münchener Filmwoche. Dementsprechend ist die Anmeldefrist
auf Ende Oktober vorverlegt worden.
In insgesamt 88. Kategorien wurden von der amerikanischen
Fernsehakademie auch dieses Jahr die besten Serien nominiert
und ausgezeichnet. Die TV-Serie „Lost“, welche von den
Überlebenden eines Flugzeugabsturzes auf einer unbewohnten
Insel handelt und die Komödie „Alle lieben Raymond“ waren
die großen Gewinner der diesjährigen Verleihung. Der
eigentliche Favorit der Kategorie „Beste Comedy-Serie“,
nämlich „Desperate Housewives“ musste der quirligen
Komödie „Alle lieben Raymond“ weichen.
Bereits der alte Rekord war Respekteinflößend- 50 Stunden
Dauerfernsehen schienen angesichts der damit verbundenen
geistigen Folter bereits als Grenzmarke. Nun hat in New York
Joachim Suresh 69 Stunden lang ferngesehen. Und wie es sich
für derart werbeträchtige Aktionen gehört, wurde auch
gleich der zu bevorzugende Sender vorgeschrieben: ABC Networks.
In der Lobby des Senders stand schließlich auch das
öffentlich ausgestellte Sofa von dem aus der Rekordgucker in
die Röhre schaute.
Auch bei den Programmkinos ist mit zu wenigen Besuchern zu
kämpfen. Gestern wurde auf der Filmkunstmesse Leipzig die
"FFA-Programmkinostudie 2004" veröffentlicht, die
einen Besucherrückgang im ersten Halbjahr 2005 von 15,5
Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufzeigt. Ein
interessanter Aspekt der Studie zeigt zudem auf, dass der
"Anteil der ab 60-Jährigen beim Programmkinopublikum
(..) fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller
Kinobesucher" war. Während die 30 bis 39-Jährigen
weiterhin die stärkste Besuchergruppe sind, besuchten
Teenager "mit 11,8 Prozent eher selten diese Art von
Filmtheatern".
David LaChapelle, oft als "Fellini der
Fotografie" bezeichnet, wurde berühmt durch seine
zahlreichen ausgefallenen Mode- und Starfotografien sowie
Videoclips. Am 20.Oktober kommt sein Debutfilm "Rize"
in die Kinos, von welchem auch Fotos auf der Aufstellung
ausgestellt werden. Die Ausstellung findet in den
Geschäftsräumen von Carhartt und Vibes ab dem 17.Oktober
2005 statt. (Link zur
Homepage von LaChapelle)
Das Filmfestival
von Venedig, das älteste der Welt, hat den Regisseur Ang
Lee für seinen Film "Brokeback Mountain" mit dem
goldenen Löwen ausgezeichnet. David Straithairn wurde für
seine Hauptrolle in "Good Night, and Good Luck als bester
Darsteller geehrt, Giovanna Mezzogiorno für "La bestia
nel cuore" als beste Darstellerin. Der japanische
Zeichentrickkünstler Hayao Miyazaki ("Prinzessin
Mononoke") erhielt einen Goldenen Ehrenlöwen.
Die Spiegel Gruppe und die Frankfurter Buchmesse haben
einen gemeinsamen Literaturfilmpreis ins Leben gerufen. Das
Vorbild für diese Auszeichnung stellt die Kategorie „Bestes
adaptiertes Drehbuch“ bei der Oscarverleihung dar. Mit
diesem Preis soll eine gelungen Literaturverfilmung auch in
Deutschland entsprechende gewürdigt werden. In verschiedenen
Kategorien sind dieses Jahr unter anderem nominiert: „Million
Dollar Baby“, „Sideways“ sowie „Wenn Träume fliegen
lernen“. Im Rahmen des Hessischen Film- und Kinopreises 2005
wird auf der Frankfurter Buchmesse der Sieger gekürt.
Auch dieses Jahr schafft es das Filmfestival Oldenburg
wieder durch ganz besondere Extras und Sonderreihen seinem Ruf
als „unangepaßtes und innovatives“ Festival gerecht zu
werden. Alle Facetten des Film finden bei diesem „non
competitive film festival“ ihren Platz. Neben den
klassischen Kategorien warten Sektionen wie „Midnite Express“,
„Retroperspektive Ken Russel“, „Teen Spirit“ oder „Tribute
Wilson Brothers“ auf das gemischte Publikum. Einen
Vorgeschmack auf die abwechslungsreichen Tage in Oldenburg
vermittelt der Kinotrailer zum Festival.
Zum Start der Medientage München führt die
ProSiebenSat.1-Gruppe am 26. Oktober 2005 das
"hochauflösende Fernsehstandard HDTV im
16:9-Breitbildformat" ein. Es soll zusätzlich zur
Standard-Verbreitung ausgestrahlt werden (nähere
Informationen zu HDTV gibt es im Movie-College).
Europa befindet sich mit dem Wechsel noch im Anfangsstadium.
In den USA und Japan gibt es bereits seit mehreren Jahren
viele Programme, die in HDTV Qualität gesendet werden. Durch
die "doppelte Zeilenauflösung" wird eine
"stark verbesserte Bildqualität" erreicht.
Programme bei ProSieben und Sat.1., die noch nicht in HDTV
produziert wurden, werden "aufwärts konvertiert".
Damit entsprechen sie "qualitativ dem DVD-Standard".
Am 19. Oktober in Cannes werden erstmals Made-for-Mobile
Inhalte gezeigt. Dahinter verbirgt sich ein neuartiges
Screening Format, welches speziell für Mobilfunkgeräte
entwickelt wurde. Hiermit lassen sich die „kleinen“ Filme
auch vor großem Publikum präsentieren. Den kreativen Machern
sind keine Grenzen gesetzt, da von Nachrichten über die
verschiedensten Spielfilmgenres bis hin zur Dokumentation oder
sogar Zeichentrick alles zur Bewerbung eingereicht werden
kann. Die besten Ergebnisse werden am 20. Oktober bei der
weltweit größten Fernsehmesse mit dem sog. „Mobile TV
Award“ ausgezeichnet.
Gestern hat der MDR "erstmals eine illegale
Schmiergeldzahlung an den Sender eingeräumt."
Im Jahr 2000 seien bei der Einführung der Sportwette Oddset
"sieben Beiträge im MDR gesendet" worden,
"für die nicht nur an Mohren Geld gezahlt wurde".
Auch an den Sender sei Geld geflossen. "Bei der
Ausstrahlung habe es sich eindeutig um Schleichwerbung
gehandelt."
Im Theater am Potsdamer Platz in Berlin wurden gestern
Abend die Gewinner des First Step Awards gekürt. Der wohl
begehrteste Preis, nämlich für den besten abendfüllenden
Spielfilm ging an Benjamin Heisenberg für seinen Film „Schläfer“.
In den nächste Zeit stellt das Movie College ein
ausführliches Interview mit dem Regisseur des Films online.
Weitere Preise gingen an Christine Wiederkehr von der
Züricher Hochschule für Gestaltung und Film für ihren
Kurzfilm „Floh!“. Jasmin Hermann konnte mit ihrem Film „Tage
aus Nacht“ in der Kategorie Spielfilm bis 60 Minuten
überzeugen. „Zur falschen Zeit am falschen Ort“ von
Tamara Milosevic gewann den Preis für den besten Dokumtarfilm,
während Steffen Hacker und Alexander Kiesl den Award für den
besten Werbefilm mit „Racing Beats“ abräumten.
Hollywood als das Produktionsmekka schlechthin hat schon
seit langer Zeit abgedankt. Die Produktionen verlagern sich
nicht nur zunehmend ins Ausland, sondern auch innerhalb der
USA stellen andere Bundesstaaten wie Louisiana eine Konkurrenz
zum klassischen Filmstaat Kalifornien dar. Republikaner und
Demokraten ziehen am gleichen Strang, indem sie ein Gesetz
erlassen wollen, welche kalifornischen Produktion bis zu 3
Millionen Dollar erstattet. Das Arnold Schwarzenegger sich
für diesen Gesetzesentwurf einsetzen wird, versteht sich wohl
von selbst. Als alter Profi…
Einer der gefragtesten Kameramänner des italienischen
Kinos ist in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 82 Jahren in
seinem Haus in Rom gestorben. Regisseure wie Pasolini, Leone
oder Fellini lobten die besondere Ästhetik seiner Bilder.
Filme wie "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "Es
war einmal in Amerika" schrieben Kinogeschichte. Bei
Pasolini fungierte Delli Colli als Lehrmeister. "Bei der
Arbeit war es dann so, als wären wir eine eigene
Person", erzählte Delli Colli über die Dreharbeiten.
Eine seiner letzten Arbeiten war Robert Benignis "Das
Leben ist schön" (1997).
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien,
Christina Weiss, verleiht am 31.August 2005 in Sommerhausen am
Main den Verleiherpreis 2005 für besondere Leistung bei der
Verbreitung von künstlerisch wertvollen und herausragenden
Filmen. Dies findet in Zusammenhang mit der Vergabe von
Kinoprogrammpreisen statt. Die Auszeichnungen sind jeweils mit
Prämien von 75.000 Euro verbunden. Ausgewählt wurden die
Verleihe "Neue Visionen Filmverleih" (Berlin),
"MFA+ Filmdistribution" (Regensburg) und "Piffl
Medien" (Berlin). Bei der Entscheidung wurden die
Kriterien "Qualität der Verleiharbeit",
"Anteil an deutschen Filmen", "Anteil anderer
europäischer Filme" sowie "Repertoirepflege"
berücksichtigt.
Unter dem Namen "Das Vierte - Wir sind Hollywood"
startet ein neuer Fernsehsender vom US Medienkonzern NBC
Universal Ende September in Deutschland. Der US-Medienkonzern
NBC Universal hat sich zum Ziel gesetzt, mit ausschließlich
amerikanischen Filmen und Serien im deutschen Fernsehmarkt
Fuß zu fassen. Nach der Fusion des Senders NBC und des
Filmstudios Universal im Mai 2004 gehört das
Medienunternehmen NBC Universal zu den sechs Größten der
Welt. Mit einer Investition im zweistelligen Millionenbereich
soll ein Marktanteil von einem Prozent bereits im ersten Jahr
erreicht werden. Auf der Frequenz des Senders NBC Giga wird
"Das Vierte" ab 20.15 Uhr jeweils zwei Spielfilme
zeigen. Am Wochenende wird rund um die Uhr gesendet.
Am Montag starb Barbara Bel Geddes - bekannt als Miss Ellie
aus "Dallas" - in ihrem Haus in Northeast Harbor an
Lungenkrebs. Sie war 82 Jahre alt. Vor ihrer
"Dallas" Karriere, wurde sie vor allem durch Rollen
in Hitchcock-Produktionen bekannt. 1958 spielte sie zum
Beispiel an der Seite von James Stewart in "Vertigo - Aus
dem Reich der Toten". 1948 erhielt sie bereits ihre erste
Oscar-Nominierung für "Das Geheimnis meiner
Mutter". Jedoch erst durch ihre Rolle in
"Dallas" von 1978 bis 1990 erlangte sie
Weltruhm.
Ibrahim Ferrer, Star des kubanischen "Buena Vista
Social Clubs" ist im Alter von 78 Jahren in Havanna
gestorben. Ferrer galt in seiner Heimat seit einem halben
Jahrhundert als Star und wurde durch den Film "Buena
Vista Social Club" weltberühmt. Der Dokumentarfilm von
Wim Wenders erzählt die Geschichte der Band. Gitarrist Ry
Cooder versammelt 1997 noch einmal alle großen Legenden der
kubanischen Musik um sich und nimmt mit dieser Formation das
Album "Buena Vista Social Club" auf.
Der von Schröder initiierte Filmfond wurde von einer
Arbeitsgruppe von Vertretern der Bundesregierung und der
Filmwirtschaft erarbeitet. Er soll die internationale
Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Filmwirtschaft stärken.
Langfristig gesehen sollen alle Medienfonds abgeschafft
werden, deren Kapital nach Hollywood fließt. Das Konzept
sieht außerdem vor, dass für deutsche Produktionen Darlehen
von bis zu 20 Prozent des Budgets bewilligt werden können.
Das Geld müsse nur größtenteils in Deutschland ausgegeben
werden. Genaueres wird durch die Förderanstalten der Länder
festgelegt.
Das FBI hat "acht mutmaßliche Internetpiraten aus
North Carolina festgenommen". Sie galten als die
leitenden Köpfe der Warez-Szene. Massenrazzien mit Namen
"Operation FastLink" und "Operation Site
Down" wurden bereits in den letzten Monaten
durchgeführt. Mehr als "200 Durchsuchungsbefehle in 15
Ländern" wurden erwirkt. Auch Deutschland ist darunter.
Es wurden "hunderte von Rechnern sowie illegal kopierte
Filme, Musik und Software im Wert von über 100 Mio. Dollar
beschlagnahmt".
Das Medium Video scheint langsam auszusterben.
20th Century Fox bringt den Titel "Star Wars: Episode III
- Die Rache der Sith" in den USA erstmals nur auf DVD auf
den Markt. Die bisherige Video-Auswertung bei einem
Blockbuster entfällt damit. Der Vertrieb bei "Star
Wars"-Titeln verzeichnete in der Vergangenheit einen
enormen Rücklauf an nicht verkauften Videos. In Deuschland
wird jedoch der Film ab dem 31.Oktober weiterhin auf Video
erhältlich sein. Auch weitere US-Majors wie Buena Vista Home
Entertainment wollen einige Titel in Zukunft nicht mehr als
Video veröffentlichen.
Er spielte in zahlreichen Spielfilmen und Serien, darunter
auch in den legendären Pipi Langstrumpf sowie mehreren
Karl-May Filmen, synchronisierte aber auch den Cookie aus
kultigen US-Serie 77 Sunset Strip. Die Meisten aber kannten
ihn als die Stimme von Pumuckl, dem krächzenden Kobold. Zwei
Wochen vor seinem 76. Geburtstag ist er auf seinem Bauernhof
in Aschau gestorben.
Seine Berufung parallel zum etablierten Montreal
Filmfestival ein Neues zu organisieren, hat bereits die
Filmszene in Kanada kräftig aufgemischt. Es wäre ungefähr
so, als würde parallel zur Berlinale ein weiteres
Berlin-Filmfestival etabliert. Nun stellt Ex-Berlin und
Venedig- Festivalchef Moritz de Hadeln das Programm des ersten
„Festival International de Film“ vor. In der Reihe
Planète Terre werden „Dein Herz in meinem Hirn“ von Rosa
von Praunheim und „Gisela“ von Isabelle Stever gezeigt,
sowie die beiden Dokus „Mein Überleben in Kobulszowa“ von
Helga Hirsch und „Winterkinder“ von Jens Schanze. Im
Wettbewerb läuft „Der Fischer und seine Frau“ von D.
Dörrie.
(Quelle: Festival International de
Film) 29.08.2005
Digitaler
Speicher
Kino der Zukunft
Das Fraunhofer-Institut hat einen "Field-Recorder"
entwickelt, mit dem man direkt am Set Szenen sichten können
soll. Der tragbare Recorder hört auf den Namen "Megacine"
und speichert Digital Cinema, High-Definition und Standard
Video 16 kombinierten Notebookfestplatten, die insgesamt eine
Speicherkapazität von einem Terrabyte bieten - was "etwa
acht Stunden Aufnahmezeit bei unkomprimierten Bilddaten"
bedeutet. Erstmals soll es möglich sein, eine Auflösung von
2048 mal 1080 Pixel zu realisieren. Auf einem Display können
aufgezeichnete Szenen dann gleich gesichtet werden. "Ein
erster Prototyp von "Megacine" ist auf der Messe
International Broadcast Convention IBC (9. bis 13. September)
in Amsterdam zu sehen."
Internetforen und Blogs sind von einigen Studios zu einer
neuen Werbeplattform auserkoren worden. So hat Focus Features
für ihren neuen Film Werbeanzeigen auf ausgewählten Seiten
geschaltet. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die
Zielgruppe lässt sich durch eine gezielte Auswahl an Seiten
einkreisen und die Internetwerbung ist wesentlich günstiger
als das herkömmliche Schalten von Werbeanzeigen. Wie
eindrucksvoll diese Strategie aufgehen kann, bewies schon die
clevere Werbekampagne von "Blair Witch Projekt", die
für einiges Aufsehen sorgte.
Als Tochter eines dänischen Mayonnaise-Fabrikanten und
einer Französin absolvierte Eva Renzi parallel zu Jobs wie
"Telefonistin, Hostess, Platzanweiserin und
Fotomodell" eine Schauspielausbildung. Mit 20 Jahren
erhielt sie ihr erstes Bühnenengagement an der Freien
Volksbühne in Berlin. Ende der sechziger Jahre gelang es
Renzi, im amerikanischen Film- und Fernsehgeschäft Fuß zu
fassen. 1969 spielte sie die Hauptrolle im Krimi "Taste
of Excitement", ab 1971 gehörte sie zur festen Besetzung
der US-Serie "Primus". In Deutschland wurde sie Ende
der Achtziger durch verschiedene Serien zum Star, u.a. durch
die deutsche Antwort auf "Dallas" - "Das Erbe
der Guldenburgs". Nun ist Eva Renzi nach einem
Krebsleiden in Berlin im Alter von 60 Jahren
gestorben.
Das traditionelle schweizerische A-Filmfestival am Lago
Maggiore ist am 13. August zu Ende gegangen und hat erneut
eine interessante Auswahl an Filmen präsentiert. Preisträger
der begehrten Leoparden waren:
Rodrigo Garcia für NINE LINES- Goldener Leopard - Bester
Film
Yilmaz Arslan für BRUDERMORD- Silberner Leopard
Florian Hoffmeister für 3 GRAD KäLTER- und Bizhan
Mirbagheri für MA HAMEH KHOUBIM - Silberner Leopard - Bester
Nachwuchsfilm
Timothy Quay, Stephen Quay für THE PIANO TUNER OF
EARTHQUAKES- Silberner Leopard - Besondere Erwähnung.
Die weiteren Preise sind auf der Homepage des Festivals zu
finden. Locarno
Filmfestival
Cine-Star, Cinemaxx und UCI weigerten sich bereits in den
vergangenen Wochen gegen die Ausstrahlung von "Herbie:
Fully loaded" und nun wird auch "Sin City"
eventuell von dem Boykott betroffen sein. Der Grund liegt
hierbei bei der vorzeitigen Vermarktung der Filme auf Video
oder DVD. Bisher galt es, eine Frist von sechs Monaten bei der
Zweitvermarktung einzuhalten. Wegen der Zunahme an Raubkopien
bemühen sich Produktionsfirmen und Verleiher, diese Frist zu
verkürzen. Die Kinos befürchten deshalb einen Rückgang der
Besucher, da diese nun eher auf den DVD-Start warten und den
Besuch des Kino umgehen.
Die erste deutsche Filmwoche in China soll die Basis für
eine Zusammenarbeit der beiden Länder in der Filmwirtschaft
sein. Organisiert vom FilmFernsehFonds (FFF) Bayern, dem
Pekinger Goethe-Institut und der Beijing Film Academy werden
vom 17. bis 24.November deutsche Spiel- und Dokumentarfilme in
Peking gezeigt. Die Delegation des FFF Bayern besteht aus
Filmwirtschaftlern und -künstlern. Das Motto der gezeigten
Filmreihe lautet "Boosting Friendship".
Der Kauf kostet Springer 2,5 Milliarden Euro. Hierfür
erhält der Zeitungsverlag sämtliche Aktien der
Investorengruppe um Haim Saban. Damit erhöhte die Springer AG
ihren Anteil an stimmberechtigten Stammaktien von 12 auf 100
Prozent sowie auf 25 Prozent der nicht stimmberechtigten
Aktien. Langfristig ist die Fusion beider Unternehmen geplant.
Dadurch entsteht der zweitgrößte deutsche Medienkonzern nach
Bertelsmann. Saban kann nun durch den Weiterverkauf seinen
Einsatz vor zwei Jahren vervielfachen.
Vor kurzem hatte ABC "ein Interview mit Schamil
Bassajew ausgestrahlt". Bassajew war Drahtzieher des
Geiseldramas von Beslan, "bei dem im September rund 330
Geiseln ums Leben gekommen waren". Außerdem soll er
"zahlreiche Anschläge auf russische Truppen und
Zivilisten während (..) des Krieges in Tschetschenien"
verübt haben. Nun verbietet Moskau allen Journalisten des
US-Senders ABC die Arbeit in Russland. "Akkreditierungen
für Journalisten von ABC würden nicht mehr verlängert"
werden und "sie dürften ab sofort keine Gespräche mehr
mit Vertretern Russlands führen". Die Ausstrahlung sei
laut dem russischen Außenministerium ein "klarer Fall
von Beihilfe zur Terrorismus-Propaganda". Es handelt sich
dabei um den wohl ersten konkreten "Schritt Russlands
gegen Vertreter eines großen westlichen
Medienunternehmens".
Zur Stärkung der Kinobetreiber unterstützt der
Kinoweltverleih weiterhin das 6-Monats-Fenster. Wenn das
Kinofenster zugunsten eines früheren Kinostarts verkürzt
wird, gewährt Kinowelt ab sofort Prozente auf die Filmmiete.
Diese Ermäßigung ist monatsweise gestaffelt. Wird ein Film
nach drei Monaten herausgebracht, ermäßigt sich die
Leihmiete um 17 Prozent. Mit diesem Modell soll die
festgefahrene Leihmietendiskussion vorangebracht werden.
Zwar ist die Frage danach, wer denn alles zahlen wird, noch
nicht geklärt, ein gemeinsamer Standard für die digitale
Filmdistribution ist allerdings beschlossene Sache. Die
Sprecher der "Digital Cinema Initiative", zu der
u.a. die großen Hollywoodstudios wie Paramount, Sony,
Universal und Warner gehören, würden in Kürze bekannt
geben, "auf welchen gemeinsamen Standard zur digitalen
Filmdistribution sie sich geeinigt haben".
Die Entscheidung dürfte die Umstellung auf Digitaltechnik
sicherlich beschleunigen. Die Diskussion wird schon mehrere
Jahre geführt und viele fühlen sich bei einer anstehenden
Umstellung in ihrer Existenz bedroht. Neben den Kinobesitzern,
die Unmengen an Geld für neue Projektoren ausgeben müssten,
würden natürlich auch im Filmbetrieb viele
Produktionsschritte wegfallen.
