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Dezember 2003

RTL macht das Rennen

Dritten Programme stark

Noch gestern veröffentlichte Sat.1 die jüngsten Zahlen und hatte mit Zuwächsen in allen Segmenten geworben. Im Ergebnis hat jedoch RTL das Rennen um den Marktführerplatz der TV-Sender gewonnen. Bereits zum elften Mal in Folge hält damit das rheinische TV-Unternehmen die größten Marktanteile, auch wenn die 15,1% aus dem letzten Amtsjahr von Helmut Thoma nicht mehr erreicht wurden (2003: 14,9%). Dies mag an der starken Konkurrenz liegen. So erreichten beispielsweise die Dritten hinter der ARD 13,4% und reihen sich damit auf Rang drei ein. Pro7 und Sat.1 hoffen nach den neuerlichen Zahlen auf dem Beginn einer Trendwende. Kein leichtes Unterfangen im Sportjahr 2004. Olympia und Europameisterschaft werden für ARD und ZDF wohl wieder die meisten Quoten bringen.

(Quelle: Süddeutsche) 31.12.2003

Sat.1 mit neuen Zahlen

Marktanteile gestiegen

Trotz einiger Turbulenzen in den vergangenen Wochen, hat der Saban Sender Sat.1 positive Nachrichten zu vermelden. Erstmals seit 1993 konnte Sat.1 seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr wieder steigern. Der Anstieg beim Gesamtpublikum beträgt im Vergleich zu 2002 0,3 Prozentpunkte von 9,9 auf 10,2 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe konnte man den Zuschaueranteil sogar auf 11,6 Prozent steigern. Selbstbewusst hieß es folglich in einer Pressemitteilung, man habe "als einziger großer Sender" seinen Marktanteil in der Primetime bei den 14- bis 49-Jährigen in diesem Jahr steigern können (plus 0,7 Prozentpunkte). Dies sei neben erfolgreichen Neustarts wie "Die dreisten Drei - Die Comedy WG" und "Genial daneben - Die Comedy Arena" vor allem den bewährten Serien, TV-Movies und Comedy-Formaten sowie der breit angelegten Event-Strategie zu verdanken. Auch das "Das Wunder von Lengede" sei im Ergebnis das erfolgreichste eigenproduzierte Event in der Geschichte des deutschen Privatfernsehens.

(Quelle: Mediabiz) 30.12.2003

Verdacht der Untreue

Thomas Kirch im Visier

Thomas Kirch, Sohn des früheren Medienunternehmers Leo Kirch, wird offenbar von der Staatsanwaltschaft in München gesucht. Gegen ihn ist ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue eingeleitet worden. Der Gesuchte wird zur Zeit in den USA vermutet, wo er ein Ferienhaus an der Atlantikküste und eine Wohnung in Boston besitzt. «Wir würden ihn gerne befragen, wenn wir die Möglichkeit dazu hätten», so Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld. Vom Insolvenzverwalter des zusammengebrochenen Kirch-Imperiums hat Thomas Kirch bereits einen umfangreichen Katalog mit Fragen zu Einkünften aus Firmen seines Vaters und zu Darlehen über 133 Millionen Euro erhalten. Keine Ermittlungsverfahren plant die Staatsanwaltschaft jedoch gegen Altbundeskanzler Helmut Kohl und den ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel, die als Berater Kirchs fungierten. Über den genauen Inhalt der Beraterverträge ist bis heute nichts Näheres bekannt.

(Quelle: Handelsblatt) 29.12.2003

Neuer Chef der französischen Filmexporteure

Chef von Roissy-Films

Raphaël Berdugo soll künftig den französischen Verband der Filmexporteure, den ADEF (das Pendant zum Verband deutscher Film Exporteure, VDFE), leiten. Bei Roissy war er bereits für eine Vielzahl nationaler und internationaler Produktionen verantwortlich.

(Quelle: Screen International) 24.12.2003

Frohe Weihnachten

Liebe Movie-College Freunde,

wo immer Ihr auch seid, wie auch immer Ihr die Weihnachtstage begeht, mit der Familie, Freunden, mit Euch selbst, ob Ihr es ungezwungen oder streng organisiert, glücklich oder auch nicht, verbringt. Auch wenn sie Euch das schon seit Monaten einreden wollen, das mit den Geschenken ist nicht die Hauptsache. Schaut Euch in die Augen und nehmt Euch mal wieder Zeit für Einander oder für Euch selbst.

Nachdem "No-Intelligence"-Fernsehformate wie "Superstars" in den Zuschauerquoten langsam abstürzen, besteht auch berechtigte Hoffnung, dass die Sender ihren Zuschauern endlich wieder mehr echte Filme anbieten werden. Gute Geschichten und starke Konzepte werden dann wieder gefragt sein. Und dann gibt's da noch einen Traum von einer Oscarnacht mit einem deutschsprachigen Werk und der stillen Hoffnung, dass gute europäische Filme auch in den jeweiligen Nachbarländern die verdiente  Anerkennung finden werden.

Wir wünschen Euch von ganzem Herzen ein angenehmes, ein friedliches, ein sorgenfreies Weihnachten und für das neue Jahr 2004 vor allem Gesundheit, Freude, Zufriedenheit und jede Menge geniale Filmideen.

Euer Movie-College-Team

 

23.12.2003
Länder vs. Bund

Keine gemeinsame Kulturstiftung

Zwei Jahre liefen die Verhandlungen zur Novellierung der Kulturstiftung der Länder, jetzt hat die Bayerische Staatskanzlei zum wiederholten Male die Gespräche scheitern lassen. Noch im Frühsommer sah es so aus, als könnte die Vereinigung der 16 Kulturstiftungen mit der jungen Bundeskulturstiftung gelingen. Doch die Forderungen des Freistaates Bayern wollte Kulturstaatsministerin Christina Weiss nicht akzeptieren. So forderte Bayern ein Vetorecht für jedes Land und die Vereinbarung von Finanzierungsgrundsätzen, die vorsehen sollten, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Beides erschien dem Bund als eine unzumutbare Einschränkung in der Handlungsfähigkeit. Die Tür zur gemeinsamen Stiftung ist nach Aussage von Christina Weiss zwar verschlossen, "aber der Schlüssel liegt im München." Zunächst einmal hat jedoch die kleinkarierte Debatte um föderalistische Macht die Konstitution der reichsten und größten Kulturstiftung verhindert.

(Quelle: Süddeutsche)  23.12.2003
Hanno Huth als Berater

Keine Vertragsverlängerung

Der Vorstandschef des Filmproduzenten und - verleihers Senator Entertainment Hanno Huth wechselt zurück in die Filmproduktion. Als Grund für sein Ausscheiden führt der 50-Jährige den Wunsch an, wieder Filme zu produzieren. "Ich kann nicht gleichzeitig Vorstandsvorsitzender sein und so nebenher gute Filme machen", so Huth. Im Sommer hatte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz dem Vorstand "massive Managementfehler" vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen des Verdachts auf Kursmanipulation und Kapitalanlagebetruges. Huth sagte, er sei guter Dinge, dass das Verfahren bald eingestellt werde. Der Filmproduzent von "Das Wunder von Bern" und "Stalingrad" wechselte 1983 zu Senator und hatte dort seit 1999 den Chefposten inne. Als Nachfolger ist der bisherige Geschäftsführer der Senator Filmproduktion, Christopher Borgmann im Gespräch.

(Quelle: Hollywoodreporter)  23.12.2003
Flexplay-DVD in Anwendung

Einweg-DVDs für César-Juroren

Wie bereits im Movie-College berichtet wurde vor kurzem die Flexplay-DVD entwickelt. Es handelt sich um eine Einweg-DVD die 24 Stunden nach erstem Öffnen der Verpackung unleserlich wird und damit nur für einen begrenzten Zeitraum nutzbar ist. Bedingt wird dies durch einen chemischen Prozess auf der Oberfläche, der durch die Luft in Gang gesetzt wird, wenn das Medium aus der Verpackung genommen wird. Entwickelt wurde diese DVD um damit besser gegen die starke DVD-Piraterie vorgehen zu können. So zeigt sich die neue Technologie nun das erste Mal bei der Verleihung des französischen Filmpreises "César" in Anwendung. Der Verleiher "MK2" hat seinen neuen Film "Elephant" von Gus Van Sant als Einweg-DVD an die Juroren gegeben. So soll verhindert werden, dass der Film nicht schon vor den offiziellen Kinostart in falsche Hände weiter gegeben werden kann. So besteht nun die Chance, dass "Elefant" mindestens bis zur "César"-Verleihung am 21. Februar 2004 unveröffentlicht bleibt.

(Quelle: MediaBiz)  22.12.2003
Französische Filme

Weniger Besucher im Ausland

Das französische Kino musste im ablaufenden Jahr einen Rückgang der internationalen Zuschauerzahlen um 12 % verzeichnen. Während in Ländern wie Japan, Russland oder England der Marktanteil sogar deutlich stieg und in den USA zumindest konstant blieb, fiel er in den direkten Nachbarländern, darunter auch Deutschland (-48%), dramatisch. Dies gab Margaret Menegoz, Chefin von Unifrance, der Exportorganisation des französischen Films in Paris bekannt.

(Quelle: Hollywood-Reporter)  21.12.2003
Erfolg ohne Ende

Good Bye Lenin nominiert

"Good Bye Lenin" von Wolfgang Becker ist von Vertretern der in Hollywood ansässigen Auslandspresse für den Golden Globe Award in der Kategorie "bester nicht englischsprachigen Film" nominiert worden. Neben dem deutschen Erfolgsfilm sind noch vier weitere Filme im Rennen. "The Barbarian Invasions" aus Kanada, "Monsieur Ibrahim" (Frankreich), "Osama" (Afghanistan) und "The Return" (Russland). "Die Nominierung durch die HFPA ist eine große Ehre für uns, und wir danken unserem Weltvertrieb Bavaria Film International und dem US-Verleiher Sony Pictures Classics für ihre außergewöhnliche Arbeit und das große Engagement im Vorfeld", sagt der Produzent Stefan Arndt von X Filme Creative Pool. Good Bye Lenin verzeichnet in Deutschland mittlerweile rund 6,5 Millionen Besucher. Bavaria Film International hat die Komödie inzwischen in insgesamt 65 Ländern verkauft. Damit zählt der Film über die letzten Tage der DDR bereits jetzt zu den erfolgreichsten deutschen Streifen im europäischen Ausland. Die 61st Annual Golden Globe Awards Ceremony findet am 25. Januar 2004 im Beverly Hilton Hotel statt. Die dort vergebenen Auszeichnungen gelten als Barometer für die Oscar- Nominierungen im April 2004.

(Quelle: German-Cinema)  19.12.2003
Deutscher Shooting Star 2004

Maria Simon nominiert

Maria Simon wird deutscher Shooting Star 2004 und tritt damit ihrem "Good Bye Lenin" Filmpartner Daniel Brühl in die Fußstapfen. Die gebürtige Leipzigerin machte dieses Jahr durch ihre Rollen in "Lichter" und "Lenin" auf sich aufmerksam, wofür sie sogar mit einer Nominierung zum Deutschen Filmpreis geehrt wurde. Die von der European Film Promotion geleitete Initiative wird unterstützt vom MEDIA-Programm und einzelnen Organisationen in verschiedenen europäischen Ländern, die für die Nominierungen verantwortlich sind. In Deutschland übernimmt diese Aufgaben die Export Union des Deutschen Films. Jedes Jahr werden so junge Schauspieler, die in ihren Heimatländern schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben durch Auftritt auf verschiedenen Festivals, wie der Berlinale, auch auf internationalem Parkett vorgestellt.

(Quelle: Mediabiz)  18.12.2003
Finnischer Pilotversuch

TV auf dem Handy

Ab Herbst nächsten Jahres soll in Helsinki der Pilotversuch zur Übertragung von Fernsehprogrammen auf Handys gestartet werden, bei dem zunächst 500 Nutzer den neuen Service testen werden. Beteiligt sind die finnischen Rundfunkanstalten, die Mobilfunkgesellschaften TeliaSonera und Radiolinja und der Handyhersteller Nokia, der für die technische Ausrüstung verantwortlich sein wird. Starten wird man mit drei Sendern, dem öffentlich-rechtlichen Senders YLE und die privaten Sender MTV3 und Nelonen.

(Quelle: Mediabiz)  17.12.2003
Verdienstorden

Jean Reno geehrt

Der französische Schauspieler Jean Reno ist in Frankreich von Staatschef Jacques Chirac mit dem Nationalen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Dabei wurden insbesondere die Errungenschaften des Schauspielers herausgestellt. Reno sei "einer jener ganz großartigen Schauspieler, die durch einen unsichtbaren Faden, ein Einverständnis, eine Freundschaft mit dem Publikum verbunden sind", so der Präsident zu dem inzwischen 55-Jährigen bei der Auszeichnung in Paris. Der in Marokko geborene Reno gehört zu den erfolgreichsten französischen Schauspielern. In Deutschland wurde er durch "Im Rausch der Tiefe", "Leon - Der Profi" und "Mission: Impossible" bekannt.

(Quelle: Yahoo)  16.12.2003
Unerwartet!

Ciampi stoppt Mediengesetz

Gestern hat sich der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi, gegen das von Berlusconi am 5. Dezember beschlossene Mediengesetz ausgesprochen. Völlig unerwartet teilte Ciampi dem Parlament mit, seine Unterschrift, ohne die das Gesetz nicht rechtskräftig wird, zu verweigern. Wie Ciampi begründete, würde der Pluralismus in Italien, durch das Gesetz gefährdet werden. In den vergangenen Wochen ist es in Italien selbst zu Demonstrationen gekommen.

(Quelle: Tagesschau)  16.12.2003
Lebenswerk-Oscar 2004

Blake Edwards wird geehrt

Der amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Blake Edwards, verantwortlich für Filmhits wie "Frühstück bei Tiffany" (1960) und die Serie "Der rosarote Panther", soll im nächsten Jahr bei der 76. Oscarverleihung den Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhalten. Als sein besonderer Erfolg neben "Tiffany" gilt die Neuverfilmung der Ufa-Komödie "Victor/Victoria" von 1982, in der seine Frau Julie Andrews die weibliche, wie auch die männliche Hauptrolle übernahm. Weitere seiner herausragenden Filme sind "Unternehmen Petticoat" (1959), "Die Tage des Weines und der Rosen" (1962), "Das große Rennen rund um die Welt" (1965) sowie "Was hast Du denn im Krieg gemacht, Pappi?" (1966). Besonders beliebt in seinen Filmen sind sein Wortwitz, Slapstick und die Verwechslungssituationen. Seine Vorgänger in der Kategorie ‚Ehrenoscar' sind Stars wie Gene Kelly, Harold Lloyd und Greta Garbo. Bei der vergangenen Verleihung wurde Peter O'Toole mit dem Lebenswerk-Oscar geehrt. Für Edwards wird es trotz seiner zahlreichen Filme der erste Oscar sein. Bisher erhielt er lediglich eine Nominierung für das Drehbuch zu "Victor/Victoria". Zu seinen letzten Taten in der Filmbranche zählen bisher seine Regiearbeit 1993 zu dem Pink Panther-Sequel "Son Of The Pink Panther" und die Komödie "The Birth Of The Pink Panther" mit Steve Martin, zu der Blake Edwards das Drehbuch schrieb und die 2005 anlaufen soll.

(Quelle: Spiegel)  15.12.2003
Schmidt und kein Ende

Was zeigt Sat.1 um 23.15 Uhr?

Der Sender Sat1 hat am Mittwoch erstmals über die Neubesetzung des Sendeplatzes der Harald Schmidt Show gesprochen. "Die gigantische Reaktion auf Harald Schmidts Rückzug hat uns dazu bewogen, seine legendären Sendungen noch einmal auszustrahlen", sagte der neue Sat1-Geschäftsführer Roger Schawinski. Im Grunde genommen ist der Sender jedoch gezwungen, zur Konserve zu greifen, da ein Nachfolgeformat kurzfristig nicht auf die Beine zu stellen ist. Die Programmänderung gilt vorerst bis zum 16. April. Eine eventuelle Schmidt-Nachfolge-Show wird dementsprechend nicht vor April an den Start gehen. Für die Zukunft ist Schawinski jedoch optimistisch. Er rechnet fest mit der Rückkehr des Entertainers zu Sat1 und werde sich so bald wie möglich mit Harald Schmidt treffen. Nebenher macht sich all der Wirbel um die Late Night Show für den Sender bezahlt. Am Dienstagabend sahen mit 1,79 Millionen mehr Zuschauer als sonst die "Harald Schmidt Show".

(Quelle: Handelsblatt)  12.12.2003
Frauenhandel im TV?

Verkauf Dich an den Bachelor!

Politikerinnen aller Parteien melden sich zu der RTL-Serie "Der Bachelor" zu Wort und fordern deren Absetzung. In der Sendung geht es um einen Junggesellen, der angeblich Millionär sei und eine Frau fürs Leben sucht. Zahlreiche Kandidatinnen werden ihm vorgestellt und buhlen um seine Gunst, denn schließlich entscheidet er sich, wen er zunächst in die engere Wahl nehmen und für welche letzte Frau er sich dann entscheiden will. Gerade wie sich die jungen Frauen gegenseitig auszustechen versuchen und sich dem Bachelor anbiedern, findet harte Kritik bei den Politikerinnen. So findet Sabine Bätzing (SPD): "Das Frauenbild, das dem Publikum vermittelt wird, ist erschreckend und erinnert mich an den arabischen Kamelhandel." Auch ihre Kollegin Katherina Reiche (CDU) sieht es ähnlich und glaubt in der Show einen Rückschritt für die Frauenbewegung zu erkennen. Alice Schwarzer habe umsonst gekämpft, wenn die Frauen in der RTL-Sendung ein solches Selbstbewusstsein zeigen. Auch in Österreich werden die Stimmen der Kritikerinnen in Politik und Gesellschaft lauter. Es ist abzuwarten, ob und wie die Politik in den beiden Ländern tätig werden kann.

(Quelle: Spiegel)  11.12.2003
Burda ohne Einbrüche

Neue Zahlen

Der Burda-Verlag, Nummer zwei der Verlagsbranche, rechnet nach den neuesten Zahlen mit einem konstanten Betriebsergebnis. Für 2004 wird kein nachhaltiger Konjunkturimpuls erwartet. Der Umsatz soll aber bei stabilem Gewinn weiter steigen, so das Unternehmen. Insbesondere die meisten großen Unternehmen der Branche hatten zuletzt durch die Werbekrise in Deutschland einschneidende Verluste hinnehmen müssen. Burda blieb dagegen relativ unbeschadet. Offenbar entwickeln sich insbesondere die Titel "Focus", "Bunte" und "Freizeit Revue" gut. Die drei etablierten sich zu den Cash-Cows des Portfolios und sichern in vorderster Linie die Deckungsbeiträge des Unternehmens. Allein das Wirtschaftsmagazin "Focus Money" hat in der Vergangenheit Verluste geschrieben.

(Quelle: Handelsblatt)  10.12.2003
Sir Peter Ustinov

Bayerischer Filmpreis

Am 16. Januar, wird an den britischen Schauspieler Sir Peter Ustinov, der Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises vergeben. Der 82 jährige Peter Ustinov, hat in mehr als 40 Filmen mitgespielt und ist zur Zeit im Kinofilm "Luther" zu sehen. Nun erhält er die Auszeichnung, mit der auch Roman Polanski, im vergangenen Jahr geehrt wurde.

(Quelle: Cinema)  10.12.2003
Buena Vista Musiker

Rubén González ist tot

Der kubanische Piano-Spieler Rubén González, Mitglied des Buena Vista Social Club, ist im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer schweren Arthrose in Havanna gestorben. 1919 in Santa Clara (südöstlich von Havanna) geboren, galt González als einer der legendärsten Figuren der kubanischen Musik. Einer Klavierausbildung an der Musikhochschule von Cienfuegos sollte eigentlich eine Karriere als Konzertpianist folgen, jedoch entschied sich González dann doch für die kubanische Musik. 1941 musste er sein Medizinstudium wegen wirtschaftlicher Probleme abbrechen, worauf er aber 1943 mit Arsenio Rodríguez seine erste Schallplatte aufnahm, die ihn über die Grenzen Kubas hinaus v.a. in Lateinamerika bekannt machte. 1996 begann er nach seiner Ruhesetzung Ende der achtziger Jahre erneut Musik zu machen. In hohem Alter und anfangs ohne Klavier schaffte er es diesmal zu Weltruhm. Bald darauf erschien das Solo-Album "Introducing Rubén González", wodurch der US-Pianist Ry Cooder auf ihn aufmerksam wurde und die CD "Buena Vista Social Club", auf der González zusammen mit Compay Segundo, den Chef des Buena Vista Social Club, Ibrahim Ferrer, Omara Portuondo, Eliades Ochoa und einigen anderen kubanischen Musikern spielt, produzierte. Der CD folgte der gleichnamige Film von Wim Wenders, der González, der zu dieser Zeit als einer der besten Pianisten weltweit galt, Compay & Company auch in Europa bekannt und beliebt machte. Fast das gesamte Ensemble im Rentenalter, gingen die Buena-Vista-Stars noch auf internationale Tourneen. Zuletzt trat González 2002 in Mexiko und Kuba auf, worauf sich sein Gesundheitszustand durch Lungen- und Nierenproblemen zusätzlich rapide verschlechterte. Bereits im Juli dieses Jahres war sein Kollege Segundo im Alter von 95 Jahren gestorben.

(Quelle: Spiegel)  09.12.2003
Lenin-Preisregen

Der Weg zum Oscar?

Nach der Oskarprämierung von Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" hat nun auch "Goodbye Lenin" seinen ersten großen internationalen Erfolg eingefahren. Man muss natürlich abwarten, wo die Welle der Filmpreise endet, aber das Prädikat "bester europäischer Film" ist dem Regisseur Wolfgang Becker nicht mehr zu nehmen. Die emotionale Rührung war in der Folge auch offensichtlich. "Damals hätten wir beinahe aufgegeben, so schrecklich waren die Dreharbeiten", sagte er. Insgesamt sahnte der Film in insgesamt 16 Kategorien ab. Geehrt wurden u.a. Drehbuchautor Bernd Lichtenberg, sowie Hauptdarsteller Daniel Brühl. Die Publikumspreise gingen an Saß, Brühl und Becker. Den Preis für die beste Regie erhielt Lars von Trier mit seinem "Theaterklassiker" Dogville.

(Quelle: Spiegel)  08.12.2003
David Hemmings

Schauspieler gestorben

Der Schauspieler David Hemmings, bekannt aus Kultfilmen wie "Blow-Up" mit Vanessa Redgrave und "Barbarella", starb im Alter von 62 Jahren an einem Herzanfall während des Filmdrehs zu seinem neusten Film "Samantha's Child" in Rumänien. Angefangen hatte er als Kinderstar und Seifenoperdarsteller. Nach seinen Erfolgen in den Sechzigern begann er als Regisseur und Produzent von Fernsehsendungen, wie das "A-Team" und "Airwolf". Erst in den letzten Jahren meldete er sich als Schauspieler in Filmen, wie "Gladiator", "Gangs of New York" und "Die Liga der außergewöhnlichen Gentelmen" zurück.

(Quelle: BBC)  08.12.2003
Will Quadflieg

Schauspiel-Legende gestorben

Einer der bekanntesten deutschen Schauspieler, Will Quadflieg, ist bereits am 27. November im Alter von 89 gestorben. Am 15. September 1914 im rheinischen Oberhausen geboren, sammelte er schon als Gymnasist Bühnenerfahrungen und vertiefte diese nach dem Abitur durch privaten Schauspielunterricht. Sein erstes Engagement erhielt er 1933 in seiner Heimatstadt, darauf folgten Gießen, Gera und Düsseldorf, bevor er 1937 an die Berliner Volksbühne und später ans Schiller-Theater ging, wo er von Heinrich George weiter ausgebildet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er bis 1964 ans Deutsche Schauspielhaus nach Hamburg. Hier arbeitete er sechs Jahre lang mit Gustaf Gründgens u.a. An dessen legendären "Faust"-Inszenierung, die bis heute zu den Meilensteinen der Theatergeschichte zählt. In dieser Zeit trat er auch häufig im Schauspielhaus Zürich auf und spielte zwischen 1952 und 1959 in Salzburg den "Jedermann". 1938 begann er mit seinem Debüt "Der Maulkorb" (nach Heinrich Spoerl) auch Filme zu drehen, während er, dem Theater immer noch treu, gleichzeitig auch für "Maria Stuart" und dem "Urfaust" auf der Bühne stand. Danach trat er vermehrt in zeitgenössischen Stücken, wie Max Frischs "Die chinesische Mauer" (1965) und Peter Shaffers "Equus" (1974) auf. Nach einer Pause Ende der sechziger Jahre entdeckte ihn schließlich der Regisseur Rudolf Noelte neu und sorgte für die künstlerische Rehabilitierung. Unter Jürgen Flimm spielte er in den Neunzigern in "König Lear", "Der Entertainer" und der "Wildente". Auch in zahlreichen Fersehrollen, wie Dieter Wedels Mehrteiler "Der große Bellheim", überzeugte er. Zuletzt war er am Hamburger Thalia Theater engagiert, wo er sich 1999 von der Bühne verabschiedete. Bis zu seinem Tod war Will Quadflieg nicht nur auf der Bühne engagiert. Er nahm auch Stellung zu Umweltthemen, Tierversuchen, Kultur und Politik und trat immer für die Pflege der deutschen Sprache ein. Als Pionier der heutigen Hörbücher, sprach er in den sechziger Jahren Interpretationen von Gedichten und andere literarische Texte für die deutsche Grammophon Gesellschaft.

(Quelle: Spiegel)  04.12.2003
Green verabscheut Reality TV

Die Shows sind eine Schande

Der britische Schauspieler Robson Green, äußerte über sogenannte "Reality TV Shows", dass sie billig und intellektuell karger Ersatz für gutes Fernsehen seien. Green sagte weiter, dass die Verbreitung und Vermehrung solcher Sendungen für das Land ungesund wäre. Das Problem, so Green sind die Aktionäre, die nicht mehr bereit sind in gute Programme zu investieren. Ihre Philosophie ist es stattdessen, die Investition schnell wieder heraus zu bekommen. Und da Reality Shows, wie Casting Sendungen in den Kosten billig sind und durch ihren Erfolg, schnell, viel Geld erbringen, sind sie beliebtes Investitionsgebiet.

(Quelle: Mediaguardian)  04.12.2003
Berlusconis Welt

Rai soll privatisiert werden

Berlusconi, dem die drei größten privaten Fernsehsender Italiens, sowie das größte Verlagshaus gehören, ließ ein neues Mediengesetz verabschieden. Das mit Mehrheit angenommene Gesetz, regelt den Besitz von Medienkonzernen neu und legt die Sparten Film, Verlagswesen, Print, Rundfunk, Musik und Internet zusammen. Demzufolge, könnte Berlusconi die Werbeeinnahmen seines Mediakonzerns, um eine Milliarde Euro erhöhen, ohne mit bisher existierenden Gesetzen in Konflikt zu kommen. Darüber hinaus, plant Berlusconi auch, den öffentlichen Fernsehsender RAI zu privatisieren. Die Opposition, sieht das neue Gesetzespaket als verfassungswidrig an und appeliert an den Staatspräsidenten Ciampi, den Entwurf nicht zu unterzeichnen.

(Quelle: Spiegel)  03.12.2003
Filmfest Mannheim-Heidelberg

Die Preisträger 2003

Auch das 52. International Filmfestival Mannheim-Heidelberg hat nun seine Pforten geschlossen und die Gewinner bekannt gegeben. In insgesamt acht Wettbewerben wurden 11 Preisträger ermittelt. Eine Internationale Jury, bestehend aus Mitglieder aus Belgien, Kanada, Deutschland und Ungarn, verlieh den Großen Preis von Mannheim-Heidelberg in zwei Sparten. Bester Spielfilm wurde "Plastic Tree" von Eo Il-Seon aus Korea und den Titel Bester Kurzfilm erhielt "Perebisnes" von Andrus Tuisk aus Estland. Mit dem Spezialpreis der Jury wurde der Schwede Daniel Lind Lagerlöf für seinen Film "Miffo" geehrt. Den Rainer Werner Fassbinder Preis gewann Matias Bize für den Film "Sábado" (Chile). Lobend erwähnt wurden der Japaner Ryuichi Hiroki für "Vibrator" und Blanca Lewin für den Film "Sábado", ebenfalls aus Chile. DerPublikumspreis ging an Goran Rebic für "Donau, Dunaj, Duna, Dunav, Dunarea" (Österreich). Eine zweite Jury, die FIPRESCI-Jury, bestehend aus Mitglieder aus Serbien-Montenegro, den USA, Schweden, Estland und Deutschland, verlieh den Preis der Internationalen Filmkritik an "De arm van Jezus" von dem Niederländer André van der Hout. Die Ökumenische Jury (Schweiz, Deutschland, Dänemark) verlieh ihren Preis and den iranischen Film "Khamoushiye" von Vahid Mousaian. Weiterhin wurden "Levity" von Ed Solomon (USA), "Sábado" von Mathias Bize und "Pod edno nebe" aus Bulgarien von Krassimir Krumov von den Mitgliedern der Jury der Kinobesitzer empfohlen.

(Quelle: Filmfestival)  03.12.2003
Patricia Roc verstorben

Gedenken an britische Darstellerin

Die britische Schauspielerin Patricia Roc ist am vergangenen Dienstag im Alter von 88 Jahren in Locarno an einem Nierenleiden gestorben. Die Schauspielerin, die 1915 ihre Karriere im Theater begann, war zwischen 1945 und 1950 in Großbritannien ein Star, lebte aber zuletzt zurückgezogen in Minusio bei Locarno. Von 1938 bis 1960 spielte sie in rund 40 Filmen, zog sich aber bereits im Alter von 45 Jahren aus der Branche zurück. Ihren größten Erfolg hatte die Darstellerin mit der Hauptrolle im Film "When the Bough Breaks" von Lawrence Huntington (1947). Zuvor spielte sie in britischen Kostümfilmen wie etwa "The Farmer's Wife" (1941) und "The Wicked Lady" (1945).

(Quelle: der Standard) 31.12.2003

Francis Thomson gestorben

Trauer um Dokumentarfilmer

Der Dokumentarfilm-Regisseur Francis Thompson ist nach Zeitungsberichten am zweiten Weihnachtsfeiertag im Alter von 95 Jahren an Lungenentzündung gestorben. Der Regisseur hatte 1965 einen Oscar für seinen Film "To Be Alive!" gewonnen, der für die Vorführung auf drei Leinwänden gedreht worden war. Zu Thompsons herausragenden Arbeiten zählte auch der Film "N.Y., N.Y", der einen Tag in der Metropole dokumentiert. Dabei filmte er Stadt und Menschen vor allem durch Speziallinsen, Prismen und Spiegel. Mit seiner Technik, parallel ablaufende Geschehnisse gleichzeitig auf mehreren Leinwänden zu zeigen, gab der Regisseur wesentliche Anstöße für die Entwicklung von Imax-Filmen, die dem Publikum das Gefühl vermitteln, sich mitten in der Handlung zu befinden.

(Quelle: Abendblatt) 30.12.2003

"Mr. Bean" mal ganz ernst

Klinikaufenthalt

Der britische Komiker Rowan Atkinson, bekannt als "Mr. Bean", hat wegen extremer Depression fünf Wochen in einer Prominentenklinik in den USA zugebracht. Nach Zeitungsberichten hatten vor allem schlechte Kritiken zu der Agentenkomödie "Johnny English" die Lebenskrise ausgelöst. Wie es hieß, will Atkinson nach den Verrissen ein Jahr lang nicht mehr arbeiten. Trotz der schlechten Kritiken aus der Fachpresse war "Jonny English", ein Film über einen tölpelhaften britischen Agenten, in den Kinos ein großer Publikumserfolg.

(Quelle: N-TV) 24.12.2003

Schmidt Nachfolge geregelt

Anke Engelke geht an den Start

Comedy Star Anke Engelke wird ab dem Frühjahr vier mal in der Woche auf Sendung gehen und damit bei Brainpool TV die Nachfolge von Harald Schmidt antreten. "Anke Engelke ist nicht nur Deutschlands witzigster, sondern auch vielseitigster weiblicher Star", so der neue Sat.1-Chef Roger Schawinski. "Von der ersten Stunde an war sie auf unserer Wunschliste die klare Nummer eins - meine Traumbesetzung." Engelke sei vor allem durch ihre großartigen Interviews, perfekte Sketch-Comedy, sowie ihren Gesang die Idealbesetzung für den Sendeplatz. Auch der Comedy Star selbst freut sich auf den neuen Job. "In Sachen Entertainment ist Late Night das Größte. Bislang war es eine heimliche Liebe, ein stiller Traum." Vor Engelke war auch Sandra Maischberger (ARD) als Schmidt-Nachfolgerin gehandelt worden. Harald Schmidt präsentiert heute seine letzte Show nach acht Jahren bei Sat.1.

(Quelle: Spiegel)  23.12.2003
Kopierschutz-Knacker frei

Gericht gab Hacker Recht

Der 20-jährige Jon Lech Johanson wurde am vergangenen Montag von dem Vorwurf der Entwicklung und Verbreitung von Kopierschutzknackprogrammen freigesprochen. "Die Revision wurde abgelehnt", teilte Richter Skjeggestad der Presse mit. Erneut gab damit ein Gericht dem Angeklagten Recht, daß die Anwendung der Software DECSS für den privaten Gebrauch nicht gegen geltendes Gesetz verstoße. Für die Motion Picture Association of America ist dies ein schwerer Rückschlag. Die Branchenvereinigung zeigte sich in einem Statement überaus enttäuscht und forderte den Gesetzgeber auf, "diesen augenscheinlichen Defekt in Norwegens Gesetzen schnellstmöglichst zu beheben". Verbraucherschützer sahen in dem Urteil allerdings einen Sieg für die freie Meinungsäußerung und die Bürgerrechte.

(Quelle: MediaBiz)  23.12.2003
UK Independents

Bessere Regeln

Ofcom, der Regulator der Medienindustrie, stellte gestern ein neues Konzept, dass die Handelsabkommen zwischen Fernsehanstalten und unabhängigen Produzenten regeln soll, vor. Mit den neuen Regulierungen erhofft man sich die Finanzlage der Produzenten, durch mehr Macht bei Verhandlungen mit Rundfunkanstalten, zu verbessern. Dazu gehört u.a., dass BBC, ITV, Channel Five, Channel 4 und S4C Preislisten für den Ankauf der Rechte von Filmen erstellen müssen, die Premieren und eine Anzahl von Wiederholungen umfassen. Regelungen, die Rundfunkstationen die Rechte von Vertrieb an andere Länder und Premiere in Großbritanien sichern, werden abgeschafft. Jedoch wird Ofcom nicht in Debatten zwischen unabhängigen Produzenten und einer Fernsehanstalt eingreifen. Sie schlugen vor Widersprüche durch Schlichtung oder Vermittlung durch einen Nichtbeteiligten, der als Schiedsrichter fungieren soll, vor. Die Vorschriften werden folgendes Jahr, sobald sie von Ofcom offiziel genehmigt sind, in Kraft treten. John McVay, Vertreter der unabhängigen Produzenten, zeigte sich zufrieden. Seiner Meinung nach wäre es ein Schritt in die richtige Richtung. Auch Andrew Zein von Tiger Aspect betonte, dass es vor allem für die kleinen Produktionsfirmen, die die Mehrheit in Großbritannien ausmachen, Verbesserungen bringen würde.

(Quelle: Mediaguardian)  19.12.2003
Pay TV kriegt Hormonschub

Vollerotik ab 2004

Die Landesmedienanstalten (DLM) haben gestern dem Abosender Premiere die Genehmigung erteilt, Erotik Programme anzubieten. Damit wird erstmals im deutschen Fernsehen legal und offiziell ein so genanntes "Vollerotik"-Programm zu sehen sein. Der Start bei Premiere wird nach Angaben aus Senderkreisen wohl im ersten Quartal 2004 erfolgen. Der Abosender plant mit "BlueMovie" und "Erothek" gleich zwei Pornoangebote. Georg Kofler hatte sich seit langem dafür eingesetzt, die Pornografie zum regelmäßigen Bestandteil seines Programms zu machen, um die Attraktivität des Senders für neue Abonnenten zu stärken. Er hat den Medienaufsehern wiederholt zugesichert, für größtmöglichen Jugendschutz zu sorgen. Danach lassen sich die Filme nur nach einem komplizierten und kostspieligen Verfahren abrufen. Darüber hinaus benötigt der Nutzer zusätzlich zu seinem Decoder eine weitere Smart Card, um sich vor dem Abruf der Filme zu legitimieren.

(Quelle: Spiegel)  19.12.2003
DSF in der Gewinnzone

Fußball neues Zugpferd

Seit zehn Jahren existiert der Sportsender DSF und schrieb seither kontinuierlich Verluste in Millionenhöhe. Im Jahr 2003 könnte der Sender zum ersten Mal knapp die Gewinnschwelle erreichen. "Der Break-Even ist 2003 zum Greifen nahe. Wenn das Jahr noch ein paar wenige Tage hätte, würden wir die Gewinnschwelle erreichen", so Senderchef Rainer Hüther. "Nächstes Jahr erreichen wir einen deutlich siebenstelligen Gewinn im unteren mittleren Bereich", kündigte er an. Der frühere Sportkanal von Leo Kirch wurde im Mai 2003 vom Handelskonzern Karstadt-Quelle übernommen. In diesem Zusammenhang erwarb der Sportsender darüber hinaus die Übertragungsrechte der Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga. Dadurch hatte das DSF in der laufenden Saison zusätzliche Werbekunden und Zuschauer gewonnen.

(Quelle: Handelsblatt)  18.12.2003
Die Rückkehr des Königs

Kinostart

In der vergangenen Nacht haben tausende Cineasten den Kinostart von der "Rückkehr des Königs" miterlebt. In zahlreichen deutschen Städten, strömten als Elben und Hobbits verkleidete in das finale Fantasyereignis der Triologie "Der Herr der Ringe". Mit der Rekordauflage von 1330 Kopien, ist der Film nun täglich in den deutschen Kinos zu sehen. Die ersten beiden Teile von Peter Jackson, haben bisher 1,8 Mrd. US Dollar eingespielt. Für den dritten Teil wird eine ähnlich positive Bilanz erwartet.

(Quelle: N-TV)  17.12.2003
Jeanne Crain

Hollywoodstar gestorben

Die Hollywoodschauspielerin Jeanne Crain starb im Alter von 78 Jahren an einer Herzattacke vergangenen Sonntag in ihrem Haus in Santa Monica. Besonders in den vierziger und fünfziger Jahren war sie in vielen Filmen wie "The Gang's All Here", "Home in Indiana" und "Winged Victory" u.a. neben Frank Sinatra ("The Joker is Wild"), Glenn Ford ("The Fastest Gun Alive") und Kirk Douglas zu sehen und wurde 1949 für ihre Hauptrolle in dem kontroversen Film "Pinky" von Elia Kazan sogar für den Oscar nominiert. Darin spielte sie eine junge schwarze Frau, die vorgibt weiß zu sein. Ihre Karriere begann 1945 als sie von 20th Century Fox in einem Schönheitswettbewerb entdeckt und unter Vertrag genommen wurde. Sie heiratete Paul Brinkman und bekam mit ihm sieben Kinder. In den Sechzigern zog sie sich von der Schauspielerei zurück und arbeitete auf ihren beiden Farmen.

(Quelle: BBC)  16.12.2003
Italien ohne Fernsehfieber

Aufruf zum Streik

Die Kulturverbände in Italien haben zur Befreiung von der "Skalverei des Fernsehens" aufgerufen. Unter dem Motto ein Buch statt einer Soap Opera waren die Italiener somit aufgerufen, sich am vergangenen Wochenende dem ersten TV-Streik im Land anzuschließen. "Wir wollen den Leuten klar machen, dass es andere Wege gibt, um die Zeit zu geniessen", so eine Sprecherin des Mailänder Kulturverbands. Das Fernsehen sei nach Meinung des Verbandes der dominierende Grund für Isolation und Schwerfälligkeit. Der Initiative schlossen sich Dutzende von Restaurants, Kunstgalerien, Museen und Buchhandlungen an, die an diesem Wochenende Vergünstigungen zwischen 20 und 40 Prozent anboten. Experten schätzen nach ersten Analysen ein, dass sich rund 400.000 Italiener am Streik beteiligt haben. Nach einer Umfrage eines Forschungsinstituts bezeichnen 68 Prozent der Befragten das Niveau der italienischen Sender als "niedrig" oder sogar "sehr niedrig". Auch die staatliche RAI kommt nicht gerade gut weg: Nur rund 34 Prozent der Zuschauer halten die Programme für befriedigend. Etwas besser sieht es da für Ministerpräsident Silvio Berlusconis Mediaset-Gruppe aus. Mit den Sendern Canale 5, Rete 4 und Italia 1 sind über 41 Prozent der Befragten zufrieden.

(Quelle: BBC)  15.12.2003
Bertelsmann verurteilt

Konzern soll 200 Mio. Euro zahlen

Ein Geschworenen-Gericht in Kalifornien hat den deutschen Medienkonzern Bertelsmann am Donnerstag wegen Vertragsbruchs für schuldig gesprochen. Danach muss der deutsche Medienkonzern zwei früheren Beschäftigen über 200 Millionen Euro zahlen. Die Kläger und ehemalige Beschäftigte von Bertelsmann Andreas von Blottnitz und Jan Henric Buettner behaupten, ihnen sei eine Erfolgsbeteiligung während ihrer Zeit bei der Bertelsmann AG (Gütersloh) zugesichert worden. Von 1995 bis 1997 war Buettner Geschäftsführer von AOL Deutschland. Von Blottnitz übernahm seinen Posten bis 1999. Als dieses Versprechen ausblieb, hatten sie das Unternehmen auf einen "fairen Anteil" an dem Erlös aus dem Verkauf der 50-Prozent-Bertelsmann-Beteiligung an AOL Europe verklagt. Ulrich Koch, Chef-Syndikus von Bertelmann, bewertet die Höhe des verhängten Urteils als viel zu überzogen und stellt in Aussicht, einen neuen Prozess zu beantragen oder gegen das Urteil Berufung einzulegen.

(Quelle: Handelsblatt)  12.12.2003
Jeder will ihn

Schmidt weiter umworben

Die Nachrichten über Harald Schmidt überschlagen sich und täglich häufen sich die Angebote für den Qualitäts-Showmaster (noch) von Sat1. Nach dem ZDF zeigt sich nun auch die ARD, vertreten durch Günter Stuve, daran interessiert, den Talkmaster zurück ins öffentlich-rechtliche Fernsehen zu holen. So erklärte der Programmdirektor des Ersten: "Harald Schmidt ist ein Kind der ARD, wie es kaum ein anderes gibt. Wir hoffen, dass er seine Heimat wiederfindet ." Dennoch sei noch kein offizielles Angebot an den Late-Night-Quotenbringer gemacht worden. Dieser hält sich mit klaren Aussagen zurück und wartet ab, nicht zu letzt, weil selbst bei Sat 1 noch alles offen ist. Hier hat der neue Geschäftsführer Roger Schawinski noch nicht aufgegeben und will sich mit Schmidt in Ruhe aussprechen. Zugleich erklärt sich auch die Bühne des Berliner Ensembles durch Intendant Claus Peymann interessiert. An dem Traditionstheater bietet man dem Moderator mit Theatererfahrung ein Engagement an.

(Quelle: Abendblatt)  11.12.2003
Der Mäzen im Mittelpunkt

WDR Chef wirbt um Schmidt

Noch hält sich WDR Chef Pleitgen vornehm zurück, aber bereits wenige Tage nach der Verkündung vom Ende der Harald Schmidt Show meldet der Intendant öffentlich Interesse an Schmidt an. Mit seinem intellektuellen Anspruch sei der TV-Satiriker "für das öffentlich-rechtliche Fernsehen wie geschaffen". Pleitgen versicherte, er respektiere den offensichtlichen Wunsch Schmidts, derzeit in Ruhe gelassen zu werden. Er werde aber auch nicht tatenlos zusehen, wie der Entertainer von der Konkurrenz umworben wird. Auch das ZDF will Schmidt an sich binden. "Interesse ist auf jeden Fall da", sagte ein Sprecher des Mainzer Senders. "Es gibt bislang keine Gespräche oder Kontakte." Hierfür sei es noch zu früh. Generalsekretär Markus Söder unterstreicht jedoch den Nachdruck des Senders. "Harald Schmidt statt ‚Blond am Freitag' wäre ein Quantensprung in der Qualität." Hans Hermann Tiedje, Vorstand von WMP EuroCom AG denkt in diesem Zusammenhang in ganz anderen Dimensionen. "Wer Schmidt hat, kann was kriegen, z. B. leichter eine Gebührenerhöhung."

(Quelle: Süddeutsche)  10.12.2003
Kreativpause

Ersatz für Schmidt

Nach achtjährigem Bestehen der erfolgreichen "Harald Schmidt Show", verkündete der Entertainer, dass es die Sendung im kommenden Jahr nicht mehr geben wird. Wie Schmidt erläutert, braucht er erst mal eine Kreativ- und Bildschirmpause. Gespräche über eine neue Late-Night-Show sind schon im Gange. Roger Schawinski, der neue Sat1 Chef, plant ein brandaktuelles Format a la David Letterman und Jay Leno. Nach einem geeigneten Moderator wird augenblicklich gesucht. Die letzte Sendung, Schmidts alt bewerter Show, wird am 23. Dezember ausgestrahlt.

(Quelle: Spiegel)  09.12.2003
Kritik der Film-Akademie

Fehlender Bildungsauftrag

Fernsehen ist auch im medialen Zeitalter nicht bloße Unterhaltung. Wer auf billige Shows setzt, statt dem öffentlichen Bildungsauftrag nachzukommen, verfehlt die Ziele des medialen Systems. Zu dieser Erkenntnis ist zumindest Stefan Arndt, Chef der Deutschen Filmakademie, gekommen. So nett auch Shows wie "Unsere Besten" seien, "es gibt eine Bildungspflicht der Öffentlich-Rechtlichen und wir finanzieren dieses System." Aus diesem Grund, so Arndt, hätten es die Deutschen auch schwer auf dem internationalen Markt. Wer ausländische Projekte hierzulande nicht zeigt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Absatz deutscher Projekte stagniert.

(Quelle: Süddeutsche)  08.12.2003
Saban räumt auf?

Sat1-Chef entlassen

Haim Saban, neuer Besitzer des TV-Konzerns ProSiebenSat.1, räumt völlig unerwartet den Vorstand des Unternehmens auf. Nachdem sich der Konzern vor wenigen Wochen von TV-Vorstand Ludwig Bauer trennte, wurden jetzt Sat1-Chef Martin Hoffmann und Nachrichtenvorstand Claus Larass entlassen. Künftig wird der Schweizer Roger Schawinski, der u.a. Tele24, den ersten landesweiten Privatsender in der Schweiz gegründet hat, für Sat1 verantwortlich sein. Larass, dessen Posten nicht neu besetzt werden soll, muss den TV-Konzern zum Jahresende entlassen. Den Abschied von Larass, der früher als Chefredakteur und Herausgeber der Bild tätig war, hatte man in der Branche erwartet, da Saban schon seit längerem auf eine Vorstandsverkleinerung drängte. Bei Sat1 hatte Larass die Integration von N24 und des früheren Sat1- Nachrichtenbereichs maßgeblich geprägt. Als N24-Geschäftsführer wird Torsten Rossmann sein Nachfolger. Rossmann war bislang Konzernsprecher bei ProSiebenSat.1. Schawinskis Rauswurf ist hingegen eine Überraschung, er sollte dem Sender helfen das kommende Jahr wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Bereits nach der Übernahme letzten Sommer hatte Saban die Personalpolitik zu ändern. Zunächst schickte er Vertraute, wie den Belgier Guillaume de Posch, der jetzt auch die operativen Geschäfte verantwortet, in den Aufsichtsrat.

(Quelle: Spiegel)  05.12.03
Carl Schenkel gestorben

Regisseur von "Abwärts"

Der aus Bern stammende Filmemacher und Drehbuchautor Carl Schenkel starb vergangenen Montag im Alter von 55 Jahren überraschend an Herzversagen. Angefangen hatte er nach einem Soziologiestudium mit einem Werbefilm über Frankfurt. Danach folgten Assistenzzeiten bei Wolfgang Staudte in Berlin und bei Sigi Rothemund und Harald Reinl München. Bei der Kinderserie "Timm Thaler" fungierte er als Regie-Assistent. Sein Filmdebüt hatte der Schweizer 1981 mit "Kalt wie Eis". Der Fahrstuhl-Thriller "Abwärts", den er 1984 drehte, wurde sein größter Erfolg und machte ihn über Nacht zu dem Hoffnungsträger des deutschen Films. Götz George und Wolfgang Kieling übernahmen darin die Hauptrollen und Hannes Jaenicke war das erste Mal als Schauspieler zu sehen. Sein auf einer waren Geschichte beruhendes Krebs-Drama "Zwei Frauen" wurde 1990 sogar für den Deutschen Filmpreis nominiert. Als letztes drehte er in Deutschland den Krimi "Kalte Küsse" mit Marie Bäumer und Jochen Nickel in den Hauptrollen und den Wirtschafts-Thriller "Feindliche Übernahme" mit Klaus Löwitsch und Désirée Nosbusch. Schenkel lebte seit Jahren in den USA, wo er u.a. den Schach-Thriller "Knight Moves - Ein mörderisches Spiel" (mit Christopher Lampert), "Tarzan And The Lost City" und den Horrorfilm "Die Hexen von Bay Cove" drehte. In seiner Wahlheimat Los Angeles war er aber vor allem fürs Fernsehen tätig. So entstand der Thriller "Silhouette" mit Faye Dunaway. Die TV-Version von Agatha Christies "Mord im Orient-Express" wurde zu einem seiner letzten Projekte.

(Quelle: Spiegel)  04.12.2003
Video on demand

Startprobleme

Die Erfolgsprognosen für das Fernsehen der Zukunft mit Video on Demand haben sich in der Realität bisher noch nicht bewahrheitet. So prognostizierten Analysten für das Jahr 2006 Umsätze von 2,5 Mrd. $ bei europaweit 8,5 Millionen Abonnenten. Von einem Massenmarkt für Pay-per-View-Angebote kann derzeit jedoch keine Rede sein. Aus diesem Grund liegt die Testphase der Telemünchen-Gruppe erst einmal auf Eis. "Wir können jederzeit wieder starten. Aber nur gegen fixe Lizenzgebühren", so ein Sprecher. Ein Erlös-Sharing-Modell, wie in der Testphase praktiziert, rechnet sich für den Filmhändler nicht. Seit Anfang November bietet T-Online in seinem Portal Spielfilme zum Herunterladen an. Die Zugriffsberechtigung zum Preis von 3,50 bis 4 Euro pro Film gilt jeweils 24 Stunden. Das Ziel des T-Online Konzerns sind 500 laufend aktualisierte Filme im Programm. Aber auch Konkurrent Arcor ist mit dem Markt für Video on Demand unzufrieden. "Unsere Umsatzerwartungen sind eher zurückhaltend. Der Markt befindet sich noch im Aufbau."

(Quelle:Financial Times)  04.12.2003
Disney-Konflikt wächst

Disney und Gold gegen Eisner

Die Krise bei Disney hat sich durch vermehrte Kritik an der Firmenpolitik des Vorsitzenden Michael Eisner durch Stanley Gold, einem weiteren Mitglied des Aufsichtsrates, verschärft. Gold, der gestern ebenfalls von seinem Amt zurücktrat, hielt Eisner in einem fünfseitigen Brief schlechte Führung vor und kritisierte weitere Mitglieder der Führungsspitze seine Entscheidungen nur noch bestätigt, anstatt auch geprüft zu haben. Sein abrupter Entschluss folgte dem Vorbild von Roy Disney, der Eisner Habgier und Geldscheffelei vorgeworfen hatte. Beide waren sich in den letzten Jahren über Kritik gegenüber Eisner immer einig und hatten sogar im vergangenen Jahr versucht Eisner seines Amtes zu entheben. Jetzt riefen beide zu Protesten der Aktionäre gegen Eisner auf. Jedoch ist es zu bezweifeln, dass sie damit Erfolg haben werden, da der Konzern im letzten Jahr, besonders durch "Fluch der Karibik", wieder schwarze Zahlen verzeichnen konnte. Und gerade Eisner, seit 1984 in seiner heutigen Position, verhalf dem Unternehmen und den Aktionären zu großen Gewinnen. Trotzdem kündeten Disney und Gold an sich mit den Aktionären zu treffen und über die derzeitige Führung des Konzerns zu sprechen.

(Quelle: Media Guardian)  03.12.2003
Disney ohne Disney

Nur der Dollar zählt

Letzten Sonntag legte Roy Disney sein Amt als Vize-Vorsitzender im Aufsichtsrat von Walt Disney nieder. Es war weniger eine freiwillige Entscheidung als vielmehr durch den Druck des Rates begründet, denn man hatte dem 73 jährigen Neffen des verstorbenen Gründers Walt Disney mitgeteilt, dass man die Regelung mit der Altersgrenze von 72 Jahren auch auf ihn anwenden werde. Damit verlässt das letzte Familienmitglied den weltweiten Mega-Konzern. Er hatte seit 1954 für das Unterhaltungsunternehmen gearbeitet und nimmt seinen Hut nicht ohne deutliche Kritik an der Konzernführung. Es sei, laut eines Schreibens von Disney, auch eigentlich der Vorsitzende Michael Eisner der gehen müsse und nicht er selber. Der seit 1984 das Unternehmen führende Eisner habe die Firmenpolitik so bestimmt, dass das Unternehmen nun in der Öffentlichkeit als "habgierig, seelenlos und stets auf der Suche nach dem schnellen Dollar" wahrgenommen werde. Auch die wirtschaftliche Lage des Konzerns nach Filmflops, negativer Entwicklung bei den Vergnügungsparks und Problemen bei dem eigenen TV-Sender ABC seien Eisner anzurechnen. Dennoch war es Roy Disney selber gewesen, der 1984 mitgeholfen hatte, Michael Eisner an die Führungsspitze zu bringen. Damals hatte Disney auch für wenige Monate den Aufsichtsrat verlassen. War es einst nur ein Schachzug um Eisner zur Macht zu verhelfen, so ist es heute ein definitiver Abschied im Streit mit eben dieser Person.

(Quelle: Media Guardian)  02.12.2003
Coca-Cola bei BBC

Nur inoffizielle Sponsoren

Die BBC wurde gestern durch die Ankündung, dass Coca-Cola neuer Sponsor der Musik Charts bei Top of the Pops wird, in harte Diskussionen um die Werbung von Fast Food bei Kindern verwickelt. Coca-Cola wird laut Vertrag die Single und Album Charts für zwei Jahre sponsern. Deswegen wirft man der Firma vor, ihr Versprechen hinsichtlich Werbung an unter 12jährige zu brechen. Die Zusicherung die Werbung für ihre Getränke nicht an Kinder zu richten, brachte dem Konzern damals viel Zulauf. Die BBC erlaubt als öffentlich bezahltes Unternehmen kein direktes Sponsoring seiner Programme. Genehmigt sind lediglich Erwähnungen von unterstützenden Firmen anderer Events und Produkte.

(Quelle: Media Guardian)  02.12.2003
Berlinale 2004

Erste Kandidaten für Wettbewerb

Die ersten Filme für den Wettbewerb um den Goldenen Bär sind in Berlin bereits eingetroffen. "Die Nacht singt ihre Lieder" heißt der neue Film des deutschen Regisseurs Romuald Karmakar ("Der Totmacher"), der am Wettbewerb teilnehmen wird. Die Liebestragödie, basierend auf einem Theaterstück des norwegischen Autors Jon Fosse, spielt in Berlin und handelt von Enttäuschungen und Erwartungen eines jungen Paares. Vom amerikanische Regisseur Ron Howard, der dieses Jahr einen Oscar für "A Beautiful Mind" erhielt, kommt der Western "The Missing", der auf Motiven von Thomas Eidsons Roman `The Last Ride" beruht. In den Hauptrollen spielen Tommy Lee Jones und Cate Blanchett. "La vida que te espera ("Your Next Life") von Manuel Gutierrez Aragón, der zu den bekanntesten und renommiertesten Regisseuren Spaniens gehört, erzählt eine tragische Liebes- und Familiengeschichte in der ländlichen Abgeschiedenheit Nordspaniens. Aus Kroatien kommt mit "Svjedoci" ("Die Zeugen") von Vinko Bresan ebenfalls ein Wettbewerbsbeitrag. Der Film hat in seinem Heimatland schon zahlreiche Preise gewonnen und wurde für den Auslands-Oscar nominiert. Doch hat er auch für Furore gesorgt, da er vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Krieges die fatalen psychischen Auswirkungen von Kriegs- und Gewalterfahrung behandelt. Die dänische Regisseurin Annette K. Olsen kommt mit ihrem zweiten Film "Forbrydelser" ("In Your Hands") nach Berlin. Darin erzählt sie sensibel die Begegnung einer jungen Pastorin mit den Insassen eines Frauengefängnisses.

(Quelle: Spiegel)  02.12.2003
Filmschulfestival München

Preisverleihung

Gestern Abend ging das Filmschulfestival mit der Preisverleihung, bei der insgesamt zwölf Filme ausgezeichnet wurden, die von der fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Peter Sehr aus 77 Beiträgen ausgewählt worden waren, zu Ende. Der VFF Young Talent Award für den besten Film, dotiert mit 3000 Euro, ging an "Dremano Oko" von Vladimir Perisic aus Frankreich. Den Student Camera Award für beste Kamera (1000 Euro) erhielt Martijn van Broekhuizen als Kameramann in dem niederländischen Film "Untertage" von Jiska Rickels. Mihal Brezis und Oded Binnun wurden für ihr Drehbuch zu "Oneg Shabat" (Sabath Entertainment) mit dem Luggi-Waldleitner-Preis, gestiftet von der Familie Waldleitner ausgezeichnte. Oscar-Preisträger Rolf Zehetbauer ("Cabaret") war eigens gekommen, um den nach ihm benannten Preis für die beste Szenografie an "Machine" von Jonathan Bentovim, mit einem Szenenbild von Emily Harris (London Film School) zu überreichen. Der ESP-Förderpreis (Stipendium des European Subsidy Program for Young Film Professionals für ein Praktikum bei einer renommierten europäischen Kinoproduktion) erhielt "Lidé z Autobusa" (Passengers) von Vaclav Kadrnka aus Tschechien. Der ProSieben Nachwuchspreis für beste Regie eines deutschen Films ging an Ulrike Grotes "Himmelfahrt". "Fragile" von Sikander Goldau von der HFF München erhielt den Panther-Preis für die beste Produktion eines deutschen Films. Der Special Prize of the Jury ging an "Zwölf 1/2 Minuten" von Joscha Douma. (Filmakademie Baden-Württemberg) und an "Grauzone" von Karl Brettschneider und Christian Haake (Universität für Musik und Darstellende Künste, Österreich). Besonders erwähnt wurden "Excursion" von Cris Jones aus Australien, "Lucie & Vera" von Julia von Heinz, Berlin und "Sea Monsters" von Mark Walker aus Großbritannien.

(Quelle: Movie-College)  01.12.2003

 

November 2003

Regensburger Kurzfilmwochen

Die Preise sind raus!

Die Regensburger Kurzfilmwoche ist vorbei. Seit dem 19.11.2003 wurden Filme aus den unterschiedlichsten Ländern vorgestellt und von einer Jury prämiert. Beim Internationalen Wettbewerb erhielt "Skazki Na Bolote" (Russland 2002) von Mikhail Jeleznikov den Kurzfilmpreis des Bayerischen Rundfunks. Den Kurzfilmpreis der Stadt Regensburg gewann "Grauzone" (Österreich 2003) von Karl Bretschneider. "Skazki Na Bolote" (Russland 2003) von Mikhail Jeleznikov wurde besonders erwähnt. Zum Publikumsliebling wurde der polnische Film "Kontroler" von Peter Vogt gekürt. Im Deutschen Wettbewerb gewann "Ich und das Universum" (2003) von Hajo Schomerus den Short Film Award, Andresa Hells "Auf Historischer Mission - Eine Gutenacht-Geschichte" erhielt den Regensburger BMW-Kurzfilmpreis und "Kleiner Havelländischer Hauptkanal" von Dagie Brundert wurde mit dem Max-Bresele-Gedächtnispreis geehrt. Publikumsliebling im Deutschen Wettbewerb war "Finow" von Susanne Quester. Die deutsch-französische Produktione "Rue du Paradis" von Stefan Hofmarksrichter erhielt im Rahmen desRegionalfensters den Regionalpreis. Eine besondere Erwähnung bekam dabei "Wiesbaden Home Video" von Boris Kasbauer. Den Förderpreis des FilmFernsehFonds ging an "Vergessen" von Adam Neumann. Sikander Goldaus "Fragile" wurde besonders erwähnt.

(Quelle: Regensburger Kurzfilmwoche)  28.11.2003
Kriegsgegner Sean Penn

Zurück in den Irak

Schauspieler und Regisseur Sean Penn, der sich bereits letztes Jahr Dezember auf einer Friedensmission im Irak aufhielt, plant eine weitere Reise dahin, um die Menschen und ihr Leben in dem von Krieg zerstörten Land kennen zu lernen. Noch vorher will er seine Notizen von seiner ersten Reise, bei der er Aufsehen erregte, weil er sich öffentlich gegen den Krieg aussprach, im ‚San Francisco Chronicle' veröffentlichen lassen. Derzeit ist er in einen $15 Millionen-Streit mit dem Produzenten Steve Bing, mit dem er einen Film zusammen machen wollte, verwickelt. Der Oscar-Nominierte ("Dead Man Walking", "Sweet and Lowdown", "Ich bin Sam") behauptet, dass Bing ihm seine Rolle wegen seiner Opposition gegen den Irakkrieg verwehrt. Bing wiederum klagt Penn an, dass er ihn erpressen würde.

(Quelle:BBC)  27.11.2003
Kurzfilmwettbewerb

Clips über die Wahrheit

Ein Aufruf für einen Kurzfilmwettbewerb der ganz anderen Art wurde unter dem Motto "Bush in 30 Sekunden" bekannt gegeben. Hierbei sind junge Filmemacher angesprochen, einen 30 Sekunden Film zu erstellen, der die Wahrheit über George W. Bush erzählt. Einreichungen via Internet werden bis zum 05.12.2003 akzeptiert. Der Beitrag des Gewinners wird schließlich in der Woche im Fernsehen gezeigt, in der Bush seine nächste Rede zur Lage der Nation hält. Die Jurymitglieder sind Michael Moore, Donna Brazile, Jack Black, Janeane Garofalo, Margaret Cho und Gus Van Sant.

(Quelle:bushin30seconds)  26.11.2003
US- Senat erlaubt mehr TV-Konzentration

Neue Diskussion entfacht

Der US-Senat hat in den USA die Stellung der Mediengiganten entscheidend gestärkt und per Gesetz legitimiert, dass Medienkonzerne Ihren Einfluss auf lokale Fernsehmärkte erhöhen dürfen. Dennoch wurde in einem Kompromissvorschlag auch ein neues Limit festgesetzt, wonach Medienanstalten in den USA maximal 39% der Öffentlichkeit erreichen dürfen. Erst im Juni wurde ein Limit von 45% Prozent zugelassen und damit die Macht der Mediengiganten vor allem auf lokalen Ebenen gestärkt. Insbesondere von Seiten der Medien wird dieser Einschnitt stark kritisiert. Erst im September diesen Jahres hatte der Senat verboten, daß Medienkonzerne auch Einflüsse in Print und Radio erhalten.

(Quelle: Mediaguardian)  26.11.2003
"Friends" und "Ally McBeal"

Schauspielerin gestorben

Die Schauspielerin Kellie Waymire, bekannt aus den Fernsehserien "Ally Mc Beal" und Friends" ist am 13. November verstorben. Sie starb in Los Angeles, durch einen angeblich unentdeckten medizinisch schlechten Zustand. Die Autopsieresultate gaben keine eindeutigen Hinweise. Kellie Waymire war unter Anderem bekannt durch ihre Arbeit beim Theater wie in den Stücken "Sylvia" oder "utterly irresistible". Ihre Fernsehkarriere begann sie in Sendungen wie "One Life to Live", "Seinfeld" und "Startrek: Voyager". Sie wurde 35 Jahre alt.

(Quelle:ShowBiz)  25.11.2003
Als Hauptpreis neue Brüste

Oder lieber Sender auf den OP!?

In einer belgischen Radio und Fernsehsendung "Zwart of Wit" (schwarz auf weiß), können die Teilnehmer Schönheitsoperationen wie Brustoperationen gewinnen. Parlamentsabgeordnete Magda De Meyer, kritisiert dieses Konzept des Talkshowmasters Jürgen Verstrepen aufs heftigste. De Meyer will die Gewinne sogar verbieten lassen, denn sie tragen zur Vorstellung bei, dass jemand ausschließlich auf Grund seiner Äußerlichkeiten geachtet würde. Verstrepen sieht das alles gelassen und freut sich über die kostenlose Werbung. Schließlich haben sich nun schon 380 Personen in der Show beworben. Eine vergleichbare Sendung gab es in Deutschland auch schon, bei der, der Radiosender 89.0 RTL Schönheitsoperationen an flachbrüstige Frauen verloste.

(Quelle: Spiegel)  25.11.2003
Verbot statt Aufstand

Berlusconi-TV auf Linie

Der Titel der Sendung hatte bereits eine versteckte Programmatik. "Raiot", das klingt beinahe wie riot, Aufstand. Dennoch gab es dafür keine Gelegenheit. Die staatliche italienische Fernsehanstalt RAI hat mal wieder eine regierungskritischen Satiresendung aus dem Programm gestrichen und dies mit rechtlichen Problemen begründet. Tatsächlich steckt natürlich mehr dahinter. In der ersten Folge hatte die Komikerin Sabina Guzzanti mangelnde Informationsfreiheit in Italien kritisiert und sich unter anderen als Ministerpräsident Silvio Berlusconi verkleidet. Daraufhin wollte die RAI Führung alle weiteren Sendungen rechtlich prüfen lassen. Der Sender RAI wird indirekt von der Regierung Berlusconi kontrolliert. Allein im Vorjahr wurden zwei Sendungen gestrichen.

(Quelle: Spiegel)  24.11.2003
Till Eulenspiegel

Oscar-Chancen?

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat in diesem Jahr elf Filme für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Animationsfilm vorgeschlagen, von denen letztendlich drei der elf Filme nominiert werden. Über die Nominierung darf sich auch Eberhard Junkersdorfs "Till Eulenspiegel" freuen. Nur ein Problem gibt es noch: erst muss der Film rechtzeitig in den USA in die Kinos kommen. Disney hat gleich vier Produktionen im Rennen, neben "Bärenbrüder", "Das Dschungelbuch 2" und "Ferkels großes Abenteuer" startet der große Favorit "Findet Nemo", der einzige komplett am Computer entstandene Film. Alle anderen Produktionen sind auf die traditionelle Art und Weise entstanden. Japan schickt mit "Sennen joyu" ("Millennium Actress") und "Tokyo Godfathers" zwei Filme ins Rennen. Die weitern Nominierten, die auf einen Academy Award hoffen dürfen, sind "Looney Tunes: Back in Action", "Pokémon Heroes", "Die Rugrats auf Achse" und "Belleville Rendezvous". Die am Ende Nominierten werden zusammen mit allen Kategorien am 27. Januar bekannt gegeben und die Verleihung wird am 29. Februar 2004 stattfinden.

(Quelle: Mediabiz)  21.11.2003
Filmkomponist Michael Kamen

55jährig gestorben

Der amerikanische Filmkomponist Michael Kamen, bekannt für seine Soundtracks zu "Brazil" und "Leathel Weapon", ist am Dienstag 55jährig an einem Herzinfarkt gestorben. Der Musiker und Komponist litt seit 1996 an Multipler Sklerose. 1948 in New York geboren, wurde er schon während seines klassischen Musikstudiums an der Julliard-Schule mit seiner Band, dem New York Rock'n Roll Ensemble, durch fünf veröffentlichte Alben bekannt. Danach arbeitete er in den siebziger Jahren u.a. mit Bob Dylan und Pink Floyed zusammen und fungierte 1974 sogar als musikalischer Direktor der "Diamond Dogs"-Tour von David Bowie. Seinen ersten Einsatz als Filmkomponist hatte er 1976 bei Richard C. Sarafians Spionage-Thriller "The Next Man", wo auch Sean Connery mitspielte. Den entgültigen Durchbruch in der Welt des Films hatte er aber erst 1985 mit seiner Komposition zu "Brazil" von Terry Gilliam. Weitere Projekte waren die vier "Leathel Weapon"-Filme, wobei er bei dem ersten mit Eric Clapton ("It's Probably Me") zusammenarbeitete, "Stirb langsam" und 1992 "Robin Hood". Die Ballade "(Everything I Do) I Do It For You", die er als Titelsong zusammen mit Bryan Adams für den Kevin-Costner-Film geschrieben hatte, brachte ihm seinen ersten Grammy und eine Oscar-Nominierung ein. Erfolgreich wurde auch die Filmballade "All For Love" für "Die drei Musketiere" (1995), die unter der Zusammenarbeit mit Adams, Sting und Rod Steward entstand. Ein zweites Mal wurde er mit "Have You Ever Really Loved A Woman" ("Don Juan de Marco"), wieder eine Adams-Kooperation, für den Oscar nominiert. Seinen zweiten Emmy gewann er 2001 für das Album "S&M". Darauf ‚klassifizierte' er als Dirigent des San Francisco Symphony Orchestra Songs der Rockband Metallica.

(Quelle: Spiegel)  20.11.2003
70. MIFED in Mailand

Gemischte Reaktionen

Die Ergebnisse des 70. Mailänder Filmmarktes MIFED sind bei den deutschen Vertretern mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden. Während die Verkäufer überwiegend gute Abschlüsse vermelden konnten, war die Stimmung der Einkäufer eher durchwachsen. So wurden beispielweise die deutschen Beiträge "Hierankl " und "Verschwende Deine Jugend " nach Mexiko verkauft. Ein Verkaufshit war auch "Die Geschichte vom weinenden Kamel." Als glückliche Einkäufer präsentierte sich lediglich die Falcom Media Group. Sie erwarb "The Daltons vs. Lucky Luke" und "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran". Im Ergebnis wurde das Angebot jedoch als sehr mittelmäßig beurteilt. Die interessanten Filme habe man schon von anderen Festivals gekannt und seit langem verhandelt. Das MIFED-Angebot habe sich dieses Jahr durch relativ teure Genreware und noch unbekanntere Autorenfilmer ausgezeichnet, während die bekannten Namen eher enttäuschten. Das Angebot der Dokumentarfilme sei dagegen so groß gewesen wie nie.

(Quelle: MediaBiz)  20.11.2003
"Lernort Kino-Schul-Film-Wochen"

Erster Erfolg

In Sachsen-Anhalt, Saarland, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen haben sich für diesen November und Dezember bereits rund 110.000 Schüler angemeldet. Laut Angaben des Instituts für Kino und Filmkultur e.V. (IKF) erwartet man die Teilnahme von über 340.000 Schülern bis Jahresende. 170 Kinos werden währen der Filmwochen Filme für Schüler von der Grundschule bis zur Abiturstufe in der Unterrichtszeit zeigen. Jeder der Filme, wie "Das fliegende Klassenzimmer", Billy Elliot" und "Good Bye Lenin" wurden von der IKF den Altersstufen entsprechend empfohlen. "Gran Paradiso" oder "Verrückt nach Paris" sollen den Kindern und Jugendlichen im "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen" das Thema näher bringen. Außerdem werden Sonderveranstaltungen mit Regisseuren und Schauspielern, wie Peter Lohmeyer, Kai Wiesinger und Martina Gedeck stattfinden. Für teilnehmende Lehrer werden zur pädagogischen Vor- und Nachbereitung Arbeitsmaterialien für den Unterricht ausgehändigt. "Dies ist ein großer Erfolg und zeigt eindrucksvoll, dass hier ein Bedarf besteht", sagte Horst Walther, der Leiter des Kölner Instituts, das das Projekt initiert hat.

(Quelle: MediaBiz)  19.11.2003
20.000 Unterschriften

Petition für Saruman

Wie schon am 14.11. berichtet wurde, haben sich etliche "Herr der Ringe" - Fans zusammengetan und eine online - Petition unterzeichnet. Bis heute konnten so 20.000 Unterschriften gesammelt werden, die fordern, dass wenigstens die siebenminütige Kampfszene zwischen Saruman und Gandalf in den dritten Teil "der Herr der Ringe" Einzug erhält. Wenn die Petition allerdings nicht erhört wird, müssen sich die Fans mit der DVD - Fassung begnügen, in der die Szene erhalten geblieben ist.

(Quelle: Spielfilm)  18.11.2003
Kinoeinspiel auf Tauchfahrt

Quartalsbericht bei Constantin

Die Constantin Film AG hat im dritten Quartal 2003 einen Umsatz von 34,4 Mio. Euro erzielt. Damit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Mio Euro. Einbrüche gab es dagegen im Zeitraum Januar bis September 2003. Der Rückgang der Umsatzerlöse beläuft sich hierbei auf Euro 24,3 Mio. Euro. und ist im Wesentlichen auf das geringe Umsatzvolumen aus dem Kinobereich sowie auf die reduzierten sonstigen Umsatzerlöse zurückzuführen. Die Bilanzsumme der Constantin Film AG beläuft sich zum 30.09.2003 auf Euro 276,2 Mio. (31.12.2002: Euro 233,0 Mio.) Die Investitionen in das Filmvermögen stiegen im Vorjahresvergleich um 137 Prozent auf ein Gesamtvolumen von Euro 79,0 Mio. und entfallen mit Euro 66,5 Mio. auf Eigenproduktionen und Euro 12,5 Mio. auf Fremdproduktionen.

(Quelle: Constantin)  17.11.2003
SWR Mediapreis

Harald Schmidt ausgezeichnet

Harald Schmidt, Late Night Ikone von Sat.1, erhält den Hans Bausch Mediapreis des Südwestrundfunks 2003. Als Laudator wird am 21. November SWR-Intendant Peter Voß persönlich auftreten, um Schmidt für seine Verdienste zu ehren. In der Begründung hieß es, Schmidt gelinge es, "der Fernsehunterhaltung immer wieder frische Impulse zu geben und gerade jüngere Zuschauer zu einem distanzierteren, kritischeren und selbstkritischeren Umgang mit dem Medium Fernsehen anzuregen."

(Quelle: medieabiz)  14.11.2003
Rückwärtsgang an Universitäten?

Briefe gegen "Kahlschlag"

Pro Jahr müssen 600 Stellen abgebaut werden um die 10% Budgetkürzung aufzufangen. Die diversen Fachschaften an den Universitäten fordern derweil die Studenten auf, gegen den Kahlschlag Briefe an die Verantwortlichen zu senden. Bis es allerdings möglich ist die Studiengebühren in Bayern einzuführen, muss das Bundesverfassungsgericht über die Änderung des Hochschulrahmengesetz entscheiden, in welchem das Verbot von Studiengebühren bislang noch verankert ist. Wie Hartmut Beister, Sprecher der Landesvertretung Akademischer Mittelbau äußerte, gibt es nur eine Möglichkeit den steigenden Studentenzahlen an den Hochschulen gerecht zu werden: "Den Ministerpräsidenten stoppen!".

(Quelle: Spiegel)  13.11.2003
ARD-Vorsitzender fordert

Einbeziehung in Rundfunkdebatte

ARD-Vorsitzender Jobst Plog forderte in einem Schreiben an die Ministerpräsidenten von Bayern und Rheinland-Pfalz, die ARD an der Diskussion über Strukturreformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu beteiligen. Noch diese Woche soll eine Ministerpräsidentenkonferenz unter Vorsitz von Stoiber in München stattfinden. Plog hofft, dass man den Intendanten der neun Landesrundfunkanstalten davor noch die Möglichkeit gibt, zu den Vorschlägen der Ministerpräsidenten aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern Stellung zu nehmen. Man erwartet, dass die Strukturreform mit den ARD-Anstalten diskutiert wird, bevor die Ministerpräsidentenkonferenz dazu Entscheidungen trifft.

(Quelle: mediabiz)  13.11.2003
Deutscher Kurzfilmpreis 2003

BKM vergoldet Kurzfilme

Insgesamt waren dieses Jahr für den Deutschen Kurzfilmpreis 2003 zehn Filme vom Kulturstaatsministerium nominiert wurden. Allein mit dieser Nominierung ist eine Prämie von 12.500 Euro verbunden. Ausgezeichnet mit dem Kurzfilmpreis in Gold wurden Edina Kontsek für "Der Schüler" in der Kategorie ‚Laufzeit bis 7 Minuten', Sven Taddickens "Einfach so bleiben" (‚Laufzeit 7-15 Minuten') und Oliver Husain für den Animationsfilm "Q". Für diese Auszeichnungen erhalten die Filmemacher zusätzlich eine Prämie von je 30.000 Euro. Das Preisgeld ist für alle Nominierten und Preisträger an die Herstellung eines neuen Kurzfilms oder Films mit künstlerischen Rang gebunden.

(Quelle: mediabiz)  12.11.2003
Rundfunkreform

Alles spart, ARD und ZDF auch?

Die Ministerpräsidenten von Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben ein Papier zum Umstrukturierung des öffentlichen Rundfunks vorgelegt. Dabei knüpfen die Politiker an die Forderung Edmund Stoibers bei den Medientagen in München an, auch eine gemäßigte Anhebung der Rundfunkgebühren nicht zu unterstützen. Die Reformvorschläge der Ministerpräsidenten sehen in erster Linie Kürzungen und Streichungen vor. So sollen neue Kredite in Zukunft unter dem Posten "zusätzliche Sparmaßnahmen" laufen. Wer also Schulden macht, muss im Ergebnis mehr sparen. Auch beim Personal sind tiefe Einschnitte erforderlich. Zudem müsse die Zahl der Rundfunksender von neun auf sechs reduziert werden. Kleinere Sender wie Radio Bremen oder HR sollen mit großen zusammengehen. Entsprechendes gilt jedoch für die Fernsehsender. So könnten die Kultursender ARTE und 3Sat zusammengelegt werden. Prestigeträchtige teure Digital-Programme wie beispielsweise der ZDF-Theaterkanal sollten sogar ganz wegfallen. ZDF Chef Markus Schächter sprach in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung von "massivsten Eingriffen in die Rundfunkverfassung." Vor allem durch die Einschränkungen im digitalen Bereich würden in erster Linie die privaten Sender aus Köln und München profitieren. SWR Chef Peter Voß ging sogar noch einen Schritt weiter und drohte mit dem Gang nach Karlsruhe.

(Quelle: Spiegel)  12.11.2003
Filmförderungsgesetz

Verabschiedung von der Filmförderung

Bereits diesen Donnerstag könnte das neue Filmförderungsgesetz im Bundestag verabschiedet werden. Nachdem sich letzte Woche die Kulturstaatsministerin Christina Weiss mit ARD und ZDF darüber geeinigt hatte, dass die öffentlich-rechltichen Sender auf einen zweiten, zuvor vehement verlangten Sitz in der Vergabekommission der Filmförderungsanstalt (FFA) verzichten, sie die parteilose Kulturstaatsministerin nun den Weg frei für ein erfolgreiches Beenden des Gesetzgebungsverfahrens.

(Quelle: mediabiz)  11.11.2003

Tatsächlich stellt sich der Ministerin und dem neuen Gesetz keine Partei oder Organisation mehr entgegen, denn kritische Stimmen insbesondere aus dem Lager der Independent Filmer werden nicht berücksichtigt. Hier mangelt es an einer Vereinigung der zahlreichen unabhängigen Filmer zu einer starken Interessensvertretung. Mehrheitlich bewertet man bei den Independents die neuen Richtlinien der FFA als Sicherung des Zugangs zu Fördermitteln für Diejenigen, die bereits über ausgiebige Mittel und Möglichkeiten verfügen, während kleine Firmen und unabhängige Filmer weiter aus dem Markt verdrängt werden könnten.

Movie-College (mehr zum FFG)

No (Soap) Sex please

Teenager gegen unrealistische Sexszenen

Teenager finden Sexszenen in Soaps, wie "EastEnders", zu unrealistisch, da Beziehungen sich zu schnell entwickeln und immer zu einem vorhersehbar moralistischen aber unwahrscheinlichen Resultat führen: Schwangerschaft. BBC-Direktor Stephen Whittle gab zu, dass man mit "EastEnders" in der Klemme stecke. Würde man es ‚realistischer' machen und die weiblichen Darsteller würden nach Sex nicht immer schwanger werden, käme es zu einem Aufschrei unter bestimmten Gruppen, da Teenager oftmals Soaps als Leitbild in Fragen Beziehung und Sex nehmen. Andere Jugendliche empfanden jedoch, dass der Realismus ‚moralischen Botschaften' geopfert wurde und die Serien viel zu oft einen predigenden Ton erhielten, der aus dem Mund von Sozialarbeitern stammen könnte. Weiterhin beschwerten sich die Teenager, dass Affären zwischen den Charakteren sich zu schnell und zu oft entwickelten nur um etwas geschehen zu lassen. Auch erkannten sie, dass Treue, Respekt und Vertrauen in den Beziehungen hervorgehoben wurden, und dass es immer Konsequenzen hatte, wenn diese Werte verletzt wurden.

(Quelle: mediaGuardian)  11.11.2003
Programmreform bei Arte

Stärkere Zuschauerbindung

Ab Januar 2004 will Arte mit neuen Programmen und neuem Programmschema mehr Zuschauer locken. Vor allem soll Dokumentationen und Kurzfilmen ein größerer Senderplatz eingeräumt werden. Auch will man sich vermehrt Magazinen, Kultur und Information widmen, bei denen neue Moderatoren zur Zuschauerbindung beitragen sollen. Das Fernseh- und Spielfilmangebot wird weiterhin ein Eckpfeiler des Arte-Programms bleiben, so Programmdirektor Victor Rocaries. Neu sind der Dokumentationssendeplatz "Arte Entdeckung", das deutsch-französische Magazin "Karambolage", das tägliche "Kulturjournal", die Sendung "Performing Arts", der Kurzfilmsendeplatz "Medium" und das internationale Nachrichtenmagazin "Arte Reportage".

(Quelle: mediabiz)  07.11.2003
Berlinale 2004

Retrospektive: New Hollywood

Das Kino des New Hollywoods wird unter dem Titel "Trouble in Wonderland" Thema für die Retrospektive der Berlinale im nächsten Jahr. Es werden insgesamt 66 Filme von großen Regisseuren, wie Martin Scorsese, Arthur Penn, Peter Bogdanovich und Francis Ford Coppola und mit Schauspielern wie Robert De Niro, Al Pacino und Peter Fonda aus der Umbruchperiode des amerikanischen Films zwischen 1967 und 1976 gezeigt. Die Studioära war zu dieser Zeit am Ende und der Film wurde aus den Studios auf die Straße geholt. Die Retrospektive wird vom Filmmuseum Berlin, unter der Leitung von Hans Helmut Prinzler, organisiert.

(Quelle: mediabiz)  06.11.2003
Realty bytes

Neuer TV-Wahn in den USA

Hast du das Zeug zu einem Pornostar? Dies ist keine unmoralische Frage, sondern eine neue Show im amerikanischen TV. Geplant ist die Sendung von Silhouette Productions in sieben Teilen auf diversen pay-per-view channels. In jeder Folge werden vier Frauen für Fotoaufnahmen, Interviews und andere "Überraschungen" nach Los Angeles gebracht. Die Zuschauer wählen dann acht Kandidatinnen in das große Finale zur Wahl der Pornoqueen. Die Produzenten betonen dabei, dass es sich keinesfalls um eine Sendung handelt, die ausschließlich Männer anspricht. Sie sei durchaus auch für Ehefrauen oder Freundinnen geeignet, die sich für reality TV interessieren.

(Quelle: CNN)  06.11.2003
Wallace & Gromit

Dreharbeiten haben begonnen

Die Dreharbeiten zu dem neuen Wallace & Gromit Film haben nun nach zweijähriger Vorbereitungszeit begonnen. "Curse of the Wererabbit" soll der Knetanimationsfilm von Nick Park diesmal heißen. Zwei neue Figuren, Lady Tottington und Lord Victor Quartermaine, werden von den Schauspielern Helena Bonham Carter und Ralph Fiennes gesprochen. Peter Sallis wird erneut seine Stimme Wallace leihen. Die Produktionszeit ist auf 18 Monate angesetzt. Den Verleih des Films, der September 2005 in die Kinos kommen soll, übernimmt Steven Spielbergs DreamWorks Pictures.

(Quelle: Movie-College)  05.11.2003
"Freakstars 3000" 

In Berliner Kinos

"Freakstars 3000", ein Film bestehend aus noch ungesehenen Szenen des VIVA-Formats, von und mit Behinderten, soll ab dem 20. November mit drei Kopien regulär in die Berliner Kinos kommen. Das ungewöhnliche Projekt, produziert von Royal Produktion und Filmgalerie 451, wurde bereits auf den Internationalen Filmtagen in Hof vorgestellt und soll am 16. November an der Berliner Volksbühne Premiere feiern.

(Quelle: Mediabiz)  05.11.2003
Digitale Alpenantennen

DVB-T in Österreich

Am Montag wurde in Wien ein Vertrag unterzeichnet der einen Testbetrieb für den digitalen Fernsehempfang über Antenne (DVB-T - Digital Video Broadcast - Terrestric) regelt. Danach soll vom 1. April bis 30. Juni 2004 in 150 Haushalten in Graz das digitale Fernsehen über die Hausantenne mit entsprechenden digitalen Endgeräten empfangen werden können. Es wird erwartet, dass die Verbraucher die neue Technik bereitwillig annehmen werden. Hierfür spricht, dass 200.000 Österreicher bereits Angebote wie das vom ORF digital über Satellit empfangen. Zu dem Projekt fanden sich neben dem ORF auch die Telekom Austria, Siemens Österreich und die Rundfunk- und Telekom-Regulierungs GmbH zusammen. Sie beschlossen auch für den digitalen Sendebetrieb einen herkömmlichen analogen Kanal zu verwenden und ihn in vier digitale aufzusplitten. Der ORF erhält zwei Kanäle, ATVplus den dritten und der vierte bleibt zunächst reserviert für neue technische Möglichkeiten.

(Quelle: MediaBiz)  04.11.03
Bambi -Verleihung

Die Auszeichnungen

Gerstern wurde erneut der Bambi des Münchner Burda-Verlags verliehen. Mal wieder wurde dabei der Film "Good Bye Lenin" geehrt. So wurden die Hauptdarsteller Daniel Brühl, Florian Lukas und Katrin Saß in der Kategorie "Film National" ausgezeichnet. Acht Tage vor seinem 100. Geburtstag wurde darüber hinaus Schauspieler-Legende Johannes Heesters geehrt. Den Bambi für die beste Moderatorin nahm Elke Heidenreich entgegen. Einen Bambi als "TV-Ereignis des Jahres" erhielt auch "Das Wunder von Lengede" und seine Hauptdarsteller Heino Ferch, Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Armin Rohde und Nadja Uhl.

(Quelle:Mediabiz)  28.11.2003
Ägyptische Filmpionierin

Mary Queeny gestorben

Die ägyptische Film-Pionierin und Schauspielerin Mary Queeny starb 90-jährig letzten Dienstag in ihrem Haus in Kairo an einer Herzattacke. Geboren im Libanon, zog sie 1933 nach Kairo, wo sie die Staatsbürgerschaft erhielt. Sie produzierte und spielte in mehr als 45 Filmen. Zu ihren bestbekanntesten gehören "The Seventh Wife", "Sacrificing My Love" und "Prisoner No 17". 1944 gründete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Regisseur Ahmed Galal eine Produktionsfirma, die Ägypten an die Spitze der arabischen Filmindustrie brachte und vielen jungen Schauspielern und Filmemachern zu ihrem Durchbruch in der Branche verhalf.