Der Preis einer Filmkopie auf der anderen Seite ("derzeit
mehr als 1000 Dollar pro Filmexemplar") würde natürlich
rasant sinken und damit den Vertrieb weniger risikoreich
gestalten.
Die Studios hätten dann mit einem "Digitalvertrieb
anscheinend mehr zu gewinnen als der nachgeordnete Teil der
Film-Verwertungskette".
Aufgrund der Kostenfrage, die zu klären noch einige Zeit
in Anspruch nehmen wird, glauben Branchenexperten, eine
"vollständige Umstellung auf Digitaltechnik (..) könne
sich über Jahre, vielleicht Jahrzehnte hinziehen".
Der Skandal um Schleichwerbung bei der ARD geht weiter:
Im Fall der Tatort-Folge "Bienzle und der
Sizilianer", aus der zwei Produktplazierungen für Raps-
und Mineralöl herausgeschnitten wurden, fordert Andreas
Schnoor, Chef der verantwortlichen Placement-Agentur, nun
21.750 Euro zurück für den Fall, dass die gezeigte Folge
nicht mit der von ihm "abgenommenen" übereinstimme.
"Wenn die Leistung nicht erfolgt, und die Maran würde
die Summe nicht zurückzahlen, wäre das ja Betrug", so
Schnoor. Auch Schadenersatzforderungen behalte er sich vor,
falls Vertragsdetails an die Öffentlichkeit gelangen sollten.
Aufgrund des Schleichwerbungsskandals sperrt der WDR nun
"67 Filme und zwei Serien für Wiederholungen in
ARD-Programmen". Da der Verdacht auf Schleichwerbung
vorliegt, sollen die Produktionen "auf unzulässige
Produktplatzierungen überprüft werden". Bis ins Jahr
1994 soll zurückgegriffen werden bei den Prüfungen. Bei der
in Kritik geratene Firma handelt es sich um "Colonia
Media", eine hundertprozentige Tochter der Bavaria Film.
Der WDR sei "schwer geschädigt", da Sendungen wie
"Tatort" und andere Filme "so lange nicht im
dritten Programm oder im Ersten" gezeigt werden können,
"bis alle Schäden entdeckt und beseitigt seien".
Die Filmwirtschaft in Bayern erhielt letztes Jahr wieder
weniger Geld für Filmprojekte. So sei die Gesamtfördersumme
von 33 Millionen (2002) auf 29 Millionen (2004)
zurückgegangen. Schuld daran sei neben der rückläufigen
staatlichen Unterstützung auch der Zusammenbruch der
Kirchgruppe, die etwa 1,5 Mio. zum Fonds beigetragen habe.
Die Folge sei eine härtere Auslese, so
Geschäftsführer Klaus Schaefer. Die bisher erreichte Quote
von 50% geförderter Projekte werde dieses Jahr wahrscheinlich
bei etwa 30% liegen.
Die Idee der ARD, die Rundfunkgebühren "künftig an
die Inflationsrate" zu koppeln und "alle vier Jahre
entsprechend" zu erhöhen traf nicht auf viel Gegenliebe.
Vorsitzender der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), Rainer Conrad,
"hält davon nicht sehr viel". Auch das ZDF steht
der Sache skeptisch gegenüber. ARD-Vorsitzender Thomas Gruber
jedoch ist von dem Vorhaben überzeugt, da "die
Steigerungsrate die allgemeine Entwicklung im Land"
widerspiegele und gewährleiste, "dass die
Rundfunkanstalten im Rahmen der allgemeinen Entwicklung
blieben." Auch wenn der Vorschlag laut pfälzischem
Ministerpräsident Kurt Beck "konstruktive und
diskussionswürdige Ansätze" beinhalte, so bedürfe er
"jedoch noch näherer verfassungsrechtlicher und
europarechtlicher Prüfung".
Kevin Hagen, der für lange Zeit in Westernfilmen den
Bösen gemimt hatte und danach die Rolle des guten Doc Baker
in "Unsere kleine Farm" bekommen hat, ist letzten
Samstag mit 77 Jahren gestorben. Hagen starb ein Jahr nachdem
Krebs diagnostiziert wurde, sagte seine Frau Jan. Seine erste
Filmrolle war 1958 in einem Disneyfilm "Das Herz eines
Indianers". Aber mit der Rolle in "Der Mann vom
großen Fluss" hat er angefangen, in Westernfilmen zu
spielen. Am bekanntesten wurde er durch seine Rolle in
"Unsere kleine Farm", die von 1974 bis 1983 dauerte.
Fernsehpfarrer Jürgen Fliege war 12 Jahre und 1800
Sendungen der Moderator der ARD Talkshow "Fliege".
Aufgrund der schwachen Quote wird nun der Vertrag für 2006
nicht mehr verlängert. Nach "vielen Jahren des
Erfolgs" (ARD) und über 10.000 Gäste "sei die
Zuschauerakzeptanz zuletzt rückläufig gewesen".
Bavaria-Chef Thilo Kleine wurde mit sofortiger Wirkung
beurlaubt. Neue Vorwürfe wegen der jahrelangen
Schleichwerbung in TV- Serien, welche die Bavaria produziert
hat, veranlassten den Aufsichtsrat zu dieser Entscheidung.
Auch bei der Bavaria-Tochter Colonia Media wird inzwischen in
der Angelegenheit ermittelt.
Ein Bündnis gegen Schleichwerbung hat jetzt BR-Fernsehrat
Bernd Lenze gefordert. Illegale Werbeformen würden sich
zunehmend in TV-Programme einschleichen. Lenze, der auch
Vorsitzender der ARD- Gremienkonferenz ist, schlägt vor,
Musterverträge zu erarbeiten, die einen Verhaltenskodex
festlegen. Für einen Verstoß sollten dann empfindliche
Strafen festgelegt werden.
Auf Druck der wegen jahrzehntelanger Schleichwerbung bei
mehreren Serien in die Schlagzeilen geratenen ARD wurden nun
in der mitverantwortlichen Produktionstochter, der Bavaria
Film personelle Konsequenzen gezogen.
Auf Beschluss des Bavaria Film- Aufsichtsrates wurden zwei
Chefproduzenten sowie der Chefdramaturg gekündigt und
Geschäftsführer Thilo Kleine abgemahnt, dass eine
Wiederholung derartiger Vorgänge arbeitsrechtliche
Konsequenzen haben könne.
Die Praxis des Product Placements auch in ARD und ZDF
Produktionen ist in der Branche allgemein bekannt, müssten
alle Mitwisser und Mittäter mit ähnlichen Konsequenzen
rechnen, stünden viele Produktionshäuser ohne Mitarbeiter
da.
In dem TV-Film "Sterne leuchten auch am Tag"
nimmt Veronica Ferres in einem Supermarkt mehrere Produkte in
die Hand - darunter bestens sichtbar eine Pflegecreme für die
sie seit Jahren als Werbeträger arbeitet. Anfragen wegen der
Platzierung ließ Frau Ferres gleich durch ihren Anwalt
beantworten,- ihr Griff ins Regal sei völlig wahllos gewesen.
Auch Regisseur Roland Richter erklärt, in erster Linie an der
Schauspielführung interessiert zu sein, nicht an Produkten.
Das ZDF lässt den bereits 2004 ausgestrahlten TV-Film
jedenfalls nachbearbeiten.
Beim ARD-Sendeverbund wird eine "Clearing-Stelle gegen
Schleichwerbung" eingerichtet. Diese soll sich um
"unerlaubtes Product Placement und korrupte
Mitarbeiter" kümmern. ARD-Vorsitzender Thomas Gruber
sieht "in jeder Krise auch eine Chance". Gegen eine
Lockerung der Werbevorschriften sprach er sich deutlich aus.
"Wir sind fest entschlossen, diese nicht hinnehmbare
Entwicklung in unseren eigenen Programmen zu verhindern."
Außerdem sollen "Produzenten, die Schleichwerbung in
einem Programm des Senderverbunds platzieren, auch von
Partneranstalten keine Aufträge mehr erhalten."
Laut eines Artikels des US-Magazins "Vanity Fair"
aus dem Jahr 2002 soll "Polanski auf dem Weg zum
Begräbnis seiner ermordeten Ehefrau Sharon Tate eine Schwedin
verführt haben". Dies wies der Regisseur als
"niederträchtige Lüge" zurück und zog vor
Gericht. Nun hat ein Londoner Gericht "die Herausgeber am
Freitag zu einer Entschädigungszahlung von 50.000 Pfund
(70.00 Euro)" verurteilt.
Der Sportchef Wilfried Mohren des MDR wurde fristlos
gekündigt. Laut MDR Intendant Udo Reiter sei "Mohren,
der zurzeit wegen Korruptionsvorwürfen in Untersuchungshaft
sitzt, für den Sender nicht mehr tragbar". Mohren
befindet sich seit letzter Woche in Untersuchungshaft, die
Beweislast gegen ihn sei "erdrückend". Er habe
"mehr als 100.000 Euro aus einem nicht genehmigten
Vertrag mit der Energiedienstleistungsfirma Techem
kassiert". Außerdem soll er Sendezeit gegen Schmiergeld
verkauft haben.
Gestern ist James Doohan an den "Folgen einer
Lungenentzündung" in seinem Haus in Los Angeles
gestorben. Er war 85 Jahre und wurde durch die Rolle des
Ingenieurs Montgomery Scott alias "Scotty" in der
"Star Trek" Serie berühmt. Sein Ausspruch "Beam
me up, Scotty" ist allen Fans bekannt. Nun soll seine
Asche ins All "gebeamt" werden. Der letzte Wille von
Doohan sei es, am Ende der privaten Trauerfeier "die
Asche ins All" zu schicken.
Am Samstag starb Camillo Felgen im Alter von 84 Jahren. Der
TV-Entertainer wurde in den 50ern bekannt und hatte zwischen
65 und 73 125 Mal das "Spiel ohne Grenzen"
moderiert. Außerdem präsentierte er 250 Ausgaben des Radio-
und TV-Wunschkonzerts "Was darf's denn sein?". Auch
als Sänger und Komponist war er berühmt (u.a. für Connie
Francis "Schöner fremder Mann").
Nächster Akt im Schleichwerbungsskandal um Bavaria. Laut
Spiegel wurden Montag "nicht nur das Büro des
beurlaubten Bavaria-Bosses Thilo Kleine, sondern auch dessen
Privatwohnung" durchsucht. Laut der Anzeige "bestehe
der Verdacht eines Scheinmietverhältnisses" in
Breitbrunn am Chiemsee. Morgen sollen die Gesellschafter der
Bavaria "in einer außerordentlichen
Gesellschaftsversammlung erneut über weitere Konsequenzen aus
der jahrelangen illegalen Schleichwerbepraxis in
ARD-Sendungen" beraten. Während der ehemalige
Chefproduzent Stephan Bechtle seinen damaligen Vorgesetzten
Kleine schwer belastete, schlägt dieser nun in einer
schriftlichen Stellungsnahme zurück. Er "verwahrt sich
gegen die Vorwürfe" und "bringt Bechtle in
Zusammenhang mit einem neuen, bislang nicht bekannten
Schleichwerbefall bei der ARD" in seiner damaligen
Produktion "Gegen den Wind".
Vor fast zwei Monaten wurde ein Iranisch-Amerikanischer
Filmemacher im Norden von Baghdad gefangengenommen. Das US
Militär hat am 17. Mai "Bombenteile im Taxi, das Cyrus
Kar bestellt hatte" gefunden, er wurde jedoch nie
angeklagt. Seine Familie hat die Regierung beschuldigt,
"seine Bürgerrechte zu verletzen und ihn nicht
freizulassen, obwohl das FBI ihn von jeder Verdächtigung
freisprach". Am Sonntag konnte er gehen. "Ich bin
sehr glücklich, draußen zu sein", sagte Kar der NW
Times. "Meine Familie will, dass ich so schnell wie
möglich nach Hause komme, und ich werde gerne jedem
berichten, sobald ich außerhalb von Irak bin".
Überraschungen hat der deutsche Filmpreis so gut wie nie
zu bieten und so erhielten in diesem Jahr Dani Levi für
"Alles auf Zucker" sowie Julia Jentsch für die
Darstellung der Sophie Scholl die begehrten Haupttrophäen.
Die Auszeichnung für das beste Kostümbild ging an
Lucie Bates, und für die beste Filmmusik an Niki Reiser,
beides ebenfalls für den Film "Alles auf Zucker".
Film-Diva Zsa Zsa Gabor hat in Los Angeles einen schweren
Schlaganfall erlitten. "Sie wurde umgehend in ein
Krankenhaus (..) gebracht und operiert." Sie liegt nun
auf der Intensivstation, ist jedoch laut ihres Mannes
"auf dem Weg der Besserung".
Im Rahmen des Festivals des deutschen Films erhielt Hanna
Schygulla gestern abend den Ehrenpreis für ihre Verdienste um
den deutschen Film. Schygulla, die durch ihr Mitwirken an 20
Filmen von Rainer Werner Fassbinder zu einer Ikone des neuen
deutschen Films wurde, wurde gelobt, "dass ihr das
Abenteuer in der Kunst wichtiger ist als der sichere
Erfolg".
Sprecher Paul Winchell, der dem "Tigger" in
Disneys "Winnie the Pooh" Serien die Stimme geliehen
hat, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.
Er war ein bekannter Fernseh-Moderator in den USA. 1968 hat
er zum ersten Mal in "Winnie the Pooh and the Blustery
Day" gesprochen, wofür er auch einen Oscar bekommen hat.
Winchell hatte ebenso "Gargamel" in "Die
Schlümpfe" und "Boomer" in "The Fox and
the Hound" übernommen, und war auch in anderen Disney
und Hannah-Barbara Produktionen mit dabei.
Auch ein Erfinder war er. 1963 hat er ein künstliches Herz
patentieren lassen. Seine anderen Patente sind u.a. ein
austauschbarer Rasierer, ein "flammenloses"
Feuerzeug sowie ein unsichtbarer Strumpfhalter.
Die "Academy of Motion Picture Arts
and Sciences", welche alljährlich die Oscars vergibt,
hat den Antrag von einer Gruppe von Stuntmen abgewiesen. Sie
wollten einen Oscar für den besten "stunt coordinator"
schaffen. Die Akademie begründet die Ablehnung damit, dass in
einer Zeit, wo die Akademie versucht, weniger Trophäen
auszugeben, sei sie nicht bereit, eine neue jährliche
Kategorie einzurichten. Die Stuntmen kämpften hart für den
neuen Oscar. Etwa 75 Stuntmen demonstrierten letzte Woche vor
der Zentrale der Akademie in Beverly Hills. Das letzte Mal,
dass die Akademie einen neuen Kategorie eingeführt hat, war
im Jahr 2000 für den besten animierten Spielfilm.
Nach einer Aktion, an der die Southern
California High Tech Task Force, das L.A. Police Department
sowie der Secret Service beteiligt waren, wurde das
kalifornische Kopierwerk New Century Media geschlossen. DVDs
und Kopierequipment im Wert von 30 Mio. Dollar wurden
beschlagnahmt. Die Firma versorgte offensichtlich Kunden mit
in China produzierten DVD-Kopien.
47% der Erwachsenen sind der Meinung,
dass Filme in den letzten Jahren schlechter werden. Eine
Befragung hat ergeben, dass 73% es vorziehen, Filme zu Hause
statt im Kino anzuschauen. Die Ergebnisse entstanden, nachdem
der US Box Office den schlimmsten Preissturz in 20 Jahren
erlebt hat. Seit zwei Jahren werden die Kinos weniger besucht.
Nur 22% der Menschen haben gesagt, sie schauen Filme lieber im
Kino. Ein Viertel von ihnen ist sogar das letzte Jahr
überhaupt nicht im Kino gewesen. Auf der positiven Seite
glaubt zumindest ein Drittel, dass Filme besser werden.
Die französische Schauspielerin hat mit Regisseuren wie
Orson Welles, Claude Chabrol, Josef Losey und John Huston
gearbeitet und war ein Urgestein des französischen Theaters
und Films. In Welles "Der Prozess" hat sie als Miss
Pittl genauso überzeugt wie in Hustons "Moulin
Rouge" als Myriamme Hayam. Mehrmals erhielt sie den
Molière-Preis für ihre Theaterarbeit und erfreute sich in
Frankreich großer Beliebtheit und hoher Anerkennung.
Die Rundfunkerhöhung am 1. April auf 17,03 Euro war ARD
und ZDF zu niedrig. ZDF-Intendant Markus Schächter jedoch
hoffte "auf eine politische Lösung mit den
Bundesländern". Die ARD schlägt aber einen anderen Kurs
ein. Die Drohung mit einer Verfassungsklage ist nun
beschlossene Sache. "Bei ihrer heutigen Tagung in Bremen
haben die ARD-Intendanten den Gang vors Verfassungsgericht
formell abgesegnet." Grund ist, dass statt der von ARD
und ZDF geforderten Anhebung um 2,01 Euro "nur" 88
Cent Aufschlag von den Ländern zugelassen wurden. Kurt Beck,
rheinland-pfälzischer Ministerpräsident (SPD), glaubt aber
nicht an einen Erfolg der Klage. "Ich bin zuversichtlich,
dass der Staatsvertrag nicht verworfen werden wird".
Kinoexperten erwarten, dass die Gleichzeitige Auswertung
von Filmen für Kino und DVD in naher Zukunft zusammenfallen
werden. So befinde sich der Filmmarkt derzeit in einer starken
Umbruchphase, so Fred Kogel (Nachricht
vom 13.06.05). Bis jetzt besitzen die Kinobetreiber das
Monopol zur Erstauswertung; oft erfolgt aber die
DVD-Auswertung nicht mehr 6, sonder etwa 4 Monate nach
Filmstart. Wenn sich die Konsumenten selber aussuchen
könnten, ob sie einen neuen Film im Kino oder zuhause auf DVD
ansehen möchten, bedeutet dies vermutlich weitere
Umsatzeinbußen für die Kinobetreiber, andererseits
aber eine Chance für anspruchsvollere Filme, die sich
traditionell schwer tun, sich im Kino durchzusetzen. Bereits
jetzt machen Produktionsfirmen ihren Hauptumsatz mit DVDs;
durch die Kinoauswertung werden meist nicht einmal die
Produktionskosten eingespielt.
Schauspielerin Julia Palmer-Stoll hatte zuletzt eine
Gastrolle im "Marienhof" sowie mehrere TV-Rollen in
Serien wie "Tatort" und "Klinikum
Berlin-Mitte". Nun ist sie bei einem tragischen Unfall
gestorben. Am Mittwochabend wollte die 21-Jährige einen Igel
auf der Straße in Sicherheit bringen. Als sie das Tier
aufheben wollte, wurde die Serien-Darstellerin von einem Auto
erfasst. Am Tag darauf starb Julia Palmer-Stoll im Murnauer
Unfallklinikum.
Der mit seinen staatskritischen Dokumentationen berühmt
gewordene Regisseur Michael Moore hat sein eigenes
Filmfestival in seiner Heimatstadt Flint gegründet. Vom 28. -
31. Juli soll "Kunst und Kultur in dieser Region"
gefördert werden.
Der DDR- Regisseur wurde vor allem mit seinem Film
"Einer trage des anderen Last" (1988) bekannt.
Der Fokus des 1936 in Leipzig geborenen Regisseurs lag auf der
Realität, der Wahrhaftigkeit und der Nähe zu seinen
Filmfiguren. Vieles von dem, was er sich beruflich erhoffte,
ließ sich trotz dem Fall der Mauer nicht mehr einlösen.
Am 21. Oktober wird der berühmte US-Schauspieler Al Pacino
mit dem 20. "American-Cinematheque-Award"
ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1986 von der American
Cinematheque an Künstler vergeben, die "sich durch ihre
Arbeit um die künstlerische Entwicklung des Kinofilms
verdient gemacht haben". "Al Pacino ist wirklich
eine Leinwandikone. Er bietet seit mehr als vier Jahrzehnten
eine bemerkenswerte Performance, die für Generationen von
Kinogängern Schauspielstandards definiert hat",
begründet Vorstandsvorsitzender Rick Nicita die Entscheidung.
Laut des epd (Evangelischer Pressedienst) hatte die
ARD-Produktionsfirma Bavaria Film über mehrere Jahre hin zwei
Münchner Privatfirmen erlaubt, "Schleichwerbung für die
Daily Soap der ARD zu akquirieren". Die PR-Botschaften
der zahlenden Kunden oder deren Markenzeichen seien von der
Bavaria in die Fernsehserie, teilweise sogar in
Drehbuchdialoge eingebaut worden. Bavaria Film hat
eingeräumt, "dass sie an diesen Einnahmen beteiligt
wurden". Die FDP fordert nun laut Blickpunkt Film ein
komplettes Werbeverbot für das öffentlich-rechtliche
Fernsehen. "Wenn Werbung bei ARD und ZDF nicht
grundsätzlich abgeschafft wird, wird es Missbrauch bis zum
St. Nimmerleinstag geben", meint der Sprecher der
FDP-Bundestagsfraktion Hans-Joachim Otto.
Die MPAA (Motion Picture Association of America) will nun
in Los Angeles mit Videoüberwachung gegen Raubkopierer
vorgehen. Die LAPD hat " bereits vier Kameras an
verschiedenen Gebäuden in Downtown Los Angeles
angebracht". Dort werden "verstärkt Raubkopien an
Touristen und andere Zielgruppe" von Straßenhändlern
verkauft. Sechs zusätzliche Kameras sollen demnächst
installiert werden. "Die MPAA beteiligt sich mit 186.000
Dollar an dem Videoüberwachungssystem."
In Hollywood braucht man für einen Film
mehrere Millionen, ihn zu produzieren kann einige Jahre
dauern. Ein Videospiel basierend auf dem Film kann jedoch in
einigen Monaten fertig sein und das alles ohne, dass der
Entwickler des Spieles einen halben Tag auf dem Set verbracht
hat.
In den 80er und 90er war es noch so, dass
sich die Spieler verraten fühlten, wenn ihr Lieblingsfilm
plötzlich zu einem Videospiel „mutiert“ ist.