(Quelle:BBC)  27.11.2003
23. internationales Festival der Filmschulen

Gestern eröffnet

Gestern Abend wurde im Münchner ARRI-Kino mit dem Dokumentarfilm "Die Geschichte vom weinenden Kamel" das 23. internationale Festival der Filmhochschulen eröffnet. 77 Spielfilme, Dokumentationen und Animationsfilme von 43 Filmschulen aus aller Welt werden bis Sonntag im Filmmuseum der  Öffentlichkeit präsentiert. Am Sonntag werden die besten Filme von einer Jury, deren Vorsitz Bundesfilmpreisträger Peter Sehr ("Kaspar Hauser", "Love the hard way") übernommen hat, prämiert. Das Movie-College ist live dabei und berichtet.

(Quelle:Movie-College)  27.11.2003
SeaQuest-Darsteller Brandis

begeht Selbstmord

Der Tod des jungen Schauspielers Jonathan Brandis, war nach Angaben des Bestatters ein Selbstmord. Brandis, der in Spielbergs "SeaQuest DSV" mitspielte, starb am 12. November. Seine Fernsehkarriere begann er mit sechs Jahren, wie Kellie Waymire in der Soap "One Life to Live". Gastrollen hatte er unter Anderem in "L. A. Law" und "Who's the Boss?". Für das Kino spielte er Rollen in Filmen wie "Die unendliche Geschichte 2" oder "Sidekicks" mit Chuck Norris. Er wurde 27 Jahre alt.

(Quelle:CNN)  26.11.2003
Indiskretion der Medien

soll Verhaftung  verhindert haben

Auf einem Begräbnis, dem der türkische Primeminister beiwohnte, "maßregelte" der Polizeichef, Tayyip Erdogan, die örtliche Presse, die Details zweier Selbstmordattentäter enthüllte. Diese Indiskretion der Medien, brachte andere Mitglieder des Terror Netzwerkes dazu fünf Tage später, ein zweites Attentat, diesmal auf das britische Konsulat und die HSBC Bank auszuführen, behauptet Erdogan. Durch die Enthüllung der Identitäten der ersten Terroristen, konnten die des zweiten Attentates den Fingern des Sicherheitsservice entgehen. "Im Namen der Pressefreiheit, mussten 27 Menschen sterben" so Celalettin Cerrah, Führer des Sicherheitsservice.

(Quelle: Guardian)  25.11.2003
Jungautor verweigert Preis

Sponsoren ausländerfeindlich

Letzten Donnerstag weigerte sich Hari Kunzru, einer von Großbritanniens vielversprechendsten jungen Autoren, einen von der ‚Daily Mail' und ‚Mail on Sunday' gesponserten Preis anzunehmen. Den mit £5,000 dotierten ‚Llewellyn Rhys' Preis, den er für sein Debütwerk "The Impressionist" bekommen sollte, wies er wegen der anhaltenten "Feindseligkeit der Zeitungen gegen schwarze und asiatisch-stämmige Briten" zurück. Er hätte nicht gewusst, dass seine Verleger sein Buch für den Preis eingeschickt hatten. Als Sohn eines Immigranten spüre er die Vorurteile, die auch von der Presse gefördert werden, nur zu deutlich. "Ich hege nicht den Wunsch auch noch davon zu profitieren", begründete er. Der 33jährige Autor nahm selbst nicht an der Preisverleihung teil und lies sein Statement stattdessen von seinem Agenten Jonny Geller verlesen. Dieser erklärte im Namen von Kunzru weiter, dass "The Impressionist" ein Roman über die Absurdität einer Welt, in der die Rasse der hauptbestimmende Faktor der Identität einer Person ist, sei. Deswegen bat Kunzru darum das Preisgeld dem Flüchtlingsparlament zu spenden. Peter Wright, Herausgeber der ‚Mail on Sunday' erklärte sich bereits damit einverstanden. Gleichzeitig wurden sich die Preisrichter und Sponsoren darüber einig, den Preis so schnell wie möglich an einen anderen Autor zu verleihen. Außerdem forderten die Herausgeber Kunzru auf die Artikel zu benennen, in denen die Zeitungen Ausländerfeindlichkeit unterstützten, und selbst einen Artikel zu verfassen, in dem er seine Meinung zu den Aktionen der Regierung in Hinblick auf das Thema erläutert.

(Quelle: Mediaguardian)  24.11.2003
Gute Zahlen, schlechte Stimmung

Rücktritt von Schulte-Hillen

Trotz guter Zahlen bei Bertelsmann gibt es beim Medienkonzern Querelen um eine gemeinsame Linie. In der Folge hat gestern Aufsichtsratschef Schulte-Hillen seinen Rücktritt bekannt gegeben. Damit ist der 63-Jährige das letzte Opfer im Machtkampf um die Zukunft des Unternehmens. Zentraler Streitpunkt bei Bertelsmann ist der Handlungsfreiraum der Manager, der nach Meinung der Gründerfamilie Mohn zu groß geworden ist. "Es ist gefährlich, Manager zu haben, welche insgeheim ihre persönlichen Ziele im Unternehmen als vorrangig bewerten", klagte Reinhard Mohn. Aus diesem Grund forderte er wieder einen wachsenden Machtanspruch der Gründerfamilie, die 75% des Unternehmens hält. Aus diesem Grund musste auch im Sommer 2002 Konzernchef Middelhoff, der Bertelsmann in die Internet-Ära geführt und ihm Milliardengewinne verschafft hatte, gehen. Zu auffällig hatte er wohl mit dem Gedanken geliebäugelt, den Familienkonzern zu einem "ganz normalen" börsennotierten Unternehmen zu machen. Zum neuen Gegner der Gründerfamilie wurde dann Aufsichtsratschef Schulte-Hillen. Endpunkt der Auseinandersetzung war schließlich eine geplante Fusion der Bertelsmann-Musiktochter BMG mit Sony Music. Als einziger im Aufsichtsrat stimmte Schulte-Hillen gegen die Pläne.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)  21.11.2003
Ish gegen Premiere

Konkurrenz beim Abofernsehen

Kabelnetzbetreiber Ish möchte in Zukunft dem Abosender Premiere Konkurrenz machen. So bietet das Unternehmen als einer der ersten Kabelnetzbetreiber in Deutschland digitale Programmpakete an - inklusive Kinohits auf Bestellung. Zunächst beschränkt sich die Reichweite des neuen Angebotes auf eine halbe Million Haushalte in Düsseldorf, Köln, Bochum, Dortmund und Neuss. Im nächsten Jahr soll die Kapazität auf vier Mill. Haushalte ausgebaut werden. Die notwendige Box ist für drei Euro Monatsmiete zu haben. Pro Programm wird dann ein Euro berechnet, bei mindestens drei Monaten Mindestlaufzeit. Insgesamt bietet der Netzbetreiber 38 Pay-TV- Programme.

(Quelle: Handelsblatt)  20.11.2003
New Reality in Rußland

Hungern für den Reichtum

Ein Reality Format der ganz anderen Art, spielt sich zur Zeit in Berlin für das russische Fernsehen ab. So veranstaltet der russische Sender TNT ein an "Big Brother" angelehntes Format mit dem Titel "Hunger." Dabei werden laut den Spielregeln des Senders "12 Leute, 6 Männer und 6 Frauen, mit verbundenen Augen jenseits der Grenzen der Russischen Föderation gebracht. Sie werden in einem riesigen Haus untergebracht, wo es praktisch alles gibt (...) außer Essen! Die Kandidaten müssen sich und ihre Freunde selbst mit Essen versorgen. In einer fremden Stadt, in einem unbekannten Land, ohne Sprache." Trotz großer Bedenken seitens der deutschen Öffentlichkeit, streitet der russische Sender eventuelle Probleme ab. Er verwahrte sich ausdrücklich gegen den Eindruck, die Teilnehmer würden zu Diebstahl oder etwa Prostitution angestiftet, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Lohn für all die Mühe. Wer als letzter übrig bleibt, soll bis zum Lebensende 1000 Dollar monatlich bekommen.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)  20.11.2003
HDF klagt

Weiss dementiert

Kulturstaatsministerin Christina Weiss warnte nach der angekündigten Verfassungsklage des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater, auch die Kinos vor demotivierenden Aktionen ihrerseits. "Die Kinos haben ein anderes Problem als das der Filmförderung" so Weiss, denn die Erhöhung des Kartenpreises betrage lediglich drei Cent.

(Quelle: MediaBiz)  19.11.2003
Murdochs Sohn bei BSkyB

Aktionäre äußern Kritik

Neuer Vorstandschef des Pay-TV Senders BskyB, wurde James Murdoch, Sohn des größten Anteilseigners, Rupert Murdoch. Investoren fürchten nun, dass der vom Aufsichtsrat nominierte James Murdoch durch seinen Vater beeinflusst werden könnte, welcher nebenbei auch die Interessen vom Medienkonzern News Corp. wahrt. Rupert Murdoch räumte ein, "[dass er] den Verdacht einer möglichen Vetternwirtschaft mit [seinem] Sohn [...] verstehen könne", schmetterte jedoch alle Kritiken und Klagen der Aktionäre harsch ab und sagte den Anlegern, dass sie doch ihre Aktien verkaufen sollten, wenn sie mit dem Unternehmen nicht einverstanden seien. Der frühere Vorstandschef Tony Ball, bekam übrigens aller Wahrscheinlichkeit nach eine Abfindung in Höhe von 10 Mio. Pfund, um zu garantieren, dass er in den nächsten zwei Jahren nicht zur Konkurrenz wechseln würde.

(Quelle: FinancialTimes)  17.11.2003
GB: Kameras in Gerichtssäle

Neues Entertainment-Potential?

In Rahmen eines Pilotversuches sollen am Royal Gerichtshof in England nun Kameras zugelassen werden, um die Verhandlung mitverfolgen zu können. Damit würde das (noch) bestehende Recht der Geheimhaltung durch Ausschluss der Öffentlichkeit aufgehoben werden. Geplant ist die neue Kamerapräsenz zunächst nur bei Berufungsverhandlungen. Bedenken äußern insbesondere ältere Richter, die befürchten, dass Zeugen eingeschüchtert werden könnten und in der Folge nicht frei aussagen. Die Gegenseite argumentiert mit dem Effekt der Aufklärung. So sei es eine gute Idee, die Menschen auf diesem Wege mit den Mechanismen der Justiz vertraut zu machen. Die TV Stationen versprechen, daß es sich bei der Berichterstattung nicht um reine Fernsehübertragungen handeln wird. Vielmehr strebe man Reportagen an, wie sie in den Nachrichten zu sehen sind.

(Quelle: Media Guardian)  17.11.2003
"Herr der Ringe" ohne Saruman

Christopher Lee rausgeschnitten

Alle Szenen, in denen Christopher Lee als Saruman in "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" auftritt, seien herausgeschnitten wurden. Mehr als das er geschockt sei konnte Lee jedoch nicht sagen. Er wüsste selber nicht, warum das getan wurde und weder New Line noch Peter Jackson haben bisher Gründe dafür genannt. Aus Protest kündigte der 81-jährige Schauspieler an, die Premiere des Films zu boykottieren. Und auch Lee Fans haben nun eine Online Petition gestartet um das Material von rund sieben Minuten wieder in den Film zu bekommen.

(Quelle: BBC)  14.11.2003
Rocky vs. Rocky

Wer ist der wahre Held?

Der frühere Schwergewichtsboxer Chuck Wepner ist noch heute ein berühmter Mann. Ständig kann man seine Lebensgeschichte im Fernsehen, auf Video und DVD sehen und doch bisher hat er keinen Cent dafür erhalten. Damit soll jetzt Schluss sein. Chuck Wepner verklagt sein filmisches Pendant Sylvester Stallone auf Zahlung von 15 Millionen Dollar. In der eingereichten Klage heißt es, Stallone selbst habe mehrfach erklärt, er sei durch den dramatischen 15-Runden-Kampf zwischen Wepner und Muhammed Ali 1975 zu dem Film "Rocky" inspiriert worden. Dieser gewann 1976 einen Oscar und zog weitere vier Folgen nach sich. Die Einnahmen werden auf mehr als eine Milliarde Dollar geschätzt.

(Quelle: N-TV)  14.11.2003
Bye, bye Bildung in Bayern - Ein Kommentar

Freistaat streicht drastisch Uni-Gelder

An den Universitäten hat die Nachricht längst die Runde gemacht, nur die Tagespresse und das Fernsehen berichten noch nicht in der gebotenen Lautstärke: Die bayerische Staatsregierung beabsichtigt eine Kürzung der Finanzhaushalte der Hochschulen in Bayern. Im Jahr 2004 sollen Universitäten und Fachhochschulen 10% ihrer Mittel einspaaren. Dabei wird in Forschung und Lehre schon seit Jahren gekürzt und gespart: Bibliotheken, deren Regale bis unter die Decken reichen sind nur noch halb gefüllt mit längst nicht mehr wirklich aktuellen Büchern, Studiengänge werden gestrichen, neue Stellen gibt es gar nicht mehr und alte Stellen können nur noch mit Mühe und Not erhalten werden. Die wenigsten Studiengänge sind dabei für den Staat wirklich teuer und tatsächlich werden gerade bei den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften sehr viele Studierende ohne große Kosten, aber in großer Masse und bei einem miserablen Betreuungsverhältnis ausgebildet. Ein Professor oder auch nur ein Assistent halten Vorlesungen vor mehreren hundert Studenten; Seminarplätze sind knapp und bescheiden ausgestattet; die Betreuung der Studierenden ist insgesamt extrem schlecht. Einsparungen bedeuten aber zwangsweise Streichung von Stellen: weniger Lehrpersonal, weniger Forschungspersonal und weniger Mitarbeiter der Verwaltung. Das führt zu einer weiteren Verschlechterung dieser bereits jetzt teilweise katastrophalen Verhältnisse. Auch die Lösung ganze Studiengänge zu streichen ist mehr als fatal, denn es behindert eine vielfältige gesellschaftliche Bildung. Aber nur eine solche bringt auch einen Staat voran, der international bekannt ist (/war?) für den hohen Bildungsstand der Bevölkerung, seine Innovationsfähigkeit und Forschungsdrang . Was sollen wir in Zukunft erfinden und uns erarbeiten, wenn wir das geistige Potential der neuen Generationen jetzt einspaaren? Eine Pisa-Studie bescheinigte deutschen Schülern eine schlechte Bildung, wollen wir das nun auch für die Studierenden sicher stellen? Auch könnte aus dem bayrischen Bildungsvorsprung schnell ein Rückstand werden. Verständlich ist so der Wille zum Protest bei den Studierenden. Das Movie-College, das als private Initiative auch viele Tausend User hat, die an Hochschulen studieren, ist ernsthaft besorgt um die Ausstattung und den Fortbestand von Studiengängen der Künste und Geisteswissenschaften, sowie Einrichtungen wie den Hochschulen für Film und Fernsehen. Wir sehen die Mittelknappheit der Länder, doch vielleicht sollten die Sparmassnahmen eher dort ansetzen, wo Prestigewille und Architektenträume immer neue Bauvorhaben hervorbringen. Wir erklären uns solidarisch und wünschen den Studierenden viel Erfolg. Der breiten Masse von Studentinnen und Studenten die nicht genügend informiert sind, sei geraten sich an Ihre Fachschaften und den AStA ihrer Hochschule zu wenden.

Movie-College  13.11.2003
Deutscher Kurzfilmpreis 2003

BKM vergoldet Kurzfilme

Insgesamt waren dieses Jahr für den Deutschen Kurzfilmpreis 2003 zehn Filme vom Kulturstaatsministerium nominiert wurden. Allein mit dieser Nominierung ist eine Prämie von 12.500 Euro verbunden. Ausgezeichnet mit dem Kurzfilmpreis in Gold wurden Edina Kontsek für "Der Schüler" in der Kategorie ‚Laufzeit bis 7 Minuten', Sven Taddickens "Einfach so bleiben" (‚Laufzeit 7-15 Minuten') und Oliver Husain für den Animationsfilm "Q". Für diese Auszeichnungen erhalten die Filmemacher zusätzlich eine Prämie von je 30.000 Euro. Das Preisgeld ist für alle Nominierten und Preisträger an die Herstellung eines neuen Kurzfilms oder Films mit künstlerischen Rang gebunden.

(Quelle: mediabiz)  12.11.2003
Art Carney gestorben

‚Honeymooner' und Oscarpreisträger

Art Carney, bekannt an der Seite von Jackie Gleason in der Serie "The Honeymooners", starb 85jährig letzten Sonntag in seinem Haus in Connecticut. Er drehte mehr als 25 Filme und war u.a. bekannt als ‚Felix Unger' in der Broadwayversion von "Ein ungleiches Paar". Berühmt wurde der Zweite Weltkrieg Veteran aber erst als Abwasserkanalarbeiter ‚Ed Norton' in der TV-Serie "The Honeymooners" in den Fünfzigern. Für diese Rolle bekam er drei Emmys. 1974 erhielt er dann den Oscar für seinen Part in "Harry and Tonto". Darin mimte er einen pensionierten Lehrer, der durch Amerika reist.

(Quelle: CNN)  12.11.2003
Duisburger Filmwoche

Dokumentarfilmpreise verliehen

Die 27. Duisburger Filmwoche ging am vergangenen Samstag zu ende. Fast 5000 ‚Schau'lustige, bekundeten auf der Filmwoche ihr reges Interesse am Dokumentarfilm und machten die Veranstaltung zu einem Erfolg. Neben den üblichen Ehrungen, würdigte zum ersten Mal auch das Goethe-Institut einen Beitrag mit dem Dokumentarfilmpreis. So wird der Film "FÜR DEN SCHWUNG SIND SIE ZUSTÄNDIG" von Margarete Fuchs mit verschiedenen Untertiteln, in der internationalen Arbeit des Goethe-Instituts am Film benutzt und bekannt gemacht werden. Weitere Ehrungen bekamen die Filme: "Das Problem ist meine Frau" von Calle Overweg, für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm, verliehen von 3sat und dotiert mit 6000,- Euro. "Die Helfer und die Frauen" von Karin Jurschick, für den besten deutschen Dokumentarfilm, verliehen von ARTE und dotiert mit 6000,- Euro. Der Publikumspreis für den beliebtesten Film ging an "Tarifa Traffic - Tod in Gibraltar" von Joakim Demmer und wurde mit 1000,- Euro dotiert. Mit dem Förderpreis der Stadt Duisburg, wurde der Film "Mein Leben Teil 2" von Angelika Levi ausgezeichnet, der mit 5000,- Euro dotiert war.

(Quelle: Filmwoche)  11.11.2003
Gerichtsprozess in den USA

Gewerkschaftspyromanie

Ein Bundesgericht in Chicago klagte neun Mitglieder der ‚Motion Picture Projection' Gewerkschaft wegen Vandalismus und Brandstiftung gegen drei Kinoketten an. Vier der Personen wurden erst letzten Freitag in Zusammenhang mit Angriffen auf Kinos während arbeitsrechtlichen Streitigkeiten in Chicago festgenommen. Die Anklage umfasst insgesamt 20 Brandanschläge in zehn verschiedenen Staaten während einer 18-monatigen Periode, 1998 und 1999. Details sind noch nicht bekannt. Der Staatsanwalt wird bei seinen Ermittlungen vom FBI und der Abteilung für Tabak, Waffen und Explosivstoffe unterstützt.

(Quelle: CNN)  11.11.2003
Film über 9/11-Attentäter

Mit deutscher Beteiligung

Ab dem 10 November wird in Hamburg "The Hamburg Cell", ein Spielfilm über die Hintergründe vom des Attentats vom 11. November 2001, gedreht. Bei der internationalen Koproduktion wird die Britin Antonia Bird das von Ronan Bennett ("Lucky Break") verfasste Drehbuch verfilmen. In den Hauptrollen sind u.a. Karim Saleh, Sam Samuel und Agni Tsangaridou zu sehen. Von deutscher Seite ist Simply Committed ("Im Visier des Bösen" mit Klaus Maria Brandauer), die Produktionsfirma von Peter Paulich und Thomas Heinze beteiligt. Produktionspartner sind die Londoner The Television Corporation PLC, Mentron, ebenfalls aus London und als weiterer deutscher Partner Inner Circle Pictures. Fördergelder kommen von der FilmFörderung Hamburg.

(Quelle: mediabiz)  10.11.2003
Weiss fordert

"Macht die Kultur zum Tagesthema!"

Kulturstaatsministerin Christina Weiss, fürchtet um die Kultur im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Anspruchsvolle Reportagen und Dokumentarfilme rutschen immer mehr ins Abseits. In der Prime Time findet man sie längst nicht mehr. Weiss erinnerte mit Ihrer Kritik, an den Staatsvertrag und die Pflicht der Sender, zur Grundversorgung an Informationen, Bildung und Kultur. Anspruchsvolles und qualitativ wertvolles muss immer häufiger der Quote weichen und in wirtschaftlich schlechter Lage, ist es die Kultur die zuerst gekürzt wird. ARD und ZDF dementierten diese Vorwürfe und verwiesen darauf, dass sie stets Meldungen über Operninszenierungen und literarische Veranstaltungen bringen würden. Doch die Wahrheit sieht so aus, dass für Programme wie Dokumentationen nur noch die Spartenkanäle, wie 3sat oder Arte bleiben.

(Quelle: Spiegel)  06.11.2003
BBC Untersuchung

Kriegsberichte waren bereinigt

Reporter, die die Armee während des Irakkrieges an die Fronten begleiten durften, bereinigten ihre Berichte und zeigten damit eine fälschliche Abbildung des Krieges, gab heute BBC in einer Studie bekannt. Obgleich Reporter, die britisches und US-Militär begleiteten, objektiv waren, vermieden sie Bilder, die für das britische Fernsehen zu ‚heftig' waren. Ein Teil der Darstellung ähnelte am Ende sogar einem ‚Kriegfilm'. Man begründete das Vorgehen damit, dass das britische Publikum seit Jahren keine Bilder von toten oder verletzten britischen Soldaten gesehen hätte. Mark Damazer, Deputy Director der BBC, sagte dazu, dass diese gegenwärtige Position trotz der lobenswerten Gründe nicht der Demokratie dienlich sei. Man müsse ja nicht jedes signifikante Detail zeigen, aber man müsse mehr zeigen, als wer gewinnt und wer verliert. Obgleich britische Reporter keine Schuld an der offenkundigen Pro-Kriegs-Einstellung ihrer US-Kollegen hatten, neigten sie dazu anzunehmen, dass das, was ihnen erklärt wurde der Wahrheit entspreche. Es war z.B. zwei mal so wahrscheinlich, den Zuschauern jubelnde Iraker, die die Soldaten in Empfang nahmen, zu zeigen, als Misstrauen und Feindseligkeit.

(Quelle: Media Guardian)  06.11.2003
Boulevard Medien

Thierse kritisiert Presse

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat im Rahmen seiner Eröffnungsrede zum "Mainzer Medien Disput" die Rolle der Medien kritisiert. Bemängelt wurde insbesondere die politische Berichterstattung, die zunehmend in den Dienst der Unterhaltung gestellt wird. Auf diese Weise werden die ernsten Inhalte zu "events" gemacht, bei denen nur noch Extreme wie Sieg oder Niederlage zählen. Dies sei eine gefährliche Tendenz der Vereinfachung, während zugleich politische Prozesse immer komplexer werden. Politiker werden geradezu genötigt, "umso einfacher und kürzer Stellung zu nehmen, desto komplizierter die Sachverhalte sind". Thierse: "Wenn dieser Trend zur Vereinfachung anhält, wird die Wirklichkeit tatsächlich in den Medien nicht mehr stattfinden." Zugleich warnte der Bundestagspräsident davor, die Einschaltquote als Indikator demokratischer Meinungsbildung zu werten. Seine Sorge sei, "dass vor lauter Unterhaltungsanspruch Medien nicht mehr sorgfältig berichten, die Wirklichkeit nicht mehr abbilden, den Ernst verlieren, Interessen und Interessenten nicht mehr kenntlich machen und so letztlich die Demokratie gefährden".

(Quelle: Berliner Morgenpost)  05.11.2003
Tierfilm Produzent

schmuggelte australische Tiere

Am vergangenen Montag wurde Mike Linley, der Produzent von "Survival wildlife" am Flughafen von Perth festgehalten, da sich in seinem Koffer 189 Tiere, darunter 26 Eier befanden. Aufmerksam sei man auf Linley geworden, als man bemerkte wie merkwürdig er sich im Busch verhielt, als er in der Nähe von Perth gesichtet wurde. Unter den 27 verschiedenen Arten, die er zugab, aus Australien schmuggeln gewollt zu haben, befanden sich unter Anderem auch Geckos, Schlangen und Baumfrösche. Tierschmuggler müssen in Australien mit Geldstrafen bis zu 76,000 Euro, bei Überführung mit einer zehnjährigen Haftstrafe rechnen. Linley wurde auf Kaution freigelassen, sein Pass konfisziert. Die Verurteilung findet im Dezember statt.

(Quelle: MediaGuardian)  03.11.03
Live und verschlüsselt

Fußball weiter bei Premiere

Premiere wird wohl auch in Zukunft verschlüsselten Fußball bieten. Wie der Pay-TV-Sender mitteilte, habe man sich die Live-Übertragungsrechte an der 1. und 2. Bundesliga bis ins Jahr 2006 gesichert. Diese Exklusivität bezahlt der Abosender mit rund 300 Mio. Euro. Auf eine Wiedereinführung der Freitagsspiele habe man sich aber nicht verständigt. In Hinblick auf die Lizenzvergabe für die WM 2006 in Deutschland wies Kofler auf eine "angemessene Berücksichtigung" von Premiere hin. Schließlich sei man "einer der aktivsten Partner des deutschen Fußballs" und gelte "als Schrittmacher moderner, innovativer Fußballberichterstattung".

(Quelle: mediaBiz)  03.11.03
Ökomedia Filmfestival

20. Geburtstag

Die Ökomedia, jenes Freiburger Filmfestival welches sich mit Umwelt- und Naturfilmen befasst feiert in diesem Jahr 20 jähriges Bestehen. Über 40 Filme geben einen Überblick zum aktuellen Filmschaffen in diesem Themenumfeld. Darüber hinaus werden Klassiker des Umweltfilms aus den vergangenen 20 Jahren in einer Sonderreihe gezeigt. Das Festival findet im SWR Studio Freiburg statt und endet am 2. November.

(Quelle: Ökomedia)  01.11.03

 

Oktober 2003

Federico Fellini

10. Todestag

Am heutigen Reformationstag jährt sich der Tod des größten italienischen Regisseurs Federico Fellini zum zehnten Mal. Dennoch bleibt bis heute das Genie des Films unvergessen. Nur er verstand es, auf eine brilliante Weise persönliche Träume und Visionen umzusetzen und dabei dennoch ein Millionenpublikum zu erreichen. Das einzig wahre Medium war für ihn der Film. Der einzig wahre Ort: Das Kino. Allein zu einem Oskar hat es bei ihm nicht gereicht, obwohl die Liste seiner Nominierungen endlos ist. Immerhin wurde er 1993 mit dem Ehrenoskar ausgezeichnet. Nur wenige Monate später erlitt er einen ersten Schlaganfall. Am 31. Oktober 1993 starb der Regisseur. Er war 73 Jahre alt.

(Quelle: br-online)  31.10.03
Neuer US-Independentverleih

Auch für Dokumentarfilme

Howard Cohen, Chef von United Talent Agency, gründete gemeinsam mit Eric d'Arbeloff (u.a. Produzent von  "Lovely & Amazing") den Verleih Roadside Attractions. Damit sollen vermehrt Independent- und Dokumentarfilme aus den USA und auch dem Ausland gefördert werden. Roadside Attractions wird Partner von Samuel Goldwyn Films im Verleih-Joint-Venture IDP Independent Distribution Partners.

(Quelle: MediaBiz)  30.10.03
Stellungnahme zu Saban-Angebot

Keine Empfehlung an Aktionäre

Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media AG haben zum Angebot des neuen Mehrheitsgesellschafters Haim Saban an die verbliebenen Aktionäre Stellung genommen. Laut Stellungnahme, stünden der Angebotspreis für die Vorzugsaktien (sechs Euro) als auch für die Stammaktien (acht Euro) im Einklang mit den Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes. Der derzeitige Kurs der Aktie befindet sich jedoch über dem gebotenen Betrag. So wurde die ProSiebenSat.1-Vorzugsaktie mit einem Kurs von gut zwölf Euro notiert. In ihrer Stellungnahme weist die ProSiebenSat.1 Media AG zwar auf die Vor- und Nachteile einer Annahme des Angebots hin, spricht jedoch keine Empfehlung an die Aktionäre aus. Auch betonte man, dass weder Vorstand noch Aufsichtsrat eine Haftung übernehmen, wenn sich die Annahme oder Nichtannahme des Angebots als wirtschaftlich nachteilig erweisen sollte.

(Quelle: MediaBiz)  29.10.03
Umzug und Kündigungen

KirchMedia schrumpft nach Unterförhing

Wie die dpa meldet wird das insolvente Unternehmen KirchMedia seinen Standort in Ismaning bei München aufgeben. Allerdings wird das Unternehmen im Grossraum München bleiben und seine Zentrale nun nach Unterföhring verlegen. Zugleich werden 160 Stellen abgebaut; die Kündigungen werden in den nächsten Tagen ausgesprochen. Damit schrumpft das Unternehmen auf rund 80 Mitarbeiter die sich um die Verwaltung von Filmrechten und der eigenen Filmbibliothek kümmern würden, so die Angaben von KirchMedia..

(Quelle: MediaBiz)  28.10.03
Affleck-Projekt abgesagt

Schlechtes Image

Vier Wochen vor Start der Produktion zu Ben Afflecks Hochzeitskomödie "Ghosts of Girlfriends Past" bekam Walt Disney Co. das große Zittern. Das Studio zog den Stecker für das Projekt am Montag den 20.04.2003. Affleck sollte die Hauptrolle als Junggeselle, der bei der Hochzeit seines jüngeren Bruders von den Geistern seiner letzten Freundinnen besucht wird, übernehmen. Im August kam Betty Thomas ("I Spy") als Regisseurin an Bord und zahlreiche andere Verträge waren schon fast unterschrieben. Disney verweigerte bisher eine Aussage zu ihrer Entscheidung. Man vermutet aber, dass zusätzlich zu den erwarteten hohen Kosten des Filmes, Afflecks getrübtes Image nach dem Fehlschlag mit "Gigli" als Faktor eine wichtige Rolle spielte. Jedoch wird er Weihnachten mit John Woos "Paycheck" bereits wieder im Kino zu sehen sein. Da Affleck duch seinen Vertrag mit Disney Geld bekommt, ob der Film nun gedreht wird oder nicht, vermutet man, dass ein anderer die Rolle übernimmt.

(Quelle: CNN)  27.10.03
Preis der Stadt Hof

Dominik Graf ausgezeichnet

Alljährlich verleiht die Stadt Hof im Rahmen der Hofer Filmtage ihren Preis an jene, die sich um den deutschen Film verdient gemacht haben. In diesem Jahr wird Dominik Graf geehrt, der Fernseh-Routinier mit regelmäßigen Ausflügen ins Kinofach (Die Katze, Spieler, Die Sieger, der Felsen).

(Quelle: Movie-College)  25.10.03
Schlagabtausch auf dem Mediengipfel

Die Zukunft des Fernsehprogramms

Der letzte Tag der Medientage in München hatte heute noch ein finales Highlight zu bieten. Mit dem Label "Spürnasen gesucht" trafen sich im Panel 5.6. die Programmchefs der einzelnen Sender, um über die Zukunft des Programms zu diskutieren. Sündstoff lieferte bereits die These von Ute Biernat, Geschäftsführerin von Grundy, dass in Deutschland kaum kreatives Potential im Bereich der Fernsehformate existiert. Polemisch wurde es immer dann, wenn sich Sat.1 Chef Martin Hoffmann einschaltete. Dieser ließ es sich nicht nehmen, die eigenen Formate anzupreisen und die Entwicklung von Sat.1 trendsetzend zu bezeichnen. Über die Phrasen kleiner Bemerkungen kam dann am Ende aber doch keiner hinaus. Es wurde lediglich angekündigt, dass es im nächsten Jahr mit der Gemütlichkeit im Fernsehen vorbei ist. Soap Formate werden durch "härtere" real life stories ersetzt. Borris Brandt dazu. "Ich sehe schon, dass Sie sich ekeln, die Leute wollen das aber sehen."

(Quelle: Movie-College)  24.10.03
Jack Elam gestorben

Ritt  in den Sonnenuntergang

Hollywood Schauspieler Jack Elam, bekannt aus Filmen wie "Rawhide" und "Wichita", starb 84jährig in seinem Haus in Oregon. Er spielte vor allem in Western, selten als Revolverheld, meist übernahm er die komischen Rollen, wie in "Support your local Sheriff" oder er spielte den ‚Bösen". Ruhm erlang er durch sein besonderes Aussehen: sein "cockeyed look" führt auf einen Unfall in seiner Kindheit zurück. Dadurch wurde er vornehmlich für Schurkenrollen besetzt. Seinen letzten Auftritt hatte er 1995 in einer TV-Show: "Bonanza: Under Fire".

(Quelle: BBC)  24.10.03
Medientage München

MC-Reporter Vorort

Um 10.00 Uhr wurden heute die Medientage München 2003 eröffnet. Auftakt bildete die Rede von Ministerpräsident Edmund Stoiber, gefolgt von einer begeisternd kritischen Rede von Haim Saban, neuer Hauptaktionär von ProSiebenSat1 Media AG. Die Reporter vom Movie-College sind Vorort und werden in den drei Tagen der Fachmesse für Medien in Deutschland berichten (>zu den Artikeln). Hauptthema der ersten großen Veranstaltung, einer Podiumsdiskussion mit zahlreichen namhaften Vertretern aus Print, Fernsehen und Rundfunk, war die "Zukunft des dualen Rundfunksystems in Deutschland". Ausgangspunkt der Diskussionen war Stoibers strikte Ablehnung einer Erhöhung der Rundfunkgebühren. Heftig kritisiert wurde von Seiten der privaten Sender vor allem die unzureichenden Sparmaßnahmen der öffentlich-rechtlichen Anstalten. Dr. Georg Kofler, Geschäftsführer von Premiere, dazu: "Ihr sagt alle, Ihr spart, aber wenn ich spare, dann brauche ich weniger Geld und nicht mehr!" Die öffentlich-rechtlichen argumentierten dagegen mit inhaltlichen Argumenten. So betonten sie ihren Grundversorgungsauftrag sowie ihr breites kulturelles Angebot. Dr. Hubert Burda, Vorsitzender der Burda Media, behielt als einziger Vertreter der Printmedien einen kühlen Kopf und betonte die Austauschbarkeit der Fernsehsender, die alle von den gleichen Marken abhängen, nicht von Inhalten. Die Sender sollten sich vielmehr darauf konzentrieren, eigene kreative Formate voranzutreiben, um wieder in die Gewinnzone zu gelangen. Unsere Reporter werden noch ausführlicher berichten.

(Quelle: Movie-College)  22.10.03
Palästina-Film im Oscarrennen

"Divine Intervention"

Zum ersten Mal in der Geschichte des Academy Awards nimmt ein Film aus Palästina am Rennen um die begehrte Trophäe teil. Obwohl Palästina kein anerkanntes Land ist, will die Academy of Motion Picture Arts and Science, wie schon in vergangenen Jahren mit Hong Kong und Taiwan, eine Ausnahme machen. "Divine Intervention" handelt vom Leben unter israelischer Besetzung. Regie führt Elia Suleiman, der für seinen Film 2002 schon den Jury Preis in Cannes erhielt. Außerdem nehmen diesjährig noch zwei andere Staaten, die Mongolei und Sri Lanka, erstmals teil. Insgesamt wurden dieses Jahre 54 Filme für den ‚Best Foreign Film' Oscar eingeschickt.

(Quelle: BBC)  22.10.03
‚Überallfernsehen' DVB-T

Für NRW und den Norden

Nachdem bereits in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg DVB-T erfolgreich eingeführt wurde, haben nun die Landesanstalt für Medien (LfM) und die Fernsehveranstalter ARD, ZDF, ProSieben, Sat.1, RTL und Vox gestern in Hannover jeweils eine Vereinbarung zur Einführung des so genannten Überallfernsehens (DVB-T) für Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland unterzeichnet. Die Fernsehzuschauer beider Regionen dürfen sich dadurch auf ein stark erweitertes Programmangebot freuen. Man geht von zunächst 16 und später bis 24 empfangbaren Programmen aus, die künftig mit einer herkömmlichen Dachantenne oder einer kleinen Zimmerantenne digital empfangbar sein werden. Man hofft, dass DVB-T in Zukunft ein wichtiger Übertragungsweg sein wird, der auch gegenüber Kabel und Satellit bestehen kann. Die Umstellung von analogen auf digitalen Empfang soll in NRW und Norddeutschland bereits Ende Mai erfolgen.

(Quelle: MediaBiz)  21.10.03
‚George' vs. Bulldozer

Caterpillar will Disney-Film aufhalten

Am Dienstag werden sich am Bundesgerichtshof in Peoria, Illinois der Planierraupenhersteller Caterpillar Inc. und Walt Disney's Buena Vista Entertainment gegenüberstehen. Streitfall ist die neue Produktion "George of the Jungle 2", bei der Caterpillar Inc. behauptet, dass der Film ihr eingetragenes Warenzeichen verletze. Der Film, der am 21. Oktober in Amerika Premiere feiern soll, beschreibt George's Kampf gegen einen Industriellen, der versucht den Dschungel zu zerstören. Da George, basierend auf einer Figur aus einer Fernsehserie aus den 60ern, besonders bei den Kindern sehr beliebt ist, befürchtet Caterpillar Inc., dass der Film negative Auswirkungen auf den Verkauf von Spielzeug des Unternehmens haben könnte, da die Bulldozer in dem Film falsch dargestellt seien. Disney sagte in einer Stellungnahme dazu, dass sie Caterpillar Inc. respektieren würden und die Klage grundlos wäre. Ihrer Meinung nach werde das Publikum diese Szenen wegen ihres Unterhaltungswertes ansehen und sie nicht ernst nehmen.

(Quelle: CNN) 20.10.03
Sabans Angebot

Sechs Euro je Vorzugsaktie

Die Annahmefrist für sämtliche Aktien der ProSiebenSat.1 Media AG hat am gestrigen Donnerstag begonnen. Haim Saban bietet Saban, wie es vorherzusehen war, den Vorzugsaktionären von Pro Sieben Sat1 nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis von 6,00 € je Aktie, die Stammaktie geht mit 8,00 € in den Handel. Das Abfindungsangebot, zu dem Saban nach der Übernahme der Kontrolle bei Pro Sieben Sat1 im Sommer gesetzlich verpflichtet ist, ist damit praktisch irrelevant. Die Angebotsfrist läuft bis zum 14. November.

(Quelle: Handelsblatt) 17.10.03
Sony speckt ab

300 neue Entlassungen

Nach einer Anweisung von Sony Corp. Tokio, die ihrer US-Tochter nahe gelegt hat, Kosten einzusparen, wird Sony Pictures Entertainment in den nächsten 18 Monaten rund 300 Stellen streichen. Die Maßnahmen, die 75 Mio. Dollar jährlich einsparen sollen, werden Columbia Pictures, Sony Pictures Digital (u.a. Animations- und Visual-Effects-Abteilungen) und die TV-Aktivitäten (Produktionen, Sender außerhalb der USA) des Konzerns treffen. Genaue Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Obwohl Sony im Verleiher-Ranking seit Jahresbeginn mit rund einer Mrd. Dollar Jahreseinspiel auf Platz zwei steht, war der Sommer auch für Sony enttäuschend gelaufen. Der Erfolg von 2002 mit "Spider-Man" lies sich nicht wiederholen. Schlecht sah es auch beim Verkauf von TV-Lizenzen aus. In erster Linie geht der Sparzwang aber auf die Geschäftsfelder Sony Music und dem Kerngeschäft Sony Electronics zurück. Diese 300 Entlassungen folgen 1000 Kündigungen von Sony Music in diesem Jahr.

(Quelle: mediabiz) 16.10.03
Es geht noch tiefer!

Channel 4 Reality Show

Nach "Temptation Island" von Sky folgt nun Channel 4 mit einer neuen Reality Show in den USA, bei der die Treue von verlobten Paaren getestet wird. In "Ex Rated" muss das Paar getrennt voneinander ein Wochenende in einem Hotel mit je drei Exfreunden bzw. -freundinnen verbringen und wird erst Sonntagabend wieder zusammen geführt. Freitagabend treffen sich die ehemaligen Freundinnen des Mannes, essen zusammen und werten die Beziehung aus, während das Paar von verschiedenen Zimmern aus zuschaut. Am Ende trifft sich die Frau mit den Exfreundinnen ihres Freundes, welcher weiterhin von seinem Zimmer aus zusieht. Danach darf er sich eine seiner Exfreundinnen aussuchen um mit ihr ein Gespräch unter 4 Augen zu führen. Samstag Abend passiert das Gleiche genau anders herum mit den drei Exfreunden der Frau. Bei all den Gesprächen, die der Partner führt, darf jeweils der andere zuschauen. Erst Sonntagabend wird das Paar zu einem Essen mit allen sechs vorherigen Freunden und Freundinnen wieder vereint. Am Ende müssen sie entscheiden, ob sie wirklich noch heiraten wollen. Ein US-Sender, Fox TV, wurde bereits beschuldigt, Paare absichtlich auseinander bringen zu wollen, indem sie die Paare auf "Temptation Island" zu Seitensprüngen ermutigten. Diese Beschuldigung wird nun vielleicht auch Channel 4 vorgeworfen werden. Syeda Irtizaali, die den Pilot von "Ex Rated" produziert, meinte dazu jedoch, dass diese Idee nicht so grausam wäre, wie man es vielleicht vermutet. Mann wolle dem Paar lediglich bei der schwerwiegenden Entscheidung, wie ihre gemeinsame Zukunft aussehen soll, helfen. Falls der Pilot erfolgreich ist, wird eine ganze Serie produziert. Auch denkt man bereits darüber nach, die Idee an andere Länder zu verkaufen.

(Quelle: Mediaguardian) 14.10.03
Ganz Hollywood auf Premiere

Vereinbarung nun auch mit Sony

Der Münchener Pay-TV-Sender Premiere, dessen Übernahme durch den Finanzinvestor Permira im Februar besiegelt wurde, hat nun auch mit Sony Pictures einen mehrjährigen Filmvertrag abgeschlossen. Damit verfügt Premiere jetzt über Output-Deals mit allen großen Hollywood-Studios. Neben den Produktionen der Sony-Tochter Columbia Pictures hat der Sender nun nach eigenen Angaben auch das Recht zur deutschen TV-Erstaustrahlung der Filme von Universal, Warner , Paramount und Metro Goldwyn Mayer. Zudem bestehen Vereinbarungen mit Fox, Lucasfilm, Dreamworks und Buena Vista. Bis Ende 2003 will der Sender die Marke von 2,9 Mill. Abonnenten knacken und den Verlust von Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf unter 40 Mill. € verringern. Premiere-Chef Georg Kofler hat jedoch bereits angedeutet, dass Premiere seine eigenen Ziele wahrscheinlich übertreffen wird.

(Quelle: Handelsblatt) 14.10.03
Neue Oskar Regeln

Benachteilung kleiner Produktionen?

Mit einer Anzeige im Filmblatt "Variety" haben mehr als 140 hochkarätige Filmschaffende, unter ihnen Robert Redford, Martin Scorsese gegen die neuen Oscar-Regeln protestiert, wonach den Oscar-Juroren keine Videos und DVDs der Wettbewerbsfilme mehr zugeschickt werden darf. Diese müssen von nun an zur Beurteilung der Streifen ins Kino gehen. Dies sei eine Benachteiligung, so die Filmschaffenden, da kleinere Studios mit niedrigem Werbeetat deutlich weniger in Kinos laufen als große Blockbuster. Als Grund für die neue Maßnahme machten die Studios die Sorge geltend, dass die mit der Post versandten Kassetten illegal kopiert und ins Internet gestellt werden könnten. Der wahre Grund ist nach Meinung der Filmschaffenden aber ein anderer. Sie meinen, dass die großen Studios auf diese Weise die Konkurrenz der kleinen innovativen Indie-Studios ausschalten wollen. Ein Zündstoff, der in Deutschland durch die FFG Debatte nicht unbekannt sein dürfte.

(Quelle: N-TV) 13.10.03
Berlinale 2004

Jugendfilmwettbewerb

Ab 2004 soll unter dem Dach von Thomas Hailers Kinderfilmfest auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin ein Jugendfilmwettbewerb starten. Dabei wird in dieser neuen Kategorie ein eigener Gläserner Bär vergeben. Damit soll die Lücke zwischen dem Kinderfilmfest, bei dem Kinder zwischen vier und 13 Jahren angesprochen werden, und den nur Erwachsenen zugänglichen Filmen der übrigen Berlinale, geschlossen werden. Sechs Filme für Jugendliche ab 14 Jahren werden zwischen dem 6. Und 15. Februar gezeigt. Das Programm soll, wie beim Kinderfilmfest, die ganze Bandbreite an Genres abdecken, um damit das bestmöglichste internationale Angebot machen zu können. Der Gläserne Bär für den besten Jugendfilm wird von einer fünfköpfigen Jury mit Mitgliedern im Alter der Zielgruppe bestimmt.

(Quelle: mediaBiz) 10.10.03
Bavaria Open House

HDTV als Thema

Am 8. Oktober versammelten sich auf dem Gelände der Bavaria geladene Gäste aus Presse, Film und Fernsehen, zu denen auch zwei Mitarbeiter des Movie-College gehörten. Unter den Schlagworten Medienwirtschaft, Kreation und Innovation hielten Redner von FFF, Bavaria Film, Panasonic, Sony und Apple, um nur einige zu nennen, verschiedene Vorträge über Filmfinanzierung und Förderung, Fernsehen im Internet und dem neuen Videostandart HDTV, welches das Hauptthema des Nachmittags war. Diskutiert wurde darüber, ob HDTV die Zukunft des Fernsehens darstelle oder nur ein einstweiliger Trend sei. Deutschland, bzw. Europa allgemein, liegt mit dieser neuen Innovation immer noch hinter Ländern, wie den USA, Japan, Australien, Korea und China, die zum Teil schon bis zu 7 spezielle HDTV Programme vorweisen können. Erst voraussichtlich 2004 soll in Belgien der HD-Kanal ‚Euro 1080' auf Sendung gehen, womit sich dann auch in Europa endlich ein Markt für HD-Produktionen eröffnen wird. Bisher wurden alle in Deutschland produzierten Beiträge, wie "Voyages, Voyages" bei anderen Sendern, u.a. beim Discovery Channel der BBC, ausgestrahlt. Das HDTV noch keinen verstärkten Einzug in Europa gehalten hat, geht zurück auf zahlreiche Probleme, die man mit High Definition TV sieht. Kritisiert werden der fehlende Markt, der Mangel an ausgebildeten Kamerateams, teures Equipment und Schwierigkeiten bei der Handhabung der speziellen Kameras. Laut Dr. Susanne Dönitz von der Firma Ottonia Media wird zur Zeit diesen entgegengewirkt. Auch seien viele Probleme in den letzten 3 Jahren schon behoben wurden. HDTV ermögliche jedoch, wie Reinhard Maurer von Sony in seinem Vortrag vorbrachte, eine Alternative im gesättigten Markt und vermehrte Co-Produktionen. Die neue Innovation zeichnet sich durch bessere Qualität in Farbe und Auflösung aus, und wird zur Zeit v.a. bei Aufzeichnungen von Live-Konzerten und in Image- und Werbefilmen verwendet.

(Quelle:Movie-College) 09.10.03
Gerd-Ruge-Stipendium

An junge Dokumentarfilmer

Das Gerd-Ruge-Stipendium für junge Dokumentarfilmer, vergeben von der Filmstiftung NRW, ging dieses Jahr an Konstantin Faigle für "Die große Depression" und Luzia Schmid für "Funny Help". Die Stipendiaten erhalten jeweils 45.000 Euro. Weitere 10.000 Euro werden als Anfangsunterstützung an das Projekt von Tom Schildberg: "Mein Vater, der Spion", vergeben. Am 6. Oktober hatte eine achtköpfige Jury unter Vorsitz des Journalisten Gerd Ruge diese Auswahl unter insgesamt 34 Anträgen getroffen. Die Urkunden wurden am 7. Oktober in der Filmstiftung NRW in Düsseldorf von Ruge überreicht.

(Quelle: mediaBiz) 08.10.03
ZDF wandelt Stellen um

Mehr freie Mitarbeiter statt Angestellte

Laut dem Intendanten des ZDF, Markus Schächter, plant der Mainzer Sender 300 Angestellte durch freie Mitarbeiter zu ersetzen. Im März diesen Jahres belief sich die Stellenzahl beim ZDF auf 3600. Insgesamt seien in den vergangenen zehn Jahren 1000 Stellen sozialverträglich reduziert worden und bereits im Haushalt 2004 soll der Personalaufwand nur noch 13,7 Prozent betragen, was ein europaweiter Spitzenwert im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wäre. Diese Maßnahme sein auf den Rückgang der Werbeumsätze zurückzuführen. Dadurch verliert das ZDF nach Angaben seines Intendanten bis Ende 2004 gut 150 Mio. Euro. Jedoch gibt man sich optimistisch, dass die Talsohle erreicht wäre.

(Quelle: mediaBiz) 07.10.03
Zeitgleich Matrix

Warner Bros. "Stunde Null"

Erstmals in der Filmgeschichte wird ein Film weltweit zeitgleich Premiere haben. "Matrix Revolution" startet am 5. November in 50 Ländern exakt in der gleichen Minute. Das Studio Warner Bros. spricht hierbei selbstbewusst von der "Stunde Null". Die Idee für den simultanen Kinostart ist eigentlich bereits ein Jahr alt. Es sei schon darüber nachgedacht worden, den zweiten Teil des Science-Fiction-Films so starten zu lassen. Doch die weltweite Koordinierung sei zu aufwendig gewesen. Nun startet der Thriller mit den Hollywood-Schauspielern Keanu Reeves, Laurence Fishburne und Carrie-Ann Moss am 05.11.2003 um 6 Uhr morgens in Los Angeles, um 9 Uhr in New York, um 14 Uhr in London, um 17 Uhr in Moskau und um 23 Uhr in Tokio. In Deutschland ist es um 15 Uhr soweit. Mit dem weltweit gleichzeitigen Start möchte Warner Bros. darüber hinaus der Film-Piraterie den Wind aus den Segeln nehmen, da sie in den Ländern am größten ist, die am längsten auf solche Blockbuster warten müssen.

(Quelle: Spiegel) 06.10.03
Gunther Philipp

In Bonn- Bad-Godesberg gestorben

Der beliebte österreichische Schauspieler starb am 2. Oktober 85 jährig in einer Bonner Klinik. Bekannt wurde er unter anderem durch Filme wie "Die Abenteuer des Grafen Bobby" (1961), "Kaiserwalzer" (1953), "Kaisermanöver" (1954), "Im weißen Rössl" (1963), "Kaiserjäger" (1956) und "Die Deutschmeister" (1955).

(Quelle: Der Standard) 03.10.03
Diagonale Boykott

Streit um Intendanz

Der Streit um die Neuausrichtung des Grazer Filmfestivals Diagonale scheint zu eskalieren. Der Disput ist auf die Neubestellung der Intendanz des Festivals zurückzuführen. Ende Juni wurden Miroljub Vuckovic für die künstlerische Leitung und Tillmann Fuchs für die kaufmännische Intendanz berufen. Auf Empörung stieß bei den österreichischen Filmschaffenden vor allem der Alleingang des Kunststaatssekretärs Franz Morak bei seiner Entscheidung für die neue Intendanz. Filmemacher wie Michael Haneke, Barbara Albert, Ulrich Seidl und Institutionen wie das Österreichische Filminstitut wollen die kommende Diagonale aus diesem Grund boykottieren. Viennale-Leiter Hans Hurch beabsichtigt sogar ein Gegenfestival zu initiieren. Die Filmschaffenden sehen den erzwungenen Personalwechsel in Graz in Zusammenhang mit der wiederholten Kritik des Festivals an der rechtskonservativen Regierung in Wien.

(Quelle: Mediabiz) 02.10.03
Jameson People's Choice Award

Abstimmung läuft

Ab heute kann online für den Jameson People's Choice Award abgestimmt werden. Gewählt werden jeweils zehn Kandidaten in den Kategorien "Bester Regisseur", "Beste Schauspielerin" und "Bester Schauspieler". In allen drei Kategorien sind u.a. "Good Bye, Lenin!" und "Montags in der Sonne" vertreten. Der Jameson People's Choice Award wird am 6. Dezember im Rahmen der Verleihung des Europäischen Filmpreises in Berlin vergeben.

(Quelle: Mediabiz) 01.10.03
ARD und ZDF

Gebührenerhöhung 2005?

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) traf sich gestern mit den Intendanten von ARD und ZDF. Die öffentlich - rechtlichen Sender zeigten sich dabei, gegenüber dem Gebührenanstieg um monatlich 1,07 Euro, unzufrieden. Die privaten Sender wiederum forderten ein Aussetzen, der Anpassung, der Rundfunkgebühr. Für die nächste Periode kündigten die öffentlich - rechtlichen Sendeanstalten einen Finanzbedarf an, so dass nach Auslaufen des Gebührenstaatsvertrages, die Rundfunkgebühr von derzeit 16,15 Euro auf 18,00 Euro angehoben werden soll. Die KEF schlug ihrerseits einen Anstieg auf 17,22 Euro vor. Ungewiss ist jedoch die Verteilung der erhöhten Gebühren, da die ARD gegenüber dem ZDF einen Überschuss zum Jahresende 2004 angekündigt hat. Ob die Gebühren allerdings wirklich zum 01. Januar 2005 erhöht werden ist noch völlig unklar.

(Quelle: Abendblatt)  31.10.03
Viennale 2003

Filmpreise verliehen

Im Rahmen der Viennale 2003 gewann Ulrich Seidls mit seinem Dokumentarfilm "Jesus, du weißt" den Wiener Filmpreis . Eine besondere Erwähnung der Jury erhielt Martin Bruch für seinen Dokumentarfilm "Handbikemovie". Der FIPRESCI-Preis ging an "The Brown Bunny" von Vincent Gallo. Eine besondere Erwähnung erzielte "Depuis qu'otar est parti" von Julie Bertucelli. Der Publikumspreis wurde in diesem Jahr an Peter Solletts "Long Way Home" verliehen. "Ana y los otros" von Celina Murga wurde als bester lateinamerikanischer Film des Jahres 2003 ausgezeichnet.

(Quelle: MediaBiz)  30.10.03
Elem Klimow gestorben

Russland verliert großen Regisseur

Letzten Sonntag verstarb Elem Klimow im Alter von 70 Jahren. Russland hat damit einen seiner bedeutendsten Filmemachern verloren. Neben Andrej Tarkowskij feierte er in den 80er Jahren große Erfolge und wurde mit Filmen wie "Abschied von Matjora" (1983) auch im Westen bekannt. Klimow war 1933 in Stalingrad geboren und begann zunächst mit Sozialsatiren und Komödien. Ersten Erfolg hatte der Schüler von Michail Romm mit "Agonie", in welchem er kritisch das Ende der Zarendynastie der Romanows behandelte. Der Film durfte zunächst nicht gezeigt werden und erschien erst Jahre später mit wenigen zensierten Kopien in der Sowjetunion. Dennoch blieb er standhaft kritisch. Ein weiterer, nun internationaler Erfolg war "Komm und sieh" aus dem Jahre 1985, der sich mit den Schrecken des zweiten Weltkrieges beschäftigt. Hier wird die Geschichte eines Jungen erzählt, dessen Dorf in Weißrussland durch deutsche Truppen ausgelöscht wird. Der Film brachte Klimow auch erste große Anerkennung im eigenen Land. Mit Beginn des Falls der Sowjetunion und den neuen Freiheiten für die Kultur wurde Elem Klimow 1986 der erste Sekretär des Verbandes der Filmschaffenden der UdSSR.

(Quelle: Spiegel)  29.10.03
TV-Abgabenerhöhung

Impuls für frz. Filmbranche

Der französische Fernseh-Produzentenverband USPA (Union syndicale des producteurs audiovisuels) hat dem Kulturministerium Maßnahmen vorgeschlagen, um der Produktionsbranche neue Impulse zu geben. Man hofft auf eine Verdoppelung des Produktionsvolumens innerhalb der nächsten fünf Jahre, falls die Fernsehabgabe zu Gunsten unabhängiger Produzenten um 1,5 Punkte auf sieben Prozent steigen würde. Die Abgabe soll dem CNC (Centre national de la cinématographie) nächstes Jahr rund 138 Mio. Euro einbringen. Die TV-Produktionsbranche wird davon nur 21 Mio. davon erhalten. Der Rest entfällt auf die Kinobranche. Weiterhin fordert die USPA die Einführung einer zweiten Werbeunterbrechung bei der Ausstrahlung von Kinofilmen im TV und eine Erhöhung der Fernsehgebühren bis 2008 jährlich um fünf Prozent.

(Quelle: MediaBiz)  28.10.03
Good Bye Lenin in GB

Wieder großer Kassenerfolg

Der Erfolgsfilm hat in England an den Kinokassen die 1,5 Millionen Euro Marke überschritten. Dies war in den vergangenen 10 Jahren nur 7 europäischen, mit Untertitelung herausgebrachten Produktionen gelungen. Seit dem 25. Juli läuft "Goodbye Lenin!" nun schon in England und Irland und ist dort zu einem regelrechten Sommerhit geworden.

(Quelle: Mediabiz)  27.10.03
Weniger Werbung

RTL wird von EU-Gericht gebremst

Am Donnerstag wurde von dem Europäischen Gerichtshof entschieden, dass RTL bei eigenproduzierten Fernsehfilmen nicht mehr so oft Werbepausen einfügen dürfe. Damit wurde eine vorherige Entscheidung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk bestätigt. Das Urteil betrifft 90 Minuten lange RTL-Fernsehspiel-Produktionen und soll den Verbraucher schützen. RTL hatte versucht die Spielfilme, die unter den Titeln wie "Gefährliche Leidenschaften", "Familienschicksale" und "Der große TV-Roman" als "Reihe" zu zeigen. Dann wäre es theoretisch erlaubt gewesen, Werbung in Abstand von 20 Minuten zu schalten. Als Reihe erkennt das Gericht die TV-Movies jedoch nicht an. Von einer "Reihe" sei nur dann auszugehen, wenn die Filme inhaltlich zusammenhängen würden. So darf RTL gemäß den Regeln aus dem Rundfunkstaatsvertrag in diesen Filmen nur ein bis zwei Werbeblöcke einbauen. Was gut für den Verbraucher ist, ist schlecht für die Privatsender. Allerdings bemüht man sich um eine Prüfung der bestehenden Fernsehrichtlinien und strebt eine Liberalisierung des Marktes an.

(Quelle: Spiegel)  24.10.03
Die Zukunft der Koproduktion

Unsichere Prognosen und Fakten

Heute wurden im Rahmen der Medientage die Perspektiven der Koproduktionen auf dem europäischen Markt diskutiert. Herausgehoben wurde in dem Forum, an dem sich auch Constantin Vorstand Martin Moszkowski beteiligte, dass zur Zeit eine rechtliche Unsicherheit zwischen der Koproduktion und der Kofinanzierung besteht. Dies führt im Ergebnis dazu, dass viele Projekte unter dem Deckmantel der Koproduktion eher eine Kofinanzierung veranstalten. Faktisch gesehen ist damit die Koproduktion für die heutige Zeit tot, so Produzent Moszkowski. Bedenken wurden auch hinsichtlich der Abstimmung geäußert. Angenommen den Fall, der Produzent würde sich tatsächlich an die Leitlinien halten, so müsste er jede Kleinigkeit mit seinen europäischen Partnern absprechen. Dies würde bei dem Entscheidungsaufwand der heutigen Zeit den Rahmen sprengen, so Moszkowski weiter. Letzten Endes kam die Runde zu dem Ergebnis, dass zur Sicherung der Koproduktionen in jedem Fall die gesetzliche Klauseln vereinfacht werden müssten. Erst wenn die Prozesse "stromlinienförmig" verlaufen, können auch wieder mehr Filme produziert werden.

(Quelle: Movie-College)  23.10.03
World Awards

Ein Preis für verdiente Männer

Am Mittwoch wurden das 4. Mal die World Awards verliehen. Auch dieses Mal lud der Präsident dieser Awards, Michael Gorbatschow die Prominenz aus Film, Fernsehen, Musik und Wirtschaft ein und sie kamen zahlreich nach Hamburg. Preisträger waren dieses Jahr u.a. Schauspieler Michael Douglas, Magier Siegfried Fischbacher, Designer Karl Lagerfeld, Schauspieler Christopher Reeve, Sportler Jan Ulrich und die Band BeeGees. Das erste Mal fand die Verleihung dadurch dass sie in der Musikhalle der Hansestadt veranstaltet wurde, außerhalb von Österreich statt. Dort hatte sie 2000 eine PR-Agentur ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden sollen diejenigen, die "unsere Welt veränderten". Zu den bisherigen Preisträgern zählten u.a. Sir Paul McCartney, Jeremy Irons, Luciano Pavarotti und Steven Spielberg. Der Award wird vergeben in den Kategorien Schauspieler, Künstler, Kunst, Unterhaltung, Mode, Zukunft, Gesundheit, Toleranz, Soziales Engagement, Wirtschaft, Medien und "Men of the Year". So wie auch die Idee des "World Men's Day", die ebenfalls von der hier hinter der Bühne aktiven österreichischen PR-Agentur stammt, honorieren die World Awards lediglich die Arbeit von Männern in den beschriebenen breit und allgemein gefächerten Kategorien.

(Quelle: n-tv, World Awards)  23.10.03
Doku-Preise vergeben

Von internationaler Jury gekürt

Das 46. DOK- Festival ist am vergangenen Sonntag mit einer guten Bilanz zu ende gegangen. Insgesamt 18.700 Besucher schauten sich auch dieses Jahr wieder begeistert die 363 Filme an, die das Filmfest bot. Die durch eine internationale Jury, mit einer goldenen und silbernen Taube geehrten Preisträger, konnten sich neben der Auszeichnung auch über einen Geldbetrag in Höhe von 5000, 3000 bzw. 2000 Euro freuen. In der Kategorie "Dokumentarfilm über 45min" waren die glücklichen Gewinner: Rithy Panh (Frankreich) mit dem Film "S21 - La machine de mort Khmer rouge" und Bengt Jägerskog (Schweden) mit "Hugo och Rosa". Rithy Panh erhielt die goldene Taube, in Verbindung mit 5000 Euro, für Ihren Film wegen Ihrer nicht zurückschreckenden Darstellung des grausamen Völkermordes in Kambodscha. Die silberne Taube und 3000 Euro erhielt Jägerskog für die "liebevolle Beobachtung der Geschwister Hugo und Rosa". Über Jahre hinweg hat der Regisseur die beiden Geschwister beim Älterwerden begleitet und dokumentiert. Weiter in der Kategorie "Dokumentarfilm bis 45min" erhielten Peå Holmquist (Schweden) mit "Min Far - Inspektörn" und Róisín Loughrey (Irland) mit "Fall Into Half-Angel" die goldene und silberne Taube. Alle weiteren Preisgekürten können Sie auch auf der Seite des DOK - Festivals nachlesen.

(Quelle: DOK - Festival)  22.10.03
Screener-Protest hält an

Preisverleihung abgesagt

Als Protestreaktion auf das Screeners-Verbot will die Los Angeles Film Critics Association ihre diesjährige Preisverleihung absagen. Der Verzicht der Studios auf den Versand ihrer Oscar-Nominierten auf DVD oder VHS an die Mitglieder der Academy, Gilden und Filmkritiker behindere die Arbeit der Kritiker und beinträchtige die Integrität und Fairness der Filmbewertung. Die Absage ihrer Preisverleihung, welche wie die Gilde-Preise als Stimmungsbarometer für die Oscar-Verleihung gelten, erschien der Präsidentin der Vereinigung Jean Oppenheimer nun als geeignetes Mittel, um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen. Unterdessen ist bereits ein Kompromiss in der Screeners-Frage in Aussicht: Speziell gekennzeichnete VHS-Kassetten, die im Fall einer Raubkopie eine Rückverfolgung des Empfängers des Tapes möglich machen sollen.

(Quelle: MediaBiz)  21.10.03
Emmerich in der Wüste

Tutanchamun soll ins Kino

Er hat sich bei seinen Inszenierungen Aliens und Riesenechsen gewidmet, nun aber widmet er sich dem vollem Gegenteil, ein überhaupt nicht futuristisches Thema: der ägyptische Pharao Tutanchamun. Unter dem Titel "Tut", will Emmerich gemeinsam mit "The Day After Tommorow"-Produzent Mark Gordon ein romantisches Action-Adventure produzieren. Der Name bietet sich schon deswegen an weil der Pharao mit zahlreichen unterschiedlichen Namen bedacht wurde (z.B. als Tutankhamen im englischsprachigen Raum). Die Story wird sich um den jungen Tutanchamun drehen, der nach dem Tod seines Vaters um Land und Thron kämpfen muss. Wer sich wann als Pharao durch den heißen ägyptischen Wüstensand quälen soll, ist noch nicht entschieden.

(Quelle: Spielfilm) 20.10.03
Rundfunkgebühren

Streit geht in nächste Runde

Der Streit um die Rundfunkgebühren geht in die nächste Runde. Der Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß hat angekündigt, im Falle einer Nullrunde, Entlassungen vornehmen zu müssen. Nach einem Vorschlag der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) sollen die Gebühren Anfang 2005 um 1,07 Euro auf 17,22 Euro im Monat steigen. Mehrere Bundesländer haben allerdings bereits ihrer Widerstand angekündigt und verlangen eine Aussetzung der Gebührenanpassung. Voß dagegen verwies auf den strikten Sparkurs, den der SWR schon seit 1998 fahre. Bis 2005 werde der Sender rund 600 Planstellen abgebaut haben. Nicht fehlen darf in dieser Debatte der bayerische Ministerpräsident. Dieser forderte, dass in Zeiten der Finanzkrise auch die Rundfunkanstalten den Gürtel enger schallen sollten.

(Quelle: Spiegel) 17.10.03
Haben und Haben

Streit um "Être et avoir"

Georges Lopez, Grundschullehrer aus Frankreichs Dokumentarfilm "Sein und Haben - Être et avoir", hat Klage gegen die Macher des Films eingereicht. Er fordert Schadenersatz wegen Diebstahl geistigen Eigentums und Verletzung des Rechts am eigenen Bild. Bereits am Tag der Premiere im August 2002 forderte Lopez erstmals Lohn für seine (freiwillige) Mitwirkung an der Promo-Tour des Films. Die Produzenten lenkten ein und boten ihm 37.500 Euro. Lopez lehnte jedoch ab und verlangt nun insgesamt 311.000 Euro. Filmemacher Nicolas Philibert zeigte sich erschüttert über die neueste Entwicklung. "Ich frage mich, wo der Mensch geblieben ist, den ich in meinem Film gezeigt habe." Falls das Gericht Lopez Recht gibt, könnte dies verheerende Folgen für künftige Dokumentarfilmprojekte haben. Bestünde dann doch die Gefahr, dass in Dokumentarfilmen porträtierte Personen im Nachhinein Ansprüche geltend machen, die die in der Regel mit kleinsten Budgets arbeitenden Dokumentarfilmproduzenten in den Ruin treiben könnten.

(Quelle: mediabiz) 16.10.03
Neues von der Kirchinsolvenz

Staatsanwaltschaft ermittelt

In Zusammenhang mit der Kirch-Insolvenz hat die Staatsanwaltschaft München gestern mehrere Objekte in Deutschland und der Schweiz untersucht. Insgesamt seien 13 Objekte an drei Orten und eine größere Zahl Beschuldigter von der Aktion betroffen gewesen. Unter anderem wurden Büros und die Privatwohnung des langjährigen Kirch-Anwalts Joachim Theye in Zürich und St. Moritz sowie eine auf Leo Kirchs Ehefrau Ruth registrierte Wohnung in dem Schweizer Wintersportort untersucht Hintergrund sei der Verdacht auf Untreue und Bankrottstraftaten. Die Ermittlungen konzentrierten sich unter anderem auf zwei Beraterverträge in der Größenordnung von insgesamt acht Millionen Euro, ebenso auf mehrere gegen das Aktiengesetz verstoßende Darlehensvergaben mit einem Mindestschaden von gegenwärtig 50 Millionen Euro. Beteiligt waren 6 Staatsanwälte und rund 30 Kriminalbeamte. Die Kirch Media war nach Angaben eines Unternehmenssprechers nicht in die Durchsuchungen einbezogen. Die Staatsanwaltschaft wollte erst nach Auswertung der umfangreichen Beweismittel nähere Informationen geben. Dies werde wegen der Komplexität der Gesellschafterverhältnisse erfahrungsgemäß einige Monate in Anspruch nehmen.

(Quelle: Handelsblatt) 15.10.03
46. DOK-Festival

Leipzig öffnet die Pforten

Heute in Leipzig eröffnet zum 46. mal das DOK-Festival, Teilnehmern aus aller Welt, die Kinosäle. An fünf Tagen werden in neun Kinos die Filme derer vorgeführt, die es schafften Ihre Filme bis zur Einreichfrist anzumelden. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel! Sowie bei dem kurdischen Regisseur Bahman Ghobadi geschehen, der mit "Der Krieg ist vorbei..." doch noch seine Dokumentation über das Leben im Irak einbringen konnte. Im Laufe des Festivals wird eine internationale Jury deren Mitglieder aus Deutschland, Österreich, Bulgarien, Russland und Frankreich kommen, aus den zahlreichen Bewerbern, die besten Filme mit der silbernen und goldenen Taube ehren. Neben Berühmtheiten werden auch dieses Jahr wieder mehr als 20.000 Gäste erwartet.

(Quelle: DOK-Festival) 14.10.03
Corazón International

Akin und Thiel in Produktion

Die Filmemacher Fatih Akin, bekannt für Filme wie "Solino" und "Im Juli", und Andreas Thiel ("Aus heiterem Himmel", TV-Serie) haben in Hamburg die Firma Corazón International gegründet. Das erste Projekt der Produktionsfirma war der Akin-Film "Gegen die Wand". Aktuell ist die Musik-Dokumentation "Crossing the Bridge" geplant, an der Corazón International mit intervista digital media GmbH zusammenarbeitet. Sie handelt von der Entwicklung orientalischer und okzidentaler Musik. Außerdem entwickelt die Firma derzeit das Drehbuch "Nichts geht mehr" von Speedy Deftereos unter Mitarbeit von Fatih Akin. Die Geschichte, die sich auf dem Hamburger Kiez abspielt, soll Moritz Bleibtreus erste Regiearbeit werden.

(Quelle: mediaBiz) 13.10.03
EAVE Workshop

Fortbildung für Produzenten

EAVE (European Audiovisual Entrepreneurs) bietet einen einjährigen Ausbildungszyklus für unabhängige und bereits erfahrene Produzenten an. Innerhalb der Ausbildung werden in drei zeitlich gestaffelten Workshops in verschiedenen europäischen Städten die Aspekte einer Filmproduktion, von der Entwicklung eines Projekts über Marketing und Finanzierung bis zum Verkauf, behandelt. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 begrenzt. EAVE spricht Filmproduzenten, Fernsehredakteure, Autoren und Regisseure an. Anmeldeschluss ist der 1. November. Informationen unter www.eave.org.

(Quelle: mediaBiz) 10.10.03
Schweiz nicht im Oscar-Rennen

Kein geeigneter Beitrag

Dieses Jahr schickt die Schweiz keinen Beitrag nach Hollywood für die Oscar-Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film. Es gab dieses Jahr nur drei Anmeldungen, sagte die zuständige Stelle im Innenministerium in Bern. "Mein Name ist Bach" von Dominique de Rivaz, eine deutsch-schweizerische Koproduktion, sei nicht in Frage gekommen, da der Film erst nächstes Jahr in die Schweizer Kinos komme. Die zwei anderen Produktionen "Au sud des nuages" von Jean-François Amiguet, der einzige Schweizer Wettbewerbsbeitrag auf dem Filmfestival in Locarno, und "On dirait le sud" von Vincent Pluss, der Gewinner des Schweizer Filmpreises 2003, seien "zu klein" für den US-Markt. In den letzten Jahren hatte die Schweiz jeweils mit einer eigenen Bewerbung ihr Glück in Hollywood versucht, jedoch hat keiner der eingereichten Filme die Nominierungshürde geschafft. 1991 hatte der Film "Reise der Hoffnung" von Xavier Kollerr überhaupt den Auslands-Oscar gewonnen.

(Quelle: mediaBiz) 09.10.03
Fernsehen wird teurer

Streit um Rundfunkgebühren

Die Rundfunkgebühren sollen nach einem Vorschlag der zuständigen Kommission der Länder von 2005 an um 1,07 Euro auf 17,22 Euro steigen. Die Empfehlung ist in einem Zwischenbericht enthalten, den die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) an die Ministerpräsidenten und Intendanten geschickt hat. Während der Verband der Privatsender die vorgeschlagene Anhebung als überhöht ablehnte, kritisierte die ARD die empfohlene Erhöhung als zu gering. Nach Darstellung des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) bedeutet die Anhebung um 1,07 Euro eine Steigerung um über sechs Prozent. Dadurch würde sich "die bereits bestehende Schieflage des Systems zu Lasten des privaten Rundfunks dramatisch weiter verschärfen", so VPRT-Präsident Jürgen Doetz. Dem Vorschlag der zuständigen Kommission müssen nun allerdings noch die Landesparlamente zustimmen. Bayern und Nordrhein-Westfalen haben bereits Widerstand angekündigt.

(Quelle: Spiegel) 09.10.03
"Master of Cinema"-Award

Raoul Ruiz erhält Auszeichnung

Der aus Chile stammende Regiestar des französischen Kinos, Raoul Ruiz, wird mit dem "Master of Cinema"-Award des 52. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg geehrt. Ausgewählt wurde er für die von ihm immer wieder dargestellte ästhetisch glaubhafte Synthese von lateinamerikanischer Opulenz, Surrealismus, kinematographischer Moderne und literarischer Tradition, begründeten die Veranstalter ihre Wahl. Ruiz erhält den Preis bei einer Gala am 22. November in Mannheim. Er ist in Deutschland vor allem durch die Proust -Verfilmung "Die wiedergefundene Zeit" (1999) bekannt. Als Höhepunkt des Festivals wird eine Reihe mit sieben, von Ruiz ausgewählten Filmen gezeigt. Die Auszeichnung "Master of Cinema" verleiht das Filmfestival jährlich herausragenden Regisseuren des internationalen Autorenfilms. Zuletzt wurden u.a. Theo Angelopoulos, Otar Iosseliani und Zhang Yimou ausgezeichnet.

(Quelle: mediaBiz) 08.10.03
Keine Ansichts-Videos

Anti-Piracy geht zu weit

Beim Treffen der führenden Köpfe der Filmstudios letzten Mittwoch in New York war ein Hauptthema das Verbot von Ansichts-Videos. Im Zuge der verschärften Anti-Piracy-Kampagne der Studios hatte die MPAA (Motion Pictures Association of America) auf Vorschlag von Jack Valenti ein Verbot für Erstellung und Weitergabe von Videos ausgesprochen, die sonst zu PR-Zwecken an Filmverleiher und Presse weitergegeben wurden. Diese würden nach Angaben von MPAA häufig als Quellmaterial für illegale Kopien verwendet werden. Da diese Ansichts-Videos aber letztendlich auch gebraucht werden, um in die Auswahl für eine Oskar-Nominierung zu gelangen, waren die Beschwerden insbesondere von den Independent-Filmern heftig. Sie beschlossen bei einem eigenen Treffen am Mittwoch Nachmittag die Forderung gegenüber der MPAA das Verbot dahin gehend zu lockern, dass Ansichts-Videos dann möglich sein sollen, wenn die VHS oder DVD-Kopien Wasserzeichen und eine Seriennummerierung enthalten. Bei Mißbrauch sollten so die Übeltäter ermittelbar werden. Zudem wiesen die Independent-Filmer darauf hin, dass man mehr gegen die eigentlichen Täter der Urheberrechtsverletzungen unternehmen solle, die sehr häufig in den großen Kopierwerken sitzen würden, wo der eigentliche Schaden angerichtet werde.

(Quelle: Indiwire) 06.10.03
Verkauf von Universal

GE neuer Besitzer

General Electric (GE) stand bisher für handfesten Produkte, wie Generatoren, Glühbirnen und Kühlschränke, doch jetzt will der nach Börsenwert weltweit größte Konzern auch im Filmgeschäft den Ton angeben. Die exklusiven Verhandlungen der GE-Tochter NBC mit Vivendi Universal Entertainment sollen heute abgeschlossen werden. Für 3,8 Mrd. $ in bar und Aktien wechselt dann der Entertainment-Bereich des französischen Konzerns für insgesamt 14 Mrd. $ den Besitzer, da Immelt, der neue GE-Chef den Industrie- und Finanzriesen in einen Hauptdarsteller des digitalen Informationszeitalters umwandeln will. Außerdem liefen einige Bereiche von GE, wie Flugzeugturbinen und Versicherungen, in der Konjunkturflaute schlecht, deswegen schaue man sich nach neuen Unternehmensfeldern um. Die Fusion hätte für NBC den großen Vorteil, künftig in eigenen Studios produzieren und somit derzeitig erfolgreiche Universal-Serien wie "Law and Order" und die 5000 Filme und 32 000 Episoden von TV-Serien umfassende Universal-Bibliothek an sich binden zu können. Eine wahre Goldgrube im DVD-Zeitalter. Der dann weltweit sechstgrößte Medienkonzern NBC Universal soll zu 80 % GE und zu 20 % Vivendi gehören. Doch viele kritische Stimmen werden laut, die ein zu hohes Risiko in der Filmbranche mit teuren Flops sehen. Immelt solle erst einmal die Ergebnisse der bestehenden Konzernfelder verbessern, meine viele.

(Quelle: Handelsblatt) 02.10.03
Skandal in Bollywood

Verbindung mit Mafia?

Ein führender Bollywood Produzent, Bharat Shah, wurde für schuldig befunden, Informationen über die Verbindung der Filmindustrie mit der Mafia zurückzuhalten. Richter Bhangale entschied, dass Shah gewusst hätte, dass sein Film vom organisierten Verbrechen finanziert wurde, aber nicht die Polizei davon in Kenntnis setzte. Seine Verhaftung folgte einer Untersuchung über seinen Film "Chori Chori Chupke Chupke", von dem Shah behauptete ihn aus seinen eigenen Ressourcen finanziert zu haben. Die Polizei benutzte zwei Audiotapes, mit Telefongesprächen zwischen ihm und dem Unterweltboss Chotta Shakeel, als Beweis gegen ihn. Ob er aber selbst direkt mit der Mafia in Verbindung steht, wird am Mittwoch in einem neuen Verfahren entschieden. Filmemachen wird allgemein in Indien als hohes Risiko angesehen, da der Großteil der Filme es nicht schafft, seine Kosten an den Kinokassen wieder einzuspielen. Viele Filme werden deshalb verdächtigt von der Unterwelt mitfinanziert zu werden.

(Quelle: BBC) 01.10.03

 

September 2003

Filmfestival San Sebastian

Goldene Muschel für "Schussangst"

Beim 51. Internationalen Filmfestival von San Sebastian, wurde zum erstem Mal in der Geschichte des Festivals der Hauptpreis, die GOLDENE MUSCHEL (CONCHA), einem deutschen Film verliehen. Ausgezeichnet wurde "Schussangst" von Dito Tsintsadze. Es ist die Geschichte des jungen Wehrdienstverweigerers Lukas, gespielt von Florian Hinrichs, der sich in die Frau seines Lehrers (Lavinia Wilson) verliebt. Außerdem wurde der deutsch-schweizer Beitrag "Wenn der Richtige kommt", unter der Regie von Steffen Hillebrand und Oliver Paulus, mit einer lobenden Erwähnung der Internationalen Jury ausgezeichnet. Der Film handelt von der einfachen Putzfrau Paula, die sich in einen türkischen Wachmann verliebt und ihm bis in die Türkei folgt.

(Quelle: Filmzeitung) 30.09.03
Deutscher Medienfonds

Zwölf Milliarden Dollar für US-Filme

Kaum zu glauben. Nach Angaben der Filmzeitung seien in den letzten fünf Jahren satte 12 Milliarden Dollar in amerikanische Filme investiert worden. Keine Frage, dass deutsche Projekte auf der Stecke bleiben und sich durchgehend US - Blockbuster in der vorderen Reihen der Kinorangliste tummeln. Erfolgsstreifen wie "Der Schuh des Manitu" bleiben da eher die Ausnahme. Abhilfe könnte eine Regelung aus dem Finanzministerium schaffen, die es auch hierzulande möglich macht, dass ein gewisser Anteil der Medienfonds im eigenen Land investiert werden muss. Bei einem Anteil von nur 10 % hätten das immerhin 1,2 Milliarden Dollar für die deutsche Filmlandschaft in den letzten fünf Jahren bedeutet. Wirklich immun gegen Hollywood-Streifen scheinen bislang jedoch nur die Franzosen zu sein, in deren Kinos einfach nur eine begrenzte Zahl ausländischer Produktionen gezeigt werden darf. Der Rest gilt ausschließlich dem französischen Film.

(Quelle: Filmzeitung) 30.09.03
Deutscher Fernsehpreis

RTL großer Gewinner

Bei der Vergabe des Deutschen Fernsehpreises am Samstagabend in Köln ist RTL als großer Sieger hervorgegangen. Dabei wurde auch Gala Moderator Günther Jauch erstmals mit dem Publikumspreis belohnt. Der Kölner Privatsender RTL schnitt bei der Verleihung in 26 Kategorien mit neun Preisen am besten ab. Die ARD bekam sechs, SAT.1 und das ZDF jeweils drei, ProSieben zwei Preise und der Norddeutsche Rundfunk (NDR), der Westdeutsche Rundfunk (WDR), der Südwestrundfunk (SWR) und Premiere jeweils eine Auszeichnung. Mit dem Deutschen Fernsehpreis ist als bester Fernsehfilm des Jahres der ZDF-Krimi "Unter Verdacht - Eine Landpartie" mit Senta Berger in der Hauptrolle ausgezeichnet worden. Beste Schauspieler wurden Edgar Selge in der Rolle des einarmigen Kommissars in der ARD-Krimireihe "Polizeiruf 110" und Ulrike Krumbiegel in dem SWR-Film "Geschlecht: weiblich." Rudi Carrell erhielt den Ehrenpreis der Stifter RTL, Sat1, ARD und ZDF.

(Quelle: N-TV) 29.09.03
Douglas Sirk-Preis verliehen

Preis an Isabelle Huppert

Gestern wurde im Rahmen des Filmfests Hamburg der Douglas Sirk-Preis an Isabelle Huppert verliehen. "Isabelle Huppert hat im Laufe ihrer Karriere schon viele Preise erhalten, manche davon zweimal, wie den Coppa Volpi in Venedig. Jetzt folgt als logische Steigerung der Doulgas Sirk-Preis, denn mit dieser Auszeichnung ehrt das Filmfest Hamburg jedes Jahr eine Persönlichkeit, die sich besondere Verdienste um die Filmkultur erworben hat", so Laudator und Tagesthemensprecher Ulrich Wickert. Die Verleihung erfolgte durch durch Kultursenatorin Dana Horakowa im Literaturhaus Hamburg. Unter den rund einhundert geladenen Gästen waren u.a. Gyula Trebitsch, Hark Bohm sowie viele Hamburger Filmemacher.

(Quelle: MediaBiz) 26.09.03
Synchronsprecherehrung

Arne Elsholtz erhält Preis

Im Rahmen des Wortfestivals in Lippstadt wurde der Synchronsprecherpreis zum zweiten Mal verliehen. Arne Elsholtz erhielt diesen mit 2500 Euro dotierten Preis im Cineplex in Lippstadt. Elsholtz hat seine Stimme u.a. Top-Stars wie Tom Hanks, Kevin Kline und Harvey Keitel geliehen. Der Gewinner des 1. Synchronsprecherpreises, Rolf Schult, der Anthony Hopkins und Robert Redford synchronisiert hat, hatte Elsholtz zu seinem Nachfolger bestimmt.

(Quelle: MediaBiz) 25.09.03
NRW Medien macht dicht

Schließung aufgrund Finanzkrise

Nordrhein-Westfalen hat aus finanziellen Gründen seine landeseigene Mediengesellschaft NRW Medien GmbH dicht gemacht. Durch Finanzkrise der Kommunen und Länder seien Finanzmittel für eine solche Mediengesellschaft nicht mehr verfügbar, so Medien-Staatssekretärin Miriam Meckel (SPD), so dass der Haushalt 2004/2005 im Medienbereich entsprechend gekürzt wurde. Der Jahresetat der Düsseldorfer NRW Medien GmbH belief sich zuletzt auf 6,5 Mill. Euro. Die NRW Medien geriet in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen, da sie mit angeblicher Ineffizienz und Vetternwirtschaft in Verbindung gebracht wurde. Ursprünglich gründete der damalige NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD) die Mediengesellschaft, um den Ausbau der Medienbranche an Rhein und Ruhr voranzutreiben.

(Quelle: Handelsblatt) 24.09.03
Beratung oder Korruption?

Neues von Kohl und Kirch

Gegen den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und gegen den Medienunternehmer Leo Kirch hat die Berliner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Gegenstand ist ein Beratervertrag in welchem Kirchs Firma Taurus GmbH der Politikberatungsfirma P & S von Kohls Sohn jährlich 600.000 DM gibt. Dafür hätte sich Kohl mit Kirch für mindestens 12 persönliche Beratungsgespräche treffen müssen. Der Vertrag lief von 1999 bis Frühjahr 2002, damit zu einer Zeit da der Altkanzler nur noch einfacher Bundestagsabgeordneter war. Es drängt sich, so die Meinung bei der einstigen politischen Opposition zu Kanzler Kohl, den Grünen, der Verdacht auf, dass dieser Beratungsvertrag nur pro forma geschlossen worden sei und es vielmehr so sein könnte, dass Kohl nachträglich "geschmiert" worden sei. Für diesen Korruptionsverdacht spricht auch der Umstand, dass sich keine näheren vertraglichen Bestimmungen oder sonstige Aufzeichnungen finden über den genauen Inhalt, Ziele oder Bedingungen der Beratungsgespräche. Es hätte wohl gereicht, hätte ein "Kaffeetrinken und Klönschnack über die politische Lage" stattgefunden, so der Hamburger Experte für Arbeitsverträge Jens Gäbert. Die Ermittlungsbehörden ermitteln zunächst nur wegen uneidlicher Falschaussage, da Kohl vor dem Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages nichts von dem Beratervertrag und den Zahlungen gesagt hatte. Auch könnte Kirch einer jener anonymen Kohl-Spender gewesen sein. Ins Rollen kam das neue Verfahren erst durch die Anzeige einer Privatperson.

(Quelle: n-tv) 23.09.03
Emmy-Verleihungen

Sieger und Verlierer

Zum 55. Mal wurden von der Amerikanischen Fernsehakademie in 91 verschiedenen Kategorien die beliebten Emmys verliehen. Zu den Siegern des Abends gehörte u.a. die Mafia-Serie "Sopranos", die für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus wurden die Schauspieler Joe Pantoliano als bester Nebendarsteller sowie Edie Falco und James Gandolfini als beste Hauptdarstellerin und Hauptdarsteller ausgezeichnet. Die Mafia-Serie "Sopranos" musste sich jedoch in zwei Top-Kategorien gegen den jahrelangen Konkurrenten "West Wing" geschlagen geben: für bestes Drama und beste Regie nahm die Polit-Serie rund um das Weiße Haus zwei Emmys mit nach Hause. Die Sendung war insgesamt 15 Mal nominiert gewesen, die "Sopranos" dagegen nur 13 Mal. Die Familienkomödie "Alle lieben Raymond" wurden in der Top-Kategorie für die beste Comedy-Serie ausgezeichnet. In der Kategorie Talk Show setzte sich überraschenderweise "The Daily Show" mit zwei Emmys gegen den alteingesessenen Moderator David Letterman durch, der zuvor fünf Jahre in Folge diese Kategorie angeführt hatte. Der Komiker und Schauspieler Bill Cosby erhielt darüber hinaus den "Bob Hope Humanitarian Award" für sein Lebenswerk.