Videospiel-Entwickler Dave Perry von Shiny Entertainment
meint, dass sich Film-Studios und Videospiel-Produzenten
einander für zwei Jahrzehnten nicht verstanden haben.
Perry erklärt: „Wenn ich die Rechte
von Top Gun kaufe, nimmt man an, Tom Cruise, Kelly McGillis
und alles andere zu haben, aber das ist die billige Version
der Lizenz.“
„Ich kann das Top Gun Logo kaufen, darf
aber nichts von der Musik verwenden, keine Drehorte, keine
Schauspieler. Ins Regal darf ich [das Spiel] stellen – nur
mit dem Top Gun Logo.“
„Das ist ein absoluter Albtraum für
die Fans, weil sie das „Top Gun Feeling“ erwarten, es aber
nicht bekommen.“
Heutzutage ist viel anders. Es war die
Matrix Franchise, die die „Wende“ gebracht hat, glaubt die
Videospiel-Industrie.
Laut Dave Perry „ist ihnen bei Matrix
alles erlaubt“. „Wir konnten bei jedem Set dabei sein, wir
durften alles Mögliche fotografieren. Wir haben über 25 000
Fotos geschossen.
In Amerika kostet ein Film 10 Dollar, ein
Videospiel 50. Ein Spiel zum Film kann viel mehr verdienen als
der Film selbst.
Tom Cruise, dessen jüngstes Werk "Krieg der
Welten" bereits wegen Kritik-Maulkorb der Presse viele
Negativschlagzeilen gemacht hat, sorgt auch selbst dafür,
dass man öffentlich den Kopf schüttelt.
Seine Interviews und Talk-Beiträge glühen vor
Selbstüberschätzung, die eigentlichen Filme, wie der neue
von Steven Spielberg übernehmen nur eine Nebenrolle innerhalb
der Selbstdarstellung.
In Matt Lauers "Today" Show des US- Sender
NBC geriet Cruise jetzt mit dem Moderator in Streit, als
dieser es wagte, kritischere Fragen zur Person zu stellen.
Der 65-jährige US-Filmkritiker hat am Donnerstag als
erster Filmkritiker einen Stern auf dem berühmten Walk of
Fame in Hollywood erhalten. "Wenn ich Filme sehe, fühle
ich, wie es ist, in anderer Leute Schuhe herumzulaufen",
sagte Roger Ebert bei der feierlichen Enthüllung des Sterns
vor dem El Capitan Theatre. Bereits 1975 gewann Ebert als
erster Filmkritiker einen Pulitzer-Preis.
Nachdem sich HBO Films und New Line zusammengeschlossen
haben, werden die "Verkaufteams der beiden Partner
zusammengelegt und nach Los Angeles und New York zurück
beordert". HBO Films London wird damit geschlossen.
"Mit der Konzentration von HBO Films auf die Produktion
von Kinofilmen, erscheint es uns sinnvoller unsere
internationalen Aktivitäten auf unsere Hauptquartiere in Los
Angeles und New York zu konzentrieren.“
Die Vorbereitungen starten für Regisseur Seth MacFarlane,
den Film "Family Guy" am 27. September direkt auf
DVD zu veröffentlichen. Über seinen ersten Spielfilm sagt
MaxFarlane, dass es ein "schweres Unterfangen"
war, da nebenher 35 neue Episoden der Serie gemacht werden
mussten. "Aber wir denken, er wurde großartig." Der
Film "Family Guy Presents Stewie Griffin: The Untold
Story" basiert auf der Serie, die MacFarlane in den
späten 90ern für Fox Television erschaffen hat. Er erscheint
nur auf DVD.
Ab 2. Oktober dieses Jahres werden Indiens Filmhelden total
uncool auftreten müssen: Sämtliche für Fernsehen und Film
produzierten Inhalte werden von da an nämlich rauchfrei sein.
Bis dahin ist lediglich eine Warnung über die schädlichen
Nebenwirkungen des Tabakkonsums verpflichtend. Ausgenommen von
dieser Regelung sind Filme über historische Persönlichkeiten
oder bestimmte Epochen. Das Gesundheitsministerium hat zwar
anfänglich vorgeschlagen, dass das Verbot für alle Filme
gelten solle, konnte aber noch keine klare Aussage darüber
machen, was dies für in Indien gezeigte ausländische
Produktionen bedeuten werde.
"Der Tod des Herrn Lazarescu", der auch beim
Münchner Filmfest zu sehen sein wird, wurde zum Gewinner des
Hauptpreises beim Alba Regia International Filmfestival in
Ungarn erkoren. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis geht damit
an den Rumänen Cristo Puiu. Sein Zweitlings-Film "Lazarescu"
lief dieses Jahr bereits im Bewerb 'Un Certain Regard' in
Cannes und wurde außerdem erst letzte Woche beim
Internationalen Transylvanischen Filmfestival in Rumänien
für die beste Regie ausgezeichnet.
Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG,
forderte in einem Gespräch mit der Finanzzeitschrift
"Euro am Sonntag", dass die Sperrfrist zur DVD-
Auswertung von Kinofilmen von derzeit 6 Monaten auf 3 Monate
verkürzt werden soll. Er sehe die negativen Auswirkungen für
die Kinobetreiber; andererseits habe eine Verkürzung den
Vorteil, dass man zum einen der Filmpiraterie entgegensteuern
könne und zum anderen den Bedürfnissen der Konsumenten
entgegenkomme.
Im lähmenden Formatstreit um die HD-DVD
(30GB, Toshiba, Hitachi, Maxell, NEC, Intel, IBM und
Warner) und die Blue-Ray DVD (50 GB, LG, Sony, Panasonic,
Pioneer und Philips ) bringt eine neue technische Lösung
handfeste Argumente. Toshiba (HD-DVD) ist es gelungen, ein
Verfahren zu entwickeln, mit dem die neuen Rohlinge auf
bestehenden Fertigungsstraßen hergestellt werden können.
Sollte das Blue-Ray Lager keine ähnlichen Möglichkeiten
anbieten können, werden die Herstellerfirmen wegen der
geringeren Investitionskosten vermutlich die HD-DVD Variante
favorisieren.
"Big Brother" hat sich schon länger in eine
quotenmäßige Sackgasse ("Weniger als fünf Prozent
Marktanteil bei der werberelevanten Zielgruppe")
verwandelt. Eine Art Rettung hätte vielleicht Millionenerbin
Paris Hilton bringen können. "Die Party-Göre ist das
derzeit gefragteste Medienprodukt der Welt." Doch der
Traum der Produzenten platzte schnell, als klar wurde, dass
Hilton fünf Millionen Dollar Gage für eine Teilnahme am
"Big Brother"-Dorf verlangte.
Laut dem Ergebnis einer Programmanalyse der Fachzeitschrift
"Media Perspektiven" von ARD und ZDF haben die
großen Privatsender wie RTL und ProSiebenSat1 "in den
letzten zwei Jahren ihre Fictionanteile im Programm stark
reduziert und die Unterhaltung ausgebaut. Auch die
Informationsprogramme wurden zum Teil erweitert, während sich
bei ARD und ZDF in allen Bereichen nur leichte Schwankungen
ergaben." Mit 48,4 Prozent liegt der Informationsanteil
des ZDF vor der ARD mit 41,7 Prozent.
Mit 73 Jahren ist Anne Bancroft, Oscar-Preisträgerin, an
Krebs gestorben. Berühmt wurde sie u.a. durch die
"skrupellos verführerische" Rolle der "Mrs.
Robinson" in "Die Reifeprüfung" mit Dustin
Hoffmann im Jahre 1967. "Letzter Höhepunkt ihrer
beeindruckenden Laufbahn mit mehreren Dutzend Kinofilmen und
TV-Mehrteilern war der Film "The Roman Spring of Mrs.
Stone" aus dem Jahr 2003."
Nach finanziellen und kreativen Flops wie zuletzt
"Teufels Küche" oder "Das geheime Leben der
Spielerfrauen" kämpft "RTL schon seit fast einem
Jahr mit einer Kreativitätskrise". Im letzten Quartal
"gingen die Nettoerlöse bei den Werbeeinnahmen des
Senders gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zehn
Millionen Euro auf weniger als 250 Millionen Euro
zurück." Laut internen Planungen sieht man bis
Jahresende "ein Minus von über sechs Prozent" bei
den Netto-Werbeeinahmen.
Am 8. Juni wird zum 28. Mal der Gilde Filmpreis an
herausragende Arthousefilme des Vorjahres von der
Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde verliehen. "Sämtliche
307 Mitglieder des Verbandes haben die Möglichkeit, ihre
Favoriten in den Kategorien „Bester Deutscher Film“, „Bester
Ausländischer Film“ und „Bester Dokumentarfilm“ zu
wählen."
Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main wird vom 25.
September bis zum 2. Oktober das 28. Internationale
Kinderfilmfestival Lucas ausrichten. Innerhalb einer Woche
sollen aktuelle Kinderfilme aus der ganzen Welt gezeigt
werden. Die Jury, die die zwei mit insgesamt 5000 Euro
dotierten Preise vergeben wird, setzt sich zu gleichen Teilen
aus Kindern und Erwachsenen zusammen.
RTL stampft mit den "Spielerfrauen" mal wieder
ein neues Produkt in die Mülltonne. Hatte man doch darauf
gesetzt, dass die Mischung aus Sex und Fußball die Zuschauer
magnetisch anziehen würde. Einmal mehr haben die Zuschauer
schwachen Drehbüchern und Umsetzungen damit die rote Karte
gezeigt und die Serie durch schwache Einschaltquoten
abgestraft.
1800 Beschäftigte von Agfa haben gestern laut Spiegel
"eine erste Information der Geschäftsführung per
Intranet erhalten", wonach die "negative Entwicklung
so nicht absehbar gewesen [war]" und das Unternehmen
"überraschend Antrag auf Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens" stellen musste. Der Foto- und
Filmhersteller steht damit vor dem Aus. Produziert wurde in
Leverkusen sowie Vaihingen, Windhagen, München und Peiting.
Merchant-Ivory, das Duo, bestehend aus Produzent
Ismail Merchant und Regisseur James Ivory hat jahrzehntelang
Erfolgsfilme vor allem im Historienfilm-Genre hergestellt.
Bekannt wurden sie vor allem mit den Filmen "Zimmer mit
Aussicht" (1986), "Wiedersehen in Howards End"
(1992) und "Was vom Tage übrig blieb" (1993).
Gemeinsam stellten sie 50 Filme her und erhielten unter
anderem sechs Oscars. Der in Bombay geborene Merchant bekannte
sich stets zum europäischen Kino. Am Mittwoch verstarb er in
einem Londoner Krankenhaus.
Magere 7 Millionen Zuschauer, letzter Platz für den
deutschen Beitrag- das war die Bilanz des diesjährigen
Eurovision Song Contest in der Ukraine. Der NDR zieht jetzt
die Konsequenzen: Jürgen Meier- Beer, Unterhaltungschef und
Grand-Prix-Beauftragter, hat seinen Rücktritt eingereicht.
Sein Nachfolger wird Jan Schulte- Kellinghaus. Für die
Zukunft soll jetzt ein neues Konzept entwickelt werden. Sogar
über die Abschaffung des deutschen Vorentscheides beim Grand
Prix wird nachgedacht.
Die Goldene Palme von Cannes erhielten die belgischen
Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für ihren Film "L'Enfant".
Tommy Lee Jones wurde als bester Schauspieler für "The
Three Burials of Melquiades Estrada", Hanna Laslo
als beste Schauspielerin für "Free Zone" geehrt.
Jim Jarmusch erhielt den großen Preis für "Broken
Flowers", der Preis der Jury ging an
"Shanghai Dreams". Als bester Regisseur wurde
Michael Haneke für "Hidden" ausgezeichnet, der
bereits am Vortag den FIPRESCI (Internationale Vereinigung der
Filmkritiker) Preis bekam. Für das beste Debüt wurden
Miranda July und Vimukthi Jayasundara mit einer goldenen
Kamera geehrt.
Die 1997 wegen Vergewaltigung ihres Schülers zu
langjähriger Gefängnisstrafe verurteilte Lehrerin und der
inzwischen erwachsene Schüler haben in der Nähe von Seattle
unter Ausschluss der Öffentlichkeit geheiratet. Wie das Leben
in solchen Fällen absoluter Privatsphäre so spielt, waren
die Rechte an der streng abgeschirmten Hochzeitszeremonie an
einen US-Fernsehsender exklusiv verkauft worden.
"Das Schweigen der Lämmer" Oscar-Gewinner
Anthony Hopkins erhält die höchste Auszeichnung der UCLA
Universität - die "UCLA Medal". Hopkins hat dort
einige Seminare für Studenten des Bereichs
"Schauspiel" und "Regie" abgehalten. Fast
100 Filme hat er gedreht und 2 Oscar Nominierungen erhalten.
29 Studenten aus 18 Filmschulen waren von 'der Akademie'
für den 32. Filmstudenten-Oscar nominiert worden. In der
Kategorie "Honorary Foreign Film Student Award" ging
nun der Oscar - wie übrigens bereits im letzten Jahr - nach
Hamburg. Die hohe Ehre wurde Ulrike Grote zuteil, Absolventin
an der Hamburg Media School. Ihr Film "Ausreißer"
(Drehbuch: Linus Forster, Kamera: Ute Freund, Produktion:
Constantin Castell) hatte erst letzte Woche als erster
deutscher Film den Preis der "Royal Television
Society" in Großbritannien bekommen. Der Leiter und
Gründer des Filmstudiums an der Hamburg Media School, Hark
Bohm, meint dazu: "So einem Glück kann man nur mit
Bescheidenheit begegnen und versuchen, mit der nächsten
Studentengeneration noch intensiver zu arbeiten." Und wir
ziehen den Hut.
Der mit 7.500 Euro dotierte Große Preis der Stadt
Oberhausen bei den 51. Internationalen Kurzfilmtagen geht an
Marcellvs L.s brasilianischen Film "man.road.river".
"Ein brillanter und minimalistischer Film, dessen Umgang
mit visuellem Material beispielhaft ist und der den maximalen
allegorischen Effekt mit einer enigmatischen Dimension
erzielt.", so begründet die Jury ihre Entscheidung. Die
zwei Hauptpreise, und damit jeweils 3.500 Euro, gingen an Tan
Chui Mui's "A Tree in Tanjung Malim" aus Malaysien
und an den israelischen Film "Wild Boy" von Guy
Ben-Ner. Genaueres über die 17 vergebenen Preise finden Sie
auf der Website des Festivals, www.kurzfilmtage.de.
"Trotz großer Haushaltsnöte ist es gelungen, dieser
Wachstumsbranche die Unterstützung zu gewähren, die sie
benötigt, um ihren Erfolg fortzuschreiben." Mit diesen
Worten lobt Kulturstaatsministerin Christina Weiss die
Bereitstellung eines Risikokapitalfonds von 90 Millionen Euro
für die deutsche Filmwirtschaft. Bei dem Treffen von
Bundeskanzler Schröder mit Christina Weiss und Vetretern der
Filmbranche, wie Dieter Kosslick (Berlin), Sytze van der Laan
(Studio Hamburg Produktion) und Georgia Tornow (film20), wurde
zwar noch nicht beschlossen, wie die Gelder zugeteilt werden,
eine Arbeitsgruppe soll dies aber in den nächsten Monaten
möglichst unbürokratisch erarbeiten.
Am 8. Juli 2005 wird in der Berlin der Deutsche Filmpreis
(LOLA) - mit 2,845 Mio. Euro die höchst dotierte Auszeichnung
für den deutschen Film - vergeben. Kulturstaatsministerin
Christina Weiss und die Deutsche Filmakademie (vertreten von
Senta Berger, Günter Rohrbach, Stefan Arndt und Jasmin
Tabatabai) gaben gestern, Montag, die Nominierungen bekannt.
Zehn Filme wurden erwählt - 6 Spielfilme, 2 Dokumentarfilme
und 2 Kinder-/Jugendfilme - sowie 39 Team- und
Einzelleistungen. Mit seinen zehn Nominierungen genießt hier
"Alles auf Zucker!" beste Aussichten, knapp gefolgt
von Volker Schlöndorffs "Der Neunte Tag" mit sieben
Nominierungen (unter anderem für das beste Drehbuch, die
beste Regie und die beste männliche Hauptrolle). "Der
Untergang" erhielt trotz seiner Oskar-Nominierung und des
großen kommerziellen Erfolges lediglich drei Nominierungen
(beste männliche Hauptrolle, 2 x beste weibliche Nebenrolle).
In der Kategorie 'Bester Dokumentarfilm' sind "Rhythm is
it!" und "Touch the Sound" nominiert.
Star Wars - Macher George Lucas (60) wird dieses Jahr bei
dem Filmfestival in Cannes geehrt. Er bekommt von den
Festivalveranstaltern den wichtigsten Preis des Festes
überreicht. Im Rahmen der Filmfestspiele am 15. Mai feiert
die letzte Star Wars Episode "Revenge of the Sith"
die Weltpremiere. Während der feierlichen Zeremonie am Bord
der Luxusliner "Queen Mary II" findet die Würdigung
seines Lebenswerkes statt. Diesen begehrten Preis haben vor
Lucas Filmgrößen wie Ken Loach und die Schauspiellegende Max
von Sydow bekommen. Außerdem wurden schon einige Schauspieler
wie zum Beispiel Sean Penn, Gregory Peck und Philippe Noiret
und auch die weiblichen Darstellerinnen wie Melanie Griffith
und Jeanne Moreau mit der Trophäe ausgezeichnet. George Lucas
hat an der University of Southern California seine filmische
Ausbildung genossen. Er hat das Drehbuch für die Indiana
Jones Trilogie von Steven Spielberg geschrieben. Seit dem 1999
hat er sich wieder den Dreharbeiten seines Lieblingswerkes
"Star Wars" gewidmet. Alle Star Wars Filme haben
insgesamt 3,5 Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt.
Die Europäische Kommission kündigte an, ihre Strategie
zur Erhaltung und Ausschöpfung von Europas schriftlichem und
audio-visuellen Vermächtnis vorantreiben und ausbauen zu
wollen. Bis Juli möchte die Kommission die Eckpfeiler dieser
Initiative veröffentlichen und sich mit Hindernissen im
Umgang mit schriftlichen und audio-visuellen Archiven in der
Europäischen Union auseinandersetzen. "Unsere
Bibliotheken, Filme, die archivierten Fernseh- und
Tondokumente müssen nicht nur erhalten, sondern auch besser
genutzt werden, und dies in den Bereichen Kultur, Bildung,
Information und Forschung. Die nun an die Präsidentschaft der
Europäischen Union und die Kommission gerichtete
diesbezügliche Erklärung von sechs Staats- und
Regierungschefs der EU ist ein positives Zeichen dafür, dass
man sich der Notwendigkeit bewusst wird, die politischen
Maßnahmen in diesem Bereich zu verstärken.",
kommentiert Viviane Reding, in der Kommission für
Informationsgesellschaft und die Medien zuständig. "Die
Digitalisierung dieses Kulturerbes beinhaltet außerdem enorme
Möglichkeiten für unsere Industrie!"
Am Donnerstag und Freitag (2. und 3. Juni) findet der
"Branchentreff Dokumentarfilm" in Ludwigsburg statt.
"Neben zahlreichen Vorträgen und Panels zur
gegenwärtigen Situation des Dokumentarfilms bietet die Tagung
den Fachbesuchern die Möglichkeit, sich über die neuen
Entwicklungen und Standards im Bereich der digitalen High
Definition-Kameras zu informieren." Am 2. Juni wird in
der Musikhalle Ludwigsburg ebenfalls der
"Baden-Württembergische Dokumentarfilmpreis"
verliehen.
Der Erfolgsregisseur wurde Freitagabend von einer
Polizeistreife wegen auffälligen Fahrverhaltens angehalten.
Die Durchsuchung seines Fahrzeugs brachte Spuren von Drogen
zutage. Stone wurde Samstag auf Kaution freigelassen. Bereits
1999 hatte Stone nach einer Verurteilung an einem
Entzugsprogramm teilgenommen.
Sunil Dutt, Schauspieler und Minister für Sport in Indien,
war seit einiger Zeit schon krank. Er wurde ein Star in den
50ern und erschien in mehr als 100 Filmen. Als Politiker wird
er für die unermüdliche Arbeit für die armen Bewohner in
Erinnerung bleiben. Sunil Dutt ist am Mittwoch an einem
Herzanfall gestorben. Kongress Partei Präsidentin Sonja
Gandhi beschrieb Herrn Dutt als einen sehr besonderen
Menschen. "Er hatte Freunde und Bewunderer, nicht nur in
Indien sondern überall auf der Welt, die ihn jetzt vermissen
werden", sagte sie.
Der analoge terrestrische Rundfunk soll - wie bereits in diesem
Movie-College Artikel erwähnt - allmählich abgeschalten
und auf digitalen Rundfunk umgestellt werden. Dies soll
"nach den Vorstellungen der Europäischen Kommission bis
2010 weitestgehend vollzogen sein". Der Übergang soll
beschleunigt werden. In einer Presseerklärung wird das
dadurch erklärt, dass "der digitale Rundfunk bessere
Bild- und Tonqualität, besseren Empfang mit tragbaren und
mobilen Geräten, mehr Fernseh- und Hörfunkprogramme sowie
bessere Informationsdienste [bietet]". "Als Frist
für die Abschaltung des analogen terrestrischen Rundfunks
schlägt die Kommission Anfang 2012 vor."
Dass Politiker gute Schauspieler sein müssen, wissen wir.
Aber sind Schauspieler automatisch gute Politiker? Arnold
Schwarzenegger bekommt Konkurrenz: In einer Rede vor
Hochschulabsolventen der Uni Berkeley gestand Warren Beatty,
eventuell ür die nächste Amtszeit für das Amt des
Gouverneurs von Kalifornien kandidieren zu wollen- allerdings
für die Demokraten. Er habe sogar schon überlegt, für die
Präsidentschaftswahl anzutreten.