(Quelle: CNN) 22.09.03
Corinna Harfouch beinahe ertrunken

Unfall am "Bibi Blocksberg" -Set

Die Schauspielerin wurde am Donnerstag, den 18. 9. beim Dreh einer Szene zu der Bavaria-Produktion ohnmächtig aus der Saalach gerettet und in ein Krankenhaus in Bad Reichenhall eingeliefert. Sie sei von einem Wasserstrudel in die Tiefe gezogen worden, außer ihr wurde auch ein Stuntman verletzt. Eine Katze sei bei dem Unfall ertrunken. Wie die Produktion mitteilte, gehe es Corinna Harfouch inzwischen wieder besser.

(Quelle: Spiegel.de) 20.09.03
Neuverfilmung Moby Dick

Nennt mich Ismael...

Nach John Huston (1956) und Franc Roddam (1998), versucht sich nun auch Brian Helgeland Regisseur von "A Knight's Tale" und "The Order" an der Verfilmung von Melvilles weltbekannten Roman "Moby Dick". Mit dem australischen Schauspieler Heath Ledger will Helgeland sein Script, in Ihrer nun schon dritten Zusammenarbeit verfilmen. Auf die Jagt nach dem weißen Wal sollen sich neben Heath Ledger unter anderem auch Shannyn Sossamon und Paul Bettany begeben.

(Quelle: Spielfilm.de) 19.09.03
Goodbye Lenin, welcome Oscar

Erfolgsstory geht weiter

Eine von der Export-Union des Deutschen Films berufene Fachjury hat beschlossen, den diesjährigen deutschen Kassenschlager als besten nicht englischsprachigen Film für den Oscar ins Rennen zu schicken. "Wolfgang Becker gelingt es, ein brisantes Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte von historischer Dimension mit Leichtigkeit und großer Emotionalität in eine moderne Filmsprache umzusetzen", so die Jury zu ihrer Entscheidung. In diesem Sinne setzt sich die Erfolgsstory des Ostalgiestreifens von Wolfgang Becker unentwegt fort. GOOD BYE, LENIN! wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter mit neun "Lolas" beim Deutschen Filmpreis 2003, sowie dem "Blauen Engel" als bester europäischer Film. Die Komödie wird insgesamt in 65 Ländern gezeigt und hat in Deutschland bisher über 6,2 Millionen Besucher angelockt.

(Quelle: Spiegel) 18.09.03
"Saraband" nicht in die Kinos

So ist er der Ingmar...

Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman will seinen Film "Saraband" wie erwartet nicht für das Kino freigeben. Der Grund ist die aus seiner Sicht unerwartet schlechte Qualität des auf HDTV gedrehten Materials. Die Premiere zieht der 85 jährige Regisseur aus diesem Grund im schwedischen Fernsehen vor. Die Aufführung auf Festivals lehnte er ab. Bleibt nur die Frage ob es nach so namhafter Kritik das Ende für HDTV bedeutet?

17.09.03
Good Bye, Lenin!

Traumhafter Start in Frankreich

Am vergangenen Wochenende startete der in Deutschland sehr erfolgreiche und vielfach ausgezeichnete Film "Good Bye, Lenin!" nun auch in den französischen Kinos. Wie von der Filmstiftung NRW berichtet wird ließen sich nach der Premiere allein am Ersten Tag fast 25.000 Besucher von Wolfgang Beckers Komödie begeistern. Der französische Filmverleih Océan Film der den Film in die Kinos brachte erhöhte die Anzahl der Kopien bereits auf einhundertzehn Exemplare. Positive Resonanz erhielt "Good Bye, Lenin!" nicht zuletzt von der örtlichen Presse.

(Quelle: Mediabiz) 16.09.03
Filmfestival Toronto

Publikumspreis für Takeshi

Auf dem Filmfestival in Toronto erhielt Takeshi Kitano, dessen Werk "Zatoichi" bereits in Venedig als Wettbewerbsbeitrag vorgeführt wurde, den Publikumspreis. Die nachfolgenden Plätze des People's Choice Award's wurden durch die beiden Dokus "Go Further" und "The Corporation" besetzt. Weitere Auszeichnungen gingen an "Rhinoceros Eyes" (Discovery Award), "Love, Sex and Eating Bones" (City-TV Award) und "November" (Fipresci Award). Denys Arcand durfte sein Werk "Die Invasion der Barbaren" nicht nur als Eröffnungsfilm, sondern zugleich auch als besten kanadischen Film des Festivals feiern.

(Quelle: Mediabiz) 15.09.03
Tommy Chong geht ins Gefängnis

Star aus den Cheech und Chong-Filmen

Der Schauspieler wurde in Pittsburg wegen des Betriebs eines Internet-Versandhandels für Drogen zu neun Monaten Haft verurteilt. Seit 2001 hatte er mit seinem Web-Angebot "Nice Dreams" 1,6 Millionen US Dollar verdient. Der 65 jährige gab zu ein Marihuana-Problem zu haben, versprach aber, es durch Hobbies wie Salsa-Tanz überwinden zu wollen. In seinen Filmen spielte er vorrangig drogenbenebelte Figuren, ein Rollenfach, welches ihn offensichtlich bis in sein Privatleben begleitete. 

(Quelle: BBC) 13.09.03
16. Europäischer Filmpreis

Sechs deutsche Filme nominiert

Insgesamt 43 Filme wurden für den diesjährigen "Europäischen Filmpreis" nominiert, darunter allein sechs deutsche Produktionen. Anfang November entscheiden dann 1600 Mitglieder der European Film Academy, ob Filme wie "Das Wunder von Bern ", "Good Bye, Lenin!", "Lichter", "Mein letzter Film", "Rosenstraße " oder "Solino" auf der Liste der glücklichen Gewinner erscheinen werden. Am 6. Dezember werden schließlich die Preise im Rahmen einer Gala in der Arena in Berlin-Treptow vergeben. Siehe Nominierungen

(Quelle: Mediabiz) 12.09.03
Saban verkauft ddp

Pro 7 Sat 1 auf Gewinn getrimmt

Der TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 Media AG hat sich nach zähen Verhandlungen von der Nachrichtenagentur ddp getrennt. Die Agentur brachte dem TV-Konzern in der Vergangenheit große Verluste und gehört nach Aussagen des Vorstandes nicht mehr zum Kerngeschäft des Medienkonzerns. Jetzt übernimmt die SFG Beteiligungs-GmbH 100 % der ddp- Anteile. ddp ist die zweitgrößte deutsche Nachrichtenagentur. Marktführer ist mit weitem Abstand die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Hamburg. Ursprünglich übernahm der jetzige Premierechef Georg Kofler 1998 die Nachrichtenagentur, um den Aufbau eines umfassenden Medienkonzerns voranzutreiben und die Gründung des Nachrichtenkanals N 24 vorzubereiten.

(Quelle: Handelsblatt) 11.09.03
Gründung Filmakademie

Bislang 100 Mitglieder

In Berlin wurde die „Deutsche Filmakademie" von ihren Gründungsmitgliedern, darunter Bernd Eichinger, Katharina Thalbach und Jürgen Vogel, vorgestellt. Die Organisation soll nicht nur den deutschen und europäischen Filmnachwuchs fördern, sondern ab 2005 auch über die Vergabe des Deutschen Filmpreises entscheiden, was bislang in den Händen von Kulturstaatsministerin Christina Weiss lag. Zur Finanzierung der Akademie sollen Mitgliedsbeiträge und Sponsorengelder dienen. Auf der Mitgliederliste stehen bislang 100 Promis aus Film und Fernsehen, darunter Til Schweiger, Corinna Harfouch und Sönke Wortmann. Das Präsidentenamt übernehmen Schauspielerin Senta Berger und Produzent Günter Rohrbach.

(Quelle: n-tv) 10.09.03
Leni Riefenstahl

101 jährig gestorben

Deutschlands umstrittenste Regisseurin ist in der Nacht des 8.September 101 jährig in Pöcking am Starnberger See verstorben. Insbesondere ihre für die Nazi-Propaganda hergestellten Filme "Triumph des Willens" und der Film über die Olympiade 1936 haben die Kritik an ihrer damaligen Grundhaltung nie verstummen lassen. Die optischen Finessen dieser Filme dienten mit hoher gestalterischer Kraft einem verbrecherischen Regime. Riefenstahl wies Zeit ihres Lebens diese Kritik von sich und verbarg sich hinter rein künstlerischen Beweggründen.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung) 09.09.03
Internet-Filmpremiere missglückt

Download bringt Fehlermeldung

Der britische Steifen "This is not a Love Song" sollte als erste Produktion eine Internet-Premiere feiern und damit ein Meilenstein in der Filmgeschichte setzen. Wäre alles nach Plan verlaufen, könnte man nun seit Freitagabend für rund drei britische Pfund das neue Werk herunterladen. Könnte man. Leider erscheint bei jeglichem Versuch, den Film aufzurufen, die Nachricht "this is not working". Filmbegeisterte müssen jetzt wohl doch eine Kinovorführung besuchen. Über die Ursachen des technischen Problems machen die Anbieter keine genauen Angaben. Man hoffe, dass die Leitung "in den nächsten Tagen" wieder zur Verfügung stehe.

(Quelle: Spiegel) 09.09.03
Oscar in Polanskis Händen

Harrison Ford überreicht Trophäe

Fünf Monate nach seiner Auszeichnung mit dem Academy Award, darf Roman Polanski nun endlich die Trophäe in seinen Händen halten. Der in Frankreich lebende Regisseur konnte an der Oscarverleihung nicht teilnehmen, da ihm seit 1977 ein US-Verfahren wegen eines Sittlichkeitsdeliktes mit einer Minderjährigen droht. Harrison Ford nutzte die Gelegenheit auf dem Filmfestival im französischen Deauville, um dem 70-jährigen Filmemacher sein Oscar nun endlich zu überreichen.

(Quelle: BBC) 08.09.03
Löwen-Verleihung am Lido

Venedigs Biennale-Preisregen

Der Goldene Löwe ging an den Debütfilm "Vosvrascenje" (The Return) von Andrey Zvyagintsev, eine klassisch erzählte "Vatermord" Tragödie mit biblischer Symbolik. Besonders tragisch an dem Projekt ist, dass der 15-jährige Hauptdarsteller Vladimir Girin kurz nach den Dreharbeiten in jenem See ertrunken ist, an welchem viele Szenen des Films gedreht worden sind. Der Silberne Löwe wurde dem Film "The Kite" von Randa Chahal Sabbag aus dem Libanon zuerkannt und der Japaner Takeshi Kitano erhielt für "Zatoichi" die Auszeichnung als bester Regisseur. Besonders erfreulich für den deutschen Film: Katja Rieman erhielt den "Coppa Volpi" für die Rolle der Lena in "Rosenstrasse" und "Schultze gets the Blues" von Michael Schorr erhielt im Nebenwettbewerb "Controcorrente" den Regiepreis.

(Quelle: Ansa It) 07.09.03
Schlag gegen Internetpiraterie

Großer Erfolg der Ermittlungsbehörden

Am Mittwoch gelang es den Ermittlungsbehörden einen großen Schlag gegen die Internetpiraterie auszuführen. In Frankfurt am Main wurde einer der wohl weltweit größten illegalen Internet-Download-Server entdeckt und stillgelegt. Er wurde von 16 sog. Release-Groups unterhalten, die auf dem „Unreality" genannten Server Erstveröffentlichungen von Raubkopien speicherten. Zu diesen zählten insbesondere Spiele, Programme und insbesondere auch Kinofilme. Von diesem Server aus, der nur 400 Usern den Zugriff gestattete, würden die Software und Mediendateien dann offen ins Internet gegeben werden. Für den Erfolg der Behörden verantwortlich ist die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) die zuvor fünf Monate ermittelt hatte.

(Quelle: MediaBiz) 05.09.03
Ute Mora gestorben

Verlust für Lindenstrasse

18 Jahre lang spielte sie die Rolle der Berta Griese aus der ARD-Fernsehserie „Lindenstrasse". Völlig unerwartet ist Ute Mora nun im Alter von 58 Jahren aus noch unbekannten Grund verstorben. Nach Angaben einer Pressesprecherin habe man der Schauspielerin keine etwaige Erkrankung angemerkt, sie sei für kommende Dreharbeiten auch noch fest eingeplant gewesen. Mora begann ihre Ausbildung am Schauspielstudio Düsseldorf und spielte mehr als 40 Jahre an verschiedenen Theaterbühnen in Deutschland und der Schweiz. Daneben war sie in zahlreichen Hörspielen und Rundfunk-Features zu hören.

(Quelle: n-tv) 04.09.03
Movie-College

„Neue Seiten" jetzt noch übersichtlicher

Übersichtlicher, bildlicher, attraktiver. Das Movie-College hat für Sie die Neue-Seiten-Übersicht neu gestaltet. Wer in unseren neuen Artikeln schmökern möchte, findet unter folgendem Link eine interessante und amüsante Auflistung. 
Siehe Neue Seiten

(Quelle: Movie-College) 04.09.03
Neuer Mediengigant

NBC und Vivendi im Gespräch

Der französisch-amerikanische Konzern Vivendi Universal liegt in neuen Händen. Das US-Unternehmen General Electric (GE) und sein TV-Sender NBC unterzeichneten am Dienstag eine Absichtserklärung für den Zusammenschluss mit der Vivendi-Sparte, was die Entstehung des sechstgrößten Medienkonzerns bedeuten würde. Vivendi erwartet sich durch den Verkauf der US-Sparte ein Ablösegeld von 14 Mrd. Dollar, womit das Ziel erreicht wäre, bis Ende 2004 Vermögenswerte im Volumen von insgesamt 16 Mrd. Euro zu verkaufen.

(Quelle: Financial Times) 03.09.03
Charles Bronson

Schauspielgröße gestorben

Hollywoods Filmstar Charles Bronson ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Die Schauspielgröße aus Filmen wie „The Magnificent Seven" oder „the Death Wish" erlag vergangenen Samstag einer Lungenentzündung. Bronson wurde 1921 in Pennsylvania geboren und begann seine Karriere als Arbeiter eines Kohlebergwerks. Nach seinem Militärdienst während des 2.Weltkriegs studierte er schließlich Schauspiel in Kalifornien. Berühmt wurde er durch Filme wie „The Great Escape", „The Dirty Dozen", oder dem mehrteiligen Streifen „Death Wish".

(Quelle: BBC) 01.09.03
Filmsymposium

"Wahrnehmen und Gestalten"

Am 03. Oktober startet in Mannheim das 18. Filmsymposium. An drei Tagen führen Kameraleute, Regisseure und Filmtheoretiker Diskussionen und Vorträge zu dem Thema Filmproduktion, Filmrezeption. Unter dem Motto "Wahrnehmen und Gestalten" wird das diesjährige "Symposium" stattfinden, in dessen Verlauf Mischka Popp und Thomas Bergmann die Filme "Film" und "Augenlied" von Alan Schneider vorstellen werden. Wer dem Event beiwohnen möchte, sollte sich zur angegebenen Zeit ins "Cinema Quadrat" begeben, welches nebenbei auch Mitveranstalter ist.

(Quelle: MediaBiz) 30.09.03
Elia Kazan gestorben

Hollywood verliert eine Größe

Am gestrigen Sonntag verstarb der Bühnen- und Filmregisseur Elia Kazan im Alter von 94 Jahren in seiner Wohnung in Manhatten. Als Mitbegründer des Actors Studios half er Ende der 40er und Anfang der 50er die Schauspielkunst zu revolutionieren. Bekannt war der türkischstämmige Filmemacher für seine Filme "Endstation Sehnsucht" (1950), "Die Faust im Nacken"(1954), "Jenseits von Eden" (1954) und "Träume zerrinnen wie Sand" (1961), durch die auch von ihm geförderte junge Schauspieltalente, wie Marlon Brando, James Dean und Warren Beatty, berühmt wurden. Weitere wichtige Filme waren "Viva Zapata", "Baby Doll", "Das Gesicht in der Menge" und "Wilder Strom". Seine wichtigste Schaffensphase waren die 50er Jahre, aber auch danach schuf er noch v.a. persönliche Filme wie das autobiographische Werk "America, America", in dem er sich mit griechischen Einwanderern auseinander setzt. "Die Besucher" war 1972 einer der ersten Filme, der die Vietnam-Veteranen-Problematik aufgriff. 1976 führte er mit "Der letzte Tycoon" zum letzten Mal Regie. Für seine Filme "Tabu der Gerechten" (1948) und "Faust im Nacken" erhielt Kazan zweimalig den Oscar und 1999 wurde er mit einem Academy Award für sein Lebenswerk geehrt, was allerdings nicht unumstritten war, da er während der McCarthy Ära sich selbst und auch Kollegen vor dem "House of Unamerican Activities" des Kommunismus bezichtigte. Insgesamt drehte er 19 Spielfilme. Er war dreimal verheiratet und hatte insgesamt vier Kinder.

(Quelle: MediaBiz) 29.09.03
Heston Award verliehen

And the winner is Heston

Ein neuer Preis, der Charlton Heston Award, wurde dieses Jahr erstmalig vom American Film Institute (AFI) für besondere Schauspielleistungen verliehen. Der erster Gewinner wurde der 79jährige Schauspieler Charlton Heston, bekannt aus Filmen wie "Planet der Affen" und "Ben Hur", selbst. Die Auszeichnung wird von nun an regelmäßig von der AFI vergeben, sobald ein würdiger Gewinner gefunden wird. Heston war Vorsitzender der AFI von 1971-82 und Präsident von 1983-2002 und wurde gewürdigt für seine Präsenz in Film und Fernsehen in der ganzen Welt. Der zweimalige Oscargewinner ist auch bekannt für seinen Einsatz für Menschenrechte, sowie als Vorsitzender der National Rifle Association (NRA), die den allgemeinen Waffenbesitz fördert. Erst kürzlich erhielt der an Alzheimer erkrankte Schauspieler außerdem die "Presidential Medal for Freedom" von Präsident Bush.

(Quelle: BBC) 26.09.03
Kinokrise vorerst abgewendet

Entspannung nach Sommertief

Die Kinokrise bei Kieft & Kieft , die noch im Hitzesommer 2003 ein tiefes Loch in die Kassen riss, scheint vorerst abgewendet. Die Gesellschafter der Lübecker Kinokette haben rund neun Mill. Euro an zusätzlichen Mitteln in das Unternehmen eingeschossen, um eine Liquiditätskrise abzuwenden. Zu dem jetzigen Zeitpunkt, so Geschäftsführer Heiner Kieft, sieht es schon wieder besser aus - wenn alle Beteiligten mitziehen. Derzeit versucht Kieft für seine Multiplex-Kinos Mietnachlässe in Höhe von rund 4 Mill. Euro pro Jahr zu erzielen. Darüber hinaus sollen durch Schließungen der Regionalbüros in Dortmund, Berlin, Rostock und Erlangen weitere Kosteneinsparungen erzielt werden.

(Quelle: MediaBiz) 26.09.03
Streisand geläutert?

"Eigene Songs langweilig"

Barbara Streisand hat überraschend bekannt gegeben, dass sie sich mit dem Singen in Zukunft zurückhalten möchte. Als Grund hierfür führt die Schauspielein die Langeweile ihrer eigenen Songs an. Als sie sich ein Album vor zehn Jahre anhörte, wurde sie nach eigenen Aussagen krank vor plötzlicher Müdigkeit. "Es ist einfach langweilig, die eigenen Songs zu singen." Erst im vergangenen Jahr feierte Streisand ihr Comeback in Hollywood als Sängerin. Ihr nächstes Album soll im Oktober in den Plattenläden erscheinen.

(Quelle: BBC) 25.09.03
Neue FERA-Spitze

Liv Ullmann wird Präsidentin

Die norwegische Regisseurin Liv Ullmann wurde bei der diesjährigen Tagung der Vereinigung der Europäischen Film- und Fernsehregisseure (FERA) in Danzig zur Präsidentin gewählt. Bekannt wurde sie als Darstellerin zahlreicher Ingmar-Bergman-Filme. Seit einigen Jahren führt die engagiert Unicef-Botschafterin auch selbst Regie und inszenierte zuletzt mit "Faithless" ein Bergmann-Drehbuch. Weiterhin Vizepräsident bleibt der deutsche Regisseur Peter Carpentier. In den Vorstand der FERA wurden Anders Refn, ein Weggefährte von Lars von Trier, und der polnische Regisseur Janusz Kijowski gewählt.

(Quelle: MediaBiz) 24.09.03
Wieder schlechte Kritik für "Gigli"

And the looser is...

Bei "Film 2003" der BBC, rief Moderator Jonathan Ross die Zuschauer auf die schlechtesten Filme vor dem Erscheinen von "Gigli" zu wählen. Ross, der sich "eher den Arm abkauen würde, als etwas so fauliges wie Pearl Habour durchstehen zu müssen" verriet das "Gigli" es auf seine persönliche und sehr lange Liste der schlechtesten Filme geschafft hat. Neben besagtem Film, tummeln sich auf eben dieser Liste, Filme wie "Pearl Habour", "Battlefield Earth", "Primal Fear" und "Maybe Baby". Nun können auch die Zuschauer selbst ihre Favoriten auf der Webseite der Show wählen.

(Quelle: BBC) 22.09.03
Time Warner ohne "AOL"

Namensänderung beschlossen

Wie vor gut einem Monat bereits spekuliert, streicht AOL Time Warner künftig den Zusatz AOL aus seinem Namen. Dies hat der Verwaltungsrat des Konzerns gestern in New York beschlossen. Als Grund für die Namensänderung führt der Konzern die bisher zu starke Dominanz des Onlinesegments an, wonach die Onlinesparte (America Online - AOL) bisher stets mit dem Gesamtunternehmen gleich gesetzt wurde. Wie Konzernchef Richard D. Parsons betonte, reflektiere der neue Name das Geschäftspartefeuille des Unternehmens besser. Die Umstellung auf den neuen Namen soll in den kommenden Wochen vollzogen werden. Im Januar 2001 hatten AOL und Time Warner zu AOL Time Warner fusioniert.

(Quelle: Mediabiz) 19.09.03
Short Cuts

Kurzfilmfest eröffnet

Am Dienstag öffnete das internationale Kurzfilmfest "SHORT CUTS COLOGNE" seine Pforten. Zur diesjährigen Ausgabe des mittlerweile etablierten Festivals wurden insgesamt 2300 Kurzfilme aus 63 Ländern eingereicht, von denen sich rund 1500 Werke einen Platz in der Wettbewerbsliste erkämpfen konnten. Aus dem breiten Spektrum der Festivalbeiträge wird eine vierköpfige Jury drei Gewinner ermitteln und zudem das Publikum seinen Lieblingsstreifen küren. Siehe Festivalprogramm.

(Quelle: Filmzeitung) 18.09.03
ARD mit neuem Design

Konferenz bringt Reformen

Bei einer gestrigen Tagung der Intendanten von ARD und der dritten Programme stimmten die Vertreter einem neuen Design ihres Sendeverbunds zu, wonach die "Eins" der ARD in einem Kreis stehen soll. Dieses Label wird nach Ankündigung der Intendanten auch in den dritten Programmen zu sehen sein, um dem Zuschauer das breite Spektrum der öffentlich-rechtlichen Sender zu verdeutlichen. Darüber hinaus gründet die ARD ab Januar 2004 eine Gemeinschaftsredaktion "Unterhaltung". Diese Zentraleinheit soll für Sendetermine an drei Hauptabenden zuständig sein und für den "seit langem notleidenden" Showbereich ihre Kräfte bündeln. ARD Vorsitzender Jobst Plog zeigte sich zuversichtlich, dass man auf diese Weise an die Erfolge vergangener Jahre anknüpfen könne. Die beiden Gemeinschaftsredaktionen Vorabend und Hauptabendserie hätten dies bereits in der Vergangenheit "eindrucksvoll vorgemacht". Mit den ersten Projekte der neuen Redaktion sei jedoch erst Anfang 2005 zu rechnen.

(Quelle: Süddeutsche) 17.09.03
E-dit in den Startlöchern

Auftakt mit Stars

Am 28. September 2003 startet im Cinestar Metropolis in Frankfurt die sechste Auflage des dreitägigen eDIT/VES Festivals. Unter dem Motto "Die Kunst des filmischen Geschichtenerzählens im digitalen Zeitalter" werden unter anderem die Macher von "Hulk ", "Terminator 3 " und "Fluch der Karibik " ihre Trickkiste erläutern. Es gibt aber nicht nur detaillierte Einblicke in Trends und Problemlösungen der aktuellen Kinoprojekte. Vor allem für Nicht-Profis werden zahlreiche Film mit außergewöhnlichen Effekten gezeigt, die teilweise von den Machern selbst kommentiert werden. Projiziert werden u.a. Klassiker wie "E.T. - Der Außerirdische" oder "Whale Rider." Ferner gibt es auch sechs Vorpremieren, unter anderem "Dogville" (Lars von Trier), "Das Wunder von Bern " (Sönke Wortmann) und "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" (Stephen Norrington). Gesellschaftlicher Höhepunkt wird die eDIT-Gala am 28. September sein, bei der Peter Greenaway, Michael Ballhaus und Dennis Muren für ihre herausragenden Leistungen geehrt werden.

(Quelle: Mediabiz) 17.09.03
Im eigenen Land zensiert

Bollywood-Filme verboten

Ab dem 15. November sollen im Nord-Osten Indiens Filme aus Bollywood verboten werden. Einflussreiche Separatisten Gruppen dieser Regionen versuchen dieses Verbot zu erreichen, da die meisten der Filme Bollywoods nach ihrer Auffassung der Kultur und Traditionen der Menschen schaden würden. Insbesondere erotischer Gesang und Tanz stelle eine Gefahr für die Jugend dar. Wie sich allerdings in Manipur zeigt, einem Staat in welches es bereits Verbote dieser Art gibt, bewirkt diese drastischste Art der Zensur sehr wenig. Kinobesitzer können nur in wenigen Fällen ihren Spielplan so ändern, dass nur die verbleibenden, moralisch akzeptierten, indischen Filme gezeigt werden. Meist müssen sie auf ausländische Filme ausweichen. Die Regel ist aber, dass die Kinos durch dergleichen Verbote in die Piraterie getrieben werden. Nur 12 der 5.000 Filmtheater in der Region von Assam haben Lizenzen für ihre Betreibung; die Mehrheit zeigt meist unkontrollierbar durch Behörden oder Organisationen was die Menschen sehen wollen und das sind gerade diese moralisch verwerflichen Filme Bollywoods.

(Quelle: BBC) 16.09.03
Videoverleih auch sonntags?

Öffnungszeiten werden gelockert

Als erstes Bundesland überhaupt möchte Rheinland Pfalz die Öffnungszeiten für Videotheken lockern. So haben nach Angaben des IVD die Fraktionen von SPD, CDU und FDP einen Antrag auf Öffnung der Videotheken am Sonntag eingereicht. Dieser Gesetzesentwurf sieht jedoch nur Öffnungszeiten bis 20 Uhr vor, außerdem gilt die Erlaubnis nicht für gesetzliche Feiertage. Nach derzeitiger Planung wird das Gesetz endgültig im Oktober verabschiedet.

(Quelle: Mediabiz) 15.09.03
John Ritter gestorben

US-Schauspieler am Set zusammengebrochen

Der beliebte Schauspieler wurde am 12.9. von den Dreharbeiten zu der Serie "8 Simple Rules for Dating My Teenage Daughter" wegen verstopfter Aorta und eines Herzfehlers in ein Kalifornisches Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten. Ritter war vor allem durch die Rolle des Jack in der langjährigen Comedy-Serie "Three's Company," die auch hierzulande erfolgreich lief, bekannt. In der nächsten Woche wäre John Ritter 55 geworden.

(Quelle: CNN) 13.09.03
21. éQuinoxe-Workshop

Drehbuch-Diskussionen

Im Frühling 2004 findet im französischen Chateau Beychevelle bei Bordeaux ein Drehbuch-Workshop statt. Die Veranstaltung richtet sich an Drehbuchautoren, die ein Drehbuch für einen Kino-Spielfilm abgeschlossen haben und daran interessiert sind, ihren Stoff mit renommierten Autoren, Regisseure und Produzenten aus aller Welt zu diskutieren. Für den einwöchigen Workshop werden 10 Drehbuchautoren aus Europa als Teilnehmer ausgewählt. Die Auswahl der deutschsprachigen Teilnehmer betreut éQuinoxe Germany. Der Bewerbungsschluss ist der 17.Oktober 2003. Weiter Infos

(Quelle: Filmzeitung) 12.09.03
Wegwerf-DVDs

Pro 7 Sat 1 auf Gewinn getrimmt

Ab heute sind in den USA neue DVDs erhältlich. Die sogenannten "Wegwerf-DVDs" können nur 48 Stunden verwendet werden, dann kann man sie nur noch wegwerfen. Als erster Konzern lässt Walt Disney diese DVDs mit seinen Filmen produzieren und zu 6,99 US$ verkaufen. Der Käufer soll dies als Alternative zur Videothek wählen können, mit dem Vorteil ab Kauf der DVD nicht mehr an eine feste Rückgabezeit oder festen Rückgabeort gebunden zu sein. Der Datenträger vernichtet sich selber durch einen chemischen Prozess der dadurch in Gang gesetzt wird, dass die DVD-Hülle geöffnet wird und Luft an die zunächst rötliche reflektierende Oberfläche gelangt. Nach 48 Stunden ist das Rot in Schwarz übergegangen und die Datenstruktur hat sich bis zur Unleserlichkeit zersetzt. Abzuwarten ist, ob die Verbraucher diese DVD annehmen. Umweltschützer sehen schon jetzt gewaltige Müllberge von weggeworfenen DVDs; mehr als zweifelhaftes Material wenn es um umweltverträgliche Abfallverwertung geht.

(Quelle: Spiegel) 10.09.03
Streit um Gebühren

Medienanstalten auf dem Prüfstein

Bereits seit einigen Jahren setzt sich Rainer Conrad, Chef der Rundfunkgebührenkommission, für eine Novellierung der Zuschüsse für die Landesmedienanstalten ein. Bisher erhielten die 15 Institutionen automatisch mehr Geld, wenn die Rundfunkgebühren erhöht wurden. Zudem sind per Gesetz zwei Prozent des Gebührenaufkommens für die 15 Medienanstalten reserviert. Die daraus resultierenden 100 Millionen Euro Einnahmen seien nach Meinung Conrads zu viel des Guten. Nun sollen bei der nächsten Gebührenreform 2005 Reformen durchgesetzt werden. In erster Linie muss die automatische Beteiligung der Medienanstalten an Erhöhungen der Rundfunkgebühren beseitigt werden. Außerdem stehen die Aufgaben der Medienwächter auf dem Prüfstein. Es gebe viele Dinge, so Conrad, die "mit Rundfunk gar nichts zu tun haben." Vertreter der Medienanstalten sehen sich dagegen mit eher wachsenden Aufgaben konfrontiert. In erster Linie geht es um den Jungendschutz und das digitale Fernsehen, aber auch eine verstärkte Filmförderung über die Medienanstalten sei nicht auszuschließen.

(Quelle: Süddeutsche) 11.09.03
Sponsorship der feine Unterschied

Wie weit darf ein Sponsor gehen?

Die "Independent Television Commission" (ITC) hat in England ihre Untersuchung über das Sponsoring der Kochshow "Diner Doctors" auf "Channel Five" beendet. Der Sponsor, die Firma Heinz, habe nicht die Vereinbarungen über Werbung gebrochen. Heinz finanzierte die vollständige Kochshow und man befürchtete, dass der Lebensmittelhersteller diese Sendung dazu missbrauchen würde, deutlich seine Produkte zu bewerben. Nachdem aber nie das Label einer Marke aus dem Hause Heinz während der Show gezeigt wurde, sehen die Verantwortlichen bei ITC keinen Regelverstoß. Eine eindeutige Verbindung zwischen den in der Sendung verwendeten Produkten zu Heinz, sei es durch Namensnennung, Auftauchen der Marke, Verwenden gleicher oder ähnlicher Slogans oder Begriffe währe eine Verletzung dieser Regeln gewesen. An der Grenze des Zulässigen liegt wohl die Auswahl der Gerichte. In "Diner Doctors" wurden Gerichte wie gebackene Bohnen und Makkaroni mit Käse gekocht, die sich zugleich auch im Angebot von Heinz finden ließen. Auch wenn der Umsatz dieser Heinz-Produkte nach einer Sendung gestiegen ist, ist eine direkte Verbindung nur unzureichend feststellbar, denn schließlich handelt es sich meist um traditionelle Gerichte, die auch von anderen Lebensmittelherstellern angeboten werden. Eine Grenze ist dann aber schwieriger zu ziehen, wenn ein Hersteller in Absprache mit einer gesponserten Sendung ein Produkt dann verstärkt auf den Markt bringt, wenn in der TV-Show gerade Hunger darauf gemacht wird.

(Quelle: MediaGuardian) 09.09.03
KirchMedia vs. Premiere

Forderung über 30 Mio. Euro

Wie der Focus in seiner neuesten Ausgabe berichtet, fordert KirchMedia die Rückzahlung eines Kredites von 42 Mio. Euro von Premiere. Man wolle den Chef des Pay-TV-Senders, Georg Kofler, dazu verklagen und hält dieses Vorhaben für eine Summe von 30 Mio. Euro laut einem Rechtsguthaben auch für durchsetzbar. Kofler hatte das Geld vom insolventen Mediengiganten für den Aufbau des Shoppingsenders H.O.T. bekommen. Der Premiere-Chef bleibt ruhig und kündigt an, notfalls mehrere Jahre lang zu prozessieren.

(Quelle: Mediabiz) 08.09.03
Drehbuch wieder aufgetaucht

Satyajit Rays „Teen Kanya"

Ein Drehbuch des legendären indischen Regisseurs Satyajit Ray ist wieder aufgetaucht. 10 Jahre nach seinem Tod wurde die 1961 verfilmte Geschichte mit dem Titel „Teen Kanya" dem Sohn des Regisseurs zum Kauf angeboten. Sandip Ray lehnte die zwei Teile des Drehbuchs, die er für jeweils 150.000 Rupien erwerben sollte, jedoch ab und vermutet, dass die Geschichte durch eine seinem Vater nahestehende Person entwendet wurde. Satyajit Ray habe nie eines seiner Drehbücher oder Storyboards vergeben.

(Quelle: BBC) 05.09.03
Filmfestival Pusan in Südkorea

Rege deutsche Teilnahme

Vom 2. bis 10. Oktober findet das Filmfestival Pusan in Südkorea wieder statt. Es ist das wichtigste und interessanteste Festival im asiatischen Raum; bedeutend auch für den Nachwuchs für die es ein Wettbewerbsfestival darstellt. Dieses Mal sind 5 deutsche und 8 deutsch-internationale Koproduktionen angemeldet. So werden z.B. „Lichter" von Hans-Christian Schmid, „Maria" von Calin Peter Netzer, „Wolfzeit" von Michael Haneke und „Unser Ausland" von Dorothee Wenner präsentiert. Im Rahmen von Open Cinema wird zudem "Good Bye Lenin!" von Wolfgang Becker und „Whale Rider" von Niki Caro gezeigt werden.

(Quelle:Filmzeitung) 04.09.03
Ausstrahlung „Dreamers"

Bertolucci droht Filmzensur

Der am Montag auf dem Filmfest in Venedig gezeigte Film „Dreamers" von Bernardo Bertolucci steht unter der Gefahr zensiert zu werden. Bei der geplanten Ausstrahlung in den USA ist zu erwarten, dass der Film über drei Studenten im Paris von 1968 die Einstufung NC-17 erhält, was einer Einstufung als Pornografischer Film gleichkommt. Grund hierfür seien unter anderem deutliche Szenen bei denen etwa der Hauptdarsteller, Michael Pitt, völlig nackt gezeigt würde. Diese Einstufung könnte einer Zensur gleichkommen, da so die Ausstrahlung in den Staaten erheblich eingeschränkt würde und mit nur geringen Zuschauerzahlen zu rechnen währe. Der italienische Regisseur Bertolucci zeigt sich verärgert und kritisiert, dass den Zuschauern selber die Möglichkeit genommen wird, den Film zu sehen und selbstständig ein Urteil zu bilden: "Ihnen wird erst gar nicht die Möglichkeit gegeben, von dem Film schockiert zu werden; das schockiert mich!". Eigentlich befürchte man auch, dass es der Jugend für die dieser Film über die Protest-Generation der 60er Jahre bestimmt sei, gefallen würde. Bertollucci entschied sich nach eigenen Angaben deshalb für den Film, da er den Jugendlichen eine Geschichte über einen Zeitabschnitt im Leben ihrer Eltern erzählen wollte, den diese nun alt gewordenen als einen Fehler einstufen. Nun droht eine offene Auseinandersetzung mit der Thematik durch Abdrängen des Films in eine Schmuddelecke verhindert zu werden.

(Quelle: CNN) 03.09.03
Deutscher Fernsehpreis

George-Drama liegt vorne

Alljährlich wird der deutsche Fernsehpreis in insgesamt 26 Kategorien verliehen. Der diesjährige Veranstalter RTL unter der Moderation von Günther Jauch liegt mit 21 Nominierungen zugleich gut im Rennen um die TV-Trophäe. Auch die Macher der ARD-Produktion „Der Anwalt und sein Gast" dürfen sich glücklich schätzen, denn ihr Werk gilt als Favorit für die Verleihung der deutschen Fernsehpreise und ist in den Kategorien Regie, Schauspielerin Nebenrolle, Schnitt, Musik sowie Kamera nominiert. Die Preisverleihung findet am 27. September statt und bezieht erstmals einen Publikums- und Förderpreis mit ein.

(Quelle: Spiegel) 02.09.03

 

 

August 2003

Zensur in China

Verbot für Tomb Raider 2

Unabhängig von der Frage, ob China diesen Film braucht, wurde das Sequel dort verboten. Begründung der Zensurbehörde: In dem Film werde China schlecht gemacht. Das Land werde als chaotisch und von Geheimbünden regiert dargestellt, dies entspräche nicht der Wahrheit. Teile des Films wurden in Hongkong gedreht. 

(Quelle: BBC) 30.08.03
Skandal beim Filmfest Venedig

Filmverbot für Regisseurin

Die Regisseurin Hana Makhmalbaf wurde auf dem Filmfest Venedig von der Pressevorführung Ihres eigenen Filmes "Joy of Madness" ausgeschlossen. Als Grund führten die Offiziellen das Alter der iranischen Nachwuchsregisseurin an. Mit 15 dürfe sie einen Film, der ab 16 freigegeben sei nicht ansehen. Für die offizielle Premiere des Filmes soll allerdings eine Ausnahmeregelung genehmigt werden.

(Quelle: cinema) 29.08.03
Bündnis für digitales TV

Neuer Zündstoff um Werbung

Auf Initiative der deutschen Privatsender soll ab 2005 der Verkauf von digitalen Fernsehgeräten forciert werden. Damit könnte die Digitalisierung der Medien und somit das Angebot interaktiver Dienste im Fernsehen beschleunigt werden, so der Vorsitzende des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) Jürgen Doetz,. Hierfür sei jedoch ein Abkommen zwischen öffentlich-rechtlichen Sendern, den Privaten und der Industrie notwendig. Der primäre Streitpunkt dieses Bündnisses ist mal wieder die Finanzierung. Nach einem ersten Vorschlag von Doetz sollen ARD und ZDF den Werbemarkt zunehmend den Privaten überlassen und die entstandenen Verluste durch erhöhte Rundfunkgebühren ausgleichen. Ob bei diesen Plänen eine schnelle Einigung in Sicht ist, bleibt jedoch abzuwarten.

(Quelle: Handelsblatt) 29.08.03
Investment Star

Sicherer Erfolgsgarant?

Wie teuer darf ein Star sein? In den USA lautet die Antwort 25 Millionen und mehr! Die aktuelle Nachricht, dass Julia Roberts für ihren neusten Film "Mona Lisa Smile" 25 Millionen Dollar bekommt ist keine Überraschung mehr. Schon seit längerem kann "Pretty Woman" solche Summen fordern und Produzenten bezahlen es. Dabei ist sie nicht die einzige. Jim Carrey und Adam Sandler erhalten ähnliche Summen, Tom Cruise und Tom Hanks sogar noch mehr. Zwar sind die übrigen Kosten eines Filmes mit diesen Darstellern ziemlich gewaltig, doch wirken die Star-Gagen im proportionalen Vergleich zu allen anderen Posten unverhältnismäßig hoch. Ist die Leistung der Schauspieler wirklich das wert, wenn ihre Bezahlung selbst Ausgaben für z.B. teure Special Effects überschreiten, bei denen zumindest zahlreiche Firmen und viele einzelne Spezialisten tätig sind? US-Filmproduzenten knirschen mit den Zähnen und sagen (noch) Ja!

(Quelle: sueddeutsche) 26.08.03
Low Budget, No Budget, "La Fiesta"

Nachwuchsfilmer aus Spanien

Wenn sich für ein großartiges Projekt keine Produzenten finden lassen, muss eben fast ohne Budget gedreht werden. Das dachte sich auch Regisseur Carlos "Pocho" Villaverde. Mit einem Team junger Filmbegeisterter hat er mit einem Budget von knapp 6000 Euro, viel Einsatz und Herzblut den Film "La Fiesta" auf die Beine gestellt. Auch Techniker und Schauspieler arbeiteten fast zum Nulltarif. Soviel Engagement macht sich jetzt bezahlt. Alvaro Zapata von Buena Vista International Spanien hatte, begeistert von dem Film, 150.000 Euro in die technische Aufbereitung investiert und am zweiten Wochenende hat "La Fiesta" bereits 451.000 Euro eingespielt.

(Quelle: Screendaily) 21.08.03
Neuer Kobold-Streifen

Neue Stimme für Pumuckel

40 Jahre lang waren der kleine Kobold und die Stimme Hans Clarins unzertrennlich. Kaum vorstellbar, dass Pumuckels neuester Film einen neuen Synchronsprecher braucht. Aufgrund einer Erkrankung Hans Clarins ist die Stimme des 73-Jährigen schwer angeschlagen, weshalb er in "Pumuckel und sein Zirkusabenteuer" lediglich sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen kann. Als Verwandter des Meister Eder, bislang gespielt von Gustl Bayerhammer, findet Pumuckel bei ihm neuen Unterschlupf. Um die Stimme des Klabauters kümmert sich nun erstmals Kai Taschner.

(Quelle: n-tv) 20.08.03
Deutscher Film expandiert

Aufwärtstrend trotz Sommerloch

Obwohl die Filmbranche und Kinos derzeit über das Sommerloch und rückläufige Besucherzahlen klagen, wird der deutsche Film immer erfolgreicher. Mit 16,1 % lag der Marktanteil deutscher Filme in diesem Jahr auf höchstem Niveau seit 1997. Aber nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland erfreut sich der deutsche Film größer werdender Popularität. So wurde "Nirgendwo in Afrika" beispielsweise in 73 Länder verkauft, "Good bye, Lenin!" in 62 und "Bella Martha" in 56 Länder.

(Quelle: Stern) 20.08.03
Kino als Manipulation

Filmpropaganda in Nordkorea

Nordkoreas Präsident Kim Jong-il, bekannt für seine Liebe zum Film, nutzt das Kino immer mehr als politische Plattform. Um Filme in seinem Interesse zu produzieren, hatte Kim Jong-il kurzerhand seinen Lieblingsregisseur Shin Sang-ok aus Südkorea entführt. Unter der Bedingung einen Film über einen koreanischen "Godzilla" Namens "Pulgasari" zu drehen, ward Shin Sang-ok wieder entlassen. Die nordkoreanischen Regisseure müssen sich dagegen streng an die Vorgaben aus dem Buch " The Art Of Cinema", halten, das Kim Jong-il 1973 selbst schrieb. Dabei entstehen dann meist Filme deren Inhalt kaum über die Präsentation des idyllischen Lebens in Nordkorea, Sight-Seeing in der Hauptstadt Pyongyang und heroische Taten des Militärs unter Lobpreisung des Präsidenten hinausgeht.

(Quelle: BBC) 19.08.03
Locarno contert

Crottis Kritik abgeschmettert

Gegen die Vorwürfe von Roger Crotti über die Programmauswahl des Festivals und den fehlenden Glamour (News vom 14.08.03) wehrte sich die Festivalleitung Irene Bignardi vehement. Auf dem Festival gehe es nicht darum für irgendwelche Filme Promotion zu betreiben, sondern den Zuschauern neuartige Filme und Themen in hoher Qualität zu präsentieren. Zu den Vorschlägen Tina Turner und Georges Clooney einzuladen, stellte Bignardi klar, dass Locarno keine Plattform für Stars und Sternchen darstellen wolle, die mit den gezeigten Filmen nichts am Hut hätten. Weiterhin haben u.a. Matthew Barney, Ennio Morricone, Ken Loach, Ettore Scola, Nelofar Pasira, Elie Suleiman und Ashwarya Rai für strahlenden Glamour am Festival gesorgt.