Mit dem Sundance Filmfestival hat Robert Redford bereits
ein Zeichen gegen den Mainstream gesetzt. Jetzt zeigt er
weiter Konsequenz: um den amerikanischen Kinogängern den
Besuch auch anspruchsvoller Filme zu ermöglichen, hat er die
Kinokette "Sundance Cinemas" gegründet. Diese
sollen überwiegend unabhängig produzierte Autoren- und
Dokumentarfilme zeigen. Auch fremdsprachige Filme sollen
vermehrt gezeigt werden.
Geführt wird die Kinokette von den mit Redford befreundeten
Kinomanagern Paul Richardson und Vert Manzari. Noch unklar
ist, wieviele Kinos der Kette angehören werden.
Der Vorstoß von Justizministerin Brigitte Zypries, eine
Offenlegungspflicht für Managergehälter einzuführen,
stößt nicht gerade auf Freude bei den doch angeblich so
sparsamen Fernsehanstalten. Völlig zu Recht erwarten
Politiker, dass die Offenlegungspflicht, die man der freien
Wirtschaft auferlegt, auch für öffentliche Einrichtungen
Gültigkeit haben muss. Es wird sich zeigen, ob die
Intendanten insbesondere der Öffentlich-Rechtlichen das
Verlangen der Öffentlichkeit nach Klarheit, mit hartem
Zahlenmaterial beantworten werden.
Der Dokumentarfilmpreis des Bayerischen Rundfunks geht
dieses Jahr an China: Yan Yu und Li Yifan erhalten den mit
10000 Euro dotierten Preis für ihren Film "Yan Mo -
Before The Flood", in dem sie von den Sorgen und Nöten
der Menschen vor der Umsiedelung für den
Drei-Schluchten-Staudamm erzählen. Als "Besonderer
Dokumentarfilm" wurde "Stand Van De Maan - Shape of
the Moon" von Leonard Retel Helmrich ausgezeichnet.
In der Kathegorie Horizonte wurde folgender Film
ausgezeichnet: Az Pase Borge - The Other Side of the Burka von
Mehrdad Oskouei (Iran); eine lobende Erwähnung ging an
"Al Toufan - A Flood in Baath Country" von Omar
Amiralay (Syrien).
Der FFF-Förderpreis ging zu gleichen Teilen an Bettina Timm
("Herr Zhu") sowie Petra Wallner und Josef
Mayerhofer ("Portrait einer Rothaarigen")
Gestern wurde zum 58. Mal das Filmfest in Cannes eröffnet.
Und die Fans werden auch heuer nicht enttäuscht: das
unvermeidliche Schaulaufen der Stars und Sternchen hat
begonnen. Bruce Willis, Sharon Stone, Scarlett Johansson,
Penelope Cruz, Woody Allen, Benicio del Toro, Bill Murray oder
Kevin Bacon sind diesmal zu entdecken.
Mit deutscher Beteiligung setzt sich heuer die Jury zusammen:
Fatih Akin wird neben Emir Kusturica, Salma Hayek und Toni
Morrison darüber entscheiden, wer die Goldene Palme
überreicht bekommt.
TV-Produzenten aus verschiedenen Ländern werden am
Mittwoch in Bergen mit der norwegischen Regierung
zusammentreffen, um einen millionenschweren Plan
auszuarbeiten, der dem Land bis 2007 einen internationalen
Emmy bescheren soll. Hinter diesem ungewöhnlichen Projekt
steht der Wunsch, heimische TV-Produktionen zu stärken und
ihnen besonders im Hinblick auf Qualität mehr Möglichkeiten
zu bieten. Dafür wurde ein spezielles Programm namens
"Emmy 2007" ins Leben gerufen. "Das ist die
erste nationale Maßnahme in Europa, bei der eine Regierung
Fernsehfilme fördert", sagt Petter Wallace, ein
Vertreter des Norwegischen Film Fonds, der die Initiative
organisiert. "Für ein kleines Land wie Norwegen, mit nur
4,5 Millionen Einwohnern, war es immer sehr schwierig,
ernstzunehmende Fernsehfilme zu produzieren, weil einfach
nicht genügend finanzielle Mittel vorhanden sind. Also hat
das Land beschlossen, TV-Produktionen zu fördern.
Gleichzeitig möchten wir uns aber die Latte sehr hoch legen,
auf ein größeres Ziel hinarbeiten und dabei alle gemeinsam
an einem Strang ziehen - die Regierung, die TV Stationen und
die Produzenten. Wir waren uns einig, daß der
prestigeträchtigste Preis für eine Fernsehproduktion der
Internationale Emmy ist. Also haben wir ihn zu unserem
symbolischen Ziel auserwählt. Bis 2007 wollen wir diesen
Preis gewinnen."
Er war von Anfang an bei der einzigen verbliebenen
unabhängigen Filmsendung des deutschen Fernsehens dabei und
seit 25 Jahren beim Bayerischen Rundfunk als Filmkritiker
tätig. Er war Keiner, der sich in den Vordergrund gespielt
hat, sein Anliegen war die Auseinandersetzung mit dem Medium
Film. Seine Kritiken waren nie intellektuell verquast, sondern
stets direkt und menschlich. Er organisierte etwa die
Vorsichtungen des BR für- und Berichterstattungen über Hof,
den Ort des großen deutschen Nachwuchsfilmfestivals
und zugleich seine Heimatstadt. Sein Lieblingsthema war die
Filmmusik, er zeichnete für zahlreiche Berichte über
Filmkomponisten verantwortlich und veröffentlichte auf dieser
Grundlage sein Interview-Buch "The Power of Music".
Nach langer Krankheit starb Klaus Kirschner am Freitag, den 6.
Mai im Alter von 55 Jahren.
(Quelle: Redaktion "Kino
Kino") 07.05.2005
Fernsehen angezählt
Studie sieht Macht der Sender schwinden
Zeit lässt sich nicht so einfach vermehren und jene Zeit,
welche bisherige Zuschauer verstärkt mit dem Internet
zubringen, fehlt für den TV Konsum. Auch gegen die kaum
erträgliche Werbezermürbung eines jeden Filmes bieten neue
Technologien brauchbare Ansätze. Filmangebote über das
Internet sind ebenfalls schon in der Startlöchern. Eine
Studie von Forrester Research sagt ein schwindendes Interesse
der Werbeindustrie am Fernsehen voraus und damit den Verlust
der Haupteinnahmequelle der Privatsender.
Es gilt als sicher, dass die im Kabinett beschlossenen
Gesetzesänderungen hinsichtlich der sogenannten
Steuerstundungsmodelle, auch im Bundesrat abgesegnet werden.
Damit können Investoren in Medien- und andere Fonds nicht
mehr vorab voraussichtliche Verluste der Fonds mit ihren
Einkünften verrechnen. Künftig können nur noch Einkünfte
aus dem Medienfond mit den Verlusten desselben verrechnet
werden. Medienfonds müssen also künftig darauf ausgerichtet
sein, tatsächlich Gewinne zu machen, eine bisher nicht
notwendige Attitüde, die nach Expertenmeinung zum Sterben der
Medienfonds führen könnte. Da es zum größten Teil die
US-Filmindustrie ist, die bisher von den investierten
Steuergeldern profitierte, sind es auch die US-Fachmedien in
denen diese Gesetzesveränderung am breitesten diskutiert
wird. Filme wie "Herr der Ringe" oder
"Alexander" wären ohne die Milliarden aus
Deutschland gar nicht möglich gewesen.
Wie Jörg Schütte, Geschäftsführer von tv.nrw, heute
bekannt gab, wird der Sendebetrieb Ende Mai eingestellt.
Dieser Schritt sei Folge von "schwierigen
wirtschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen". Die
Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hatte
wegen eines zu geringen Anteils täglicher regionaler
Programme bereits letztes Jahr den Entzug eines eigenen
Kabelnetzplatzes angedroht.tv.nrw hatte damals mit einem
vierstündigen NRW-Frühstücksfernsehens reagiert. Allerdings
bestehen Chancen auf ein verändertes Weiterleben: Karl-Ulrich
Kuhlo, Gründer von n-tv, will unter dem Namen NRW Tv ein
tägliches, achtstündiges Programm senden, das auf regionale
Berichterstattung fokussiert. Dieser Sender könnte bereits ab
1. Juni in Betrieb gehen.
Zwei Star Wars TV Serien werden dem letzten Spielfilm
folgen, sagte Regisseur George Lucas. Die Animationsserie
"Clone Wars", die zur Zeit als drei-minütige
Episoden gezeigt wird, wird zu einer "3D animierten"
Fernsehserie mit jeweils 30 Minuten. Die Figuren werden aus
den sechs Star Wars Filme übernommen. "Wir werden aber
erst in einem Jahr anfangen" sagte George Lucas auf einem
Star Wars Kongress in Indianapolis.
Am Dienstag Abend ist die weltberühmte Schauspielerin im
Alter von 79 Jahren in ihrem Almhaus in Preitenegg (Kärnten)
an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Die
gebürtige Wienerin feierte internationale Triumphe in Filmen
wie "Die letzte Brücke", "Die Brüder
Karamasow" (1958), "Superman" (1978) und
"Die Spaziergängerin von Sanssouci" (1982). Daran
schloss sich später eine Fernsehkarriere an, darunter die
Serie "Eine glückliche Familie". Ende der Achtziger
Jahre geriet sie in eine Lebenskrise, aus der sie sich trotz
der Hilfe ihres Bruders Maximilian Schell nie wirklich
befreien konnte.
Dieses Jahr werden in Cannes einige deutsche
Wettbewerbsbeiträge zu sehen sein. Neben Wim Wenders (Don't
come knocking) und Fatih Akin mit seinem Musikfilm "Crossing
the Bridge- The Sound of Istanbul", der außer Konkurrenz
laufen wird, sind für die Kategorie UN CERTAIN REGARD sowohl
Christoph Hochhäusler, ehemals Praktikant der Allary-Film, Tv
& Media (herzlichen Glückwunsch zur Cannes-Auswahl!), mit
"Low Profile" (Falscher Bekenner) als auch Benjamin
Heisenberg mit "Sleeper" (Schläfer) eingeladen.
Außerdem ist Ulrike von Ribbeck (Sooner or later) eine von 18
Nachwuchstalenten, die nach Cannes eingeladen
werden. Zudem werden beim Festival einige Filme gezeigt,
bei denen Deutschland in Coproduktion vertreten ist: Manderlay
(Lars von Trier), Hidden (Michael Haneke) sowie Battle in
heaven (Carlos Reygadas)
Im Alter von 64 Jahren ist George Pan Cosmatos in seinem
Haus in Victoria (Kanada) gestorben. Der Regisseur, der vor
allem durch "Rambo II" bekannt wurde, hatte letztes
Jahr einige Schicksalsschläge zu verkraften: Lungenkrebs
wurde diagnostiziert, außerdem erblindete er bei einer
missglückten Operation. Cosmatos arbeitete an Filmen wie
"Alexis Sorbas" (1964) oder "Heißkaltes
Blut" (1970). Seinen (zumindest in kommerzieller
Hinsicht) erfolgreichsten Film drehte er 1985: Rambo II. In
der Folgezeit galt Cosmatos als Retter von gefährdeten
Projekten, die ihm kurzfristig übertragen wurden, wie "Tombstone"
(1993) oder "Die Verschwörung im Schatten" (1996,
seine letzte Regiearbeit). Nach dem Tod seiner Frau 1997 lebte
er zurückgezogen in Kanada.
Drei Jahre lang hat ein Team Freiwilliger eine eigene
Episode der Star-Wars Saga gedreht und zur Überraschung der
Branche ist das Werk, das bewusst kostenlos über das Internet
angeboten wird, erstaunlich gut geworden.
Selbst die Special-Effects sind im Vergleich zu Lucas`
millionenschweren Industrial Lights and Magic- Effekten
absolut beeindruckend. Regisseur Shane Fellux und sein Team
haben mit diesem 40-Minüter die Grenzen des unabhängigen
No-Budget Produzierens deutlich nach oben verschoben, so weit,
dass die Fangemeinde den Film bereits ganz hoch handelt, auch
wenn die Rechte an dem Star-Wars Konzept natürlich bei
Lucasfilm liegen. So hoffen die Fans auf Gnade und darauf,
dass Lucas nicht wie in früheren Fällen mit dem Anwalt
droht.
Der Umstand, dass der Film genau einen Monat vor der
offiziellen neuen Star-Wars Kinoversion "Episode III:
Revenge of the Sith" herauskommt, wird allgemein schon
als eine Provokation gewertet. Seit dem 16. April ist der Film
zu Download angeboten.
Für alle, die sich selbst einen Eindruck verschaffen
wollen, hier die offizielle Download-Webseite:
Adelphia, insolventer Kabelnetzbetreiber in den USA, wurde
an Time Warner Cable und Comcast verkauft. Die beiden Firmen
haben dafür laut dem "Hollywoodreporter" insgesamt
ca. 17,8 Mrd. Dollar ausgegeben. Damit wurde der Konkurrent
Cablevision mit seinem Angebot von 17,1 Mrd. Dollar
überboten. 3,5 Mio. der insgesamt rund 5,2 Mio.
Adelphia-Kabelkunden gehen nun auf Time Warner Cable über.
Damit ist Warner mit insgesamt rund 14,4 Mio. Kunden zum
zweitgrößten Kabelnetzbetreiber der USA aufgestiegen.
"Der Deal, der noch von Adelphias Konkursrichter, den
Aktionären von Time Warner und Comcast sowie den
US-Kartellbehörden abgenickt werden muss, soll in den
nächsten neun bis zwölf Monaten abgeschlossen sein."
Das Cannes-Filmfestival findet zwischen dem 11. und 22. Mai
statt. Nun wurde die Liste der Filme veröffentlicht, die es
bis nach Cannes geschafft haben. "Am Wettbewerb um die
Goldene Palme beteiligen sich unter anderem die Regisseure
David Cronenberg, Patrice Chéreau, Jim Jarmusch, Gus Van Sant
und Lars von Trier. Auch Wim Wenders ist mit seinem neuen Film
dabei." Insgesamt sind es 20 Filme, die auf dem
Hauptwettbewerb gezeigt werden.
So richtig verstanden hat es eigentlich niemand, warum es
in den USA zwei WGAs gibt, eine im Westen (WGAW) und eine im
Osten (WGAE). Statt sich endlich einmal zusammenzuschließen,
streiten die Verbände mal wieder miteinander und wie so oft,
wenn man sich so richtig streitet, geht es um Geld. 1954 ist
nach Meinung der WGAW eine Vereinbarung getroffen worden, dass
die WGAE 50% aller Einnahmen die sie durch Autoren der WGAW
machen (wenn diese im Osten arbeiten, leben oder Filme für
Ost-Produktionsfirmen schreiben) an die WGA im Westen
überweisen muss. Seit den 70er Jahren sei dies aber nicht
mehr geschehen. Pro Jahr fordert die WGAW ca. 500.000 US $
nach. Für die Ost-WGA würde dies den Verzicht auf 30% ihrer
gesamten Einnahmen bedeuten.
Aufgrund der schwierigen Branchenlage in Deutschland steigt
Studio Hamburg nun ins internationale Kinogeschäft ein. Sytze
van der Laan, der für die Produktion zuständige
Geschäftsführer, ist der zweitgrößte TV-Produzent in
Deutschland. "Die Margen im Auftragsproduktionsgeschäft
haben sich in den vergangenen Jahren faktisch halbiert.
Deswegen möchte ich diese Erlöslücke, die durch Kosten in
der Entwicklung entsteht, durch das internationale Geschäft
füllen. Wir wollen als Studio internationale Filme mit
deutschem Talent koproduzieren und dabei die Kontrolle über
das Drehbuch behalten." Die Budgets würden dabei bis 15
Millionen Euro gehen und Studio Hamburg würde davon ein
Viertel bis die Hälfte übernehmen. Ziel der Strategie ist,
nach US-Studio Vorbild, einen Rechtebestand aufzubauen.
"Wir müssen jetzt im Eiltempo einen solchen Rechtestock
aufbauen, weil unser Stammgeschaft an seine Grenzen
kommt." Einziger Anspruch sei, dass die Produktionen
"Geld abwerfen müssen".
Zum 17. Mal wir heute in Dresden das Filmfest eröffnet. Es
stehen über 250 Kurz- und Animationsfilme aus aller Herren
Länder am Programm. Im Internationalen Wettbewerb sind vier
deutsche Kurzfilme vertreten. Außerdem bildet das Festival
den Auftakt zu einem internationalen Benefiz-Filmprojekt
zugunsten der Tsunami-Opfer in Aceh. Die Filmrolle des
Indonesian Reel Aid Festival wird im Rahmenprogramm in Dresden
zu sehen sein und beinhaltet Kurzfilme, Dokumentationen, sowie
Experimental- und Animationsfilme von 2000 bis 2005. "Mit
diesem Benefiz-Projekt wollen wir unseren Beitrag dazu
leisten, mehr über die vielfältigen Kulturen und
Mentalitäten Indonesiens zu erfahren", erklärt Dresdner
Festivaldirektor Robin Mallick. Die Festivalpreise, die
"Goldenen Reiter", werden am 16. April im Rahmen des
Filmballs verliehen.
70 Mitarbeiter von TV München bangen um ihren Job, nachdem
der Sender jetzt wegen Überschuldung Insolvenz angemeldet
hat. Bereits am 24. Januar war dem Sender die Lizenz entzogen
worden, weil die Gesellschafter keine Einsicht in die
Besitzverhältnisse geben wollten. Thomas Kölbel, dem der
österreichische Gesellschafter Soravia freie Hand gelassen
hatte, stand sogar im Verdacht, über eine Liechtensteiner
Gesellschaft Geld zu waschen. Damit der Sendebetrieb
weiterlaufen kann, muss nun bis 30. Juni eine neue
Gesellschaftsform gefunden werden. Bisher haben sich 22
Interessenten für die Ausschreibung gefunden.
(Quelle: Sueddeutsche Zeitung)
11.04.2005
Kein Aprilscherz
Reinhard Hauff verlässt DFFB
Bereits zum 1.April hat Reinhard Hauff, seit zwölf Jahren
Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb),
sein Amt aufgegeben. Die freigewordene Stelle soll öffentlich
ausgeschrieben werden; bis dahin sind die Studienleiter Bodo
Knapheide und Werner Barg für die kommissarische Leitung
zuständig.
(Quelle: Berliner Morgenpost)
08.04.2005
Schwarze Schafe
Jugendmedienschutz zieht Bilanz
Vor zwei Jahren wurde sie gegründet, jetzt zieht die
Kommission für Jugendmedienschutz Bilanz. Etwas gemischt
werden die Ergebnisse gesehen: einerseits scheint die Aufsicht
für privaten Rundfunk und Internetdienste, die auf
kontrollierte Selbstregulierung setzt, erfolgreich zu sein.
Auf der anderen Seite kam es zu Schwierigkeiten,
rechtsextremistische Angebote zu unterbinden. Außerdem gingen
Sender wie MTV regelmäßig rechtlich gegen Beanstandungen
vor. Insgesamt stellte die Kommission im Privatfernsehen 49
Verletzungen des Jugendschutzes (Internet: 79 Beanstandungen)
festgestellt. Hauptsächlich handelte es sich dabei um
pornografische Inhalte.
(Quelle: Frankfurter Rundschau)
07.04.2005
Charles und Camilla doch nicht
im Doppelpack
Hat die Vernunft gesiegt?
Der ZDF wird sich anstelle einer Live-Übertragung der
royalen Hochzeit auf eine Zusammenfassung derselben
beschränken. Laut ZDF-Intendant Schächter ein
"einseitiges Zugeständnis", das zeigen soll, "daß
man es ernst meint." Um Parallelübertragungen in
Zukunft zu verhindern, trafen einander am Montag
Gremienvertreter von ARD und ZDF in München, um ein
diesbezügliches Verfahren zu erarbeiten. Die einstündige
Kurzfassung der Eheschließung zwischen Prince Charles und
Camilla Parker-Bowles wird ab 17.45h gesendet werden.
(Quelle: FAZ online) 05.04.2005
Grund zur Hoffnung
Big Brother soll eingestellt werden
Lange genug stellte sich hierzulande der Eindruck ein,
Produzent De Mol und seine Erfüllungsgehilfen könnten dem
Publikum so ziemlich jeden Trash vorsetzen. Wie der Focus
vermeldet, scheint sich der Wind langsam zu drehen und die
Zuschauer signalisieren spürbares Desinteresse an der als
"lebenslang" terminierten aktuellen "Big
Brother" Staffel. RTL2 diskutiert hinter verschlossenen
Türen, bereits im Juni, die lebenslange Veranstaltung zu
beenden.
(Quelle: Focus Online) 02.04.2005
Harald Juhnke ist tot
Er starb mit 75 Jahren
Der deutsche Schauspieler und Entertainer Harald Juhnke
starb heute morgen mit 75 Jahren. Er war schon mehrere Jahre
alkoholkrank und lebte seit Dezember 2001 in einem Altersheim
für geistig verwirrte Menschen. "Mein Mann ist
eingeschlafen", sagte seine Frau Susanne Juhnke. Er sei
nun an den Folgen seiner chronischen Krankheit gestorben. In
Deutschland galt Juhnke als einer der größten Fernsehstars
und war als Schauspieler "der Inbegriff der
Berliner Schnoddrigkeit".
(Quelle: FAZ) 01.04.2005
HD "Six Pack"
Soderbergh wird produzieren
Mark Cuban and Todd Wagners Produktionsfirma 2929 hat einen
Deal mit Regisseur Steven Soderbergh ausgehandelt. Sechs Filme
sollen im 1080i HD Format produziert werden. Die Filme sollen
simultan im Kino, TV und Heimvideo veröffentlicht werden. Man
will damit die traditionelle Veröffentlichung
"durchbrechen" und somit den Konsumenten die
Möglichkeit geben, selbst wählen zu können, wie und wann
sie einen Film sehen möchten. Finanziert werden alle Projekte
mit einem Budget zwischen zwei und drei Millionen Dollar.
"Ich denke die Strategie der Veröffentlichung war ein
Teil des Grundes, warum Soderbergh sich für das Projekt
entschlossen hat", sagt Wagner. "Einige Projekte,
die er davor gemacht hat, haben nicht die gewünschte
Aufmerksamkeit bekommen. Wir können sicherstellen, dass sie
neben dem Kino auch gleichzeitig im TV und auf Video
erscheinen. So können wir darauf aufmerksam machen und das
Modell testen."