(Quelle: Screendaily) 18.08.03
„Wilbur" nun mit Kinowelt

Ottfilm kooperiert mit Kinowelt

Nach kürzlich veröffentlichten Berichten planen die deutschen Verleiher Kinowelt und Ottfilm in Zukunft gemeinsame Wege zu gehen. Nach Aussage der Verantwortlichen beschränkt sich diese Zusammenarbeit zunächst nur auf Lone Scherfig's „Wilbur Wants To Kill Himself", eine weitere Kooperation kann nach Kinowelt Chef Georg Miros jedoch nicht ausgeschlossen werden, auch wenn er diesbezüglich zu näheren Stellungnahmen nicht bereit ist. Diese Entwicklung ist mit größter Wahrscheinlichkeit auf finanzielle Schräglagen bei Ottfilm zurückzuführen, die bereits eine Verschiebung des Kinostart von „Wilbur" von Juli auf September bewirkten.

(Quelle: ScreenDaily) 15.08.03
Glanzloses Festival?

Locarno unter Beschuss

Gegen das laufende Filmfestival von Locarno wurden Vorwürfe laut. Buena Vista International (Schweiz) Manager Roger Crotti kritisierte die Festivalleitung stark: Die Zusammenstellung des Filmprogramms sei längst nicht so gelungen wie bei vorherigen Festivals. Die Piazza Grande sei ein Openair Kino für die Massen und nicht zur Vorführung von extravaganten Filmen geeignet. Außerdem fehle es Locarno an Glamour. Roger Crotti vermisste Stars, wie George Clooney oder Tina Turner. Den Zuschauern gefällt's anscheinend trotzdem. Am Samstag Abend sahen sich 9.500 Leute auf der besagten Piazza den Film „Calendar Girls" an.

(Quelle: SreenDaily) 14.08.03
Liebe muss nicht schön sein

Die perfekte Illusion der Liebe

Das größte Melodrama aller Zeiten „Casablanca" scheint nun doch in jeder Hinsicht eine fiktive Illusion zu sein. Wie der Fernsehsender „BBC" berichtet, war die Romanze zwischen Bergman und Bogart alles andere als ein Bild der Wirklichkeit. Tatsächlich konnte sich die Schauspieler nicht ausstehen. „Die so oft zitierte knisternde Spannung zwischen Bergman und meinem Mann gab es nicht", erklärte Bogarts Witwe und auch Ingrid Bergman hatte sich um Bogart als Filmpartner nicht gerade gerissen. „Meine Mutter konnte Bogart überhaupt nicht leiden", erklärt dementsprechend auch Bergmans Tochter Pia Lindstrom. Belegt werden kann diese Aussage durch ein historisches Detail. Als Bergman für „Casablanca" zusagte, wusste sie offenbar noch nicht, mit wem sie die finalen Liebesszenen drehen würde. Berichten zufolge sei das Filmskript zu "Casablanca" noch gar nicht fertiggestellt gewesen.

(Quelle: Spiegel) 14.08.03
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Wer was weiß, mailt bitte an das Movie-College

Vielen Dank!

Gregory Hines

Tap-Dancer verstorben

Am letzten Samstag verstarb Gregory Hines im Alter von 57 Jahren an den Folgen seines Krebsleidens. Der Broadway Star begann bereits als Kleinkind mit dem Steppen und gewann 1993 den Tony Award für das Musical „Jelly's Last Jam". Doch auch im Film- und Fernsehgeschäft hatte sich Gregory Hines einen Namen gemacht. Mit Filmen wie z. B. „White Nights" und „Running scared" wurde er bekannt. Auch in diesem Metier erfolgreich, fuhr er zahlreiche Emmy-Nominierungen ein.

(Quelle: CNN) 12.08.03
Erfolgreiche „Calendar-Girls"

Pöbeln im Casino

Auch in der Schweiz scheint der britische Humor die Lachmuskeln zu aktivieren. Der Film Calendar Girls, in dem Seniorinnen nackt für einen Wohltätigkeitskalender posieren, hat auf dem Filmfest in Locarno großen Anklang gefunden. Im Open air Kino auf der Piaza Grande sahen sich knapp 9.500 Filmbegeisterte den auf Tatsachen beruhenden Streifen von Regisseur Nigel Cole im Beisein der echten „Calendar Girls" an.

(Quelle: bbc) 12.08.03
Ingmar Bergmann verärgert

Film leidet unter HDTV

Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman ist sauer. Seinen neuen Film "Saraband" will er vielleicht nicht mehr für das Kino freigeben. Der Grund ist die aus seiner Sicht unerwartet schlechte Qualität des auf HDTV gedrehten Materials. Bei einer Preisverleihung im Frühsommer hatte Bergman schon erzählt, dass er die Entscheidung für HDTV bereuen würde. Unter anderem hätten schon nicht einmal die Kameras richtig funktioniert. Wie sein Assistent nun erklärte, reiche dem 85 jährigen Regisseur die Qualität aber zumindest für eine TV-Fassung. Die endgültige Entscheidung über die Verwertung im Kino würde demnächst fallen, wenn man das Ergebnis der für das Kino notwendigen Belichtung auf 35-Millimeter abgeschlossen habe. Sicher ist nur die für November geplante TV-Ausstrahlung in zahlreichen europäischen Ländern. Zu hoffen ist, dass der sehr geschätzte Regisseur von Filmen wie „Szenen einer Ehe" und "Fanny und Alexander" sich nicht von dieser möglichen HDTV-Pleite nicht beeindrucken lässt und entgegen seiner Ruhestands-Ankündigung vom 14. Juli wieder auf 35-Millimeter filmen wird.

(Quelle: Yahoo) 11.08.03
Jacques Deray

Meister des Film Noir gestorben

Er war der große Könner des "Film Policier", wie die Franzosen sagen, des Krimi-Genres und schuf Klassiker wie "Borsalino", "Man stirbt nur zwei Mal" oder "Mörderischer Engel". In seinen Filmen spielten Stars wie Romy Schneider, Lino Ventura oder Jean Paul Belmondo Gangster, Geliebte oder Kommissare. Er starb mit 74 in Boulogne-Billancourt

(Quelle: Le Monde) 10.08.03
Warner Bros.

Jetzt auch Independent

In Zukunft sollen jetzt unter dem Warner Bros. Logo neben Blockbustern auch Independent Filme über die Kinoleinwände flimmern. Mark Gill, ehemaliger Präsident von Miramax LA wird in Zusammenarbeit mit Warner Bros.' Produktionschef Jeff Robinov durchschnittlich fünf bis zehn Filme auf die Beine stellen. Mit einem Budget von insgesamt 20 Mio. Dollar sollen vor allem kreative, individuelle Ideen gefördert werden, für die auch auf Festivals Chancen bestehen. Warner Bros. erhofft sich weiterhin, mit dem neuen Angebot auch Kinogänger jenseits des Mainstream zu ködern. Na denn Prost auf die Unabhängigkeit!

(Quelle: screendaily) 08.08.03
ProSiebenSat.1 schreibt schwarze Zahlen

Neuer Quartalsbericht der Sendergruppe

Bei der Senderkette ProSiebenSat.1deuten die jüngsten Quartalszahlen auf eine positive Trendwende hin. Aufgrund eines rigorosen Sparkurses konnte das Unternehmen von US-Milliardär Haim Saban mit 33,2 Millionen Euro Gewinn vor Steuern im zweiten Quartal nun wieder schwarze Zahlen schreiben. Trotz Werbekrise und Verkaufsquerelen verdoppelte die Sendergruppe damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Ergebnisse. Erstmals seit 2000 habe auch Sat.1 wieder Gewinn gemacht. Der Umsatz ging dagegen in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Vorjahr nach den heute veröffentlichten Zahlen von 496 auf 467 Mio. Euro zurück.

(Quelle:Yahoo.de) 07.08.03
Pro Saban

Das Feilschen hat ein Ende

Nach langem Ringen hat Haim Saban jetzt doch den Verkaufsmarathon um die ProSiebenSat.1 Media AG für sich entschieden. Mit fünf Finanzinvstoren im Schlepptau und einem hohen Baranteil an der Verkaufssumme überzeugte Saban letztendlich den Vorstand der KirchMedia. Mitbieter Apex legte zwar ein finanziell attraktiveres Angebot in die Waagschale, doch an Bedingungen geknüpft und auch kartellrechtlich keine lupenreine Angelegenheit. Die Aktienkurse von ProSiebenSat.1 "honorierten" den Zuschlag für Saban mit einer Talfahrt.

(Quelle: Spiegel) 05.08.03
Aborigines gegen Wenders

55.000 Strafe für ein Bild

Der bekannte Regisseur Wim Wenders befindet sich in einem Rechtsstreit mit den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens. Mittelpunkt der Auseinandersetzung ist ein Bild welches Wenders 1988 von der Gebirgskette nahe des weltberühmten Ayers Rock gemacht hatte. Als dieses auf einer Ausstellung im Museum für zeitgenössische Kunst in Sydney und in einem Katalog erschienen sei, erklärte das Aborigines-Volk der Anangu Rechte daran zu haben. Sie berufen sich auf eine Vereinbarung mit der australischen Regierung aus den 80er Jahren wonach den Ureinwohnern der Besitz an Ayers Rock mit den umliegendem Gebiet zugesprochen wurde. Damit verbunden sind auch Verwertungsrechte von Bildmaterial der Landschaft. Nun droht Wenders eine Strafe von 55.000 Austral. Dollar (ca 32.000 Euro).

(Quelle: n-tv) 04.08.03
Festival-Rivalen

Locarno contra Venedig

Die beiden Festivals in Locarno und Venedig sind sich noch nie sehr freundschaftlich begegnet. Da ihre Termine nahe beieinander liegen, besteht grundsätzlich ein Kampf um die Wettbewerbsbeiträge, auch dieses Jahr. Andrei Zvyagintsevs Debutfilm „The Return" wurde beiden Festivals angeboten, jedoch vorerst durch die Jury in Venedig zurückgewiesen. Als die Festivalleiterin von Locarno, Irene Bignardi, das russische Werk in ihr Programm aufnehmen wollte, lenkte auch Venedig wieder ein und bot Zvyagintsev eine offizielle Einladung zum Hauptwettbewerb. Nun liegt es am Produzenten von „The Return", sich für einen Standort zu entscheiden.

(Quelle: ScreenDaily) 04.08.03
Marie Trintignant

Trauer um Schauspielerin

Marie Trintignant die Tochter von Jean-Louis Trintignant, dem französischen Schauspiel-Star und der Regisseurin Nadine Trintignant ist am 1. August Ihren schweren Verletzungen erlegen. Ihr Freund Bertrand Cantat hat sie unter Alkohol und Drogeneinfluss in Litauen ins Koma geprügelt. Sie drehte seit vier Wochen mit ihrer Mutter den Zweiteiler "Colette". Bekannt wurde sie unter anderem durch den Chabrol-Film "Betty". Sie hinterlässt vier Kinder.

(Quelle: Le Monde) 02.08.03
Berlusconis Missetaten

The Economist klagt an

Die englische Zeitschrift „The Economist" wirft dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi Falschaussagen vor Gericht vor. In einem Dossier von 8000 Seiten wird dargelegt, welche illegalen Handlungen der heutige Politiker in den 90er Jahren als Geschäftsmann bei einem Rechtsstreit zu der Privatisierung des staatlichen Lebensmittelunternehmens SME begangen haben soll. Unter anderem habe er sich der Bestechung von Richtern schuldig gemacht. Seine Angaben dazu im Mai dieses Jahres vor Gericht, in denen er alle Vorwürfe von sich weist, seien Falschaussagen. Nachdem der Ausgang der gerichtlichen Überprüfung der Handlung von damals wegen des neuen Immunitätsgesetztes im Grunde egal ist und Berlusconi in jedem Fall unantastbar bleibt, will „The Economist" die Öffentlichkeit aufklären und für sie den mächtigen Mann anklagen. Dem Ministerpräsidenten habe das Blatt das Dossier am Donnerstag mit der Bitte um Stellungnahme zugesandt, allerdings bleibt fraglich, ob der Politiker darauf reagiert. Vergangene Anfragen wies er bereits ohne Kommentar zurück, stattdessen klagte er gegen den „The Economist" wegen Verleumdung durch frühere Artikel. In den kommenden Ausgaben der Wochenzeitschrift wird das Dossier in einer Artikelserie an die Öffentlichkeit gebracht.

(Quelle: Spiegel) 01.08.03
Vom Archiv zum Screen

Stummfilmtage in München

Vom 28. August bis zum 03. September veranstaltet das Filmmuseum München die Internationalen Stummfilmtage. Dabei erhält der Zuschauer die Möglichkeit, Filmschätze aus verschiedenen Filmarchiven Europas zu sehen. Bei den Filmen handelt sich vordergründig um restaurierte Fassungen, die von internationalen Musikern und Komponisten begleitet werden. Im Kurzfilmprogramm ist u.a. Buster Keatons Komödie "The Balloonatic" (USA, 1922) zu sehen. Außerdem im Programm: Das Melodram "Die Frau, nach der man sich sehnt" (D, 1929) mit Marlene Dietrich, "Piccadilly" (GB, 1928) und die Komödie von Ernst Lubitsch "Ich möchte kein Mann sein" (D, 1918).

(Quelle: Filmnews Bayern) 29.08.03
DVD Kopierschutz

Neues Verfahren entwickelt

Raubkopien von DVDs und CDs machen der Film- und Musikbranche ja bekanntermaßen große Probleme. Der bisherige Kopierschutz stellt für versierte Computerfreaks keine wirkliche Barriere dar. Das soll sich jetzt ändern. Der französische Unterhaltungselektronik Konzern Thomsen hat ein neues Kopierschutzverfahren für DVD und CD entwickelt. Mit "smart right" sollen Unternehmen in Zukunft vor Verlusten durch Raubkopien geschützt sein. Angaben des Thomsen-Generaldirektors zufolge hat das neue Verfahren, das mit einem Sicherheitschip arbeitet, bei großen Konzernen wie z.B. Panasonic bereits Anklang gefunden.

(Quelle: mediabiz) 29.08.03
Schwarzwaldklinik is back

Kultserie wieder auf Sendung

Die Mutter aller Ärzteserien geht wieder auf Sendung. Ab dem 3. September werden die Geschichten aus dem Glottertal zum Siebten Mal im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Die Schwarzwaldklinik, Fernsehhit der 80er und 90er, ist die bisher erfolgreichste deutsche Serie und lockte bis zu 28 Mio. Zuschauer vor die Bildschirme. Der Bestseller des ZDF wurde auch international ein Hit und in 42 Länder verkauft.

(Quelle: Stern) 28.08.03
DVD auf dem Vormarsch

Videorecorder hat ausgesorgt

IIm Gegensatz zum übrigen Westeuropa setzt sich in Deutschland zunehmend die moderne Unterhaltungselektronik durch.Dies belegen die jüngst veröffentlichten Zahlen. So legte der Verkauf von DVD-Playern und Recordern um 17 Prozent zu, während Videorecorder einen Rückgang von nahezu 30 Prozent zu verzeichnen haben. Für das Gesamtjahr wird sogar ein Umsatz von 19,32 Mrd. Euro und ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet. Dieses Niveau liegt weit über dem europäischen Durchschnitt. Aufgrund dieser Wachstumsraten verspricht das DVD Geschäft zu einem lukerativen Markt zu werden. Der Bauer Verlag hat zumindest den Start seines DVD-Vermietservice bekannt gegeben.

(Quelle: Mediabiz) 27.08.03
Beliebteste Fernseh-WG

Die Sesamstraße

Ernie, Bert & CO sind nach Meinung der Zuschauer die Nummer 1 im deutschen Fernsehen. Bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Gewis wählten 1063 Befragte zwischen 16 und 65 Jahren die "Sesamstraße" auf den ersten Platz. Mit 1, 8 lag die Puppen-WG von insgesamt 387 regelmäßigen Fernsehsendungen noch vor der "Formel 1". Als beliebteste deutsche Sendung wurde die "Lindenstraße" ermittelt.

(Quelle: Stern) 27.08.03
Bangladesh im Streikfieber

Branche beklagt Sittenverfall

In der Hauptstadt Dhaka sind sowohl die Produzenten, als auch Schauspieler und Regisseure der Filmbranche in einen Streik übergetreten. Beide Parteien werfen sich gegenseitig vor, für die zunehmende Obszönität und Vulgarität im bengalischen Film verantwortlich zu sein. Die Schauspieler und Regisseure nannten dabei 13 Namen von Produzenten, die nach Ihrer Meinung als Hauptverantwortliche gelten. Die Produzenten haben im Gegenzug fünf Schauspieler und Regisseure von Ihren zukünftigen Projekten verbannt. In Bangladesh werden jährlich rund 100 Filme produziert. Diese verloren aufgrund der zunehmenden "Obszönitäten" jedoch deutlich an Publikumszuspruch.

(Quelle: BBC) 25.08.03
UIP Streit nicht beigelegt

Zu hohe Filmmieten

Der Streit um die Preispolitik der Verleihfirma UIP (United International Pictures) geht weiter. Bereits zum Kinostart von "Hulk" im Juli wurde ein Preissystem eingeführt, nach dem die Mieten für die Filme unabhängig von der Kinogröße erhoben wurden. Auf diese Weise erhöhten sich die Kosten für Kinofilme in der Spitze um mehr als 10 Prozent, was zu einer Gefährdung zahlreicher kleinerer Filmtheater geführt hat, so HDF-Präsident Steffen Kuchenreuther. Im diesem Sinne fordert Kuchenreuther zum Kinostart von "American Pie - Jetzt wird geheiratet" Nachverhandlungen. Bereits an diesem Wochenende wird der Streifen an 144 Kinostandorten nicht gezeigt. UIP-Geschäftsführer Paul Steinschulte kontert dagegen mit dem Argument der Fairness und Transparenz für alle Kinotheater.

(Quelle: Cinema) 22.08.03
ProSiebenSat.1 in Kaufoffensive

Investitionen für attraktiveres Programm

Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 investiert nach dem Verkauf an Haim Saban weiter zahlungskräftig in die eigene Zukunft. So hat sich das Unternehmen die Free-TV-Ausstrahlungsrechte für die Spielfilme der Jahre 2002 bis 2005 von Paramount Pictures gesichert. Der Kaufpreis liegt nach Angaben der Geschäftsführung im unteren dreistelligen Millionen-Bereich. "Das Paramount-Paket komplettiert in den nächsten Jahren unsere Versorgung mit hochwertigen Hollywood-Produktionen", erklärte Konzernchef Urs Rohner. "Mit dem Vertrag bauen wir unsere Position als führender Anbieter von Spielfilmen und Serien aus Hollywood im deutschen Fernsehen weiter aus." Bestandteile des Pakets sind u.a. "Mission: Impossible", "Nemesis" sowie "Spurwechsel" mit Ben Affleck und Samuel L. Jackson. Die Aktienmärkte reagierten auf diese Meldung mit einem Plus der ProSiebenSat.1-Aktie um 6,1%.

(Quelle: Yahoo.de) 20.08.03
VHS robuster als DVD?

Verluste für Videotheken

Eigentlich genießen DVDs in Punkto Haltbarkeit einen besseren Ruf als die veralteten VHS-Videos. Jedoch lässt eine Studie des Fachblatts "Video Store Magazine" nun Zweifel aufkommen. Nach dessen Ergebnis sei das Problem beschädigter Miet-DVDs wesentllich größer als bei VHS-Kassetten und Videotheken in den USA müssten jährlich ca. 50 Mio. Dollar zur Reparatur der Film-Scheiben ausgeben. Um die Kosten zu reduzieren, sollen 75 % der Anbieter ihre defekten DVDs selbst noch im Ausschuss reparieren.

(Quelle: MediaBiz) 19.08.03
Robert De Niro

60. Geburtstag

Gestern feierte der amerikanische Schauspieler seinen 60. Geburtstag. De Niro spielte sich seit den 70er Jahren in die Herzen der Fans und Kritiker. Bekannt geworden durch Filme wie z. B. „Taxi Driver" und „New York, New York" erhielt er für die Rolle des Vito Corleone in „Der Pate II" seinen ersten Oscar. Für den Film „Wie ein wilder Stier" hat sich De Niro erst Muskeln en masse antrainiert und sich anschließend 25 Kilo Speck angefuttert, um den Boxer Jake LaMotta überzeugend zu spielen. Für diesen Einsatz wurde er mit einem zweiten Oscar belohnt.

(Quelle: sueddeutsche) 18.08.03
New-York ohne Strom

Verluste für Filmbranche

Der Stromausfall im US-amerikanischen und kanadischen Osten hat nicht nur das öffentliche Leben, sondern auch die Unterhaltungsindustrie ins Ungleichgewicht gebracht. So schlossen beispielsweise einen Tag vor dem Kinostart von Kevin Costners "Open Range" oder "Freddy Vs. Jason" zahlreiche Kinotheater. Die Dreharbeiten von Produktionen wie ""The Stepford Wives" mit Nicole Kidman konnten jedoch mit Hilfe von Generatoren fortgesetzt werden. Insgesamt entstanden für die Branche Schäden in achtstelliger Summe.

(Quelle: mediabiz) 15.08.03
Schwarzenegger Diät

Terminator &Co auf Eis gelegt

Die amerikanischen Fans von Arnold Schwarzenegger müssen in der nächsten Zeit ohne die Filme der steirischen Eiche auskommen müssen. Jetzt wo Schwarzenegger für den Gouverneursposten im Staat Kalifornien kandidiert, haben alle seine Filme USA-weites Ausstrahlungsverbot. Während der Wahlkampfphase gelten die Filme nämlich als Wahlwerbung und wenn nicht jeder Kandidat die gleiche Zeit im Fernsehen verbringen dürfte, währe das unlauterer Wettbewerb. Bleibt also nur zu hoffen, dass Arni schnell Gouverneur wird und dann in Nachrichten und zur Prime Time über die Mattscheibe flimmert!

(Quelle: Spiegel) 14.08.03
Turbulenter Festivalstart

Verwirrung bei der Jury

Das Kopenhagener Filmfestival vom 13. - 20. August begann nach langen Querelen im Vorfeld um fehlende Budgetbeträge gestern mit einem turbulenten Start. Zum ersten hat der Festivalleiter Michael Soeby beschlossen, im kommenden Jahr das Amt nicht mehr zu übernehmen. Gleichzeitig wurde das dänische Jurymitglied Bille August durch Ole Roos ersetzt. Als Grund wird eine plötzliche Reise von August nach Hollywood angegeben, bei der er für seinen nächsten Film, dessen Titel und Besetzung bislang unbekannt waren, einen Hollywood Star treffen wollte. August fügt entschuldigend hinzu, dass es sich hierbei um den Thriller "Without Apparent Motive" dreht, dessen Realisierung noch auf wackeligen Beinen steht. In diesem Sinne war die Hollywood Reise elementar für die Sicherung des Projektes, so Bille August. Die Jury setzt sich somit nun aus Theo Angelopoulos, Jan Troell, der deutschen Jutta Bruckner, Marion Hansel und Ole Roos zusammen.

(Quelle: ScreenDaily) 14.08.03
Flaute bei Constantin

Umsatzerlöse gehen zurück

Der „anhaltend heiße Sommer" hat bei der Constantin Film AG nach heute veröffentlichen Berichten zu einem Umsatzeinbruch von 63,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 36 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2003 geführt. Beim Ebit entstand zum 30. Juli ein Fehlbetrag von 2,5 Mio. Euro. Der Vorjahreswert betrug dagegen noch eine Mio. Euro. Aufgrund dieser Zahlen reduzierte das Unternehmen folglich seine im Mai getroffene Umsatzprognose von 120 bis 135 auf „über 100 Mio. Euro". Beim Ebit müsse man von einem Fehlbetrag zwischen acht und zwölf Mio. Euro ausgehen, so Constantin Film. Als Gründe für die Flaute wurden die Krise der Kinobranche durch das heiße Sommerwetter, sowie der Rückgang bei den internationalen Umsatzerlösen angeführt.

(Quelle: mediabiz) 13.08.03
AOL Time Warner

Nur noch Time Warner?

Im Januar 2002 übernahm AOL unter der Federführung von Steve Case den Time Warner Medienkonzern. AOL Time Warner sah einer rosigen Zukunft entgegen und der Internetprovider American Online setzte mit der Fusion ein Statement für alle Dotcom-Unternehmen. Doch die schillernde Zeit American Online Provider scheint sich dem Ende zu neigen. Kundenverlust an die Konkurrenz und ein drohendes Verfahren wegen Bilanzfälschung zu eigenen Gunsten machen AOL schwer zu schaffen. Zu allem Überfluss hat die ehemalige Führungsriege von American Online nicht mehr viel zu melden. Die einflussreichsten Posten im Aussichtsrat wurden von Richards Parsons mit Time-Warner Getreuen besetzt. Das veränderte Machtverhältnis möchte die Old Economy auch nach außen zeigen und besteht auf einer Streichung des AOL-Zuges aus dem Firmennamen. Auch Mitarbeiter von AOL halten das inzwischen für einen geeigneten Schritt, um dem Image des Unternehmens nicht weiter zu schaden.

(Quelle: spiegel) 12.08.03
Omar Sharif

Pöbeln im Casino

Die Hollywood-Legende Omar Sharif wurde zu einer Strafe von 1.500 € und einem Monat auf Bewährung verurteilt. Er hatte am 5. Juli in einem Pariser Casino einem Polizisten beschimpft und einen Kopfstoß verpasst. Der Ordnunshüter war hinzugekommen, als der 71 jährige Schauspieler den Croupier beleidigt hatte. Es wird berichtet, dass Sharif häufiger Gast in dem Casino sei. Ein Rückfall in alte Laster kann vermutet werden. Der viel bewunderte Darsteller aus Filmen wie "Lawrence von Arabien" und "Doktor Zhivago" erklärte schon vor zehn Jahren, seine Spielleidenschaft aufgegeben zu haben.

(Quelle: CNN) 11.08.03
Teures Olympia

ARD investiert Mio. für Athen

Die öffentlich-rechtlichen Sender investieren nach der Bundesliga nun auch Millionensummen in die Fernseh- und Radioübertragung der Olympischen Spiele in Athen. Nachdem bereits die Übertragungsrechte für alle Wettbewerbe durch Zahlungen von 73 Millionen € gesichert wurden, möchte das Erste nun mindestens 13 Millionen € in die Liveberichte aus Athen investieren. Dabei übertragen ARD und ZDF so viel wie nie zuvor. Geplant sind täglich rund 18 Stunden Fernsehen und 20 Stunden für die 50 Radiostationen. Zudem werden zum ersten Mal auch die digitalen Programme genutzt. Allein der SWR stellt für die Übertragungen ein Aufgebot von rund 380 Mitarbeitern, hinzukommen ungefähr 320 Journalisten und Techniker, die das ZDF. Für Olympia in Sydney vor vier Jahren war die ARD noch mit knapp zehn Mill. € Übertragungskosten ausgekommen.

(Quelle: Handelsblatt) 08.08.03
„Oceans Twelve" Dreh in Berlin abgesagt

Babelsberger Studios in Schwierigkeiten

Der Traum von Hollywoodglanz in den Studios von Babelsberg ist ausgeträumt. Nach monatelangen Verhandlungen wird nun doch nicht „Oceans Twelve", die Fortsetzung von „Oceans Eleven", mit Julia Roberts, George Clooney und Brad Pitt in Berlin gedreht. Diese Absage verschärft zumal die prekäre Situation in Babelsberg. Sollten noch weitere Großprojekte in Zukunft abgesagt werden, so droht der Rückzug des Eigners aus den Studios. Nicht gerade förderlich ist dabei die Absage von Hollywood Star Kate Winslet, die für den Film „Magician's Wife" demnächst in Berlin vor der Kamera stehen sollte.

(Quelle: Focus) 06.08.03
Neues im Fall Trintignant

SMS war Ursache

Die französische Schauspielerin Marie Trintignant soll laut Staatsanwaltschaft zu Tode geprügelt worden sein. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit unbeabsichtigter Todesfolge wird nun gegen Bertrand Cantat, Sänger der französischen Band „Noir Desir" und zugleich Freund Trintignants, ermittelt. Angeblich soll er aus Eifersucht auf sie eingeprügelt haben, nachdem sie eine SMS ihres Ex-Partners Samuel Benchetrit erhalten hatte. Trintignant erlag schließlich ihren schweren Hirnverletzungen. Der Tod der 41-jährige Schauspielerin sorgte für Bestürzung in Frankreich. Als meist fragiler Charakter mit einem Hauch Erotik spielte sie u.a. in Claude-Chabrols „Betty".

(Quelle: n-tv) 04.08.03
Werbemix beim ZDF

Rundfunkrecht verletzt?

Der öffentlich-rechtliche Sender ZDF geht von nun an neue Wege, um via Internet die Verwertungserlöse zu steigern. So ist die ZDF-Sendung „Leute Heute" eine Allianz mit der Parfümeriekette Douglas eingegangen. Bei dieser Kooperation verzichtet der Sender jedoch auf übliche Kennzeichnungen der Werbetexte als „Anzeige", wie es in der Branche gemeinhin üblich ist. In dieser Hinsicht vermengen sich auf dem Internetportal der ZDF-Sendung redaktionelle Nachrichten mit Verweisen auf „Coole Sommerdüfte", die in auffälliger Verwandtschaft zu Douglas-Parfümerieprodukten wie „Cool Water Woman" stehen. Für den Rechtsprofessor Christoph Degenhart ist dieser Werbemix ein klarer Verstoß gegen das Rundfunkrecht. „Es ist nicht klar zu trennen, welche Inhalte vom ZDF stammen und welche von Douglas", sagte Degenhart dem Münchener Magazin „Focus". Das ZDF sieht dagegen eine klare Trennung zwischen Inhalten und Werbung. Darüber hinaus führen solche Korrespondenzen dazu, „dass die Rundfunkgebühren einigermaßen erträglich gehalten werden", so ZDF-Sprecher Walter Kehr.

(Quelle: Spiegel) 04.08.03
Kirch und Kohl

Neue offene Fragen

Durch einen Fernsehbericht sind nun neue Details zu dem Beratervertrag zwischen Helmut Kohl und Leo Kirch bekannt geworden. Laut „Panorama" war ausschließlich die „Beratung zu aktuellen sowie strategischen politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa" Gegenstand des Vertrages. Gebräuchliche Klauseln zur Leistungserfüllung tauchen auf dem Papier nicht auf. Auf diese Weise erhärtet der Beratervertrag den „dringenden Verdacht der nachträglichen Bezahlung von Regierungshandeln", so Grünen-Abgeordneter Hans-Christian Ströbele. Trotz der noch vielen offenen Fragen haben sich jedoch beide Parteien zur strengen Vertraulichkeit verpflichtet.

(Quelle: Spiegel) 01.08.03
Sandmännchen in Gefahr

Neue Vorabendshow beim RBB?

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) spielt aufgrund einer Programmumgestaltung mit dem Gedanken, das allabendliche „Sandmännchen", aus dem aktuellen Programm abzusetzen. Diese Meldung löste vielerorts eine Protestwelle aus. „Wenn eine pädagogisch wertvolle Kindersendung nach vielen Jahren auf Grund der Einschaltquoten auf dem Prüfstand steht, stellt der Sender seinen eigenen Auftrag in Frage", meint beispielweise der FDP-Abgeordnete Martin Matz. Auch das Deutsche Kinderhilfswerk sieht in dem Sandmännchen „einen Botschafter für Kinderrechte" mit Einsatz für Toleranz, Offenheit und Freundschaft. Laut Programmdirektor Gabriel Heim ist noch nichts entschieden. Angeblich plant der RBB für den Sendeplatz zwischen 18.00 bis 19.30 Uhr eine neue Vorabendshow.

(Quelle: n-tv) 01.08.03

 

 

Juli 2003

Gesundung des Werbemarktes?

TV-Sender in sicherer Hoffnung

Die Verantwortlichen von öffentlichem wie privatem Fernsehen sind sich einig und prognostizieren das Ende der dreijährigen Krise im TV-Werbemarkt. Wie Peter Christmann, Geschäftsführer von Seven One Media, am Mittwoch auf der Telemesse in Köln erklärte, erwarte er für das nächste Jahr bereits wieder ein Plus und Marktwachstum von drei bis fünf Prozent. Gerhard Zeiler, Chef von RTL, berichtet bereits von besseren Zahlen des vergangenen Quartats im Vergleich zum vorherigen. Gemeinsamer Tenor der Verantwortlichen auch von der ARD ist, dass die Krise überstanden sei und es spätestens im nächsten Jahr mit der Werbeindustrie und den resultierenden Einnahmen wieder aufwärts gehen würde. Es ist zu hoffen, dass die Erwartungen zutreffen und die Sender die neu gewonnenen Finanzmittel auch bald für neue Produktionen freigeben und der gesamten Branche die längst nötige Bluttransfusion geben.

(Quelle: Handelsblatt) 31.07.03
Universal ohne MGM

Ein Bieter weniger

Nach wochenlangen und zähen Verhandlungen zieht MGM seine Offerte in Höhe von 11,5 Mrd. $ für Universal Entertainment zurück und beteiligt sich nicht mehr an der Verkaufsaktion. Den Ausstieg aus der Versteigerung begründet MGM mit überzogenen Preiserwartungen des Verkäufers, die um die 13-14 Mrd. $ liegen. Die französische Vivendi Universal versucht momentan ihre amerikanische Unterhaltungssparte VUE in einer Auktion meistbietend zu veräußern. Andere Interessenten an Universal Entertainment sind u.a. Liberty Media, NBC und Viacom. Ein Ende der Versteigerung wird für Mitte August erwartet.

(Quelle: ScreenDaily) 30.07.03
Trintignant im Koma

Schauspielerin verprügelt

Marie Trintignant, die bekannte französische Schauspielerin liegt mit schweren Kopfverletzungen im Koma. Möglicherweise wurde sie am Montag in Litauen Opfer einer Gewalttat; Informationen der litauischen Medien zufolge habe sie ihr Freund Bertrand Cantat, Sänger der französischen Band Noir Désir in ihrem Hotelzimmer verprügelt. Eine erste Vernehmung durch die Polizei konnte nicht durchgeführt werden, da er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss stehe. Trintignant befand sich bereits im Koma als sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde; nach einer Notoperation geben Ärzte Ihren Zustand immer noch als äußerst kritisch an. Trintignant ist aus Filmen wie „Betty", „Harrison's flowers", „Petites misères" bekannt. Aktuell arbeitete sie an dem Fernsehfilm „Collette", einem Zweiteiler über die bekannte französische Schriftstellerin, die von Trintignant dargestellt werden soll.

(Quelle: Spiegel) 29.07.03
Branchenkrise

Kino-Insolvenz in NRW

Schon länger werden Kleinunternehmen der Branche von der derzeitigen Krisenstimmung gebeutelt. Jetzt hat es auch Gerd Politt, Kinogroßunternehmer in NRW getroffen. Drei seiner Kinopaläste, in Soest, Recklinghausen und das Mulitplex in Lünen sind von der Insolvenz betroffen. Zusätzlichen finanziellen Druck bekommt Politt von der „Harpen AG". Politt schuldet dem Unternehmen Miete und Strom des Lünener „Cineworld" für ein halbes Jahr. Derzeit sind aber alle drei Kinos noch in Betrieb und auch das Kinofest Lünen, das von Politt begründet wurde, wird geplant stattfinden.

(Quelle: mediabiz) 29.07.03
Nachwuchsförderung

Junge Künstler mit 50.000 € unterstützt

Christiane M. Conradi und Klaus Schaefer, Geschäftsführer Bayerisches Filmzentrum Geiselgasteig, haben eine Initiative zur Förderung von Nachwuchsfilmen gestartet. So werden junge Künstler mit 50.000 € gefördert, sofern sie ein Projekt mit der HFF München realisieren. Voraussetzung für die Unterstützung ist eine Empfehlung der Filmhochschule, sowie einer eingesetzten Jury, zu der die Produzenten Alena Rimbach und Herbert Rimbach sowie Regisseur und Münchner Filmfestpreisträger Hans Sebastian Steinbichler gehören

(Quelle: Blickpunkt:Film) 28.07.03
Weltklasse-Regisseur John Schlesinger

77 jährig in Palm Springs gestorben

Der geborene Engländer war einer der ganz großen Regisseure, auch wenn ihn nur die Cineasten wirklich kannten. Seine Filme „Asphalt-Cowboy", „Darling", „Sunday, Bloody Sunday" waren gekonnte Mischungen von Kommerz und herausragender Filmsprache, sein wenig bekannter Film „Tag der Heuschrecke" ein Meisterwerk. Sein wichtigstes Anliegen war die genaue Beobachtung von Menschen, sein Blick für die sozial Schwachen, die Verlierer.

(Quelle: CNN) 26.07.03
Trier ohne Kidman

„Dogville" Fortsetzungen ohne Oskarpreisträgerin

Bereits nach dem ersten Teil der „Dogville"-Trilogie hat Oskar-Preisträgerin Nicole Kidman die Zusammenarbeit mit Regisseur Lars von Trier beendet. „Kidman steht erst im Herbst 2004 für den zweiten Film zur Verfügung, aber die Dreharbeiten müssten bereits am 1. Juli beendet sein", so das offizielle Statement von Peter Aalbaek Jensen, Manager der Zentropa Studios . Auf diese Weise muss sich der Regisseur nun für die beiden geplanten „Dogville-" Fortsetzungen „Washington" und „Manderlay" nach Ersatz aus Hollywood umsehen. Ob ein Zusammenhang zwischen den anti-amerikanischen Äußerungen von Triers und dem Ausstieg Kidmans besteht, bleibt jedoch Spekulation.

(Quelle: n-tv) 25.07.03
Berlusconi ohne Grenzen

Ministerpräsident trickst sich ins Monopol

Für den italienischen Ministerpräsidenten ist das Privatfernsehen längst nicht mehr ein „Element der Freiheit“, sondern auch der Freizügigkeit. Erneut hat der Senat zwei Mediengesetze erlassen, die die Medienmacht von Berlusconi weiter stärken. Den Ausgangspunkt bildet ein Gerichtsbeschluss aus dem vergangenen Jahr, wonach Berlusconi einen seiner drei landesweiten Sender hätte aufgeben müssen. Mit dem aktuellen Senatsbeschluss zur Einstiegsregelung in das digitale Fernsehen wird dieses Urteil nun aufgehoben. Berlusconi behält somit seine Medienmacht, mit der er 46% der Italiener erreicht. Ferner kann der Medienmogul von nun an auch dessen Marktanteile auf dem Zeitungsmarkt ausbauen. Einnahmenbegrenzungen für Fernseh-, Rundfunk- und Zeitungskonzerne, d.h. die von Berlusconi dominierten Medien, existieren von nun an auch nicht mehr.

(Quelle: Telepolis) 24.07.03
Rekordgewinne bei Warner Bros.

1 Billionen in 7 Monaten

Zum sechsten Mal überschreitet Warner Bros. den Jahresumsatz von einer Billionen Dolllar. Mit Zuschauermagneten wie Harry Potter 2, Matrix Reloaded, oder Two Weeks Notice erreichte man die Geldsumme in einer Rekordzeit von nur 7 Monaten. Sue Kroll, Chef der Marketing-Abteilung, erklärte, dass man durch die aktuellen Gewinne einen noch größeren Spielraum besitze, um in neue Filmprojekte und talentierte Regisseure zu investieren.

(Quelle: ScreenDaily) 23.07.03
Imax will expandieren

Demnächst auch in China

Bis zum Jahr 2005 möchte sich die Imax Corporation auch in China etablieren. In Zusammenarbeit mit Shanghai United Cinema sollen zwei bestehende Multiplex-Kinos in Shanghai und im südlichen China mit dem neuen Imax MPX-System ausgestattet werden. Dieses neue System ermöglicht das Abspielen der Imax-Filme, wie auch herkömmlicher Filme auf extra großen Kinoleinwänden. Wird der Deal jetzt noch von der chinesischen Regierung abgesegnet, steht dem Imax-Erlebnis in China also nichts mehr im Wege.

(Quelle: ScreenDaily) 23.07.03
Saban bietet mal wieder

Nun mit Unterstützung

Nachdem vor ein paar Wochen die Übernahme der ProSiebenSat.1 Media Ag und Kirch Media-Filmbibliothek durch den US-Milliardär gescheitert war, plant er nun mit Hilfe mehrerer Beteiligungsfirmen ein neuerliches Angebot für die Sendergruppe. Wie die Financial Times verlauten ließ, wären Investorfirmen wie Hellmann&Friedmann, Thomas H. Lee und Permira aber durchaus auch ohne Saban dazu in der Lage ein Angebot zu unterbreiten. Vereinfachend kommt hinzu, dass die ProSiebenSat.1 Media Ag nun ein Einverständnis unterzeichnet hat, das ihnen für die nächsten zehn Jahre den Zugang zur Kirch Media-Filmbibliothek sichert. Dies bedeutet, dass der zukünftige Eigner der Sendergruppe sich nicht zusätzlich auch noch die Kirch Media-Filmbibliothek sichern muss, um den Filmbedarf zu decken.

(Quelle: ScreenDaily) 21.07.03
Keine MwSt-Senkung

Weiterhin 16 % für Video

Obwohl Bücher, Zeitungen, Kino und Theater schon seit längerem nur noch mit 7% besteuert werden, hat die EU-Kommission beschlossen die Mehrwertsteuer von 16% auf Video, DVD und CD beizubehalten. Das führt natürlich zu Verärgerung seitens der Musik- und Videowirtschaft, die das Gesetz als Diskriminierung empfindet. Außerdem erhofften sich Unternehmer durch die Mehrwertsteuersenkung Absatzsteigerung und Rückgang der Raubkopien.

(Quelle: mediabiz) 17.07.03
Grenzenloses Vergnügen?

Elton-TV bezahlt Schadensersatz

Witzigkeit kennt keine Grenzen! - Von wegen! Ex-Praktikant Elton veräppelte für seine Show Elton-TV einen Radfahrer vor versteckter Kamera. Als Polizist verkleidet mutete Elton dem 78-jährigen allerlei Aufgaben zu, um angeblich dessen Fahrtauglichkeit zu überprüfen. Doch diesmal an den Falschen geraten, drohte der Veräppelte mit einer Anklage wegen Amtsanmaßung und Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Gegen 2500 Euro Schadenersatz zog der pensionierte Architekt die Anklage allerdings wieder zurück.

(Quelle: Spiegel ) 14.07.03
Karlovy Vary Filmfestival

Preisverleihung

Samstag Nacht war die Preisverleihung zum 38. Karlovy Vary Filmfestival. Äußerst glücklich schätzen durfte sich der türkisch-italienische Filmemacher Ferzan Ozpetek, der nicht nur als bester Regisseur, sondern zudem mit dem Festivalhauptpreis, dem Grand Prix Crystal Globe ausgezeichnet wurde. Die Herzen der Zuschauer eroberte Morten Tyldom's Eröffnungsfilm „Buddy“, der sich mit dem persönlichen Videotagebuch eines Jungen auseinandersetzt, welches letztendlich in einer Reality-TV-Show landet. Der Film wurde trotz geteilter Meinungen mit dem Mlada Fronta Dnes Publikumspreis ausgezeichnet. Weitere Gewinner sind u.a. Björn Kellman für seine Schauspielrolle in „Old, New, Borrowed and Blue“, sowie Alain Corneau für das Drehbuch „Fear And Trembling“.

(Quelle: Screendaily ) 14.07.03
Bollywood in Irland

Vormachtstellung des Kitsch

Momentan dürfen sich die ohne Alkohol eher unromantischen Iren eines farbenfroh-kitschigen Spektakels erfreuen: Eine Filmcrew aus Indien dreht die Liebesromanze „Ayodhiya“ in der irischen Grafschaft Wicklow. Die Geschichte könnte typischer nicht sein: Zwei Königskinder (Ein Hindu und eine Moslimin), unsterblich ineinander verliebt, können aus ethnologischen Gründen nicht zueinander kommen, bis der Prinz sich just selbst ins Liebesexil Irland verband und die Prinzessin ihm nachreist. Bollywood scheint auf Expansionskurs.