China und 13 andere Länder wurden von der Handelskontrolle
der USA auf eine "Priority Watch List" gesetzt auf
der sich das Who is Who der Copyright- Piraterie weltweit
findet. Der Handelsbeauftragte, Peter Allgeier warnte China,
es müsse seine Bestrebungen gegen Copyright-Missbrauch
verstärken, um am legalen Handel mit Rechten und anderen
Gütern teilnehmen zu können. Die Warnung zielt auf Chinas
Interesse, an der WTO teilnehmen zu können. Schätzungen
gehen davon aus, dass 90% aller in China verkauften Filme, CDs
und Programme illegale Raubkopien sind. Weitere Länder auf
der Liste sind: Argentinien, Brasilien, Ägypten, Indien,
Indonesien, Israel, Kuwait, Libanon, Pakistan, die
Philippinen, Russland, die Türkei und Venezuela.
Mason Adams ist Dienstag in seinem Haus in Manhattan mit 86
Jahren gestorben. Bekannt war Adams für seine Emmy-nominierte
Rolle in der TV-Serie "Lou Grant" und als Stimme
für die "Smuckler's jelly" Werbung. Seine markante
Stimme hat man zuerst in 40er und 50er Jahren Serien, wie z.B.
"Batman" und "Pepper Young's Family",
gehört. Für seine Arbeit wurde er drei Mal mit einer Emmy
Nominierung ausgezeichnet.
Unter dem Vorsitz des Regisseurs Emir Kusturica werden
dieses Jahr die 20 Wettbewerbsbeiträge bewertet und unter
anderem die goldene Palme vergeben. Für Akin sei die
Einladung "eine große Ehre". Weitere Jurymitglieder
sind die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek, die
amerikanische Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison, die
indische Schauspielerin Nandita Das, die französische
Regisseurin Agnes Varda, die Regisseure John Woo (China) und
Benoit Jacquot (Frankreich) sowie der spanische Schauspieler
Javier Bardem.
Außer Konkurrenz präsentiert Fatih Akin in Cannes außerdem
zum ersten Mal seinen Musikfilm "Crossing The Bridge -
The Sound of Istanbul".
Die RTL Group steht kurz vor dem Einstieg in den russischen
Fernsehmarkt. Europas größter TV-Konzern will sich beim
russischen Fernsehsender Ren TV einkaufen. Nach Informationen
des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen "soll die zum
Medienkonzern Bertelsmann gehörende RTL-Group 49,99 Prozent
an dem Moskauer Sender bekommen. Der Preis soll bei rund 100
Mill. Euro liegen. In Moskau gibt es hingegen sehr
unterschiedlichen Angaben über einen möglichen
Kaufpreis." Wie es in einem Bericht der "Financial
Times Deutschland" heißt, werden von einigen Beobachtern
politische Beweggründe hinter der Übernahme des Senders, den
Eduard Sagalaew vom Verband der Fernsehanstalten als den
letzten "bundesweit sendenden Kanal, der Informationen
unparteiisch verbreitet" bezeichnet, vermutet. Mit dem
Einstieg bei Ren-TV wäre zum ersten Mal "ein
europäischer Medienkonzern bei einem frei empfangbaren
Fernsehsender in Russland beteiligt. Bisher schien es
politisch unmöglich, dass sich ein ausländischer Investor
zum Großaktionär eines russischen TV-Kanals aufsteigt."
(Quelle: Handelsblatt) 25.04.2005
John Mills gestorben
Schauspieler und Oscar-Preisträger
Der britische Schauspieler, der in Filmen wie
"Gandhi", "Ryans Tochter" (Oscar für die
beste Nebenrolle) oder "Great Expectations" zu sehen
war, begann seine Schauspielkarriere in den 40er Jahren vor
allem mit Hauptrollen als Held und Soldat in Kriegsfilmen rund
um den zweiten Weltkrieg. In "Forever England"
versenkte er als einfacher Seemann ein deutsches Kriegsschiff
und war für viele Jahre der "Junge von Nebenan",
der tapfer auszog, die Nazis zu bekämpfen. Bis in die 60er
Jahre etwa in "Tunes of Glory" waren seine Rollen
vornehmlich die des Kriegshelden, erst danach bot man ihm auch
anderweitige Rollen an. "Hobson's Choice," "The
Wrong Box," oder "Tiger Bay" gehören mit den
oben genannten, zu diesen anderen Filmen. Mills starb im Alter
von 97 Jahren.
(Quelle: CNN) 24.04.2005
DVDs zum Kinostart?
Neue Maßnahmen angedacht
Neue Maßnahmen gegen Raubkopierer werden in der Industrie
besprochen. "In dem Moment, in dem ein Film irgendwo auf
der Welt öffentlich aufgeführt wird, kann man sich darauf
verlassen, dass innerhalb weniger Tage illegale Mitschnitte in
Asien, Osteuropa oder Russland auftauchen", weiß Barry
Meyer, Vorstandsvorsitzender von Warner. Daher denke man nun
darüber nach, "Blockbuster künftig simultan zum
Kinostart auf DVD zu veröffentlichen". Kollegen seien
von dieser Idee angetan, der einzige Hacken ist wohl - was
Sony-CEO Michael Lynton ebenfalls zu bedenken gab -,
"dass zu kurze Kinofenster viele potenzielle Zuschauer
dazu bewegen könnten, auf den DVD-Release zu warten, anstatt
zusätzlich Geld für eine Kinovorstellung auszugeben."
(Quelle: Videowoche) 21.04.2005
Springer-Verlag plant
Übernahme von ProSiebenSat.1 AG
Nach Informationen der SZ steht "die größte
Übernahme seit Jahren bevor". Döpfner, Chef vom
Springer-Verlag, will die ProSieben Sat.1 AG mehrheitlich
übernehmen. Damit wäre das größte Zeitungshaus in
Deutschland auch im Privatfernsehen auf dem "ersten
Platz". Geplant ist es, den Anteil an der Fernsehkette
von 11,8 auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen. Die
Hauptaktionäre seien damit "im Prinzip"
einverstanden. Auf Anfrage hieß es, es handele sich lediglich
"nur um Spekulationen".
Der Branchenverband der Musikverlage RIAA wird Klagen gegen
405 Studenten einreichen. "Sie hätten illegal 1,5
Millionen urheberrechtlich geschützte Inhalte kopiert,
darunter 930.000 Musikstücke." Insgesamt 18 Hochschulen
in den USA sind davon betroffen, u.a. Columbia (New York),
Harvard (Boston) und Berkeley (San Francisco). Der Verband,
der Großverlage wie Universal Music, Sony/BMG, Warner und EMI
vertritt, teilte mit, dass "die Studenten offenbar
fälschlicherweise geglaubt hätten, dass ihre illegalen
Tauschaktionen in dem geschlossenen Uni-Netzwerk nicht
auffallen würden." Auch die Filmstudios konzentrieren
sich nun verstärkt auf Studenten. "Es seien mehrere
Klagen gegen Raubkopierer unter Studenten eingereicht
worden." Laut US-Filmindustrie würden Einnahmeverluste
von 2,7 Milliarden Euro jährlich entstehen.
(Quelle: SZ) 18.04.2005
Neuer Google Service
Videos veröffentlichen
Nach den letzten neuen Features bei Google, wie z.B. Google
Maps, kommt nun ein weiterer Service dazu. Mit Google Video
wird es dem Nutzer am Bildschirm ermöglicht, seine digitalen
Videos auf einen Server hochzuladen und somit einem breiten
Publikum zur Verfügung zu stellen. Man muss in Zukunft nur
ein Benutzerkonto erstellen und schon kann man, vorausgesetzt
man besitzt alle Rechte am Video, sein Video an Google
übertragen. Danach erhält man eine Mail mit der
Bestätigung. Der Benutzer kann ebenso entscheiden, ob er das
Video "gratis oder gegen Entgelt anbieten möchte"
und es auch jederzeit wieder löschen lassen.
(Quelle: SZ) 15.04.2005
German Film School
5 Jahre Jubiläums-Veranstaltung
Mit einer offiziellen Jubiläums-Veranstaltung und über
200 geladenen Gästen feierte die erste und bislang einzige
private Filmhochschule Deutschlands in diesen Tagen das
fünfjährige Bestehen ihres Lehrbetriebs. Vertreter von
Politik und öffentlichem Leben würdigten die GERMAN FILM
SCHOOL als angesehene Bildungsinstitution, die dem staatlichen
Hochschulsystem neue Impulse verleiht. Mehr dazu auf der offiziellen
Seite.
(Quelle:
German Film School) 15.04.2005
Schuldentilgung
Berlusconi verkauft Anteile
Holding Fininvest, kontrolliert von der Familie des
italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, hat ca.
17 Prozent an dem Medienkonzern Mediaset verkauft. Vor drei
Wochen sah sich Berlusconi noch mit Bestechungsvorwürfen
konfrontiert. Der Anteil an Mediaset sinkt nun von 51 auf 34,4
Prozent. Der Wert des Aktienpakets betrug angeblich 2,2
Milliarden Euro. "Der Erlös werde der Holding erlauben,
ihre gesamten Schulden zu tilgen. Zudem bleibe noch eine
bedeutende Summe für neue Investitionen übrig."
Beobachter sehen dieses Vorgehen zudem als "geschickten
Schachzug", da Berlusconi als gleichzeitiger
Ministerpräsident und "Herr über die größten privaten
Fernsehsender des Landes" seit langem ein
"Interessenkonflikt" vorgeworfen wird. Er wird auf
Platz vier einer "Rangliste der einflussreichsten
Milliardäre in aller Welt" gehandelt.
Schon lange stand es nicht allzu gut um die Legenden des
amerikanischen Kinos, MGM und UA. MGM kennt man vom
brüllenden Löwen im Vorspann. Metro-Goldwyn-Mayer
(Produktion von Filmen wie "Vom Winde Verweht, "Der
Zauberer von Oz", "Ben Hur", "2001")
und die von Charlie Chaplin, Douglas Fairbanks, Mary Pickford
und D.W. Griffith gegründete Independent-Filmschmiede United
Artists. (Sie produzierten Filme wie "Das
Apartment", "Einer flog über das Kuckuksnest,
"Rocky" u.v.a) waren dank schlechten Managements
seit vielen Jahren nur noch Geldverschiebefirmen, aber keine
Produktionshäuser mehr. Nun hat ein Konsortium, zu dem auch
Sony gehört, die Überreste der Firmen, vor allem die
wertvolle Filmbibliothek mit zahlreichen Titeln übernommen.
Der Film "Mathilde - Eine große Liebe" wurde
zwar in französisch und mit französischer Crew gedreht,
trotzdem war er vom Gericht als nicht französischer Film
deklariert worden. Der US-Verleih Warner war mit 32 Prozent an
der Produktionsfirma beteiligt. Diese hatte somit kein Anrecht
auf Förderung. Nun hat der französische Kulturminister
Renaud Donnedieu de Vabres bekannt gegeben, dass Frankreich
zukünftig auch nicht-europäische Produktionen durch
Fördergelder des Centre National de la Cinématographie (CNC)
unterstützen wolle. "Die neuen Regelungen werden
voraussichtlich bereits im Sommer oder frühen Herbst dieses
Jahres in Kraft treten." Während einige Branchenkenner
Bedenken äußerten, war der französische Verband der
Autoren, Regisseure und Produzenten davon angetan, da sie
befürchteten, außereuropäische Firmen würden Frankreich
als Produktionsstandort ohne Förderung meiden.
Vor kurzem waren sich ARD und ZDF noch einig, Gebühren
sparen zu wollen. So wolle man sich "sich künftig besser
abstimmen und Parallelübertragungen von Großereignissen
vermeiden". Nun, nach Genehmigung der Gebührenerhöhung,
scheint das vergessen zu sein. Freitag wird es wieder zu
gleicher Zeit in beiden Sendern eine Live-Übertragung zur
Hochzeit von Camilla und Charles geben. Letztes Jahr ist die
"Doppelversorgung bei den königlichen Hochzeiten in
Spanien und Dänemarkt" schon auf Kritik gestoßen.
"Wir haben der ARD die Koordination angeboten, aber sie
verweigert sich", ist der Kommentar von ZDF-Chefredakteur
Niklaus Brender. "Beim Markenprodukt 'Blaues Blut' war
das Erste nun mal zuerst dran", so ARD-Sprecher Rudi
Küffner. "Ich kann nur hoffen, dass die ARD im
Einstein-Jahr zur Vernunft kommt", Brenders Antwort.
Vor kurzem waren sich ARD und ZDF noch einig, Gebühren
sparen zu wollen. So wolle man sich "sich künftig besser
abstimmen und Parallelübertragungen von Großereignissen
vermeiden". Nun, nach Genehmigung der Gebührenerhöhung,
scheint das vergessen zu sein. Freitag wird es wieder zu
gleicher Zeit in beiden Sendern eine Live-Übertragung zur
Hochzeit von Camilla und Charles geben. Letztes Jahr ist die
"Doppelversorgung bei den königlichen Hochzeiten in
Spanien und Dänemarkt" schon auf Kritik gestoßen.
"Wir haben der ARD die Koordination angeboten, aber sie
verweigert sich", ist der Kommentar von ZDF-Chefredakteur
Niklaus Brender. "Beim Markenprodukt 'Blaues Blut' war
das Erste nun mal zuerst dran", so ARD-Sprecher Rudi
Küffner. "Ich kann nur hoffen, dass die ARD im
Einstein-Jahr zur Vernunft kommt", Brenders
Antwort.
Bob und Harvey Weinstein trennen sich nach zwölf Jahren
von Disney. Die Brüder, Gründer von Miramax und
Imagepolierer des Mutterkonzerns, waren immer wieder mit dem
Noch-Disneychef Michael Eisner in Konflikt geraten. Dieser
hatte zum Beispiel (im Gegensatz zu den Weinsteins) eine
Verfilmung von "Herr der Ringe" abgelehnt- eine
Entscheidung, die er inzwischen bitter bereut haben dürfte.
Die Brüder zogen jetzt die Konsequenzen und haben sich von
Disney verabschiedet. 100 Millionen Dollar bekommen sie
angeblich gezahlt; im Gegenzug behält Disney die Rechte am
Namen Miramax sowie die Filmbibliothek mit 800 Titeln.
(Quelle: Spiegel) 30.03.2005
Zoff um Hamburger Filmschule
Hark Bohm möchte nicht aufhören
Nur sechs Monate nachdem der von ihm gegründete
Studiengang an die halb private Hamburg Media School (HMS)
wechselte, soll nun eine Nachfolge für Hark Bohm installiert
werden. Der 65-jährige Regisseur wehrt sich dagegen vehement
und fürchtet, dass die möglichen Kandidaten für seine
Nachfolge, Katharina Trebitsch und Ralph Schwingel, aus der
"Masterclass" eine Fernseh-Berufsschule machen
wollen. Die Bereichsleiter des Studiengangs drohen angeblich
mit Kündigung und die Studenten erwägen
Studienabbruch.
(Quelle: Spiegel) 25.03.2005
Kanadischer Filmpreis
Genie-Award für "Rennen"
Vergangenes Wochenende wurde der wichtigste kanadische
Filmpreis, die Genie-Awards, zum 25. Mal verliehen. Als bester
Film wurde dabei "Das große Rennen von Belleville"
von Sylvain Chomet (Kanada/Frankreich/Belgien) ausgezeichnet.
Die größte Anzahl an Preisen erhielt John Duigan mit seinem
Film "Head in the clouds", in dem Penelope Cruz und
Charlize Theron mitspielen. Duigan gewann in den Sparten
Kamera, Filmmusik, Schnitt und Kostümdesign.
(Quelle: mediabiz) 23.03.2005
Dokus abgesetzt
Und es werde Licht
Wegen einiger Anhänger der biblischen Schöpfungstheorie
sind naturwissenschaftliche Dokumentationen über den Ursprung
der Welt, wie z.B. "Cosmic Voyage", "Galápagos"
oder "Volcanoes of the Deep Sea" von James Cameron,
von einigen IMAX-Thatern und Inhouse-Kinos in Museen im
amerikanischen Süden abgesetzt worden. Die Betreiber
befürchteten religiöse Proteste, nachdem sich eine
Zuschauerin nach einer Preview-Vorführung kritisch über die
Dokumentation mit evolutionstheoretischem Gedanken geäußert
hatte.
(Quelle: bluewin) 22.03.2005
Erneuter Schlag gegen Piraterie
Schwedische Polizei erfolgreich
Bei einer Razzia bei Schwedens größtem unabhängigen
Internet Service Provider "Bahnhof Internet" wurden
riesige Mengen raubkopierten Materials sichergestellt. Einer
der vier beschlagnahmten Rechner gilt sogar als einer der
bisher größen bekannten Piratensender. 1800 Filmdateien,
5000 Computerprogramme sowie 450 000 Musikdateien befanden
sich auf den Computern- Material für insgesamt dreieinhalb
Jahre ununterbrochenes Programm. Koordiniert wurde die Razzia
mit der MPAA (Motion Picture Association of America).
Angeblich wurden bei der Polizeiaktion in Schweden außerdem
Beweise für eine in ganz Europa verzweigte
Piratenorganisation gefunden.
(Quelle: Mediabiz) 14.03.2005
7. Amnesty International
Filmfestival
9. bis 13. März 2005 in Amsterdam
Seit 1995 bietet das Amnesty International Filmfestival
Spielfilmen und Dokumentationen zum Thema Menschenrechte und
Menschenwürde eine Plattform. Als Eröffnungsfilm war Terry
George's "Hotel Rwanda" geladen, der bereits beim
Berlinale-Publikum großen Anklang fand. Unter den 17
Dokumentarfilmen und 9 Spielfilmen ist auch "Story Undone"
von Hassan Yektapanah, der beim Rotterdam Filmfestival 2005
mit dem Amnesty International-DOEN Award ausgezeichnet wurde.
Mit bitterem Humor behandelt dieses Werk die Problematik der
illegalen Emigranten aus dem Iran. Während des Festivals
haben Filmemacher, Menschenrechtsaktivisten und Zuseher in
Podiumsdiskussionen und Publikumsgesprächen Gelegenheit, sich
auszutauschen.
(Quelle: amnesty.nl) 11.03.2005
Großer Verlust
Brigitte Mira gestorben
Nach einem akuten Schwächeanfall in der letzten Woche
verstarb gestern Nachmittag die bekannte deutsche
Schauspielerin Brigitte Mira im Berliner Emil-von
Berhing-Krankenhaus. Sie wurde 94 Jahre alt und war die letzte
große Volksschauspielerin Deutschlands. Ihre Schauspielerei
begann sie in den 30-er Jahren als Soubrette. Seit dem war sie
immer wieder auf der Bühne oder auf der Leinwand zu sehen und
von dieser nicht mehr weg zu denken. Berühmt wurde sie unter
anderem mit Fernsehauftritten an der Seite von Günter
Pfitzmann und Haraldjunke oder in TV-serien wie "Damen
vom Grill", "Herz und Schnauze" oder "Drei
alte Schachteln". Auf der Theaterbühne brillierte sie
zuletzt im Jahre 2000 als die "Bettelkönigin". Als
Charakterschauspielerin wurde sie dagegen besonders nach ihrer
schauspielerischen Leistung im Film "Angst essen Seele
auf" gefeiert, für die sie mit dem Bundesfilmpreis
ausgezeichnet wurde.
(Quelle: sueddeutsche) 09.03.2005
Filmpirat verhaftet
Screener ins Netz gestellt
Ein erneuter Schlag gegen die Filmpiraterie ist dem FBI
letzten Freitag gelungen. Der 24-jährige Kalifornier Rolyn
Abugan wird beschuldigt, eine Kopie von "Wenn Träume
fliegen lernen" an ein Piraten-Netzwerk weitergegeben zu
haben. Die Möglichkeit dazu bekam er, als Shawna Chance, als
Mitglied der Producers Guild of America Empfängerin des
Oscar-Screeners, aufgrund von Kompatibilitätsproblemen die
DVD nicht abspielen konnte und um eine Kopie bat.
Weitergegeben habe Abugan den Film, um Zugang zu anderen
raubkopierten Filmen zu bekommen. Ihm drohen nun bis zu einem
Jahr Haft sowie eine Geldstrafe bis zu 100 000 Dollar. Obwohl
im Vorfeld der Oscarverleihung eigentlich ständig Kopien der
nominierten Filme im Netz landen, ist Abugan erst der zweite
Screener-Pirat, der vor Gericht gestellt wird.
Wegen einer toten Taube, auf die sich eine Katze stürzt,
soll der serbische Regisseur Emir Kusturica seinen neuesten
Film "Life is a Miracle" umschneiden. Englische
Behörden drohen mit Zensur, falls die Szene nicht aus dem
Film genommen wird. Da die Taube bereits tot gewesen sei und
eine Zensur inakzeptabel, droht Kusturica jetzt damit, den
Film in England überhaupt nicht zu zeigen. Erst letzte Woche
hatte sich Lars von Trier nach Protesten von Tierschützern
bereit erklärt, eine Szene aus seinem Film "Manderlay"
zu entfernen, in der die Schlachtung eines Esels gezeigt wird.
Zum ersten Mal in der Geschichte der venezianischen
Filmfestspiele wird ein Animationsfilmer mit dem Goldenen
Löwe für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden. Bei den 62.
Filmfestspielen in Venedig, die vom 31. August bis zum 10.
September stattfinden, wird der Regisseur Hayao Miyazaki, der
durch Animationsfilme wie z.B. "Prinzessin Mononoke"
oder "Howls Moving Castle" bekannt gewordenen ist,
geehrt werden. Den Goldenen Löwen selbst wird er am 9.
September im Rahmen des "Miyazaki Day"
entgegennehmen.