(Quelle: Screendaily ) 11.07.03
Disney: Bilanzkorrektur

Pariser Animation vor dem Aus

Für das Geschäftsjahr 2002 hat sich Disney gewaltig verschätzt: so wurden sage und schreibe 47 Mio. $ weniger eingenommen als zu Beginn des Jahres veranschlagt. Als Ursache für diese Fehlkalkulation wird die Produktion des 100 Mio. $ teuren Zeichentrickfilms "Treasure Planet" genannt. Die Einspielergebnisse seien alles andere als zufriedenstellend. In diesem Zuge soll nun die Animationsabteilung in Frankreich geschlossen werden. Rund 90 Mitarbeiter, die für Disney unter anderem den Hit "Tarzan" gestalteten, stehen vor der Entlassung.

(Quelle: ftd ) 10.07.03
Teilsieg für streikende Künstler

Streit um Arbeitslosengeld

Im Streit um Arbeitslosenzuwendungen für freischaffende Künstler und Techniker im Showbusiness haben die Betroffenen einen Teilsieg errungen. Mittels Streiks und Unterschriftenaktionen erwirkten sie, die jetzt gültige Regelung bis Ende 2003 aufrecht zu erhalten. Kulturminister Jean-Jacques Aillagon geht jedoch davon aus, dass zum Jahr 2004, spätestens 2005 die neue Regelung in Kraft treten wird. Dann müssten 507 Stunden Arbeitszeit in zehn und nicht wie bisher in zwölf Monaten vorgewiesen werden, um Anspruch auf Arbeitslosengeld erheben zu können.

(Quelle: sreendaily) 08.07.03
Keine Kinowerbung im TV

Keine Promo für Hollywood

Auf französischen Fernsehkanälen wird es weiterhin keine Werbung für Kinofilme geben. Dafür sorgte die französische Regierung in einer hitzigen Debatte innerhalb der europäischen Kommission. Die Regierung spricht sich gegen die Werbung aus, da sie darin einen Nachteil für die heimische Filmindustrie sieht und sich Hollywood selbst schon genug bewerben würde. Am 9. Juli wird die europäische Kommission darüber und auch über TV-Werbung für Bücher entgültig entscheiden.

(Quelle: sreendaily) 07.07.03
Polizei verbietet Filmvorführung

Kein „Ken Park“ in Sydney

Eine öffentliche Filmvorführung des US-Streifens „Ken Park“ in Sydney wurde mittels Polizeieinsatz beendet. Der Film von Larry Clark durfte auf dem Filmfestival der Hauptstadt zwar noch gezeigt werden, wurde daraufhin durch die australische Zensurbehörde wegen seiner extremen Sex- und Gewaltszenen jedoch verboten. Auch wenn bislang noch niemand verhaftet wurde, können die Verantwortlichen bei jeglicher Anklage mit bis zu einem Jahr Haftstrafe rechen.

(Quelle: BBC) 07.07.03
Filmfest Dokupreis

Glücklicher Mucha

Der Dokumentarfilm-Nachwuchspreis des Münchner Filmfests wurde an Stanislaw Mucha verliehen. Nach Ansicht der Jury habe der 33-jährige Pole ein „äußerst originelles und amüsantes Stück Kino zum Thema Osterweiterung“ geschaffen. Im Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Filmpreis, verbunden mit einem Finanzierungsangebot für eine BR-Auftragsproduktion im Wert von bis zu 240.000 Euro, haben insgesamt 60 Talente ihr Werk eingereicht.

(Quelle: Mediabiz) 04.07.03
Berlusconi ausfallend

Geschmacklose Filmbesetzung

Es war kein guter Einstieg von Silvio Berlusconi in seine sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft. In seiner mehr angreifenden, als ironischen Aussage bezüglich des SPD-Abgeordneten Martin Schulz meinte er wörtlich:„In Italien wird gerade ein Film über die Nazi-Konzentrationslager gedreht, ich schlage Sie für die Rolle des Lagerchefs vor. Sie wären perfekt.“ Bundeskanzler Schröder verurteilte die Äußerungen scharf und forderte eine Entschuldigung für den inakzeptablen Vergleich. Das Außenministerium in Rom erhob hingegen Vorwurf gegen Schulz, der die „italienischen und europäischen Institutionen“ beleidigt haben soll.

(Quelle: MediaGurdian) 03.07.03
Buddy Hackett

Komiker gestorben

Buddy Hackett, der gemütliche, rundliche Automechaniker aus „Ein toller Käfer“, starb im Alter von 78 Jahren in Los Angeles. Neben Rollen in „Die Gebrüder Grimm“ und „Scrooged“ gab er auch Scuttle in der kleinen Meerjungfrau seine Stimme.

(Quelle: CNN) 02.07.03
Erfolglose Manager verdienen besser

Vivendi-Universal soll zahlen

Jean-Marie Messier lässt sich seine Bemühungen, die zum Niedergang des Mischkonzerns Vivendi Universal geführt haben, mit über 20 Millionen Euro bezahlen. Ein New Yorker Gericht hat jetzt die Forderungen des früheren Managers als rechtmäßig erklärt. Angesichts der Beträge, die ehemalige Manager hiesiger insolventer Medienunternehmen eingesammelt haben, sind Messiers Forderungen doch geradezu bescheiden.

(Quelle: Spiegel) 01.07.03
Saban zurück auf dem Basar

Das Feilschen geht weiter

Nach „Reuters"-Angaben sind neue Verhandlungen zwischen dem US-Milliardär Saban und der ProSiebenSat1 Media AG geplant. Bereits in den nächsten Tagen soll Saban nach München kommen um nach den gescheiterten Verhandlungen Anfang Juni ein neues Gebot abzugeben. Sein Angebot soll dabei ein geringerer Preis pro Aktie sein, als zuletzt, obwohl die Gläubigerbanken der deutschen Sendergruppe nach einer höheren Summe verlangen sollen. Das Feilschen scheint nicht so bald beendet zu sein.

(Quelle: MediaBiz) 31.07.03
Bollywood trauert um Star

Commedian Johnny Walker gestorben

Johnny Walker, berühmter Comedian in Bollywood der indischen Filmmetropole, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Der als der "indische Bob Hope" beschriebene Schauspieler stammte aus einfachen Verhältnissen und begann seine Karriere mit der Umbenennung seines Namens von Badruddin Qazi in Johnny Walker, nach dem Schottischen Whisky. Er überzeugte durch seine einfache Art und Nähe zum indischen Lebensstil und spielte von den 50er bis 80er Jahren in mehr als 300 Filmen mit. Viele der heutigen Commedians, die seinen Tod als das Ende einer Ära beschreiben, inspirierte er.

(Quelle: BBC News) 30.07.03
„Wondrous Oblivion"

33. Giffoni Film Festival

„Wondrous Oblivion", der neueste Film des britischen Regisseurs Paul Morrison, gewann auf dem 33.Giffoni Film Festival den goldenen Greif. Es ist die höchste Auszeichnung, die das Festival, eines der bedeutendsten für den Bereich Kinder- und Jugendfilm, verleiht. 300 Kinder aus der ganzen Welt, im Alter von 12-14 haben sich für diesen Film entschieden, der im England der 60er Jahre spielt. Es ist die Geschichte des 11 jährigen Jungen David der eine große Leidenschaft für Cricket hat, diese aber als schlechter Spieler nicht ausleben darf. Als neue Nachbarn, eine Jamaikanische Familie, einziehen findet David neue Freunde, die ihn in seiner Liebe zu Cricket unterstützen. Als es aber zu rassistischer Diskriminierung gegen die Jamaikaner kommt muss David für seine neuen Freunde einstehen. Nach dem Oskar nominierten Debütfilm „Salomon und Gaenor" ist das ein neuer überaus sehenswerte Film von Paul Morrison

(Quelle: ScreenDaily) 29.07.03
Werbepreise fallen

ARD macht's günstig

In Zukunft werden Werbekunden der ARD durchschnittlich „nur" noch 14.377 Euro pro 30-Sekünder hinblättern müssen. Das sind immerhin 5,5 % weniger als im letzten Jahr. Grund für das lukrative Angebot der ARD ist eine Umverteilung der Werbekosten. So sind vor allem Werbeblöcke rund um die Daily-Soaps günstiger geworden, während bei Wochenserien wie z.B. „Berlin Berlin" die Preise angezogen wurden. „Spitzenverdiener" der ARD bleibt aber unumstritten die Sportschau: zwischen 28.500 und 59.700 Euro muss während, vor und nach der Sendung für 30 Sekunden Werbezeit gezahlt werden.

(Quelle: Blickpunkt:Film) 29.07.03
Bob Hope gestorben

Filmbranche trauert um 100 Jährigen

Der US-Komiker Bob Hope ist drei Monate nach seinem 100. Geburtstag an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Der im Jahre 1903 in Großbritannien geborene Schauspieler, Komiker und Entertainer für Theater, Fernsehen, Kino und Radio feierte seine größten Erfolge gemeinsam mit Bing Crosby. Vor allem seine Schlagfertigkeit im Umgang mit Bing Crosby, sowie sein legendärer Witzreichtum brachten ihm den Spitznamen „Master of Wisecracks" ein. „Sein Reiz lag in der ständigen Selbstironie", schrieb der renommierte US-Filmkritiker Leonard Maltin einmal. „Er war beileibe kein Held. Er war ein Feigling und bei Frauen erfolglos - das war der Spaß dabei, ihm zuzusehen. Und weil seine Film-Persönlichkeit sich alsbald mit seinem Fernseh- und Radio-Image vermischte, hatte man das Gefühl, diesen Typ wirklich zu kennen." Bob Hope geriet bis zuletzt nie in Vergessenheit. Noch im Mai hatte ihn die Filmmetropole zum „Bürger des Jahrhunderts" erhoben.

(Quelle: Spiegel) 28.07.03
Zoff um Oscar

Wem gehört der Goldjunge?

Als Orson Wells 1941 für „Citizen Kane" den Oscar erhielt, dachte er sicher nicht, dass das gute Stück einmal für Streit zwischen der Academy und seiner Tochter sorgen würde. Beatrice Wells hatte vor, den Award im Londoner Auktionshaus Christie's meistbietend zu verkaufen. Doch die Academy machte ihr einen Strich durch die Rechnung und meldet selbst Besitzansprüche an den Oscar. Ist es doch bereits seit über 50 Jahren so, dass die Academy öffentlich angebotene Oscars zum symbolischen Preis von einem Dollar zurückkauft.

(Quelle: Spiegel) 25.07.03
Locarno kommt

Deutsche Beiträge beim Festival

Deutschland ist beim diesjährigen Filmfestival von Locarno vom 06. bis 16. August mit insgesamt zehn Beiträgen vertreten. Im Wettbewerb des 56. Filmfestivals laufen u.a. vier deutsche Koproduktionen: die deutsch-koreanische Koproduktion „Spring, Summer, Fall, Winter and Spring“ von Kim Ki-Duk, darüber hinaus die pakistanisch-deutsch- französische Produktion „Khamosh Pani“ von Sabiha Sumar, Martin Rejtmans argentinisch-deutsch-französische Koproduktion „Los Guantes Magicos“ und Barbara Albert's „Boese Zellen“ in der Co-Produktion mit Österreich und der Schweiz. Das open air Programm zeigt u.a. Soenke Wortmann's „Das Wunder Von Bern“, Dominique de Rivaz Knecht's „Mein Name Ist Bach“ und Jean-Stephane Bron's „Mais im Bundehuus“. Das Filmfestival von Locarno wird in der Branche zu den sechs führenden Festivals weltweit gezählt.

(Quelle: ScreenDaily) 24.07.03
Filmkanon

Auf 35 Filmtitel geeinigt

Nachdem im März diesen Jahres auf dem Kongress "Kino macht Schule" beschlossen wurde einen Filmkanon für die Schulen zu erstellen, der als repräsentative Basis für die Auseinandersetzung mit dem Thema Film in den Schulen dienen soll, einigte sich die neunzehnköpfige Expertenkommission nun auf einen Kanon aus 35 Titeln. Diese decken knapp hundert Jahre Filmgeschichte ab und sollen nach Meinung der Kommission besonders gut dazu geeignet sein, Schüler mit den Tücken und Freuden dieses Mediums vertraut zu machen.

(Quelle: Filmzeitung) 23.07.03
Doch kein Film über PR-Befreiung

CBS plant nur noch Doku

Es hätte der schönste Propagandafilm für die Us-army werden können: Die Befreiung der Jessica Lynch! Als die amerikanische Soldatin, aus dem Krankenhaus im Irak von ihren Kameraden hollywoodlike befreit wurde, war das Interesse der Medien an der Story kaum zu bändigen. Der Fernsehgigant CBS hatte sogar vor, eine Dokumentation und obendrein noch einen Spielfilm über Lynch drehen. Von letzterem nahm der Sender jetzt jedoch Abstand. Vielleicht, weil die Befreiungsaktion als sehr umstritten gilt und etliche Kritiker und Zweifler an eine propagandawirksame Inszenierung glauben. NBC lässt sich dagegen weder von der Kritik, noch vom fehlenden Einverständnis' Lynchs von der Verfilmung abhalten. Im August soll's losgehen.

(Quelle: Spiegel) 22.07.03
Der fabelhafte Hans Abich

85 jährig in Freiburg gestorben

Er war Programmdirektor der ARD bis 1978, Intendant von Radio Bremen, Produzent so bedeutender Nachkriegsfilme wie "Liebe 47", "Die Nachtwache", "Wir Wunderkinder", "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" und "Die Buddenbrooks". Viele hielten ihn für "das Gewissen" unseres Fernsehens. Er war ein kritischer Geist, ein ewiger Verfechter der Ehrlichkeit und hoher Qualität in den Medien, gewitzt, geistvoll und ein wunderbarer Mensch. Wir vermissen ihn.

(Quelle: FAZ) 19.07.03
Kinderfilmfest Hamburg

Neuer Emil-Preis

Während des Kinderfilmfests in Hamburg darf eine Jury von sieben Kindern den neuen Emil-Preis verleihen. Der glückliche Gewinner erhält hierbei nicht nur eine eigens gestaltete Figur, sondern zudem einen Preisgeld von 2.500 Euro. Die Filmfestleitung will ganz bewusst eine Kinderjury über den besten Streifen bestimmen lassen, schließlich seien die wirklichen Experten im Publikum. Das Filmfest Hamburg findet dieses Jahr vom 20. bis 26 September statt.

(Quelle: Filmzeitung) 16.07.03
Alexander Walker

Filmkritiker gestorben

Alexander Walker, Großbritanniens bekanntester und einflussreichster Filmkritiker, ist gestern im Alter von 73 Jahren gestorben. Er war zuletzt wegen seiner Erkrankung an Krebs in ärztlicher Behandlung. Seine Kritiken für den Londoner „Evening Standard“ waren sehr umstritten, denn einerseits konnten sie einen Filmemacher ehren, anderseits aber auch härter treffen, als jede andere Beurteilung. In der Filmbranche wurde er für seine Arbeit ebenso gerne verflucht wie verehrt. Unumstritten ist seine Position als erstklassiger Schriftsteller, der nicht nur revolutionäre Kritiken, sondern ebenso perfekt recherchierte Biographien verfasste.

(Quelle: Screendaily) 16.07.03
Engel vor Gericht

Robert Wagner verklagt Sony

Wagner, der Mitentwickler der 70er TV-Serie „Charlie's Angels“ (auf der die Kinofilme basieren), verlangt von Sony Pictures Entertainment die Hälfte der Einnahmen der beiden Kinofilme. Die Anwaltskanzlei Wagners argumentiert damit, dass Wagner an der ursprünglichen TV-Serie „Charlie's Angels“ des amerikanischen Fernsehsenders ABC finanziell beteiligt wurde, als er sich 1974 dazu bereit erklärte für die beiden Produzenten Aaron Spelling und Leonard Goldberg in dem Fernsehfilm „Love Song“ zu spielen. Sein Vertrag für „Love Song“, sicherte ihm Anteile an fünf TV-Serienkonzepten, die die Spelling-Goldberg Productions von 1974 bis 1975 für ABC produzierte. Unter diesen war auch „Charlie's Angels“. Sony, die sich alle Rechte an der Serie von Spellings Produktionsfirma gesichert hat, weigert sich Wagner seinen Anteil an den Einnahmen der beiden aktuellen Kinofilme auszuzahlen. Nun wird geklärt, ob seine Rechte auf die Serie auch auf die Filme zutreffen.

(Quelle: CNN ) 14.07.03
KinoStudie

Mehr Besucher bis 2005

Eine aktuelle Studie über das europäische Kino brachte zum Ergebnis, dass die jährlichen Besucherzahlen bis 2005 auf eine Milliarde steigen werden. Das würde einem Anstieg um 20 Prozent seit 2002 entsprechen. Da sich die Zuschauer offensichtlich dazu bereit erklären, für den Komfort der neuen Multiplex-Kinos mehr Geld hinzulegen, sollen die Einnahmen an der Kinokasse gleichzeitig sogar um 33 Prozent steigen. An der Spitze liegt momentan die Schweiz, in der man durchschnittlich satte 9,49 € für ein Ticket zahlt. Danach folgen Großbritannien mit 6,85 €, Deutschland mit 5,86 € und Frankreich mit 5,57 €.

(Quelle: Mediabiz) 11.07.03
Film in der Schule

Kommission schreibt Filmfibel

Schon seit zwei Jahren setzt sich die Bundeszentrale für politische Bildung für die „Kinoleinwand als Lernort“ ein. Da die europäische Filmkultur schon längst zur Allgemeinbildung gehöre, müssten deutsche Schüler dringend die Bild-, Ton- und Dramaturgiesprache der „Mutter aller audiovisuellen Medien“ erlernen. Kulturstaatsministerin Christina Weiss spricht sogar von einer bestehenden „Filmleseschwäche“ in unserer Gesellschaft. Aus diesen Grund wurde eine Kommission aus Regisseuren, Filmhistorikern, Kritikern, Autoren und Medienpädagogen dazu beauftragt, bis zum 16. Juli einen Kanon aus 25 repräsentativen Werken der Filmgeschichte zu schaffen. Dieser soll schließlich der Öffentlichkeit als mögliches Schulpaket zur Diskussion gestellt werden.

(Quelle: Spiegel) 09.07.03
Remake Schneewittchen

Otto spielt Zwerg

Der Grimm-Klassiker soll wieder in den Kinos landen. Otto Waalkes, Heinz Hoenig und Boris Aljinovic werden als Zwerge unser Schneewittchen in Empfang nehmen, während Nina Hagen, zugleich Mutter der Hauptdarstellerin, als böse Königin ins Spieglein sprechen wird. Die Dreharbeiten sollen nach Angaben der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen noch am Donnerstag unter der Regie von Sven Unterwaldt beginnen.

(Quelle: n-tv) 09.07.03
Buddy Ebsen gestorben

Schauspieler aus Frühstück bei Tiffany

Buddy Ebsen, die Schauspielgröße aus dem Hollywoodstreifen „Breakfast at Tiffany's“ oder der US Fernsehserie „The Beverly Hillbillies“, ist vergangenen Sonntag im kalifornischen Torrance verstorben. Berichten zufolge sei er Komplikationen einer Lungenentzündung erlegen. In seiner Schauspielkarriere, die sich über 70 Jahre erstreckte, war er nicht nur neben Stars wie Shirley Temple, Gregory Peck, oder Audrey Hepburn zu sehen, sondern auch in Musicals wie „Ziegfeld Follies“ oder „Flying Colors“. Buddy Ebsen wurde 95 Jahre alt.

(Quelle: Yahoo) 08.07.03
Blair kritisiert BBC

Falschmeldung im Sender?

Die BBC warf der Regierung Vorspiegelung falscher Tatsachen während und vor des Irakkrieges vor. So sollen Berichte des Geheimdienstes über Massenvernichtungswaffen auf Drängen Tony Blairs propagandawirksam verändert worden sein. Blair wehrt sich heftigst gegen die Anschuldigungen und bezichtigt die BBC der Verleumdung. Diese wiederum erhält Rückendeckung von Uno-Waffeninspektor Hans Blix.

(Quelle: spiegel) 07.07.03
BBC sucht die Superschreiber

Get Creative

Nachdem bereits alle Superstars für Jobs vor der Kamera gefunden wurden, wird die BBC in diesem Herbst in der Sendung „Get Creative“ nach unentdeckten Schreibtalenten suchen. Nach Manier der englischen Sendung „Pop Idol“ soll jetzt fähiger Nachwuchs bei Drehbuchautoren gefunden werden. Alle, die über 16 sind und deren Werke noch nicht ausgestrahlt oder veröffentlicht wurden sind aufgerufen ihr Talent vor einer Jury unter Beweis zu stellen. Wer mehr wissen möchte oder seine Chance sieht berühmt zu werden, findet ab 01.08. unter www.bbc.couk/getwriting alle Infos.

(Quelle: media guardian) 07.07.03
Bilderbuch-Drehort

Neuseeland lockt Produzenten

Seit Peter Jacksons Fantasy-Trilogie sind viele Filmproduzenten auf die landschaftliche Vielfalt des Inselstaates aufmerksam geworden. Waren Dreharbeiten in Neuseeland jedoch bislang noch mit Finanzierungsschwierigkeiten verbunden, möchte die Regierung nun ausländische Produktionen mit Zuschüssen und Steuererleichterungen gezielt anlocken. Nach Angaben des Wirtschaftsministers Jim Anderton sollen mit der neuen Regelung die Produktionskosten um bis zu 12,5 Prozent gesenkt werden.

(Quelle: Spiegel) 04.07.03
Bollywood-Star

Prozess verschoben

Der wegen Totschlags angeklagte Star Salman Khan erschien nicht zu seinem Prozess. Nach Angaben seines Rechtsanwalts unterliege er momentan einer medizinischen Behandlung in der USA, weshalb er den Prozess im indischen Bombay nicht besuchen könne. Die Gerichtsverhandlung wurde nun auf den 10. September diesen Jahres verschoben. Salman Khan ist wegen eines selbstverschuldeten Verkehrsunfall angeklagt, in dem er Fahrerflucht begangen haben soll.

(Quelle: BBC) 03.07.03
Künstlerstreik in Frankreich

Arbeitslosengeld gekürzt

Ein Streik gegen die Senkung der Arbeitslosenunterstützung in Frankreich legt derzeit das künstlerische Leben bei den Nachbarn lahm. Statt 12 sollen nur noch 9 beschäftigungslose Monate maximal im Jahr bezahlt werden, dagegen protestieren die Gewerkschaften. Kulturminister Jean-Jacques Aillagon hält eine Krisensitzung nach der anderen mit den diversen Festivalorganisationen. Traditionell finden in Frankreich im Sommer zahlreiche Opern- und Theaterfestivals statt, die nun bereits erste Ausfälle verzeichnen. Auch die ersten Filmproduktionen leiden unter dem Künstlerstreik.

(Quelle: LeMonde) 02.07.03
Habgier ist Geil!

Noch höhere Leihmieten

Deutsche Kinoketten wollen erhöhte Leihgebühren nicht mehr akzeptieren. Die unmittelbar bevorstehenden Starts von „Hulk“ und „Sinbad“, zweier aktueller UIP Titel sollen von einem Interessenverband der Kinobetreiber boykotiert werden. Grund sind überzogene Forderungen wonach 55% der Kinoeinnahmen an den Verleih UIP abgeführt werden sollen.

(Quelle: sreendaily) 01.07.03

 

 

Juni 2003

Die Welt trauert

Katherine Hepburn ist tot

Die große Katharine Hepburn ist nicht mehr. Am Sonntag, den 29. Juni starb sie in ihrem Haus in Old Seybrook (Connecticut) im Alter von 96 Jahren. Ihr Humor, ihre Schlagfertigkeit und Charme waren einzigartig. Berühmt wurde sie durch zahlreiche Filme darunter "African Queen", "Die Nacht vor der Hochzeit" und "Die Frau von der man spricht". Sie erhielt mehrere Oscars und war auch am Theater ein gefeierter Star. Am Dienstag, den 1.Juli sollen zu ihren Ehren auf dem New Yorker Broadway für kurze Zeit alle Lichter verlöschen. Ohne sie ist die Welt ein wenig dunkler geworden.

(Quelle: Spiegel) 30.06.03
Bestechlichkeit beim ZDF

Spitze des Eisbergs

Um sein 1,5 Millionen Euro teures Filmprojekt beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ZDF realisieren zu können, hat ein Filmemacher einen Redakteur des Senders mit Sachgeschenken bestochen. Dieser soll u.a. ein Gemälde, zwei Teppiche und eine Spende auf das Konto seines Vereines bekommen haben. Da das Projekt aber trotz mündlichen Zusagen von verschieden Stellen und den Geschenken nicht verwirklicht wurde, wendete sich der Regisseur mehrmals schriftlich an das ZDF um den Vorfall zu schildern. Bereits nach seinem ersten Schreiben im Oktober wurde der Fall geprüft. Der betreffende Redakteur wurde daraufhin zum Jahresende entlassen. Die Anschuldigungen, dass auch andere Mitarbeiter bestochen wurden, konnte das ZDF nicht bestätigen.

(Quelle: Spiegel) 27.06.03
Sex-Verbot in den Medien

Wessen Freiheit?

Heiße Diskussion um heiße Girls: Nach Plänen der Eu-Kommission sollen demnächst Gerichte darüber entscheiden, wann die Darstellung einer Frau in den Medien über das Erotische hinausgeht und ihre Menschenwürde verletzt wird. Ausgerechnet eine Frau erhebt gegen diesen Beschluss Einspruch: Angela Mills Wade, Chefin der europäischen Verleger-Vereinigung sieht in diesem Gesetzesvorschlag die Pressefreiheit bedroht!

(Quelle: Spiegel) 26.06.03
Autonomie hat ausgeträumt

Putin schließt letzten Privatsender

Der letzte rettende Hafen für unabhängige Journalisten aus Russland wird nun stillgelegt. TWS war bislang noch der einzige Sender, der unzensierte Berichte über Korruption, gescheiterte Reformen, oder Militäreinsätze in Tschetschenien in die Wohnzimmer der russischen Bürger brachte. Doch Neuwahlen stehen vor der Tür und eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Politik von Parlament und Regierung sind hierbei gänzlich unwillkommen. Da zeigt man doch viel lieber Sportprogramm, in dem wirklich gute Ratschläge für eine gesunde Lebensweise vermittelt werden.

(Quelle: Spiegel) 26.06.03
Ex-Soapstar fordert Gage

Julia Möller verklagt GZSZ

Stefanie Julia Möller, alias Charlotte Böhlstädt, klagt vor dem Bundesarbeitsgericht ihren Lohn ein. Nachdem die Rolle der Charlotte Böhlstädt, nach einer Meinungsanalyse, aus der Soap gestrichen wurde, wurde Stefanie Julia Möllers Vertrag frühzeitig aufgelöst. Jetzt fordert sie von ihrer Produktionsfirma "Grundy Ufa" 30.000€ Lohnnachzahlung.

(Quelle: spiegel) 25.06.03
Wer wird Millionär?

US und UK Shows verlieren an Popularität

Der amerikanisch-englische Gegenpart zu Deutschlands Quotenhit "Wer wird Millionär" sinkt auf der Beliebtheitsskala. Für die produzierende Firma "Avesco" bedeutet das Verluste in Millionenhöhe. So fielen die Einnahmen zum Vorjahr um 60%. David Nicholsen, Geschäftsführer von "Avesco" setzt deshalb bereits auf andere Einnahmequellen. "Avesco" wird demnächst zwei Shows für BBC1 produzieren und im September einen Spielfilm drehen.

(Quelle: media.guardian) 25.06.03
Frühstück bei Tiffany's

Drehbuchautor verstorben

George Axelrod verstarb im Alter von 81 Jahren an Herzversagen. Vor allem in den 50er und 60er Jahren erfolgreich, wurde er mit Drehbüchern zu „Das verflixte siebte Jahr“ und „Frühstück bei Tiffany's“ berühmt. Letzteres brachte ihm sogar eine Oscarnominierung ein. Schauspielerfahrung machte der Amerikaner erstmals 2000 in „The next best thing“.

(Quelle: bbc) 24.06.03
Realität oder Fiktion?

„City of God“Darsteller festgenommen

Rubens Sabino da Silva, Hauptdarsteller des Fernando Meirelles Filmes „City of God“, ist nach einem Taschendiebstahl in den Slums von Vidigal festgenommen worden. Nach eigener Aussage habe er aus Hungersnot gehandelt. „Der Film 'Cidade de Deus' hat Millionen eingespielt, und ich habe keinen Real verdient“, erklärte er gegenüber einer Zeitung. Der Streifen von Fernando Meirelles versteht sich als gesellschaftskritischer Film, der die dunklen Seiten der lateinamerikanischen Slums fernab des Glamours beleuchtet.

(Quelle: Cinema) 23.06.03
Realität oder Fiktion?

„City of God“Darsteller festgenommen

Rubens Sabino da Silva, Hauptdarsteller des Fernando Meirelles Filmes „City of God“, ist nach einem Taschendiebstahl in den Slums von Vidigal festgenommen worden. Nach eigener Aussage habe er aus Hungersnot gehandelt. „Der Film 'Cidade de Deus' hat Millionen eingespielt, und ich habe keinen Real verdient“, erklärte er gegenüber einer Zeitung. Der Streifen von Fernando Meirelles versteht sich als gesellschaftskritischer Film, der die dunklen Seiten der lateinamerikanischen Slums fernab des Glamours beleuchtet.

(Quelle: Cinema) 23.06.03
Gewerkschaften blockieren Dreh

"Deadly Course" gestoppt

Die Dreharbeiten in Los Angeles zu "Deadly Course", einem Low-Budget Projekt mit Schauspieler Jon Voight, dem Vater von Angelina Jolie wurden von Mitgliedern verschiedener Gewerkschaften blockiert und zum Stillstand gebracht. Neben dem Vorwurf zu langer Drehtage, die bis zu 20 Arbeitsstunden umfassen, stören sich die Gewerkschaften auch daran, dass das Projekt als Low-Budget gilt und die Standardverträge umgeht. Sie vermuten, dass Jon Voight heimlich Co-Produzent ist und die Produktion deutlich mehr Geld zur Verfügung hat als behauptet.

(Quelle: BBC) 21.06.03
Fehlschaltung

Atemstörungen zweierlei

Eine Doku-Sendung aus der BBC-Reihe „Superhuman“ zum Thema "Atemstörungen" löste am Donnerstag in einem deutschen Kabelnetz ebensolche aus. Statt der erwarteten BBC-Bilder liefen wegen einer Verwechslung der Kanäle beim Kabelbetreiber Hardcoreszenen, während die wissenschaftlichen Kommentare im Ton weiterliefen. Zahlreiche Protestanrufe aufgebrachter Fernsehzuschauer beendeten die Fehlschaltung.

(Quelle: CNN) 20.06.03
Konkurrenz für Disney

Aufwändigster deutscher Zeichentrick

Mickey Mouse & Co. dürfen sich festhalten. In München wird derzeit Deutschlands größter Zeichentrickfilm fertiggestellt. Unter der Regie von Eberhard Junkersdorf entsteht in der 500-Mann starken Produktionsfirma „Munich Animation“ der Klassiker Till Eulenspiegel. Nach Zweieinhalb Jahren Arbeit, in denen bislang 600.00 Blatt Papier verzeichnet und 2,2 Terrabyte errechnet wurden, soll Till Eulenspiegel nun ab dem 25. September in die Kinos gelangen.

(Quelle: Merkur) 20.06.03
Jugoslavisches Filmarchiv

Wiederaufbau geplant

Gabriel Keller, französischer Botschafter und Branislav Lecic, Serbiens Minister für Kultur haben sich den Wiederaufbau des jugoslavischen Filmarchivs zum Ziel gemacht. Ermöglicht werden soll dieses Vorhaben durch finanzielle Mittel der Französischen Regierung (291.000€) und des serbischen Kulturministeriums (138.500€).

(Quelle: sreendaily) 18.06.03
Böse Bilanz

Senator Film mit Rekordverlust

Nun ist auch die Film- und Börsenfirma Senator Entertainment ein Fall für die Sanierungsbranche. Von bislang 140,1 Millionen Euro fiel der Umsatz um mehr als die Hälfte, wobei Vorstandschef Hanno Huth einen Gesamtverlust von 178,2 Millionen Euro verzeichnen musste. Den Wert seiner Beteiligung an der ebenso krisenbehafteten Cinemaxx-Kinokette korrigierte er mit einer Abschreibung von 69 Millionen Euro nach unten.

(Quelle: Sueddeutsche) 17.06.03
Neuer Mann bei Columbia Germany

Jürgen Schau tritt ab

Martin Bachmann wird den langjährigen Chef der deutschen Niederlassung von Columbia TriStar Jürgen Schau ablösen. Bachmann fing 1989 bei Columbia im Münchner Haus an, stieg 1993 zum Marketing -Chef auf und ging 2002 nach Culver City. Jetzt bekommt er auf heimischem Boden die Zügel in die Hand.

(Quelle: sreendaily) 17.06.03
Kirch Filmarchiv wird liquidiert

Zwischenholding soll Kapitalerhöhung ermöglichen

Auf den Beschluss des Gläubigerausschusses der Kirch-Media hin, soll nun doch das weltgrößte Filmarchiv des TV-Konzerns verkauft werden. Dies wurde gestern durch den Betriebsratsvorsitzender Guido Bucholtz bestätigt. Infolge dessen werden in Zukunft die Sender Pro Sieben und Sat1 ihre Filmlizenzen unabhängig voneinander einkaufen, statt sie aus dem Bestand der Kirch Media zu beziehen. In diesem Sinne haben sich auch alle Hoffnungen zerschlagen, Kirch Media und die Aktienmehrheit an Pro Sieben Sat1 im Gesamtpaket zu veräußern. Statt dessen wird die Beteilung an den Sendern in eine Zwischenholding übergeführt. Auf diese Weise soll die notwendige Kapitalerhöhung durchgesetzt werden, an der sich auch die Kreditinstitute Hypo-Vereinsbank, Bayerische Landesbank, DZ Bank und Commerzbank beteiligen.

(Quelle: Handelsblatt) 16.06.03
Gregory Peck

Filmlegende gestorben

In der Nacht zum Donnerstag verstarb Gregory Peck im Alter von 87 Jahren in Los Angeles. Berühmt wurde er 1955 durch den Film „The man in the Gray Flannel“ und erhielt 1962 für seine Rolle des Anwalts Atticus Finch in „Wer die Nachtigall stört“ den Oscar. In Deutschland wurde er 1993 mit dem Goldenen Bären geehrt und bekam 1998 den Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk.

(Quelle: Sueddeutsche) 13.06.03
Zero Un

Besson packt Kurzfilme ins Kino

In seinem neuesten Projekt will Luc Besson 10 Kurzfilme auf die Leinwand bannen. Mit dem Titel „Zero Un“ erhalten 10 internationale Regisseure die Chance, ihre Streifen innerhalb der jährlichen Kinoveranstaltung „Fete du Cinema“, welche über das Sommerloch hinweghelfen soll, an das Publikum zu bringen. Bessons ist unter anderem der Meinung, dass es für die jungen Regisseure eine gute Erfahrung sei, bei ihrem Debutfilm mit der ebenso notwendigen Filmvermarktung in Kontakt zu kommen.

(Quelle: Screendaily) 13.06.03
Pekinger Kinos wieder offen

Keine neuen SARS-Fälle

Nach fast zweimonatiger Stillegung der Filmtheater in der chinesischen Hauptstadt stehen wieder Besucher an der Kinokasse. Nach Angaben von "Variety" seien in Peking keine neuen SARS-Fälle aufgetreten und so können Streifen wie „Daredevil “, „My Big Fat Greek Wedding “, und „Matrix Reloaded “ planmäßig an den Start gehen. Zudem wurde Chinas zweiter Filmverleih namens „Hua Xia“ gegründet, welcher vorwiegend ausländische Filme in die Kinos bringen soll.

(Quelle: Mediabiz) 12.06.03
Zigaretten-Pornografie

Mindestalter für RaucherFilme

Was die Zigarettenindustrie seit Jahrzehnten weiß und fördert (Product Placement), haben US Forscher des Wissenschafts-Magazins Health Journal herausgefunden. 52 % aller rauchenden Jugendlichen haben wegen der coolen Leinwand-Vorbilder mit Zigaretten begonnen. Schon stehen Aktivisten der Anti-Raucher Vereinigung Glantz in den Startlöchern und fordern ein Mindestalter-Rating für Filme mit rauchenden Darstellern. Recht so, und das Mindestalter für Splatter-Filme konsequent weiter auf 6 Jahre senken.

(Quelle: BBC) 11.06.03
MTV Movie Awards

Popcorn-Trophäe

Die Verleihung des goldenen Popcorn-Bechers lockte Stars wie Harrison Ford, Adrien Brody, Queen Latifah, oder David Beckham nach Hollywood. Die MTV-Galashow, in der T-Shirts und knappe Tank-Tops anstatt Frack und Abendkleid angesagt sind, versteht sich als witzige Alternative zur Oscar-Verleihung und ermittelt seine Gewinner durch eine landesweite Umfrage unter MTV-Zuschauern. Selbstverständlich durften Blockbuster wie „Herr der Ringe“ oder „Spiderman“ ordentlich Preise abräumen. Ungewöhnlich ist die erstmals geschaffene Kategorie „Beste Virtuelle Darstellung“, in der computergenerierte Figuren wie Gollum, Jediritter Yoda, oder Scooby-Doo konkurrieren dürfen. Die Gala wird am 5. Juni in 166 Ländern ausgestrahlt.

(Quelle: n-tv) 03.06.03
Pete Postlethwaite

Scorsese ablehnen

Wie nun bekannt wird, stand der britische Schauspieler Pete Postlethaite im Gespräch für eine der Hauptrollen in Martin Scorseses Mammutfilm "Gangs of New York". Anfangs noch euphorisch, da ja ein jeder Schauspieler mit Scorsese zusammenarbeiten wolle, lehnt er die Rolle ab. Postlethwaite fand nämlich heraus, dass die Produktion die Cast des Films überredet hatte, für weniger Gage zu arbeiten und dies kam für ihn einfach nicht in Frage. Der Darsteller mit dem unaussprechbaren Nachnamen ist ansonsten bekannt durch Rollen in "Romeo&Juliet", "The Name of the Father" und "The Usual Suspects".

(Quelle: BBC) 02.06.03
Lew Rywin

Produzent in Korruptionsskandal

Lew Rywin, Produzent der oscar-preisgekrönten Filme „Schindlers Liste“ und „der Pianist“, wurde der Korruption beschuldigt. Ein Zeitungsbesitzer habe ihm 17,5 Millionen Dollar überreicht, wofür Rywin günstige Mediengesetze innerhalb seiner Regierungslobbyarbeit herausschlagen sollte. Die Affäre umschlingt auch einige Regierungsmitglieder, wie z.B. Premierminister Leszek Miller, welchem ein separates Verhör bevorstehen soll. Der neue Skandal dürfte in Regierungskreisen wohl kaum willkommen sein, schließlich würde man viel lieber die politischen Erfolge zur bevorstehenden Aufnahme in die EU feiern.

(Quelle: BBC) 10.06.03
Filmpiraten

„Hulk“ zuerst in Schottland

Vor dem offiziellen US-Kinostart von „Hulk“ waren bereits in einem kleinen Ort in Schottland Raubkopien des Filmes auf DVD erhältlich. Dieser Vorfall versetzte Filmverleihe, Kinos und Produzenten in Alarmbereitschaft. Doch ist es nicht das erste Mal, dass durch illegales Mitfilmen der Kinovorführung und deren Verbreitung Verluste in Millionenhöhe entstanden. Deshalb haben, unter anderem, Warner Brothers Pictures und Spencer Mott, Direktor der Anti-Piraterie-Vereinigung, der unerlaubten Vervielfältigung den Kampf angesagt.

(Quelle: sreendaily) 26.06.03
Autor von Exodus gestorben

Sein Vermächtnis bleibt bestehen

Leon Uris verstarb am Samstag in seinem Haus in New York im Alter von 78 Jahren natürlichen Todes. Mit seinem Werk "Exodus" gelang dem jüdischen Emigranten 1958 ein Bestseller. Der 600 Seiten Schmöker gibt die Geschichte des europäischen Judentums von der Jahrhundertwende bis 1948 wider. Übersetzt in zahlreiche Sprachen wurde das Buch zum Welterfolg.

(Quelle: edition) 25.06.03
Big Brother

Interesse stürzt weiter ab

Das britische Big Brother scheint einen Großteil des Fernsehpublikums nicht mehr zu begeistern. Waren es letztes Jahr noch 6,5 Millionen Zuschauer, die sich mit ihrer Stimme um den Rauswurf eines Kandidaten bemühten, müssen Channel 4 und Produzent Endemol einen Rückgang um 40 % in der aktuellen Staffel hinnehmen. Man darf gespannt sein, ob der Versuch, ein afrikanisches Big Brother im heimischen Wohnzimmer zu etablieren, die gewaltigen Geldsummen der letzten drei Jahre wieder einspielen wird.

(Quelle: MediaGurdian) 24.06.03
Christine Harbort gestorben

Tod nach langer Krankheit

Die Schauspielerin und Regisseurin Christine Harbort ist am vergangenen Dienstag nach schwerer Krankheit im Alter von 54 Jahren in Berlin verstorben. Berühmtheit erlangte Harbort, die an der Staatlichen Schauspielschule in Rostock studierte, durch Istvan Szabos Film „Mephisto“ an der Seite von Klaus Maria Brandauer. Darüber hinaus war sie in den Kinofilmen „Sonnenallee“, „Die Unberührbare“ und „Wir können auch anders“ zu sehen.

(Quelle: Netzeitung.de) 23.06.03
Schauspieler Cronyn gestorben

Hitchcock Star

Hume Cronyn, der kanadische Schauspieler, der durch frühe Hitchcock-Filme wie "Shadow of a doubt" sowie "Cleopatra" und die "Cocoon" Sequels bekannt wurde, ist im Alter von 91 Jahren in Connecticut gestorben.

(Quelle: Alphamusic) 21.06.03
Laura Sadler gestorben

Folgenschwerer Balkonsturz

Die britische Schauspielerin erlag am 19.6 ihren schweren Verletzungen in Folge eines Sturzes vom Balkon ihres Freundes aus 12 Metern Höhe. Wegen der ungeklärten Umstände wurde ihr Freund, der Schauspieler George Calil zunächst verhaftet, gegen Kaution aber freigelassen.

(Quelle: CNN) 20.06.03
Digitales Kino im Vormarsch

BFI startet Testrunde

Das "National Theatre" des Britischen Filminstituts wird das digitale Kino zum Leben erwecken. Innerhalb der nächsten beiden Jahre sollen unterschiedlichste digitale Formate und Technologien getestet werden, wobei auch Projektoren von Texas Instruments und JVC zum Einsatz kommen. Die Krönung der ganzen Aufrüstungscampagne ist der Anschluss an das SohoNet, ein digitales Hochleistungsnetzwerk, das die Londoner Produktionsstätten nicht nur mit Hollywood, sondern mit Firmen in der ganzen Welt verbindet.

(Quelle: Mediabiz) 18.06.03
Sturz in die Tiefe

TV-Star auf Intensivstation

Am vergangenen Sonntag stürzte Laura Sadler,22, vom Balkon einer Londoner Wohnung 12m in die Tiefe. Seitdem wird der allseits beliebte Soap-Star (Holby City) im Krankenhaus Hammersmith behandelt. Ein Sprecher teilte mit, dass sie schwere Kopfverletzungen habe und ihr Zustand kritisch sei. Nachbarn, Kollegen und Freunde äußerten sich bestürzt und hoffen auf eine baldige Genesung. Der Unfallhergang konnte noch nicht geklärt werden.

(Quelle: edition) 17.06.03
Oscar-Fundbüro

Nr.52 wieder aufgetaucht

Bis auf zwei Trophäen sind nun wieder alle Oscars im trauten Heim. Nachdem bereits 52 der gestohlenen Statuen in der Nähe einer Mülltonne wiedergefunden wurden, wofür der glückliche Entdecker natürlich mit 50.000 Dollar und einer Eintrittskarte für die Preisverleihung belohnt wurde, tauchte nun eine weitere in Miami auf. Vor knapp drei Jahren wurden insgesamt 55 der begehrten Filmpreise durch unbekannte Hände entwendet.

(Quelle: BBC) 16.06.03
Quotensystem in Korea

Filmemacher sind gegen Abschaffung

Der Beschluss des koreanischen Wirtschafts- und Finanzministers, das Quotensystem abzuschaffen, um den Markt für Kinofilme aus aller Welt zu öffnen, stößt bei Koreas Filmemachern auf heftige Ablehnung. Verständlich, da das System koreanischen Produktionen langfristige Vorführdauer im ganzen Land garantiert und vor ausländischer Konkurrenz schützt.

(Quelle: sreendaily) 13.06.03
"Matrix Reloaded" Verbot in Ägypten

Film unzumutbar für Gläubiger und Denker

Während der zweite Teil der Wachowski Trilogie „Matrix Reloaded“ weltweit für volle Kinosäle sorgt, stößt der Film in der arabischen Welt dagegen auf wenig Zustimmung. So wurde in Ägypten, auf Empfehlung der staatlichen Zensurbehörde, der Kinostart untersagt. Zur Begründung hieß es. „Es gibt keine spezielle Szene, die das Komitee ablehnte, es geht um den Film als Ganzes. Trotz der hohen Technologie und den phantastischen Effekten geht es indirekt um Fragen wie Existenz und Schöpfung, welche mit den drei göttlichen Religionen zusammenhängen, die wir alle respektieren und an die wir glauben.“ Anzumerken ist, dass sich die Zensurbehörde aus einem Kreis gemäßigter Denker zusammensetzt und somit nicht als Sprachrohr arabischer Extremisten gilt. Die Bedenken stützen sich in erster Linie auf die religiöse Thematik, sowie die Gewaltszenen, die nach Aussage der ägyptischen Intellektuellen bereits in der Vergangenheit Krisen ausgelöst haben.

(Quelle: Spielfilm) 12.06.03
Matrix als IMAX-Event

Vorführung in Berlin

Der Science-Fiction Streifen „Matrix Reloaded“ ist als erster Spielfilm auf der 588 qm großen Leinwand des CineStar Imax in Berlin zu sehen. Das neue DMR Verfahren ermöglicht die Präsentation von 35mm Spielfilmen auf der großen Imax-Leinwand, wofür die ursprüngliche Filmkopie mittels Computertechnik auf das 15/70 Format hochgerechnet wird. Die Matrix-Vorführungen im Imax-Format laufen seit dem 06.Juni 2003.

(Quelle: CineStar) 11.06.03
Trevor Goddard

Schauspieler tot aufgefunden

Der australische Schauspieler Trevor Goddard, unter anderem zu sehen als Mic Brumby in der CBS-Serie „JAG“, wurde vergangenen Sonntag in seinem Haus Tod aufgefunden. Es wurden zwar keine Hinweise auf einen gewollten Selbstmord gefunden, allerdings ergaben ärztliche Voruntersuchungen eine Überdosis an Drogen. Goddard beendete soeben seine Filmarbeiten für „Pirates of the Caribbean: Curse of the Black Pearl“ mit Johnny Depp und Orlando Bloom.

(Quelle: CNN) 10.06.03
Scherbentanz

Bunte- Preis für Chris Kraus

Das Boulevardmagazin "Bunte" verlieh gestern den New Faces Award in der Kategorie "Beste Regie" an den Regisseur Chris Kraus. Sein Film "Scherbentanz" beeindruckte die aus Prominenz zusammengesetzte Jury (u.a. Veronika Ferres) durch Unsentimentalität und Purismus. Chris Klaus studierte im übrigen an der dffb und schrieb danach Drehbücher für Film und Fernsehen. Inzwischen ist er schon 39 und bekommt immer noch Nachwuchspreise. Hoffentlich bleibt für den Nachwuchs was übrig.

(Quelle: Hubert Burda Media) 06.06.03
Stunt-Awards

Auszeichnungen in L.A.

Und wieder wurden die besten Stuntprofis der Welt mit dem World Stunt Award ausgezeichnet. Während der Verleihungszeremonie durch Paramount Pictures in Los Angeles zählen unter anderem Clayton Barber und Clay Fontenot für die besten Kampfszenen, Keii Johnston und Brett Jones für die besten Feuerstunts sowie Lance Gilbert für die beste Stuntleitung zu den glücklichen Gewinnern. Neben Harrison Ford erhielten Gale Anne Hurd sowie Terry Leonard einen Ehren-Taurus.

(Quelle: Taurus03) 05.06.03
ProSiebenSat.1 Media

Kleinaktionäre mit Stimmrechten?

Sollte der Fall eintreten, dass US-Milliardär Haim Saban die geforderte Zahlungsfrist nicht einhält, werde man die Vorzugsaktien der ProSiebenSat.1 Media AG in Stimmrechte umwandeln, so ein Bericht der „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise. Bei Nichteinhaltung der Zahlung von 525 Mio. Euro bis zum 10.Juni wolle KirchMedia die Sendergruppe und den Filmrechtehandel zunächst mit Hilfe der Gläubigerbanken weiterführen.

(Quelle: Mediabiz) 04.06.03
Extreme Makeover

Grenzenlose Schönheit

...der Gesichtverband wird abgenommen, ein Blick in den Spiegel, und dann der ganz bestimmt ehrlich gemeinte Ausruf des Entzückens: „Das bin ich? Mein Gott, dass ich so aussehen kann!“. Amerikas neueste Reality-Show bringt hässliche Entlein unters Messer. Mit Hilfe von Chirurgen, Dentisten, Visagisten und Hairstylisten sollen die Kandidaten ein neues Selbstwertgefühl erlangen. Verlierer gibt es nicht, schließlich sehen die Patienten am Ende immer besser aus als vorher. Sollten die Silikon-Implantate nach ein paar Jahren dann doch stören, lässt sich vielleicht eine neue Show auf die Beine stellen, in der unsere natürliche Schönheit wieder zurecht geschnitten wird.

(Quelle: n-tv) 03.06.03
Versteigerung

Orson Welles Oscar

Im Jahr 1941 wurde Orson Welles für sein Debütfilm "Citizen Kane" ein Oscar überreicht. Als Schauspieler, Regisseur und Produzent war er damals in vier Kategorien nominiert und wurde schließlich für das Drehbuch zum Film ausgezeichnet. Nun soll die Trophäe, dessen Wert auf bis zu 400.000 Dollar geschätzt wird, durch das Auktionshaus Christie's verkauft werden. Die Versteigerung, in der zudem John-Lennon-Memorabilia unter dem Hammer liegen, wird am 25. Juli in New York stattfinden.

(Quelle: n-tv) 02.06.03
Deutscher Filmpreis

Sieg für Lenin

Keine Überraschungen gab es beim Deutschen Filmpreis. Gleich neun Preise bekam Goodbye Lenin bei der Verleihung am Freitag in Berlin, darunter auch einen für Daniel Brühl als bester Darsteller. Hannelore Elsner erhielt eine "Lola" als beste Hauptdarstellerin in "Mein letzter Film", weitere Preise gingen an "Lichter" und "Nackt". Ein Ehrenpreis für herausragende Verdienste ging an Ulrich Gregor, bester ausländischer Film war "The Hours".

07.06.03
Der russische Trickfilm

Verkauft an die US

Im Jahr 1992 kaufte die amerikanische Filmfirma "Films by Jove" die Verleihrechte an 1.200 in der ehemaligen UdSSR produzierten Animationsfilme für gerade mal 500.000 Dollar. Die Filme wurden von einem (staatlichen) Trickstudio namens Soyuzmultfilm produziert. Deren ehemaliger Chef Ernst Rakhimov klagt nun vor Gericht, da der Verkauf weder legal vonstatten ging, noch sei der Verkaufspreis annährend gerechtfertigt, der eigentliche Wert liege bei mindestens 5 Millionen Dollar und außerdem ginge es hier eh um prinzipiell unverkäufliches russisches Kulturgut.

(Quelle: BBC) 06.06.03
Kirch Deal geplatzt

Plan B ist gefragt

Der Ernstfall ist eingetreten. Nach endgültigem Scheitern der Verhandlungen zwischen KirchMedia und Haim Saban wird der US-Milliardär das Kernunternehmen nicht übernehmen. Die Forderung der Finanzaufsicht nach einem Pflichtangebot für die Kleinaktionäre soll ihn vergrätzt haben. Offiziell habe man sich im gegenseitigen Einvernehmen geeinigt, weil die offenen Punkte in den bereits geschlossenen Verträgen nicht mehr fristgemäß ausgeräumt werden konnten. KirchMedia wird nun die Sendergruppe und den Filmrechtehandel zunächst mit Hilfe der Gläubigerbanken weiterführen.

(Quelle: Screendaily) 05.06.03
Cate Blanchett

Scorsese zusagen

Nach dem auf höchstem (finanziellen) Niveau gescheiterten Epos „Gangs of New York“ beginnen in ungefähr einem Monat die Dreharbeiten zu Martin Scorseses nächstem Versuch an alte Erfolge anzuknüpfen: „The Aviator“. Cate Blanchett steht kurz vor einer Zusage und müsste somit an der Seite von Leonardo DiCaprio und Kate Beckinsale spielen. Ihre Rolle wäre immerhin die der Kathrine Hepburn, in die sich dann der Hauptcharakter Howard Hughes (US-Regisseur der Goldenen Jahre) verlieben darf. Großes steht bevor.

(Quelle: Screendaily) 04.06.03
Big Brother

Sarandon kontra Oscar

Ihre Auszeichnung als beste Schauspielerin im Jahr 1996 konnte Susan Sarandons Meinung zur Oscar-Verleihung wohl nicht besänftigen. Ihre Anklage gilt den Organisatoren der „Academy Awards“, die inzwischen absolute Kontrolle über die Geschehnisse besitzen würden. Man wolle jedes Wort und jede Handlung der Schauspieler in die „richtige“ Richtung weisen. Ebenso würden vertragliche Bestimmungen den Verkauf der Oscar-Trophäe verbieten, mit der Ausnahme einer Rückgabe an die „Academy“ für einen Dollar.

(Quelle: BBC) 04.06.03

 

 

Mai 2003

„Cannes mich mal!"

Lars trotzig

Der dänische Regisseur Lars von Trier zeigt sich geradezu erfreut darüber, in Cannes keinen Preis gewonnen zu haben. „Jetzt weiß ich, dass das, was ich mache, richtig ist", war sein einziger Kommentar. Seine Produzentin fügte dem noch hinzu, dass er froh sei, dem Hexenkessel von Cannes entkommen zu sein.

(Quelle: spiegel.de) 30.05.03
Werbe-Oscars ohne Gold-Trophäen

Eingereichte Werbespots auf niedrigem Niveau

Bei der Verleihung der D&AD Awards, den Oscars der britischen Werbeagenturen wurde der begehrte "black pencil" in diesem Jahr mangels Qualität nicht vergeben. Das war zum ersten Mal seit 10 Jahren der Fall und darf als mutige Entscheidung gewertet werden. Schließlich war alles was Rang und Namen hat, Agenturen wie BBH, Saatchi & Saatchi und TBWA mit Beiträgen vertreten. Diese wurden aber zumindest mit zahlreichen Silber-Trophäen bedacht.

(Quelle: Guardian) 29.05.03
Meinungsvielfalt vorbei

Gesetz für Medienmogule

Aufruhr herrscht in der US-Medienlandschaft. Die 1996 unter Bill Clinton erlassenen Monopolsperren gegen Medienkonzentration sollen nun entschieden gelockert und zum Teil sogar völlig aufgehoben werden. Diese Pläne der US-Kommunikationsbehörde FCC lassen vor allem TV- und Zeitungsmagnat Rupert Murdoch sowie Konglomerate wie Viacom, Disney und AOL Time Warner ihre Monopole ausbauen. Hinter der 200-Seiten-Vorlage mit dem verharmlosenden Titel „Zweijährige Regulierungsrevision“ verbirgt sich tatsächlich die folgenschwerste Umwälzung der US-Medien seit Jahrzehnten. Unter anderem darf fortan ein Network nach Belieben Lokalsender aufkaufen, bis es fast die Hälfte des US-Fernsehmarkts besitzt (derzeit liegt die Obergrenze bei 35 Prozent). Ebenso haben Konzerne künftig die Möglichkeit, im selben Regionalmarkt sowohl TV- und Radio- wie auch Print-Objekte zu besitzen.

(Quelle: Spiegel) 28.05.03
Von Trier "ver cannes d?"

Palmenzauber an der Cote D´Adzur

Die Palmen sind vergeben, Francois Ozon und Lars von Trier gehen leer aus. Der diesjährige Gewinner heißt Gus van Sant mit seinem Film "Elephant", einer Verfilmung des Highschool Massakers von Columbine. Er gewann sowohl die Goldene Palme als auch den Preis für den besten Regisseur. Der Meinung vieler Kritiker nach, war es dieses Jahr die schlechteste Auswahl an Wettbewerbsbeiträgen seit Bestehen des Festivals. Bei 900 eingereichten Beiträgen fragt man sich ob darunter wirklich so viele seien konnten, die noch schlechter waren, als diejenigen die ausgewählt wurden.

(Quelle: Screendaily) 26.05.03
Regisseur entschuldigt sich

Film sei furchtbar

Vincent Gallo, der als filmisches Multitalent gilt, entschuldigte sich gestern bei seinen Geldgebern und seinem Publikum für seinen neuesten Film „The Brown Bunny". Er bestätigte das niederschmetternde Urteil der Kritik und gab zu, dass der Film ein Desaster ist, eine reine Zeitverschwendung. Als Grund für dieses Scheitern gab er seine nur von einem geringen Anteil der Bevölkerung geteilte Vorstellung von Schönheit an. Dass ausgerechnet lediglich die französische Filmkritik den Film mochte, empfinde er darüber hinaus als Salz in der Wunde.

(Quelle: Screendaily) 23.05.03
Disney hält Doku zurück

Verzögerung des Kinostarts

Trudie Styler (Ausführende Produzentin z.B. bei Snatch) klagt über eine weitere Verzögerung des Kinostarts von „The Sweatbox". Der Film handelt von den Dreharbeiten zu Disneys Zeichentrickfilm „The Emperor's New Groove", zu dem Sting die Songs geschrieben hat. Unter anderem ist in der Doku zu sehen, wie sechs von Stings Song einer Überarbeitung im Schneideraum zum Opfer fallen, aber ob dass der wahre Grund ist?

(Quelle: Screendaily) 23.05.03
Bollywood-Musical

Wettstreit in Cannes

Cannes etabliert sich langsam als internationaler Markt zwischen Hollywood und dem Rest der Welt. Großes Gerangel gabs um die internationalen Rechte von "Pride And Prejudice: The Bollywood Musical", vor allem über die Rechte in Australien und Neuseeland, wobei Miramax die Nase vorne hat, nachdem sie schon die Rechte für Nord- und Südamerika erworben haben.

(Quelle: Screendaily) 22.05.03
Chinesische Cannes-Regisseure

Strafe droht

Die beiden Regisseure Yu Lik-Wai und Wang Xiaoshuai, deren aktuellen Filme momentan in Cannes präsentiert werden, erwartet eine Bestrafung durch die chinesische Zensurbehörde. Nach Angaben von Zhou Jiandong, Vorsitzender des chinesischen Filminstituts, hätten die Regisseure gegen grundsätzliche Vorschriften verstoßen, denn ihre Werke „All Tomorrow“ und „Drifters“ seien beide ohne Genehmigung realisiert worden. Zudem scheinen die verbildlichten Themen, zumindest bei „All Tomorrow“, auf keine positive Resonanz bei den Zensoren zu stoßen.

(Quelle: Screendaily) 21.05.03
Europa kopieren

Neues Remake in Sicht

Diesmal wird es das Italienische Drama „Tre Mogli“ sein, dem Paramount Pictures den US-Stempel verpassen möchte. Die Story über drei Frauen unterschiedlicher sozialer Schichten auf Selbstfindungsreise hatte keinen nennenswerten internationalen Erfolg, dieser soll sich nun durch die polierte US-Version einstellen. Bemerkenswert ist jedoch, dass das von Marco Risi inszenierte Original gerade mal vor nicht ganz zwei Jahren in den italienischen Kinos anlief. Nun ja, egal wie das Remake wird, das Original ist besser. Grundsätzlich.

(Quelle: Screendaily) 20.05.03
Constantin Film

Interesse an KirchMedia

Nach und Nach findet jedes Tochterunternehmen von KichMedia ihr neues Oberhaupt. Nach Angaben von Ool Osenbrügge, Head of Development bei KME, steht Constantin Film kurz vor der Übernahme von KirchMedia Entertainment. „Haim Saban hat eindeutig erklärt, dass er kein Interesse an den Kirch-Produktionsaktivitäten hat“, so Osenbrügge. Constantin Film hält bereits 26 Prozent an dem Entertainmentproduktionshaus.

(Quelle: Mediabiz) 20.05.03
Matrix: Reloaded

Neuer Einspielrekord

Nach gerade einmal vier Tagen hat das Erfolgssequel „Matrix: Reloaded“ es auf eine Einspielsumme von 135,8 Mio. Dollar in den USA gebracht. Damit spielte die Fortsetzung bereits am ersten Wochenende mehr ein, als das Original in 5 Wochen. Dies ist auch nötig, da der Film mindestens 300 Mio. Dollar einspielen muss.

(Quelle: Mediabiz) 19.05.03
Super-Streit

Sie zanken wieder...

Das amerikanische Pendant zum hiesigen geistigen TV Höhepunkt „...sucht den Superstar“, die Show „American Idol“ kriegt Ärger. Ein TV Produzent, der seit zehn Jahren alle Varianten von TV-Talent- Wettbewerben produziert, verklagt Fox auf Schadensersatz. Bormaster, so der Name des Produzenten, habe die Idee zu „American Idol“ entwickelt und 1994 diversen Fernsehsendern, darunter Fox angeboten. Mal sehen wie es ausgeht. Wir rufen schon jetzt alle Ferien-Hotel-Animateure, Kinder-Party Veranstalter, Karaoke-Barbetreiber und „unter der Dusche Sänger„ auf, gegebenenfalls gegen Bormaster Klage einzureichen. Sie hatten die Idee schließlich vor ihm!

(Quelle: CNN) 17.05.03
Pechvogel

Halle Barry wieder verletzt

Wie schon bei den Dreharbeiten zum letzten Bond wurde die amerikanische Schauspielerin auch bei „Gothika" verletzt. Mit einem gebrochenen Ellenknochen wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert, die Dreharbeiten im kanadischen Montréal müssen mindestens eine Woche aussetzen.

(Quelle: spiegel) 16.05.03
Studenten-Oskar verliehen

Florian Baxmeyer

Abermals ging der Academy Award für den besten nicht amerikanischen Studentenfilm an einen Deutschen. 1999 gewann Marc-Andreas Bochert, 2000 Florian Gallenberger, und dieses Jahr Florian Baxmeyer von der Universität Hamburg mit seinem Film „Die rote Jacke“. Er setzte sich damit gegen die fünf anderen Finalisten, unter anderem Anja Jacobs von der Filmakademie Ludwigsburg, durch.

(Quelle: cinema) 15.05.03
TriBeCa-Filmfest

New York feiert

Zum zweiten Mal fand im „Dreieck unterhalb der Canal Street" in New York das TriBeCa-Filmfest statt. Bereits bei der Premiere des Festivals im letzten Jahr erfreute es sich schnell großer Beliebtheit, sowohl bei Publikum als auch bei Kritikern. Gastgeber waren keine geringeren als der Schauspieler Robert de Niro und der Regisseur Martin Scorsese, in der Jury saßen unter anderem Whoopi Goldberg und Michael Moore. Gezeigt wurden über 200 Filme und Dokumentationen, unter denen auch viele Beiträge von Avantgardisten, Experimentierern und Underdogs waren. Auch die Musik spielte eine wichtige Rolle, so gaben sich viele Stars der Popszene die Klinke in die Hand, lediglich Robby Williams musste seinen Namen permanent ins Publikum schreien, ist er doch in den USA weit weniger berühmt als hierzulande.

(Quelle: Spiegel) 14.05.03
Heftige Verluste

Werbekrise lässt Pro 7 rudern

Die Werbekrise im Fernsehmarkt hat das einstige Herz-Stück von Kirch Media in seine Klauen genommen. ProSiebenSat1, Deutschlands größter TV-Konzern, musste für das erste Quartal diesen Jahres einen Verlust von 32,8 Millionen Euro bekannt geben, während 2002 noch ein Gewinn von 5,7 Millionen Euro zu verzeichnen war. Für das gesamte Jahr wird mit einem weiteren Rückgang um bis zu zehn Prozent gerechnet. Vorstandschef Urs Rohner erklärte diesbezüglich: „Das erste Quartal war von einem dramatischen Einbruch im Fernsehwerbemarkt geprägt, der seinen Tiefpunkt mit dem Ausbruch des Irak-Kriegs im März erreicht hat“.

(Quelle: Spiegel) 13.05.03
Dok.Fest

Preisverleihung

Die Jury des Dokumentarfilmfestivals in München hat unter den Wettbewerbsbeiträgen die Filme „Flashback“, „Fresko“, „The Day I Will Never Forget“, „Tehora„ und „Tishe“ für die Preisverleihung nominiert. Auswahlkriterium waren dem Inhalt des Films angemessene Bildsprache, Dramaturgie und Erzählrhythmus. Der mit 2500 Euro dotierte Preis des Dokumentarfilmfestivals für den „Besonderen Dokumentarfilm“ ging schließlich an Anat Zuria für ihre Doku „Tehora“. Der russische Regisseur Victor Kossakowsky erhielt für sein Werk „Tishe“ den Dokumentarfilmpreis des Bayerischen Rundfunks mit einem Preisgeld von 10.000 Euro und mit dem Förderpreis des FilmFernsehFonds Bayern wurde Elektra Kara für „Himmel Weit - Eine Paradiessuche“ und Susan Gluth für „Nulla si sá, tutto s´immagina - secondo Fellini“ ausgezeichnet.

(Quelle: DokFest) 12.05.03
Studentenfilm-Oscars

Zwei Nominierungen aus Deutschland

Für den Studentenfilm-Oscar sind zwei Beiträge aus Deutschland nominiert worden: "Kuscheldoktor" von Anja Jacobs (Filmakademie Ludwigsburg) und "Die Rote Jacke" von Florian Baxmeyer (Universität Hamburg). Für den Ehrenpreis in der Kathegorie "Foreign Film" sind darüber hinaus Beiträge aus den Niederlanden ("The Champ", Norwegen (The Martin Administration") und England ("Ready") nominiert. Die Filme wurden unter 38 Einreichungen aus 25 Ländern ausgewählt.

(Quelle: Academy) 11.05.03
Cannes und SARS

Vorbeugung statt Absagen

Die Organisatoren des internationalen Cannes-Festivals haben besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um das Infektions-Risiko von SARS etwa durch Gäste aus asiatischen Ländern zu mindern. So werden alle Gäste aus betroffenen Regionen bereits vor dem Abflug einem medizinischen Check unterworfen und erhalten ein Unbedenklichkeitszeugnis. Zudem haben Länder, die stark von SARS betroffen sind, ihre zum Festival entsandten Delegationen stark reduziert.

(Quelle: BBC) 10.05.03
Constantin Übernahme

Highlight will verhandeln

Die Highlight Communications AG hatte Ende April für 3,60 Euro je Aktie den EM.TV Anteil an Constantin übernommen, und so Ihre Gesamtbeteiligung auf 41,4 % erhöht. Jetzt müssen Sie nach deutschem Aktienrecht den verbliebenen Aktionären ein Angebot machen, das mindestens bei diesem Aktienkurs liegt. Die Aktie sei jedoch laut Finanzvorstand Daniel Wiest weit mehr wert, und man zeigte sich wenig erfreut vom Highlights Angebot. Highlight zeigt sich nun verhandlungsbereit, und man will diesen Samstag im Aufsichtsrat von Constantin erneut beraten.

(Quelle: mediabiz) 09.05.03
Berlusconi schmiedet wieder

Hohe Politiker unantastbar

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist überzeugt, dass der gegen ihn gerichtete Mailänder Korruptionsprozess eine Machenschaft der politischen Opposition sei. Er sei Opfer „juristischer Aggression“, denn Staatsanwälte und Richter hätten die Absicht, eine Regierung durch das Mitte-Rechts-Lager zu verhindern. Nun will er gegen die unliebsamen Gesetzesvertreter mobil machen und in Kürze ein Gesetzesentwurf vorlegen, der Justizverfahren gegen hohe politische Amtsträger untersagt. Die Verfahren sollen eingestellt werden, bis die Beschuldigten nicht mehr im Amt sind.

(Quelle: Spiegel) 08.05.03
Shanghai Filmfestival

Absage wegen SARS

Aufgrund der gesundheitlich schwierigen Lage in China, wurde das „Shanghai International Film Festival (SIFF)“ für kommenden Juni abgesagt. Die Organisatoren vermuten, dass die momentane Gefährdung durch SARS ausländische Gäste von einem Festivalbesuch abhalten würde und Besucher aus anderen Gebieten Chinas die Ausbreitung der Krankheit begünstigen könnten. Noch ist jedoch nicht geklärt, ob das Festival nur verschoben, oder vollständig abgesagt wird. Das „SIFF“ ist mittlerweile das dritte größere Filmereignis, dass in China wegen SARS nicht stattfinden kann.

(Quelle: Sehsüchte) 07.05.03
Preise vergeben Sehsüchte

Studentenfilmfestival Potsdam

Sehsüchte, das größte Studentenfilmfestival Deutschlands, konnte über 10.000 Zuschauer nach Potsdam locken, um sich studentische und Amateur-Filme aus aller Welt anzusehen. Den begehrten Spielfilm-Preis, dotiert mit 5.000 Euro, gewann der argentinische Regisseur Esteban Puenza für seinen Film "Juquentes", der Dokumentarfilmpreis ging an Sandra Jakisch für ihre unsentimentale Darstellung eines Stückes deutscher Realität in "08/15 - Leben am Rand von Köln".

(Quelle: Sehsüchte) 06.05.03
Neue Oscar-Spielregeln

Mehr Fairness

Die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ hat angekündigt ein neues Komitee einzusetzen, dass Richtlinien entwerfen soll, die den auswuchernden Werbekampagnen der Studios entgegenwirken sollen. Man will damit verhindern, dass der Oskar bald den Ruf erhält etwas zu seien, dass man kaufen und verkaufen kann. In der Vergangenheit hatte es bereits mehrere Skandale gegeben, auch solche, in denen Gerüchte verbreitet wurden, um andere Filme schlecht zu machen, oder exorbitante Geschenke an die Jury-Mitglieder verschickt worden waren. Das Komitee soll ebenfalls auch härtere Strafen verhängen, bisher wurden dem Übertäter lediglich weniger Karten für die Oskar-Nacht zugeteilt.

(Quelle: StoryNews) 05.05.03
Tribeca-Filmfestival

New York feiert den Film

Das Tribeca-Filmfestival von Roberto de Niro auch unter dem Schock des 11. September initiiert begann am Samstag zum zweiten Mal und endet am 11. Mai. „Down With Love“, mit Ewan McGregor und Renee Zellweger, der Dokumentarfilm „Aileen: Life and Death of a Serial Killer“ von Nick Broomfield's, und Danny Boyle's thriller „28 Days Later“ werden hier ihre US-Premiere erleben.

(Quelle: BBC) 04.05.03
Bowling for Columbine

Über eine Million Besucher

Mit über einer Millionen Zuschauer ist Michael Moores "Bowling for Columbine" hierzulande erfolgreichster Dokumentarfilm in dieser Größenordnung. Nicht umsonst wurde der gesellschaftskritische Streifen bei Hollywoods 75. Preiseverleihung mit einem Oscar ausgezeichnet. Seine Dankesrede wird in der Oscar-Geschichte wohl als die umstrittenste Rede der letzten 25 Jahre eingehen. Als Dokumentarfilmer liebe Moore die Realität; Amerika habe zur Zeit jedoch einen fiktiven Präsidenten, der eine fiktive Wahl gewonnen habe und nun aus fiktiven Gründen einen Krieg führe. Schande über George W. Bush, dessen Zeit abgelaufen sei.

(Quelle: filmzeitung) 30.05.03
Honda Werbespot geklaut?

Regisseure klagen an

Die Regisseure des 30-Minüters "Der Lauf der Dinge" von 1987 drohen mit Klage gegen die Macher des aktuellen britischen "Honda" Spots. Wie in dem Kurzfilm (Schweiz/USA) bewegen sich auch in dem Spot Gegenstände wie umfallende Dominosteine in Kettenreaktion wie von selbst. Die verantwortliche Werbeagentur geht davon aus, dass Ideen keinem Copyright unterworfen sind. Die Filmemacher hoffen dennoch wenigstens auf eine Art Beraterhonorar.

(Quelle: Media Guardian) 27.05.03
Alles wird gut

Neues Filmfördergesetz verabschiedet

Gestern segnete die Bundesregierung ein neues Filmförderungsgesetz ab. Man spricht nun gerne von einem Erfolg der Branche und der Politik, da anscheinend alle möglichen Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik an dem Entwurf mitbastelten. Inhaltlich bedeutet dies, dass Einige ein bisschen mehr zahlen müssen (Kinos, Vertreiber, Fernsehsender), damit Andere ein bisschen mehr bekommen (FFA). Doch steht zu fürchten, dass dieses Geld eher die großen Produzenten bekommen und der Rest (Independentfilmer, Newcomer) allein schon wegen ihrer kleineren Firmenstruktur, die Antrags- Voraussetzungen bei der FFA verfehlt.

(Quelle: Filmzeitung) 23.05.03
Mord im Kanton

Neues von McTiernan

Der amerikanische Regisseur John McTiernan ("Stirb Langsam", "Jagd auf roter Oktober") wird Ende diesen Jahres einen 45 Mio Dollar Actionfilm in Neuseeland und China drehen. Der englische Titel lautet "Murder In Canton" und basiert auf einer Novelle des dänischen Botschafters in Japan von 1950.

(Quelle: Screendaily) 21.05.03
Englands Kulturminister schimpft

US-Stars mit Reiseängsten

Der britische Kultusminister beschuldigt Tom Cruise und andere Hollywoodstars, sie hätten nicht den Mut nach Europa, bzw. Cannes, zu fliegen, obwohl sie in den Filmen doch immer so tapfer und mutig seien. Dies ist nicht das erste Mal, das ein Engländer den Amerikanern vorwirft, sie hätten Flugangst nach den Anschlägen vom 11. September, und dass gerade die Hollywoodstars hier ihrer Nation ein besseres Beispiel sein sollten. Ein Sprecher von Cruise entschuldigte den Star jedenfalls damit, dass er gerade in Neuseeland einen Film drehe, und deshalb nicht könne. Ist Cruise dann nach Neuseeland geschwommen?

(Quelle: Screendaily) 21.05.03
Schimanski Junior

Kids gucken gerne Krimis

Eine Untersuchung der Media Control ergab, dass zunehmend 3 bis 13-Jährige gerne Krimis im Fernsehen schauen. Den letzten ARD-Tatort sahen demzufolge 40.000 Fernsehzuschauer zwischen 10 und 13 Jahren. Nun stellt sich im Grunde die Frage, ob man entweder die Kids umpolarisiert, um sie zu kindgerechteren Sendungen zu führen, oder einfach die deutschen Krimiserien kindgerechter gestaltet. Muss ja nicht immer gleich jemand sterben, gefolterte Barbie-Puppen sind doch auch schön.

(Quelle: Mediabiz) 20.05.03
„Freie Presse“

Neuer Sender für den Irak

Seit dem Sturz der irakischen Regierung durch die US-Truppen informiert sich die Bevölkerung meist beim arabischen Sender „al-Dschasira“ über das aktuelle Geschehen. Dem Weissen Haus ist diese Nachrichtenquelle jedoch zu einseitig, weshalb sich George W. Bush und der Kongress dazu entschließen mussten, 62 Millionen Dollar in einen eigenen, ordentlichen Nachrichtenkanal in arabischer Sprache zu investieren. Verantwortlicher für die Ausstrahlung von Popmusik und Bush-Reden soll Norman Pattiz vom staatlichen Broadcasting Board of Governors (BBG) sein. Der neue Kanal, so Pattiz, solle den Irakern zeigen „was freie Presse ist“. Dass die zugehörige Produktionsfirma, zusammengesetzt aus fundamentalen Christen, die sich dem „Beleg von Gottes Präsenz in der heutigen Welt“ verpflichtet fühlen, keineswegs in Neutralität erstrahlt, zeigen die so offensichtlich einseitigen ersten Kostproben des Sendeprogramms.

(Quelle: Spiegel) 20.05.03
Elefant im Porzellanladen

Der High School Shooting Film

Der US-amerikanische Regisseur Gus Van Sant, der sich seine Sporen mit „Good Will Hunting“ und „My Own Private Idaho“ verdiente, präsentiert nun in Cannes seinen neusten Film „Elephant“. Auf der von Moore ausgelösten Waffenkritikstimmung mitschwimmend erzählt sein Film die Geschichte der Jugendlichen, die 1999 in Colorado in ihrer High School 12 Mitschüler erschossen haben. Vergleiche mit „Bowling for Columbine“ weist Sant jedoch von sich: Er wolle nichts erklären. Sobald man mit Erklärungen anfängt, verstricke man sich zu schnell.

(Quelle: BBC) 19.05.03
Konkurrenz für Odeon Cinemas

SBC übernimmt Warner Village-Kinos

Die britische Independent Kinokette SBC avanciert zum zweitgrößten Kinobetereiber in Großbritannien. Mit der Übernahme der 36 Kinos von Warner Village Cinemas wird SBC künftig annährend 400 Leinwände besitzen und damit eine echte Konkurrenz für Odeon Cinemas darstellen. Die gesamte Kette mit dem Namen „Vue“ soll unter der Leitung von J. Timothy Richards, künftiger Präsident und CEO, stehen.

(Quelle: Mediabiz) 15.05.03
Cannes sein?

Filmfestival heute eröffnet

Vor 56 Jahren fanden die ersten Filmfestspiele in Cannes statt und seitdem jedes Jahr. Nationale und internationale Sternchen haben hier die Chance, voller Würde über den roten Teppich zu schweben und sich vom Pöbel feiern zu lassen. Ihre mitgebrachten Filme werden dann von einer bunt zusammengewürfelten Jury, diesmal unter dem Kommando von Patrice Chéreau, angesehen und gegeneinander abgewogen. Der Gewinner bekommt die Goldene Palme und darf noch ein wenig höher schweben als die Kollegen. Schon jetzt freuen wir uns aufs nächste Jahr!

14.05.03
Digitales Fernsehen

Kommission fordert DVB-T

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) fordert ein bundesweites Konzept für den Umstieg auf digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T). Es soll ein Finanzierungsfonds für den Umstieg auf DVB-T gebildet werden, „in den alle mittelbar und unmittelbar Beteiligten einzahlen, um einen bundesweiten Ausgleich zwischen Kosten und Einsparungen zu erzielen, und die eine ausreichende Anschubfinanzierung gewährleisten". Nach seiner Einführung in Berlin/Brandenburg soll DVB-T in NRW im Raum Köln/Bonn und Düsseldorf/Ruhrgebiet realisiert werden.

(Quelle: Mediabiz) 13.05.03
Schlechtes Wochenende

Einbruch bei Kinozahlen

Gerade einmal 290.000 Zuschauer konnte der Neustart „Die Wutprobe“, mit Jack Nicholson und Adam Sandler, dieses Wochenende ins Kino locken (bei 750 Kopien sind das gerade einmal magere 387 Besucher pro Kopie). Der neue X-Men wurde knapp (285.000 Besucher) auf den zweiten Platz verwiesen, büßte aber im Vergleich zur Vorwoche 70% ein. Auf den weiteren Plätzen folgen „Johnny English“ und „Wie werde ich Ihn los - in 10 Tagen“, mit 130.000 bzw. 105.000 Kinogängern. Vielleicht müsste wieder mal ein guter deutscher Film ins Kino, um die Misere zu beenden ...

(Quelle: mediabiz) 12.05.03
Ingmar Bergmann

Dreht seinen vermutlich letzten Film

Es ist nicht das erste Mal, dass der schwedische Regisseur Ingmar Bergmann (84) ankündigt, keinen weiteren Film mehr zu drehen. In vielen seiner Filme hat er persönliche Obsessionen und Albträume auf höchstem filmischen Niveau verarbeitet. Nun hat seine "Muse" und langjährige Lebensgefährtin, die norwegische Schauspielerin Liv Ullmann öffentlich geäußert, dass seinem aktuellen Projekt Sarabande, keine weiteren folgen werden.

(Quelle: BBC) 10.05.03
3D-Filme im Aufschwung

IMAX erreicht neue Höhen

Die IMAX Filme „T-Rex" und „Space Station" setzen neue Maßstäbe was die Einspielergebnisse betrifft. Ersterer spielte seit seiner Premiere 1998 75 Mio., der zweite seit 2002 50 Mio US-Dollar ein. Das mag nicht viel sein im Vergleich zu den großen Hollywood-Blockbustern, aber es gibt gerade einmal 230 IMAX-Kinos auf der Welt. Zudem verspricht man sich in Zukunft auch Erfolge mit den Aufführungen gerade solcher Blockbuster im IMAX-Format, wie z. B. mit „The Matrix Reloaded" und „The Matrix Revolutions".

(Quelle: screendaily) 09.05.03
Unterhaltungselektronik in der USA

Ohne Genehmigung illegal

In den USA hat die „Motion Picture Association of America (MPAA)“ ein Gesetzentwurf durchgebracht, der Besitz, Entwicklung, Weitergabe, oder Nutzung jeglicher Konsumelektronikgeräte, wie Videorekorder, Fernseher oder Computer, in Verbindung mit einem Kommunikationsdienst nur bei ausdrücklicher Genehmigung durch den jeweiligen Anbieter erlaubt. Wer sich keine Genehmigung für sein Gerät einholt, macht sich strafbar. Im „Kampf gegen Internetpiraterie und Kabelfernsehen-Schmarotzer“ soll das Gesetz in sechs Bundesstaaten, Delaware, Illinois, Maryland, Michigan, Pennsylvania und Wyoming, eingeführt werden. Die neue Regelung wird von Konsumentenschutzorganisationen scharf kritisiert, da erstens noch umfassendere Beschränkungen der Konsumentenrechte möglich seien und zweitens Exklusivverträge mit der Industrie den Besitz ausgewählter Marken erzwingen könnten.

(Quelle: Mediabiz) 08.05.03
„City of SARS“

Der Film zur Krankheit

Derzeit befindet sich die chinesische Filmproduktionsfirma „Mandarin Films“ in der heißen Produktionsphase zu dem Film „City of SARS“, der in episodenhafter Erzählweise über den Zustand von Hong Kongs Bürgern in Zeiten der Krankheit berichten will. Während dieser Film durchaus komödiantische Elemente beinhalten soll, wird ein zweites Filmprojekt, das eine selbstlos pflegende Krankenschwester, die der Krankheit zum Opfer fällt thematisiert, einen eher ernsteren Ton anstimmen.

(Quelle: Screendaily) 07.05.03
MuVi Award vergeben

Kurzfilmtage Oberhausen

Bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen, die vom 1. bis 6. Mai stattfanden, ging der Preis für das beste deutsche Musikvideo an Markus Wambsganss für "Perpendicular/Vector" und an Sandeep Mehta für "It Never Was You", dotiert mit jeweils 5.000 Euro. Ebenfalls vergeben wurde ein Online-Award, den nochmals Markus Wambsganss mit knapp 2.000 Stimmen gewinnen konnte.

(Quelle: Kurzfilmtage) 06.05.03
Suzy Parker ist tot

Sexsymbol wurde 69

Die Schauspielerin Suzy Parker, geborene Cecelia Anne Renee Parker, stirbt im Alter von 69 Jahren in Santa Barbara, Kalifornien. Bekannt wurde Parker in den Fünfziger Jahren als Modell und versuchte sich daraufhin mit nicht wenigen männlichen Bewunderern im Nacken als Schauspielerin. An der Seite von Fred Astaire, Gary Cooper und Cary Grand tanzte und schauspielerte Sie sich nach oben und blieb dort im Olymp der Hollywood-Diven bis zu Ihrem Tod.

(Quelle: CNN) 06.05.03
Filmstart von X-MEN 2

85,8 Mio. am Wochenende

Sci-Fi scheint in den USA beliebt zu sein, wie nie zuvor. 85,8 Mio. Dollar spielte der neue X-MEN-Film von Brian Singer am ersten Wochenende ein, was mitunter auch an der zukräftigen Besetzung mit Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen und Halle Berry gelegen haben dürfte. Sämtliche andere Filme schafften da nur geradezu lächerliche Einspielquoten.

(Quelle: Filmzeitung) 05.05.03
Disneys Filmoffensive

Umsatz steigt um 8 Prozent

Im zweiten Geschäftsquartal 2003 konnte der Disney Konzern seinen Umsatz um 8 Prozent auf 6,33 Mrd. Dollar steigern. Dies verdanken Walt's Nachkommen vor allem Kinohits wie „Chicago“ und "Haus über Kopf", als auch den Videoveröffentlichungen „Signs“ und „Sweet Home Alabama“. Die Themenparks liefen im Gegensatz hierzu nicht so toll: Die Vergnügungsmuffel zu Kriegszeiten bescherten dem Spaß-Konzern an die 45 Prozent Gewinnrückgang in diesem Bereich.

(Quelle:Mediabiz) 02.05.03
Dok-Filmfest

Offizielle Eröffnung 2. Mai  um 20:00

Wieder einmal eröffnet das Münchner Dokumentar-Filmfestival für eine Woche dem geneigten Zuschauer die aufregende Welt der Wirklichkeit. Eröffnungsfilm in diesem Jahr ist „For My Children“ von der Regisseurin Michal Aviad. Das Movie-College ist dabei und wird in den nächsten Tagen Besprechungen ausgewählter Filme veröffentlichen. Programminfos gibt es auf der offiziellen Festival-Homepage

(Quelle: DokFest) 02.05.03
Die Malaysianische Zensur

Eine Frage des Timings

Just zur Entmachtung des irakischen Diktators Saddam Hussein, entschließt sich die Malaysianische Zensur einen Film, der Husseins Herrschaft in ein ungünstiges Licht rückt, doch freizugeben. Zu anderen Zeiten, sorgte man sich in Malaysia zu sehr um die politische Beziehung zu Husseins Regime und entschloss sich, den Film prophylaktisch zu indizieren. Bahman Ghobadi's „Marooned in Iraq“ wird auf den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes zu sehen sein. In Deutschland läuft der Film am 29.05.2003 an.

(Quelle: Screendaily) 02.05.03
Fest der kurzen Filme

Oberhausen eröffnet

Heute öffnen die Oberhausener Kurzfilmtage ihre Pforten und zeigen bis zum 6. Mai einen repräsentativen Querschnitt durch das internationale Filmschaffen der kompakten Filmgeschichten. Von Ägypten bis USA reicht die Palette der Filmländer, die im diesjährigen Festival zu sehen sein werden und Chancen haben, in einem von vier verschiedenen Wettbewerben zu gewinnen.

(Quelle: Festival) 01.05.03
Discount-Kinos

Easycinema erregt die Kinolandschaft

In England macht sich jemand auf, ähnlich den Billigfluglinien auch die Kinogänger mit günstigen Preisen zu erfreuen, und schon ist die Verleihlobby angetreten derlei Preisbrecherei zu unterbinden. Easycinema hat Unternehmer Stelios Haji-Ioannou sein Vorhaben getauft und will bereits am 23. Mai eröffnen. Etwa 2,50 Euro soll ein Ticket maximal kosten. Kinder können schon für 80 Cents ins Kino und jeder kann sein Popcorn selbst mitbringen. Statt nur teilweise gefüllter Kinos mit hohen Eintrittspreisen sollen ausverkaufte Säle zu Niedrigpreisen das Unternehmen profitabel machen. Vor allem die großen Verleiher wie Columbia Tristar, Warners, Universal Paramount, Fox und Disney bilden angeblich ein massives Kartell und weigern sich bisher, Filme an Easycinema zu verleihen. Sollte es bis zum Kinostart zu keiner Einigung kommen, will Haji-Ioannou notfalls gerichtlich erzwingen, von den Verleihfirmen mit aktuellen Filmen beliefert zu werden. Man darf gespannt sein, wann hierzulande die ersten Kinos auf diesen Zug aufspringen werden...

(Quelle: BBC) 01.05.03

 

 

 
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