Der Hitler-Film von Oliver Hirschbiegel wurde scharf von
"New York Times" kritisiert. Der prominente
Filmrezensent A.O. Scott schrieb, dass der Film die
Botschaft vermittle, dass vor allem einfache Deutsche Opfer
des Nazismus waren. Der Untergang lief in New York in einem
kleinen Theater und hatte später seine Premiere auch in Los
Angeles. Der New York Times Kritiker A.O. Scott bemängelt,
dass manche Film Charaktere wie z.B. Hitlers Sekretärin
Traudl Junge dafür als Helden behandelt werden, dass sie kurz
vor dem Auftauchen der Roten Armee von Hitler desillusioniert
wurden. Nur am Ende gab es eine Notiz, dass es im Zweiten
Weltkrieg 50 Millionen Toten gab und 6 Millionen davon von den
Nazis ermordet wurden. A.O. Scott, der zu den berühmtesten
Filmkritikern der USA gehört, denkt, dass die Herausforderung
für den Schweizer Schauspieler Bruno Ganz darin bestanden
habe, "Hitler als eine plausible Figur erscheinen zu
lassen, ohne ihn menschlich zu machen." Der Film sei
"faszinierend, ohne besonders aufschlussreich zu sein,
und er erregt Aufmerksamkeit über seine lange Laufzeit, ohne
am Ende viel dramatische oder emotionale Befriedigung
geliefert zu haben".
Die EU-Komission kritisiert ARD und ZDF für ihre
Internet-Aktivitäten. Zweifel wurden geäußert, ob sich
Bereiche wie e-Shop oder Mobilfunkdienste mit dem
öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrag in Einklang bringen
lassen. Die Komission reagierte damit auf eine Beschwerde von
April 2003 des Verbandes "Privater Rundfunk und
Telekommunikation" (VPRT) gegen die Ausweitung der
Online-Angebote von ARD und ZDF. Ausgelöst wurde der
Einspruch durch die Diskussion um eine Erhöhung der
Rundfunkgebühren.
Ende Februar wurde ein Verein zur Weiterbildung von
Theater-, Film- und Fernsehschaffende des Standorts
Berlin-Brandenburg ins Leben gerufen. Schirmherrin ist
Veronika Ferres. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, mit
einem öffentlichen Forum für Weiterbildung die
Berufsaussichten in diesen Sparten regional zu stärken.
Besonders das Institut für Schauspiel, Film- und
Fernsehberufe der VHS Berlin Mitte (iSFF) soll deshalb
stärker gefördert werden.
Lange fieberten Oscarfans darauf hin- seit heute nacht ist
amtlich, wer dieses Jahr die begehrteste Auszeichnung, den
"Oscar", in Los Angeles entgegennehmen durfte. Mit
Spannung erwartet wurde diesmal vor allem das Duell zwischen
Martin Scorsese und Clint Eastwood. Eastwood ("Million
Dollar Baby") setzte sich mit den Oscars für den besten
Film und die beste Regie gegen den ebenfalls hoch gehandelten
Martin Scorsese ("Aviator") durch. In zwei weiteren
wichtigen Kategorien hatte "Million Dollar Baby"
ebenfalls die Nase vorn- Hillary Swank als beste Darstellerin
und Morgan Freeman (bester Nebendarsteller) konnten die Jury
von sich überzeugen. "Aviator" erhielt immerhin
zahlenmäßig die meisten Trophäen für die beste
Nebendarstellerin (Cate Blanchett), beste Kamera (Robert
Richardson), beste Kostüme (Sandy Powell), besten Schnitt und
beste Ausstattung. Leonardo di Caprio, der in der Kategorie
"Bester Darsteller" nominiert war, wurde nicht
ausgezeichnet; der Darsteller-Oscar ging an Jamie Foxx für
seine überragende Leistung in der Filmbiographie
"Ray". Die beiden deutschen Beiträge gingen dieses
Jahr leer aus: "Der Untergang" von Bernd Eichinger
musste sich in der Kategorie "Bester fremdsprachiger
Film" gegen "Das Meer in mir" (Spanien)
geschlagen geben. "Die Geschichte vom weinenden
Kamel", nominiert für den besten Dokumentarfilm, verlor
gegen "Born Into Brothels".
Weitere Auszeichungen:
Bestes Original-Drehbuch: Charlie Kaufman, Michel Gondry
und Pierre Bismuth ("Vergiss mein nicht!") Bestes
adaptiertes Drehbuch: Alexander Payne und Jim Taylor ("Sideways")
Bester Animationsfilm: "Die Unglaublichen"
Bester Ton: "Ray" Beste Toneffekte: "Die
Unglaublichen"
Beste Filmmusik: "Wenn Träume fliegen lernen"
Bester Filmsong: "Al Otro Lado Del Rio" von Jorge
Drexler für ("Die Reise des jungen Che")
Beste Maske: "Lemony Snicket - Rätselhafte
Ereignisse"
Beste Spezial-Effekte: "Spider-Man 2"
Bester kurzer Dokumentarfilm: "Mighty Times: The
Children's March"
Bester kurzer Trickfilm: "Ryan"
Bester kurzer Realfilm: "Wasp" Ehren-Oscar für das
Lebenswerk: Sidney Lumet (Regisseur/Autor)
Für eine Weile sah es so aus, als ob Martin Scorsese in
diesem Jahr endlich mal den Oscar kriegen würde. Trotz vier
vorheriger Nominierungen hat der Regisseur noch nie gewonnen
und viele haben gedacht, dass die Filmbiographie über Howard
Hughes, The Aviator, der Film sein würde, der alles ändert.
The Aviator hat zwar in der Oscar Saison gut angefangen, als
er mit 11 Nominierungen der Spitzenreiter war. Letztendlich
hat The Aviator zwar fünf Oscars gekriegt aber der Film
Million Dollar Baby bekam die wichtigsten Preise. Mit 74
Jahren ist Eastwood die älteste Person, die einen Oscar für
den besten Regisseur gewonnen hat. Außerdem hat Morgan
Freeman mit 67 Jahren, endlich seinen ersten Oscar für den
besten Nebendarsteller bekommen.
Thomas Schmidt, frühere Geschäftspartner von Entertainer
Harald Schmidt, wirft seinem Namensvetter vor, gegen ein
Wettbewerbsverbot verstoßen zu haben, da dieser laut Vertrag
bei Bonito TV mit keiner anderen Firma eine Fernsehshow
produzieren dürfte. Er verlangte dafür 459.000 Euro
Schadenersatz. Nun wurde der Verkündungstermin des Gerichts
verschoben, aufgrund eines neuen vorgelegten Gutachtens der
Anwälte von Harald Schmidt. Die Anwälte der Gegenseite haben
nun 4 Wochen Zeit, um Stellung zu nehmen. Einen Vergleich
lehnten beide Parteien bereits am ersten Verhandlungstag, den
14. Februar, ab.
(Quelle: Süddeutsche) 31.03.2005
Pro7/Sat1 schluckt 9Live
Konzern übernimmt Euvia
Für 155 Millionen Euro erwirbt Pro7/Sat1 die Euvia, zu der
neben dem verlustbehafteten Reisekanal Sonnenklar, auch der
profitable Anrufsender 9Live gehört. Pro-Sieben-Sat-1-Chef
Guillaume de Posch verfolgt damit das Ziel, die Sendergruppe
unabhängiger von den zurückgehenden Werbeeinnahmen zu
machen.
(Quelle: Financial Times) 26.03.2005
Neuer Vorwurf gegen Berlusconi
Bestechung eines Anwalts
Am Mittwoch wurden neue Korruptionsvorwürfe gegen den
italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi laut.
Seine Firma Mediaset besitzt die drei überregionalen
Privat-Fernsehsender Italiens. Es soll um angebliche
Geldwäscherei gehen sowie den Verkauf von Filmrechten aus den
USA an Mediaset. Berlusconi wird beschuldigt, einen
Geschäftspartner, der am Betrug beteiligt gewesen sein soll,
bestochen zu haben, um dadurch dessen Aussage zu beeinflussen.
Laut der italienischen Presse verweigert Berlusconi jeden
Kommentar zu den neuen Vorwürfen und sagte lediglich, dass
"das italienische Volk alles weiß".
(Quelle: Hollywoodreporter) 24.03.2005
Wo ist Papi?
Jahresbericht 2004 der GVU vorgestellt
Ihren Jahresbericht für 2004 hat jetzt die GVU
(Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen)
vorgestellt. So ist die Zahl der eingeleiteten Verfahren in
Bezug auf Filmpirateriedelikte um 65 Prozent gestiegen. Die
Zahl der Hausdurchsuchungen stieg von 1377 (2003) auf 2084
Fälle. Etwa 450000 Raubkopien wurden beschlagnahmt. Positiv
verzeichnet die GVU auch, dass die Behörden Raubkopieren
nicht mehr als Kavaliersdelikt sehen, sondern inzwischen
häufiger auch Gefängnisstrafen verhängen.
(Quelle: mediabiz) 21.03.2005
Grimme-Preis Verleihung
Zum 41. Mal wird heuer der Adolf Grimme Preis verliehen
Bettina Böttinger moderiert heute die Feierlichkeiten in
Marl. Unter den diesjährigen Preisträgern: Gold für
"Wolfsburg" (ZDF/ARTE), sowie für die Serie "Dittsche"
(WDR) mit Olli Dittrich. Dittrich wird damit zum dritten Mal
mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Gold für
"Wolfsburg" geht an Nina Hoss, Christian Petzold
(beide erhielten schon 2003 für "Toter Mann" die
Trophäe) und an Hauptdarsteller Benno Fürmann. Für die
Gestaltung und Weiterentwicklung von "Polizeiruf
110" (ARD/NDR) werden die Autorin Beate Langmaack und die
Hauptdarsteller Henry Hübchen und Uwe Steinle prämiert. Mit
einem Preis in der Kategorie "Spezial" erhält
Stefan Raab für die Entdeckung und Förderung von
Musiktalenten durch "SSDSGPS - Ein Lied für
Istanbul" (Pro7) als einziger eine Prämierung für einen
Privatsender..
(Quelle: Grimme-Institut) 18.03.2005
Tykwer verfilmt "Das
Parfüm"
Dustin Hoffman als Giuseppe Baldini
"Lola rennt"- Regisseur Tom Tykwer und
"Untergang"- Produzent Bernd Eichinger planen im
Sommer dieses Jahres mit den Dreharbeiten zur Adaption eines
der berühmtesten deutschen Romanen, "Das Parfüm"
von Patrik Süskind, zu beginnen. Die Hauptrolle spielt der
unbekannte englische Darsteller Ben Whishaw. Die Rolle des
Duftmachers Giuseppe Baldini übernimmt Dustin Hoffman. Der
aus der "Harry Potter" -Reihe bekannte britische
Schauspieler Alan Rickman, der für seine tolle Darbietung
etlicher Bösewichten bekannt ist, spielt hier den Part von
Antoine. Das Script hat der Regisseur mit Eichinger zusammen
geschrieben. Die Rechte befinden sich seit vier Jahren im
Besitz von Eichingers Constantin Film. Ab Juli also können
die Flakons gefüllt werden.
(Quelle: Bluewin) 16.03.2005
Rundfunkgebühren
Erhöhung beschlossen
Nun stimmte auch das letzte der 16 Landesparlamente einer
Erhöhung der Rundfunkgebühren zu. Der Stichtag ist der 1.
April. Mit einer Steigerung um 88 Cent muss man nun 17,03 Euro
im Monat bezahlen. Dadurch werden ungefähr 350 Millionen
zusätzlich zu den bisherigen sechs Milliarden Euro im Jahr
eingenommen. Allerdings solle das Vorgehen der Regierungschefs
vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe überprüft werden,
meint der Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß. Er
halte persönlich "den Gang nach Karlsruhe für
unausweichlich." Mit zahlreichen Neuerungen im Vertrag
gibt es nun zudem Proteste von Datenschützern, da nun
neuerdings die GEZ wie jede nicht-öffentliche Stelle
"personenbezogene Daten erheben, verarbeiten und
nutzen" kann.
(Quelle: FAZ) 17.03.2005
Neuer Disney-Chef
Eisner wird abgelöst
Der frühere Chef von US-Unterhaltungskonzern Walt Disney
tritt zurück. Noch ein Jahr vor Michael Eisners eigenen
Ankündigung wird der bisherige Präsident Robert Iger den
CEO-Posten übernehmen. Ebenfalls im Rennen war Ebay-Chefin
Meg Whitman, die letztendlich jedoch beschlossen habe,
"bei Ebay zu bleiben". Aufsichtsratsvorsitzende
George Nitchell ist voll des Lobes für Iger und meint,
"dass Bob diese außerordentliche Firma und ihr fähiges
Management in den kommenden Jahren zu neuen Stufen des
finanziellen und kreativen Erfolgs führt".
(Quelle: Spiegel) 15.03.2005
"Meet the parents"-
Darstellerin gestorben
Nachwuchsschauspielerin Nicole DeHuff
Die Darstellerin der Schwester der Braut aus dem
US-Filmerfolg "Meet the parents" mit Ben Stiller und
Roberto de Niro ist im Alter von 31 Jahren an einer
Lungenentzündung gestorben. Zweimal hatte die
Nachwuchsschauspielerin in den zurückliegenden Wochen ein
Krankenhaus aufgesucht und ist wieder nach Hause geschickt
worden.
(Quelle: CNN) 12.03.2005
Aus- und Weiterbildung
Neue Medienakademie
Um der Aus- und Weiterbildung im Entertainmentsektor
international gerecht zu werden, wurde jetzt die sogenannte
"Academy of Media and Arts" gegründet. Sie soll
"hoch spezialisierte Angebote für die Film- und
Fernsehproduktionspraxis, für Animationsfilm und virtuelle
Entertainmentinhalte" bieten. Ebenso soll eine
Radioschule Teil der Akademie werden. Angestossen wurde das
Projekt von NFP teleart, Bavaria Film, MotionWorks, Ottonia
Media, Marco Polo Archive Productions GmbH, der Medienanstalt
Sachsen-Anhalt und dem Mitteldeutschen Multimediazentrum
Halle. Die Akademie startet im Mai mit der European Animation
Masterclass EAM.
(Quelle: Mediabiz) 10.03.2005
Grimme Preis
Gold für "Dittsche"
Das Marler Institut wird auch dieses Jahr wieder den
Grimme-Preis vergeben. Bei der Verleihung des 41. Adolf Grimme
Preises, die am 18. März in Marl stattfindet, wird Olli
Dittrichs "Dittsche" dieses Mal den Grimme-Preis mit
Gold und somit die höchste Auszeichnung, die das Institut zu
vergeben hat, erhalten. Weiterhin werden Nina Hoss und Benno
Führmann als Hauptdarsteller in "Wolfsburg", Xaver
Bogner für "München 7", "Tatort:
Herzversagen" und "Kiss and Run" sowie Miguel
Alexandres für das Liebes-Polit-Drama "Grüße aus
Kaschmir" ausgezeichnet. Mit Spezialpreisen werden
dagegen die Autorin Beate Langmaack, die Schauspieler Uwe
Steimle und Henry Hübchen für "Polizeiruf 110",
Gert Scoble für "Kulturzeit" und der erst
nachträglich nominierte Stefan Raab für"SSDSGPS - Ein
Lied für Istanbul" geehrt werden.
Debra Hill, die die Co-Drehbuchautorin von Halloween war,
ist am Montag mit 54 Jahren gestorben. Sie war eine der erste
Produzentinnen von Hollywood. Hills großer Durchbruch
startete mit Horrorfilmen, nach dem sie und John Carpenter den
modernen Klassiker des Genres, "Halloween",
geschrieben haben. Ebenfalls hat sie an weiteren Filmen
mitgewirkt, wie "Halloween2", "Halloween:
Resurrection", "Halloween 5" und "Halloween:
The Curse of Michael Myers." Der Film "Halloween
9" wurde auch von Hill und Carpenter geschrieben und ist
zur Zeit in Produktion. Nach "Halloween" hat Hill
1986 gemeinsam mit ihrer Freundin Lynda Obst eine Independent
Produktionsfirma gegründet. Dort wurden "Adventures in
Babysitting" und "Heartbreak Hotel" von
Regisseur Chris Columbus gedreht sowie "The Fisher
King" mit Robin Williams von Terry Gilliam. Andere Filme,
die Debra Hill produziert hat, sind "The Dead Zone",
1983, "Head Office", 1985, und "Clue",
1986. John Carpenter nennt sie "einen echten Pionier im
Geschäft".
Der Produzent von TV-Filmen wie "Gripsholm" oder
"Polizeiruf 110" ist auf der Ostseeinsel Hiddensee
in einem vereisten Tümpel eingebrochen und konnte, obwohl er
die Polizei per Handy verständigte, nicht rechtzeitig
gerettet werden. Der 1956 in Babelsberg geborene Vater zweier
Kinder wurde am Morgen von der Feuerwehr nach erfolgloser
Suche tot im Wasser gefunden.
Mit über 5,2 Millionen Menschen hat die Arbeitslosigkeit
in Deutschland dank Hartz IV einen neuen Nachkriegsrekord
erreicht. Aber wieso auf den gewohnten Lebensstandard
verzichten, wenn man sich auch in schlechten Zeiten
durchmogeln und dabei noch mit richtig viel Geld nach Hause
gehen kann. Jüngst sind mal wieder neue Bewohner in das Big
Brother Dorf gezogen und können dort ihren gewohnten
Lebensstandard beibehalte, ohne dafür auch nur einen Finger
krumm zu mache. Sie haben ein Dach über dem Kopf, werden
kostenlos versorgt und plus die Hoffnung auf das ganz große
Geld, den Jackpot von 1 Millionen Euro. Und das alles bei
einer Null-Stunden-Woche. Das Big Brother Dorf mausert sich
also zur wahren Alternative zu Hartz IV. Bleibt nur noch zu
fragen, ob uns unser gewohnter Lebensstandard soviel wert ist,
dass wir bereit sind uns von unzähligen Kameras überwachen
und überall hin verfolgen zu lassen. Die Frage scheint für
viele Deutsche nur mit einem energischen "Ja"
beantwortet werden zu können, denn während der Gewinner der
letzten Big Brother-Staffel seinen ausgesessenen Gewinn mit
nach Hause nahm, bewarben sich rund 26.000 Deutsche für die
neue Staffel.
Caridi, 70 Jahre, der im Godfather (Der Pate) mitgespielt
hatte, wurde angeklagt, weil er Kopien von "The Last
Samurai" und "Mystic River" an jemanden
Unbefugten geschickt hat. Vor der Oscarverleihung werden Filme
an mehr als 6,000 Wähler der Akademie geschickt; Caridi ist
eine von ihnen. Er sei der Meinung gewesen, dass Russell
Sprague, an den er die Filme geschickt hat, nur ein Kinonarr
sei. Aber statt die Filme selber anzuschauen, hat sie Sprague
online zum Herunterladen gestellt. Caridi hat zugegeben, dass
er 60 VHS-Bänder verschickt habe und wurde dafür mit einer
Geldstrafe von 300,000 Dollar belegt. Sprague wurde für
schuldig befunden. Ihn erwartet nun eine Freiheitsstrafe.
In einem Laden in Cambridge hatte Jayanti
Buhecha, einer der größten Raubkopierer von Bollywoodfilmen
in Groß Britannien, 18.000 DVDs auf Lager und ist nun für
drei Jahre im Gefängnis. Der Mann hat sein Imperium
aufgebaut, nachdem er in einer rechtmäßigen indischen
Filmproduktionsgesellschaft arbeitete. Im Jahr 2000 wurde er
gefeuert, als einer seiner Chefs herausgefunden hatte, dass er
Kopien für seinen eigenen Gewinn verkaufte. Nach einem
Zivilprozess musste er an die Firma 16.000 Pfund zahlen und
versprechen, es nie wieder zu machen. Aber im Dezember 2002
wurde Buhecha, 51 Jahre, von der Polizei in Wembley verhaftet,
wobei 1.189 Raubkopien gefunden wurden. Buhecha kaufte die
DVDs für 1.50 Pfund und verkaufte sie im Großhandel für 5-7
Pfund und später im Kleinhandel für 15-20 Pfund. Sein
jährliches Einkommen betrug mindestens 340.000 Pfund, aber
die Ermittler glauben, dass er über 1 Million Pfund verdient
hat.
Für 14,99 Euro können jetzt in den USA deutschsprachige
Menschen Nachrichten aus Deutschland sowie Sendungen wie
"Der Bulle von Tölz" oder "taff"
abonnieren. Möglich macht dies der Sender ProSiebenSat.1
Welt. Die Programmplanung des Senders wird von München aus
gesteuert; die Verbreitung erfolgt über den
US-Satellitenbetreiber Dish Networks.
Gestern erschoss sich der Schriftsteller Hunter S. Thompson
in seinem Haus in Aspen. Thompson prägte den sogenannten
"gonzo journalism", bei dem herkömmlicher
Journalismus nicht mehr von Fiktion getrennt wird und eigenes
Erleben mit in die Story eingewoben wird. Thompson
beeinflusste mit seinem Stil eine ganze Generation von
Schriftstellern. Erste Erfolge hatte er Anfang der 60er Jahre
mit "Hell's Angels" und "The Great Shark Hunt".
Außerdem lieferte er die Vorlage für "Fear and Loathing
in Las Vegas" von Terry Gilliam, regelmäßig schrieb er
zudem für das Rolling Stone Magazine. Thompson wurde 67 Jahre
alt.
Mark Dornford-May hat mit seiner Adaption der Oper
"Carmen", die er in die Townships Südafrikas
verlegte, als absoluter Außenseiter das Rennen gemacht. Marc
Rothemund (Regie) und Julia Jentsch (Darstellung der
Sophie Scholl) erhielten für den Film "Sophie Scholl -
Die letzten Tage" beide den Silbernen Bären. Ebenfalls
einen silbernen Bären erhielt der 19 Jahre alte Amerikaner
Lou Taylor Pucci als bester Hauptdarsteller für seine
Rolle in "Thumbsucker" Der Blaue Engel für den
besten europäischen Film ging an "Paradise Now" von
Hany Abu-Assad. ....mehr
dazu...
Der französisch-schweizerische Musikfilm Les Choristes
unter der Regie von Christophe Barratier ist von der
internationalen Presse in Paris zum besten Film des Jahres
2004 gekürt worden. Der Film wurde vom Basler Produzenten
Arthur Cohn mitproduziert. Der Streifen mit Gerard Jugnot in
der Hauptrolle ist auch Favorit für den Cesar-Filmpreis und
ist einer von fünf Oscar-Kandidaten in der Kategorie Bester
fremdsprachiger Film. Als besten Regisseur haben die
Auslandskorrespondenten in Paris Jean-Pierre Jeunet für Un
long dimanche de fiançailles mit einem Lumiere ausgezeichnet.
Emmanuelle Devos und Mathieu Almaric, die beide im Film Rois
et Reine zu sehen sind, wurden zu den besten Schauspielern des
Jahres gekürt. Die besten Nachwuchsschauspieler sind Lola
Naymak (Les Brodeuses), Marilou Berry (Comme une image) und
Damien Jouillerot (Les fautes d´Orthographe). Nach dem
Vorbild der Golden Globe Awards vereint die Académie des
Lumières insgesamt 200 in Paris stationierte Journalisten,
die Medien aus etwa 50 Ländern in aller Welt vertreten. Ins
Leben gerufen wurde der Preis 1986 vom 2003 verstorbenen
Filmproduzenten Daniel Toscan du Plantier und dem
US-amerikanischen Journalisten Edward Behr.
Marc Conrad, seit 1. November 2004 Geschäftsführer von
RTL, muss den Chefposten an seinen Vorgänger Gerhard Zeiler
abgeben. Auch wenn RTL keine Gründe für diesen Schritt
nennt, ist doch Kritik auch aus dem eigenen Sender bekannt. So
wird beklagt, dass es Conrad nicht gelungen sei, ein stimmiges
Konzept für eine Umgestaltung des Sendeschemas vorzulegen.
Zudem kam es unter seiner Führung zu einigen Flops wie den
Shows "Big Boss" und "Bachelorette". Im
Januar war RTL erneut unter einem Marktanteil von 16% bei der
relevanten Zielgruppe der 14- 49-Jährigen geblieben. Trotzdem
kam die Entlassung des Geschäftsführers zu diesem Zeitpunkt
überraschend.
Die Schwergewichte der Produktionsbranche (Der
Interessenverband Film 20) haben einen Gesprächstermin mit
dem Kanzler um nach britischem Vorbild auch bei uns ein
steuerbegünstigtes Fonds-Modell einzuführen. Auf diese Weise
sollen private Investoren-Gelder, die bisher weitgehend in
US-Produktionen fließen, in die heimische Filmproduktion
gelangen. Ein guter Ansatz im Prinzip. Bleibt abzuwarten, ob
die Film-Lobbyisten die ganze Filmlandschaft berücksichtigen
werden oder wieder wie bei der FFA-Fördernovelle die
"Independents" durch entsprechende Klauseln
ausschließen werden.
Unerwartet hat der Milieufilm "L'esquive"
von Abdellatif Kechiche vier Césars in den wichtigen
Kategorien gewonnen. "Mathilde- eine große Liebe"
und "Die Kinder des Monsieur Mathieu" konnten sich
nicht durchsetzen und bekamen nur Nebenpreise. Bester
ausländischer Film wurde "Lost in Translation" von
Sofia Coppola; die Trophäe für den besten Film der
europäischen Union bekam "Das Leben ist ein Wunder"
von Emir Kusturica (Serbien).
Heute nacht wurden in Los Angeles wieder
einmal die Oscars vergeben. "Aviator" von Martin
Scorsese bekam fünf Oscars; im Regie-Duell musste sich
Scorsese allerdings gegen Clint Eastwood ("Million Dollar
Baby") geschlagen geben. Die Darstellerpreise gingen an
Hillary Swank und Jamie Foxx. Die beiden deutschen Beiträge,
"Der Untergang" und "Die Geschichte vom
weinenden Kamel" gingen leer aus.
Bevor die Französin Simon von dem
Studioboss Darryl Zanuck für Hollywood entdeckt wurde,
arbeitete sie als Model. Sie bekam einen Vertrag,in 11 amerikanischen Filme mit zu spielen. In einem
davon spielte sie mit James Stewart im ‚Seventh Heaven’
(1937). Nach dem Horrorfilm ‚Cat People’ (1942) kehrte sie
nach Frankreich zurück, um den Film ‚La Bete Humaine’ mit
dem berühmten Regisseur Jean Renoir zu drehen.
Wegen des zweiten Weltkriegs musste sie in den 40ern wieder
nach Amerika gehen.
In den 50er Jahren drehte Simon eine Handvoll Filme in
Frankreich, bevor sie 1956 in den Ruhestand ging.
Simon starb letzten Dienstag in Paris.
Es gibt auch Preise vor denen sich ihre Gewinner fürchten.
Alljährlich und kurz vor der Oscar-Verleihung werden in Los
Angeles Filmstars und Filmemacher für die schlechtesten
Arbeiten des Jahres ausgezeichnet. Dabei trifft es durchaus
renommierte Vertreter ihres Berufsstandes. In diesem Jahr etwa
war Halle Berry (für ihre "berry bad performance")
in "Catwoman," unter den Preisträgern. Doch auch
Fachfremde wie George Bush, der als schlechtester männlicher
Hauptdarsteller für seine Vorlesestunde in "Fahrenheit
9/11" gekürt wurde, oder Britney Spears für ihr
Kaugummi- kauendes Statement, sie habe blindes Vertrauen in
die Politik des Präsidenten, im gleichen Film.
Der Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ging dieses
Jahr an den Film "Asylum" von David Mackenzies, der
auch bei der Berlinale im Wettbewerb lief. Die Jury setzt sich
aus Vertretern der Programmkinoverbände AG Kino und Gilde
deutscher Filmtheater zusammen.
Sandra Dee feierte in den 50er- und 60er-Jahre als
Teeniestar in Filmen wie "Land ohne Männer" (1957)
oder April entdeckt die Männer" Erfolge. Weitere Hits
landete sie mit einigen "Tammy"-Filmen. Mit dem
Studiosystem in Hollywood war auch ihre Karriere zuende. Nur
noch gelegentlich konnte man sie seitdem in Film und Fernsehen
sehen. Sandra Dee starb jetzt mit 63 Jahren an Nierenversagen.
Während hierzulande DVB-TV und digitale Kabelangebote
erst ganz vorsichtige Verbreitung finden, wird in den USA
bereits diskutiert, zum 31. Januar 2006 das analoge Fernsehen
vollständig abzuschalten. Regierung und Opposition
diskutieren darüber, welche Kriterien erfüllt sein müssen,
um in Kauf zu nehmen, dass Millionen von Menschen (die keine
Digitalempfänger besitzen) plötzlich nicht mehr ihr
gewohntes Fernsehprogramm mehr sehen können. Um diese
Menschen nicht auszugrenzen, sollen Digital-Analog Konverter
bezuschusst werden, damit sie weiter analoge Geräte verwenden
können. Sonst, so fürchten die Politiker, werde sich der
Unmut des Wählervolkes gegen sie richten. Problematisch ist
die Zahl derartiger Zuschüsse,- es werden etwa 22 Millionen
Anschlüsse sein, es wäre als wenn man ganz Frankreich mit
Konvertern versorgen müsse, meinte Ed Markey, ein
Kongressabgeordneter.
Am Mittwoch fiel der ehemalige Defa-Schauspieler Gerry
Wolff nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus Oranienburg ins
Koma und starb kurze Zeit später. Wolff wurde 84 Jahre alt.
Bereits vor drei Jahren hatte Wolff einen Schlaganfall
erlitten. Bekannt wurde er mit Filmen wie "Nackt unter
Wölfen" (1963) oder "Anton der Zauberer"
(1978). Nach der Wiedervereinigung war er in Serien wie
"Tatort" oder "Praxis Bülowbogen" zu
sehen. Eine seiner letzten Filmrollen hatte er in "Jetzt
oder nie" (2000).
Der französisch-schweizerische Musikfilm Les
Choristes unter der Regie von Christophe Barratier ist von der
internationalen Presse in Paris zum besten Film des Jahres
2004 gekürt worden. Der Film wurde vom Basler Produzenten
Arthur Cohn mitproduziert. Der Streifen mit Gerard Jugnot in
der Hauptrolle ist auch Favorit für den Cesar-Filmpreis und
ist einer von fünf Oscar-Kandidaten in der Kategorie Bester
fremdsprachiger Film. Als besten Regisseur haben die
Auslandskorrespondenten in Paris Jean-Pierre Jeunet für Un
long dimanche de fiançailles mit einem Lumiere ausgezeichnet.
Emmanuelle Devos und Mathieu Almaric, die beide im Film Rois
et Reine zu sehen sind, wurden zu den besten Schauspielern des
Jahres gekürt. Die besten Nachwuchsschauspieler sind Lola
Naymak (Les Brodeuses), Marilou Berry (Comme une image) und
Damien Jouillerot (Les fautes d´Orthographe). Nach dem
Vorbild der Golden Globe Awards vereint die Académie des
Lumières insgesamt 200 in Paris stationierte Journalisten,
die Medien aus etwa 50 Ländern in aller Welt vertreten. Ins
Leben gerufen wurde der Preis 1986 vom 2003 verstorbenen
Filmproduzenten Daniel Toscan du Plantier und dem
US-amerikanischen Journalisten Edward Behr.
Janet Jacksons entblößte Brust bei der Halbzeitshow des
Finalspiels der US-Footballliga hat weitere Folgen: das
US-Repräsentantenhaus hat jetzt ein Gesetz verabschiedet, das
die Ausstrahlung von unanständigen oder
gewaltverherrlichenden Sendungen sehr viel empfindlicher
ahndet als bisher. Das zuvor mögliche Höchststrafmaß von
32.500 Dollar soll auf 500.000 Dollar angehoben werden. Der
Gesetzentwurf wurde im Repräsentantenhaus mit
überwältigender Mehrheit durchgesetzt; jetzt muss er noch
vom Senat bestätigt und vom Präsidenten George W. Bush
unterschrieben werden.
Als bester Kurzfilm der Berlinale 2005 wurde gestern abend
"Milk" von Peter Mackie Burns für schauspielerische
und filmische Leistungen mit dem Goldenen Bären
ausgezeichnet. Silberne Bären (Preis der Jury) bekamen
jeweils "The Intervention" von Jay Duplass und
"Jam Session" von Izabela Plucinska. Lobend erwähnt
wurde von der Jury, bestehend aus Gabriela Tagliavini
(Argentinien), Marten Rabarts (Neuseeland) und Susan Korda
(USA), Dani Rosenberg für seinen Film "Don Khishot Be
Yerushalaim - Don Quixote in Jerusalem".
Der Preis für den besten Kurzfilm in der Panorama-Sektion
ging an "Green Bush" von Warwick Thornton, den
Spezialpreis in dieser Kategorie erhielt "Tama Tu"
von Taika Waititi. Der Förderpreis der New York Film Academy
ging an "Zgvis Donidan - Eye Level" von George
Ovashvili. Außerdem wurde der Prix UIP Berlin (inklusive
Nominierung für den Europäischen Filmpreis) an "Hol
Maya" von Claudia Lorenz vergeben. Lobende Erwähnungen
der Jury gab es zudem für den schwedischen Animationsfilm
"Bikini" von Lasse Persson und Rhee Young-ran für
die Titelrolle in "Sara Jeanne" von Kim Seong-Sook.
Neuseelands Premierministerin Helen Clark
und Außenminister Joschka Fischer unterschrieben ein
Koproduktionsabkommen zwischen beiden Ländern, welches es
künftig ermöglicht, bei Koproduktionen lokale
Länderförderungen zu beantragen. Damit sind offizielle
Koproduktionen zwischen den beiden Ländern in gleicher Weise
berechtigt, Förderanträge zu stellen, wie lokale
Produktionen.
(Quelle: Movie-College)
13.02.2005, 10:30
CNN Nachrichtenchef
Wegen kritischer Haltung zurückgetreten
Der Nachrichten-Executive Eason Jordan
hat sich über die alarmierend hohe Zahl verletzter oder
getöteter Journalisten im Irak kritisch geäußert. Konkret
sprach er auf dem Wirtschaftsforum in Davos über seinen
Eindruck, die US-Truppen würden Journalisten im Irak unter
Feuer nehmen. Diese Bemerkung mit der er den Tod von bisher 12
Journalisten durch amerikanische Waffen kommentierte, hat zu
einer Protestwelle vor allem konservativer Medien und
letztlich zum Rücktritt Jordans geführt.
Der erfolgreiche französische
Schauspieler und Produzent, der vor allem durch Filme von
Youssef Chahine ("Adieu Bonaparte", "Le
Sixième Jour", "L'Emigré" etc.) als Produzent
bekannt wurde, nahm sich am 10. Februar in Paris das Leben.
Balsan spielte unter anderem in Bressons "Lancelot du Lac".
Er war ein Förderer junger Talente, galt
als Jemand, der scheinbar unmögliche Themen auf die Leinwand
bringen konnte und bis 2002 Vize-Präsident der europäischen
Filmakademie.
Der von der Zeitschrift Hörzu bereits
zum 40. Mal vergebene begehrte Film- und Fernsehpreis wurde
gestern im Rahmen einer Jubiläumsgala in Berlin mit
zahlreichen internationalen Gästen und ehemaligen
Preisträgern gefeiert. Die deutschen Schauspieler Alexandra
Maria Lara und Herbert Knaup wurden als beste ihres Faches
ausgezeichnet. Hollywood-Star Dustin Hoffman erhielt die
Auszeichnung für den besten Promi-Werbespot. Weitere
internationale Preisträger waren unter anderem Bruce Willis,
Goldie Hawn, Tina Turner, Brian Adams sowie die Boxer Vitali
und Wladimir Klitschko. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk
erhielt der US-Komödiant Jerry Lewis. Bester deutscher
TV-Film wurde „Die Patriarchin“ mit Iris Berben.
Am Samstag, 12. Februar 2005, werden in London die British
Academy Film Awards verliehen. Präsentiert wird die Zeremonie
von Schauspieler Stephen Fry. Unterstützung bekommt er von
prominenten Kollegen wie Cate Blanchett, Joseph Fiennes,
Sienna Miller und Juliette Lewis. Zu den internationalen
nominierten Künstlern zählen unter anderem Jamie Foxx
("Ray", "Collateral"), Johnny Depp ("Finding
Neverland"), Meryl Streep ("The Manchurian Candidate"),
Natalie Portman ("Closer") und Leonardo di Caprio
("The Aviator"). Britische Anwärter auf die
begehrten Trophäen sind dieses Jahr unter anderem Clive Owen
("Closer"), Imelda Staunton ("Vera
Drake"), Kate Winslet ("Finding Neverland",
"Eternal Sunshine of the Spotless Mind"), Julie
Christie ("Finding Neverland) und Regisseur Mike Leigh
("Vera Drake"). Neben den von der Academy vergebenen
Preisen wird auch der Publikumspreis "Orange Film of the
Year" verliehen.
Der französische Regisseur Régis Wargnier wird morgen,
Donnerstag, den 10. Februar die 55. Internationalen
Filmfestspiele in Berlin eröffnen.
Die britisch-französische Koproduktion erzählt die
Geschichte eines Anthropologenteams in Afrika in den 70er
Jahren. Auf der Suche nach dem "Missing Link"
zwischen Mensch und Affe verfrachten die Wissenschaftler ein
Pygmäen-Paar zu Untersuchungszwecken von Afrika nach
Schottland. Das Starensemble des Films wird angeführt von
Joseph Fiennes (Shakespeare in Love) und Kirstin Scott Thomas
(Der Englische Patient).
Der Eröffnungsfilm beweist ein anhaltendes Interesse am
afrikanischen Kino
Am Freitag wird von dem Deutschen Filminstitut die
Online-Datenbank filmportal. De online gestellt. Anders als
bei der IMDB werden Informationen aus eigenen Beständen,
sowie des Cinegraph des Hamburgischen Centrums für
Filmforschung online gestellt, so Claudia Dillmann, Chefin des
deutschen Filminstituts. Es sollen nicht nur Informationen zu
den einzelnen Filmen aufgelistet werden, sondern möglichst
viele Zusammenhänge zwischen den einzelnen Werken aufgezeigt
werden.
Noch bevor die Filmstars sich medienträchtig feiern
lassen, werden die Stars im Hintergrund, die Schöpfer
der technischen Errungenschaften des Filmschaffens
ausgezeichnet.
Der frühere Eastman Kodak Ingenieur Arthur Widmer
wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet, zu dem unter anderem
die Erfindung des "Blue
Screen" Verfahrens gehörte. Das Verfahren
ermöglicht die Kombination von Darstellern mit nachträglich
eingefügten Hintergründen.
Der Deutsche Horst Burbulla wurde für sein Technocrane
System, einen teleskopischen Kamerakran ausgezeichnet, den er
1981 Steven Spielberg vorstellte, den dieser dann bei
"Jäger des verlorenen Schatzes" erstmalig
einsetzte.
Der Film „Fateless“ des ungarischen Regisseurs
Lajos Koltai tritt nun doch im Wettbewerb der diesjährigen
Berlinale an. Die Verfilmung des Bestsellers „Roman eines
Schicksalslosen“ von Kertész. Kosslick musste anscheinend
Überzeugungsarbeit leisten, da eine Teilnahme an der
Berlinale dem Regisseur zunächstnicht lukrativ erschien. Der
Film erzählt den Holocaust aus der Sicht eines kleinen
Jungen.
An den deutschen Kinokassen wurden 5,2% mehr Tickets
verkauft als im Vorjahr, wie in der neu vorgelegten FFA-Bilanz
dargelegt wird. Dies brachte einen Gesamtumsatz von 892,9 Mio
Euro bei einem gleichbleibenden Ticketpreis von 5,70 Euro. Der
deutsche Film erreichte einen Rekordmarktanteil von 23,8
Prozent. Dieser Erfolg ist hauptsächlich auf Filme wie
"Der Untergang", "Traumschiff Surprise"
und "7 Zwerge". Dennoch liegt das Jahr 2004 hinter
dem Erfolgsjahr 2001.
Auf dem 20. US- Filmfestival in Santa Barbara wurde
Bruno Ganz für seine Darstellung des Adolf Hitler in
"Der Untergang" mit dem Preis für den besten
Darsteller, Sibel Kekilli als beste Darstellerin für ihre
Rolle in "Gegen die Wand" ausgezeichnet.
Er war eine Berühmtheit, auf der Bühne, im Kino und
in diversen Fernsehfilmen. Titel wie "School Daze",
"Do the Right Thing", "The Stand" und
"Jungle Fever" gehören zu seinen größten
Erfolgen. 87 jährig wurde der beliebte Schauspieler von
seinem Enkel in seinem Hotelzimmer in Miami Beach, Florida,
tot aufgefunden. Er hatte erst am Montag mit den Dreharbeiten
zu einem neuen Film begonnen.
Eine Folge einer pädagogisch konzipierten
Zeichentrick-Kinderserie, die den Kindern die Vielfältigkeit
und die kulturellen Unterschiede des Landes näher bringen
möchte, soll in verschiedenen US-Staaten nicht ausgestrahlt
werden, weil in der Episode ein lesbisches Paar gezeigt wird,
welches auf einer Farm arbeitet. Die im Kultusministerium,
welches die Serie finanziell unterstützt zuständige
Staatssekretärin, Margaret Spellings hatte beklagt, dass
öffentliche Gelder nicht dafür gedacht seien, alternative
Lebensformen vorzustellen.
In der Pro7 Reality-Show "Die Burg" gibt es
neue, innovative Anreize für höhere Einschaltquoten:
Prügeln vor laufender Kamera ließ das Zuschauerinteresse an
der ansonsten wenig beachteten Veranstaltung endlich
wieder in die Höhe schnellen und das Niveau noch weiter in
den Abgrund rutschen..
Für seine Darstellung des Sängers Ray Charles,
erhält Jamie Foxx vom Verband der amerikanischen Schauspieler
die Auszeichnung als Bester männlicher Darsteller. Hilary
Swank wird als beste Darstellerin für "Million Dollar
Baby" ausgezeichnet. In unmittelbarer Nähe der
Oscar-Verleihungen versuchen die verschiedenen Verbände sich
selbst in den Medien zu präsentieren und positive Stimmung
für ihre Favoriten zu machen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt in Zusammenhang mit
dem Schiedsrichter-Bestechungsskandal gegen den Sportreporter
wegen Geldwäsche, Beihilfe zu Steuerhinterziehung und
Begünstigung. Reif bestreitet die gegen ihn erhobenen
Vorwürfe.
Der israelische Bestsellerautor und Regisseur starb 80
jährig in Appenzell (Schweiz) an einem Herzanfall. Im
Mittelpunkt seiner Geschichten standen die menschlichen
Schwächen, die Absurditäten des Lebens und die der Politik.
Mehrere seiner Geschichten und Romane wurden verfilmt.
In den USA ist ein dritter Fall direkter Einflussnahme
der Bush-Administration auf Journalisten bekannt geworden. Der
Kolumnist Mike McManus erhielt 10.000 US-Dollar für eine
Unterstützung der Bush-Familienpolitik in seinen Artikeln,
die in etwa 50 amerikanischen Zeitungen erscheinen. Der
Vorgang ist nicht nur in Zusammenhang mit dem Verstoß gegen
den Grundsatz
journalistischer Unabhängigkeit bedenklich, auch die
Verwendung staatlicher Mittel für Propaganda ist in den USA
ausdrücklich verboten.
In siebenwöchiger Arbeit haben die
Nominierungskommissionen des Grimme Instituts aus mehr als 650
Fernsehproduktionen 55 Nominierung in den Bereichen
"Fiktion", "Information & Kultur" und
"Unterhaltung" bestimmt. Die öffentlich-rechtlichen
Sender schnitten dabei besser ab als die Privaten, vor allem
in der Kategorie "Information & Kultur". Denn
viele "Neuentwicklungen" im Flop-Jahr 2004, also
ausländische Formate, die schlecht kopiert wurden, fielen
gnadenlos durch. Dagegen gab es einige gute Produktionen (ZDF-Live-Movie
"Feuer in der Nacht" oder die Serie "Dittsche"),
die aber auf schlechten Sendeplätzen ausgestrahlt wurden.
Die Jury vergibt bis zu 14 Preise am 18. März in Marl, die
Übertragung findet zeitversetzt um 22.30 auf 3sat statt.
Die Liste aller Nominierungen finden Sie auf der Webseite des
Grimme Instituts.
Nach der Ermordung des Filmproduzenten Van Gogh am
zweiten November letzten Jahres soll nun sein islamkritischer
Film "Submission" doch nicht gezeigt werden. Er
kritisiert dort die Unterdrückung der Frau in der
muslimischen Gesellschaft. Die Produktionsfirma Column
Pictures hat Sicherheitsbedenken, da der Film in der
muslimischen Gesellschaft nur auf geringe Akzeptanz stößt.
Van Goghs Filme "Cool!" und "06/05" werden
aber nach wie vor gezeigt.
Der 31 jährige Schauspieler ist mit seinem Wagen aus
ungeklärter Ursache vom San Diego Freeway abgekommen und
tödlich verunglückt. Er spielte in Filmen wie "The
Wash", "Tales From the Hood." oder dem
TV-Fernsehspiel "Too Legit: The MC Hammer Story".
Bekannt wurde er durch seine Rolle in der 90 er Jahre-Sitcom
"Moesha".
Viele deutsche Schauspieler und Regisseure ereifern
sich über das deutsche Fernsehen. International hat es immer
noch einen guten Ruf. Aber durch Trash-Produktionen wie das
Dschungel Duell oder sich immer wiederholende Talkshows gerät
dieser gute Ruf ins Wanken. Der Bundesverband deutscher
Fernsehproduzenten schätzt die Lage so ein, dass
Filmproduktionen auch zukünftig sinken werden. "Ich gehe
davon aus, dass in diesem Jahr rund zehn Prozent weniger Filme
hergestellt werden als im Vorjahr", sagt der
Verbandsvorsitzende Bernd Burgemeister. Im Jahre 2001 wurden
rund 300 eigenproduzierte Filme von deutschen Sendern
ausgestrahlt, wogegen es im Jahr 2004 nur noch um die 170
Filme waren. Die Gründe für diese Flaute liegen aber auf der
Hand. Weil die Gebühren nicht in erforderlichem Umfang
steigen, sind die öffentlich-rechtlichen Sender zum Sparen
verurteilt. Auch die privaten Sender wie RTL müssen mehr
sparen, weil die Werbeeinnahmen nicht mehr so sind wie sie es
einmal waren. Dennoch gibt es kleine Lichtblicke, denn die
Sender haben für das laufende Jahr rein optisch noch jede
Menge zu bieten. Ein Beispiel dafür ist der ZDF- Mehrteiler
"Die Patriarchin" der zu Anfang des Jahres bis zu
zehn Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte.
Im Alter von 84 Jahren ist vergangenen Montag Virginia
Mayo in Kalifornien gestorben. Nach langer Zeit im Pflegeheim
erlag sie einem Herzversagen. Virginia Mayo wurde in den 40er
und 50er Jahren berühmt an der Seite von Gregory Peck, Burt
Lancaster und Ronald Reagon. Die schöne Blonde spielte in
über 40 Filmen, darunter in "Vogelfrei" und
"Blondes Gift".
Bei der alljährlichen Verleihung der bayerischen
Filmpreise waren die bei ihren Kinostarts nicht
unumstrittenen Nazi-Dramen die großen Gewinner. Bernd
Eichinger erhielt den mit 200.000 Euro dotierten
Produzentenpreis für den "Untergang". Bruno Ganz
erhielt den Preis als bester männlicher Darsteller zugleich
erhielt der Film den Publikumspreis. Den Regiepreis erhielt
Dennis Gansel für "Napola". Den neu
geschaffenen Comedypreis erhielt Michael "Bully"
Herbig für "(T)Raumschiff Surprise - Periode
1". Jessica Schwarz wurde als beste Darstellerin
für "Kammerflimmern" ausgezeichnet. Der
Drehbuchpreis ging an Oskar Roehler für "Agnes und seine
Brüder". Den Ehrenpreis des bayerischen
Ministerpräsidenten erhielt Volker Schlöndorff für sein
Lebenswerk . Jürgen Jürges wurde für seine Kamerarbeit in
"Schatten der Zeit" geehrt. Der
Nachwuchsproduzentenpreis der (VGF) ging an Philipp
Budweg und Johannes Schmid für "Aus der Tiefe des
Raumes".
Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München
vergibt auch dieses Jahr wieder den
"Starter-Filmpreis". Der Preis ist auf 6000 Euro
dotiert und wird von einer Jury die sich aus Fachleuten und
Stadtratsmitgliedern des Kulturausschusses zusammensetzt
vergeben. Der Förderpreis wird für Filme aus den Bereichen
Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilm (auch Kinder- und
Jugendfilme) verliehen. Es können sich alle jungen
Filmemacherinnen und Filmemacher bewerben die im Einzugsgebiet
der S-Bahn wohnen. Der eingereichte Film muss im Vorjahr des
Preises fertiggestellt worden sein. Der vorgeschlagene Film
muss auf 35mm, 16mm oder in einem professionellen Videoformat
(Betacam SP, Digi-Beta etc.) vorliegen. Weitere Infos zu den
Regularien und die genauen Bewerbungsanforderungen gibt es
unter www.muenchen.de.
Der People's Choice Award ging am Sonntag unter
anderem an Michael Moore für seinen regierungskritischen
Dokumentarfilm "Fahrenheit 9/11". In der Kategorie
Filmdrama gewann Mel Gibson mit seinem Jesus-Film "Die
Passion Christi", der Animationsfilm "Shrek 2"
gewann in der Kategorie Komödie. Michael Moore, der unter
großem Applaus auf die Bühne kam, widmete seinen Film den
Familien deren Kinder im Irak stationiert sind, außerdem
betrachtete er den Erfolg seines Filmes als Aufforderung mehr
ähnliche Filme zu produzieren. Mel Gibson bedankte sich für
den Erfolg von "Die Passion Christi", den der Film
allein dem Zuspruch des Publikums zu verdanken hat. Zuvor war
er in starke Kritik geraten, weil er sehr viele Gewaltszenen
enthält, außerdem wurde Gibson von jüdischen und
christlichen Organisationen vorgeworfen, er schüre Unfrieden
zwischen den Anhängern der beiden Religionen. Der People´s
Choice Award ist hoch angesehen, weil er seit mehr als 30
Jahren durch repräsentative Umfragen des
Meinungsforschungsinstituts Gallup ermittelt wird. Seit ein
paar Jahren kann man auch im Internet für den Award
abstimmen.
Die ProSiebenSat.1 Media AG scheint ihrem lang
angestrebten Ziel näher zukommen: Sie plant die mehrheitliche
Übernahme der Euvia Media AG. Die Euvia Media AG betreibt die
Sender "Neun Live" und "Sonnenklar TV".
Bisher gehören der ProSiebenSat.1 Media AG 48,4 Prozent an
dem "Mitmach-Quizsender", andere 48,6 Prozent werden
vom amerikanischen Unternehmen Hot Networks (Barry Diller)
verwaltet. Die restlichen 3 Prozent gehören Christiane zu
Salm, der Chefin des Ismaninger Senders. Angesichts des
rückläufigen Werbemarkts im Fernsehen wäre die Übernahme
des auf Telefongebühren basierenden Senders für die
ProSiebenSat.1 Media AG durchaus interessant.
Die Neigung der privaten Fernsehveranstalter, so
genannte Event-Movies vorzugsweise über diverse Katastrophen
in Auftrag zu geben, (Wunder von Lengede, die große Flut
etc.) bringt Pro 7 derzeit in Bedrängnis. Hans-Hinrich Koch
hat für "Tsunami - Die Killerwelle" nicht nur das
Buch geschrieben sondern dieses auch produziert. Eine Story um
Unterwasser-Sprengungen die eine Tsunami-Welle am Strand von
Sylt auslösen wurde im Oktober abgedreht. Angesichts der
realen Katastrophe in Südostasien wäre die geplante
Ausstrahlung des Eventfilmes mehr als makaber. Der
ursprünglich vorgesehene Sendetermin wird voraussichtlich
verschoben.
1991 ging die Diva als "Deutscher
Videopreis" zum ersten Mal an Vico von Bülov (Loriot).
Heute ist die Diva eine angesehene Preisverleihung in allen
Entertainmentbereichen geworden. Die Bestleistungen des
vergangenen Jahres in den Bereichen Kino, TV-Movie, DVD und
Musik werden anerkannt. Es werden sowohl die Filme, die 2004
erfolgreich im Kino und TV liefen, als auch die
Gesamtleistungen aus diesem Jahr geehrt. Durch eine kompetente
Jury werden Künstler in den Kategorien "Schauspieler(in)
des Jahres", "Regisseur des Jahres" und
"Music Artist of the Year" sowie "Talent of the
Year" für ihre Arbeit ausgezeichnet. Eine der
wichtigsten Kategorien der Diva ist "Hall of Fame",
bei der die Leute, die national oder international Großes
geleistet haben, gewürdigt werden. Diesen Preis haben in den
vergangenen Jahren solche Persönlichkeiten wie Lauren Bacall,
Liv Ullmann, Juliette Gréco, Herbert Grönemeyer, Gérard
Depardieu und Angelina Jolie bekommen. Die Gala findet am 27.
Januar im Deutschen Theater statt. Es werden zahlreiche
prominente Gäste erwartet.
Der Emmy- Preisgekrönte Produzent und Autor, der
unter anderem für Reihen wie "ER", "L.A. Law"
und "Clubhouse" verantwortlich zeichnete, ist im
Alter von 45 Jahren überraschend an Krebs gestorben. Noch in
der vergangenen Woche hatte er ein Konzept fertig gestellt
für eine Krimiserie auf Hawaii.
Oliver Hirschbiegels "Der Untergang" konnte
sich beim Publikum vor "(T)Raumschiff Surprise Periode
1" und "7 Zwerge - Männer allein im Wald"
platzieren und damit den Publikumspreis des Bayerischen
Filmpreises für sich beanspruchen. Weitere Konkurrenten waren
"Der Wixxer" und "Lauras Stern".
In den Kinokassen lag "Der Untergang" mit 4,5
Millionen Besuchern an dritter Stelle, hinter Bullys "(T)Raumschiff"
und den "7 Zwergen". Der Pierrot wird am 14. Januar
im Münchner Prinzregententheater vergeben. Der Bayerische
Filmpreis gehört zu den wichtigsten Deutschlands.
Sie hat die verheerende Flut überlebt und kam mit dem
Schrecken davon. Esther Schweins befand sich mit ihrer Mutter
im Urlaub auf Sri-Lanka, als der gewaltige Tsunami ihr Hotel
wegspülte. Sie verließen fluchtartig das Gebäude, nachdem
das Hotel Alarm schlug, und wurden noch im Garten von den
Wassermassen erfasst und einige hundert Meter ins Landesinnere
mitgerissen.
Es sei ein Wunder, dass sie dieses Drama überlebt hätten,
meinte die Schauspielerin und Moderatorin. Sie empfinde
außerdem große Dankbarkeit gegenüber den hilfsbereiten
Einheimischen.
Der Verband der US-Filmregisseure hat Clint Eastwood
mit dem diesjährigen Regiepreis für seine Arbeit
"Million Dollar Baby" ausgezeichnet. Es wird
allgemein als Anzeichen betrachtet, wer den in Kürze
vergebenen Regie-Oscar
gewinnen könnte. Eastwood wurde bereits bei den Golden
Globe-Awards für die beste Regie ausgezeichnet.
Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wird auch die
"Goldene Himbeere" verliehen. Zeitgleich zu den
Oscar-Nominierungen wurden die Anwärter auf die "Razzie"
bekanntgegeben. Diese zweifelhafte Auszeichnung wird an die
schlechtesten Leistungen in der Filmbranche vergeben. Auf
Platz eins liegt der Film "Catwoman" mit 7
Nominierungen, darunter Halle Berry als schlechteste
Hauptdarstellerin. Mit 6 Nominierungen folgt
"Alexander" für unter anderem die schlechteste
Regie (Oliver Stone) und den schlechtesten Hauptdarsteller
(Colin Farrell). US-Präsident W. G. Bush wurde übrigens
ebenfalls als schlechtester (unfreiwilliger) Hauptdarsteller
in Michael Moores "Fahrenheit 9/11" gewählt,
Condoleezza Rice und Donald Rumsfeld als schlechteste
Nebendarsteller.
Die privaten Fernsehsender konnten mit ihrer
Beschwerde in Brüssel erste Erfolge gegen die
öffentlich-rechtlichen Sender verbuchen. Denn die Privaten
stellten in Frage, ob eine staatliche Unterstützung der
öffentlich-rechtlichen überhaupt mit den
EU-Wettbewerbsregeln vereinbar sei. Die Wettbewerbshüter
überlegen zurzeit, ob man die Rundfunkgebühren in
Deutschland als Beihilfe sehe. Deshalb ist auch die
Entscheidung noch nicht gefallen, ob man das Prüfverfahren
eröffnen werde oder nicht. Den EU-Wettbewerbshütern wirft
der Justizar des ZDF (Carl-Eugen Eberle) jedoch vor, im Rahmen
ihrer laufenden Prüfungen des öffentlich-rechtlichen
Rundfunks gegen geltendes EU-Recht zu verstoßen. "Die
EU-Kommission betrachtet die Betätigung des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Eingriff in den freien
Wettbewerb, der nur unter engen Voraussetzungen erlaubt werden
darf und stellt damit das in Deutschland geltende Prinzip für
die Organisation des Rundfunks auf den Kopf", schreibt
Eberle in der morgen erscheinenden Ausgabe des
"Handelsblatts". Mit den Geschäften der
öffentlich-rechtlichen Sender beschäftigen sich die
Wettbewerbshüter schon seit längerem, aber ohne deren
Finanzierung direkt unter die Lupe zu nehmen. Meist geht es um
den Kauf von Sportübertragungsrechten. Die Kommission drängt
aber darauf die Transparentrichtlinie, d.h. eine Offenlegung
der Finanzen vom Unternehmen, auch auf die
öffentlich-rechtlichen Sender auszuweiten.
Die amerikanische Talk-Legende Johnny Carson ist im
Alter von 79 Jahren in Malibu an den Folgen eines Emphysems
gestorben. Carson war dreißig Jahre lang Gastgeber der
all-abendlichen "Tonight Show" auf NBC im
US-Fernsehen. Insgesamt standen mehr als 20.000 Personen auf
seiner Gästeliste: von Politikern, wie Bill Clinton, Richard
Nixon und Ronald Reagan bis hin zu Schauspielern wie John
Wayne, Michael Douglas, James Stewart und Arnold
Schwarzenegger. Sein Nachfolger in der "Tonight
Show" wurde 1992 Jay Leno.
Auf der diesjährigen Berlinale werden 21 Filme um den
Goldenen und Silbernen Bären kämpfen, 5 weitere Filme stehen
außer Konkurrenz. 16 Filme feiern auf dem Festival ihre
Weltpremiere. Deutschland beteiligt sich mit 3 Produktionen,
darunter "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc
Rothemund, "Gespenster" von Christian Petzold und
"One Day In Europe" von Hannes Stöhr. Als
Eröffnungsfilm wird "Man to Man" von Régis
Wargnier gezeigt. Präsident der Jury ist dieses Jahr Roland
Emmerich. Gérard Depardieu, Catherine Deneuve, Will Smith,
Glenn Close, Isabelle Rossellini, Debra Winger und Julia
Jentsch haben sich als Gäste angekündigt.
Als erste Glamour-Veranstaltung des Jahres wurden am
15. Januar die Golden
Globes verliehen. Nominiert und ausgewählt werden die
Gewinner von der HFPA, der Hollywood Foreign Press
Association. Die seit 1943 existierende
Golden-Globe-Verleihung gilt als Barometer für die begehrten
Oscars.
Wie nicht anders zu erwarten räumte Martin Scorseses Epos
"Aviator" mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle
bei den 63. Golden Globes den Preis für das beste Filmdrama
2004 ab. Damit gilt dieser Film auch als großer Favorit für
die Oscarverleihungen. Ein weiterer Oscarfavorit ist Alexander
Paynes "Sideways", der in der Nacht zum Montag bei
der glamourösen Preisverleihung zur besten Filmkomödie
gekürt wurde. Hilary Swank und Leonardo DiCaprio bekamen die
Golden Globes für die besten Hauptdarsteller in der
Drama-Kategorie. Swank holte sich den Preis mit der Rolle
einer Profi-Boxerin in "Million Dollar Baby",
DiCaprio hingegen bekam die Trophäe für seine Darstellung
des Millionärs Hughes in "Aviator". Martin
Scorsese, der für "Aviator" auf einen
Regie-Golden-Globe gehofft hatte, musste jedoch enttäuscht
zusehen wie Clint Eastwood diesen Award für "Million
Dollar Baby" einheimste. Über eine goldene Weltkugel
konnten sich auch Annette Bening und Jamie Foxx freuen. Beide
gewannen in der Kategorie Komödie/Musical. Bening gewann für
ihre Rolle in "Alle lieben Julia" und Jamie Foxx
für seine unübertreffliche Darstellung des Soul-Schöpfers
Ray Charles in "Ray".
Der Golden Globe für den besten Fremdsprachigen Film ging an
den spanischen Regisseur Alejandro Amenábar für "Mar
adentro". Der Film, in dem es um einen
querschnittsgelähmten Spanier geht, der 30 Jahre lang um sein
Recht auf einen würdevollen Tod kämpfte, setzte sich gegen
die Konkurrenz aus Frankreich, China und Brasilien durch. Der
Award ging auch an den Rolling Stone-Musiker Mick Jagger, der
ihn für den Song "Old Habits Die Hard" in der
Filmkomödie "Alfie" entgegen nahm. Die Satire
"Desperate Housewives", die als würdiger Nachfolger
für "Sex and the City" gilt, erhielt den Golden
Globe in der Kategorie Beste Comedy-Serie.
Die Werbebranche schaut schlecht aus, deshalb suchen
TV-Sender dringend nach einer alternativen Einnahmequelle.
Einige Sender versuchen auch zunehmend die Botschaften von
Firmen in die TV-Programme zu übertragen. Ein Beispiel dafür
sind zahlreiche Kochshows, bei denen die Sender jedoch in den
Konflikt gegen das Schleichwerbungsverbot im
Rundfunkstaatsvertrag geraten. Jetzt kündigten die
Landesmedienanstalten an, vorerst auch andere Werbeformen zu
dulden. Im Endeffekt wird jedoch der Zuschauer selbst
entscheiden ob er sich eine Sendung ansieht, mit dem wissen,
dass der Sender von den Produktherstellern bezahlt wird. Diese
neue Werbeform bezeichnen Fachleute auch als "Programming".
Beim "European Film Piracy Summit" in London
forderte Alex Sparks, der Chef der UK-Niederlassung von
Blockbuster, dass Kinofilme zur gleichen Zeit im Kino, im
Internet und auf DVD veröffentlichen werden. Diese Maßnahme
könnte laut Sparks die Internetpiraterie eindämmen, denn die
Nachfrage nach illegalen Kopien sei vor der Veröffentlichung
größer. Außerdem sollten Kinofilme auch im Internet,
ähnlich wie bei der Musikindustrie, angeboten werden. Es
müsse auf jeden Fall schnell gehandelt werden, denn es
stünden viele Jobs auf dem Spiel.
Der Pay-TV Sender Premiere hat sein Jahresziel von 3,2
Millionen Abonnenten nicht nur erreicht sondern sogar
übertroffen. Zum 31. Dezember hat Premiere 3.247.172
Abonnenten verbucht. Ausschlaggebend dafür war wahrscheinlich
das sensationelle Weihnachtsgeschäft, bei dem die Zahl der
Abonnenten um 162.241 stieg. Dies übertraf alle Erwartungen.
Diesen Höhenflug hat Premiere vor allem dem innovativen
Marketing zu verdanken. Es wurden zahlreiche Vertriebswege
genutzt, vom Fachhandel bis zum Discounter-Markt, vom
Dialog-Marketing bis zur Freundschaftswerbung, Fernsehwerbung
mit Direct-Response, Internet, klassische Print- und
Plakatkampagnen, Vertriebspartnerschaften mit
Kabelnetzbetreibern, der Wohnungswirtschaft, Versandhändler
und sogar Fußballvereine.
Der Kölner Regisseur und Produzent ist am 30.
Dezember im Alter von 53 Jahren an den Verletzungen, die er
durch die Flutwelle in Khao Lak erlitt, gestorben.
Trotz der vielen TV-Flops im vergangenen Jahr hat sich
die durchschnittliche Fernsehzeit der Deutschen um ganze
sieben Minuten auf 210 Minuten pro Tag erhöht. Das liegt
hauptsächlich daran, dass diese Steigerung auf die Zielgruppe
der über 50jährigen zurückzuführen ist (274 Minuten).
Dagegen halten konnten die Kinder mit 93 Minuten (eine Minute
weniger) und die weiblichen Zuschauer zwischen 14 und 29
Jahren mit 149 Minuten (vier Minuten weniger). Die
werberelevante Zielgruppe der 14 bis 49jährigen sah drei
Minuten länger (185 Minuten). Die Steigerung gegenüber dem
Vorjahr ist vor allem den Olympischen Spielen und der
Fußball-EM zuzuschreiben.
Die ARD kann sich freuen: Im Jahr 2004 liegt sie mit
einem Marktanteil von 14 Prozent als meistgesehenes
Fernsehprogramm an der Spitze und hat damit RTL (13,8
Prozent), den Favorit des Jahres 2003, überholt. Gemeinsam
mit RTL teilt sich das ZDF den dritten Platz, denn auch die
Dritten Programme haben mit 13,9 Prozent den privaten Sender
überholt. Dieses Verhältnis ändert sich auch nicht im Blick
auf die gesamte EU-Zuschauerschaft: Die ARD hat mit 13,9
Prozent die Nase vorn, gefolgt von RTL (13,8 Prozent) und den
Dritten Programmen (13,7 Prozent).
Anders sieht es aus, wenn man nur die werberelevante
Zielgruppe der 14-49jährigen betrachtet. Hier kann RTL seine
Führungsposition mit 16,9 Prozent Marktanteil halten, büßte
aber gegenüber dem Vorjahr 1,3 Prozent ein.
Sicherlich entfiel ein großes Stück des Kuchens durch die
Fußball-EM mit bis zu 24 Millionen Zuschauern auf die ARD.
Doch 34 Prozent seiner Zeit verwendet das Publikum des Ersten
Programms auf Informationssendungen und -magazine; klarer
Favorit: Die "Tagesschau" mit durchschnittlich knapp
10 Millionen Zuschauern.